Women in Science: Prof Dr Ina Blümel
diesen Beitrag auf Deutsch lesenThe blog series “Women in Science” introduces women from the TIB who give insights into their careers and personal experiences in science.
Prof Dr Ina Blümel // Photo: TIB/C. BierwagenProf Dr Ina Blümel studied architecture in Braunschweig, Milan and Helsinki and obtained her doctorate at the HU Berlin at the Institute for Library and Information Science.
Today, she is head of the Joint Lab Future Libraries and Research Data as well as deputy head of the Open Science Lab at TIB and professor at Faculty III – Media, Information and Design at Hanover University of Applied Sciences and Arts.
In the interview, she talks about how her work enables her to make things visible together with others, that paths in science do not have to be straightforward, and that open, networked and fair research ultimately benefits everyone.
What fascinates you about working in science?
I am fascinated by the fact that research allows me to set things in motion that would otherwise remain invisible: data, models, images, videos – all of these become discoverable and reusable thanks to good metadata, linked data and open infrastructures, among other things. I originally come from a background in architecture and became interested in digital tools and the transition from 2D to 3D at an early stage. Today, it is precisely this interface between technology, culture and knowledge that particularly appeals to me. It is important to me that research does not take place in an ivory tower, but rather that intuitively usable tools, workflows and open resources are developed together with and within communities – for example, around Wikimedia.
As a woman in science, what would you have liked to have known earlier?
I wish I had known earlier how normal sidetracks are – and that interdisciplinary biographies are not a deviation, but often an advantage. Also: you can and should seek out allies, build networks visibly and actively seek mentoring – this is not a luxury, but part of professional work. And I would have allowed myself to work more prototypically earlier on: to be brave enough to test things, even if they are not yet perfect.
What advice would you give to girls and young women who are considering a career in science?
Find topics that really interest you – then your curiosity will carry you through the tough times. Learn to make your work visible – also in open formats. Practise communicating clearly about resources early on: time, money, access, support. Dare to join communities: science improves when we think about it in a networked and open way and when different perspectives are actively incorporated into its design.
A wish for the future of women and girls in science …
I would like to see a scientific community in which belonging does not need to be explained: equal opportunities, equal security, equal visibility – regardless of gender. And I would like to see structures that reward cooperation, openness and sustainable development, rather than just producing short-term shining examples. If we organise research in a more open, networked and fair way, everyone will benefit in the end – especially those who are still too often held back today.
Women in science – a blog series
The blog series “Women in Science” introduces women at TIB who provide insights into their scientific careers, role models and experiences from their everyday working lives. They all share their perspectives and wishes for the future of science and encourage other women to take their place with confidence.
Gute Datenpraxis weitergeben: ein Basiskurs entsteht
Eine Kooperation zwischen der Hochschule Hannover (HsH) und der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften schafft einen praxisnahen Überblick zum Forschungsdatenmanagement (FDM) und richtet sich besonders an Lehrende, die Studierende und Promovierende bei ihren Qualifikationsarbeiten betreuen.
Warum ein FDM-Kurs für Betreuer:innen von Qualifikationsarbeiten?
Forschungsdatenmanagement ist ein zentraler Bestandteil wissenschaftlichen Arbeitens und der guten wissenschaftlichen Praxis. Nicht nur in großen Drittmittelprojekten, sondern auch im Rahmen von Abschluss- und Qualifikationsarbeiten fallen teils große Mengen an Forschungsdaten mit großem wissenschaftlichen Potenzial an. Ein strukturierter und verantwortungsvoller Umgang mit diesen Forschungsdaten (beschrieben zum Beispiel im DFG-Kodex) gehört zur guten wissenschaftlichen Praxis.
Konzepte des FDMs umfassen unter anderem die Planung, Organisation, Speicherung, Sicherung, Dokumentation, Auswertung, Archivierung und gegebenenfalls die Publikation der erarbeiteten Daten. Gerade Betreuer:innen von Abschlusskandidat:innen spielen hierbei eine wichtige Rolle: Die Betreuer:innen wirken nicht nur als fachliche Begleitpersonen, sondern prägen das Verständnis für Datenqualität, Nachvollziehbarkeit und Transparenz – und damit die Datenkompetenz der Forschenden von morgen.
Um diese Kompetenz systematisch zu fördern, entwickelt ein Team aus HsH und TIB derzeit einen Basiskurs zum Forschungsdatenmanagement, der sich gezielt an Lehrende richtet, die Studierende und Promovierende bei ihren Qualifikationsarbeiten betreuen. Der Kurs soll Grundlagen des FDMs vermitteln, praxisnahe Unterstützung bieten und die Betreuer:innen darin stärken, zentrale Prinzipien der guten Datenpraxis an ihre Studierenden weiterzugeben.
Einen Kurs an der HsH anbieten – wie geht das überhaupt?
Selbstverständlich wird an Hochschulen viel gelehrt, die meisten Veranstaltungen richten sich an Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen, sind bestimmten Modulen zugeordnet und anschließend wird eine in den Prüfungsordnungen festgelegte Anzahl an Leistungspunkten (ECTS) vergeben.
Wenn die Zielgruppe einer Veranstaltung nicht die Studierenden, sondern die Lehrenden (Personen mit Lehrauftrag, wissenschaftliche Mitarbeiter:innen, Professor:innen) sind, werden die Strukturen deutlich dünner. Und mit welcher Motivation sollten sich diese bei einem Kurs anmelden? Sie erhalten dafür schließlich weder eine Vergütung oder Leistungspunkte noch eine Arbeitserleichterung, zum Beispiel in der Reduktion der zu lehrenden Stunden.
An der HsH gibt es zwei Weiterbildungsformate, die für den geplanten Kurs in Frage kommen. Zum einen gibt es die HsH-Akademie (https://www.hs-hannover.de/hsh-akademie), an der Kurse zu diversen Themen für die Öffentlichkeit angeboten werden. Dort werden Seminare, Weiterbildungsstudiengänge und Zertifikatskurse angeboten. Allerdings richtet sich das Angebot eher an externe und in gewerblichen Strukturen arbeitende Teilnehmer:innen. Die Teilnahme am Zertifikatskurs Datenschutzmanagement (https://www.hs-hannover.de/hsh-akademie/weiterbildungen-a-z/datenschutzmanagement) kostet beispielsweise 3.800 Euro und dauert sechs Monate. Dies passte nicht zu dem angedachten Kurs – schließlich sind nicht primär externe Personen, sondern Lehrende an der HsH Zielgruppe des Kurses. HsH-interne Teilnehmer:innen würden wahrscheinlich auch keine vierstelligen Beträge zahlen, um an einer HsH-Fortbildung teilzunehmen. Ein Gespräch mit einer Anbieterin eines solchen Kurses bestätigte den Eindruck zusätzlich.
Zum anderen gibt es an der HsH ein internes Qualifizierungsprogramm. Zwischen Themen wie Arbeitssicherheit, Unterstützung der Lehrenden oder Corporate Design würde sich auch ein Kurs zum Forschungsdatenmanagement gut einfügen. Eine Kontaktaufnahme mit der zuständigen Stabsabteilung ergab, dass ein entsprechender Kurs nach der Fertigstellung gerne im Intranet eingetragen und in Infomails aufgeführt werden kann.
Bei der Recherche stieß das Projektteam außerdem auf das Konzept der Micro Credentials: Dabei werden kleinere Lehreinheiten zu Mini-Curricula zusammengesetzt, über die Zertifikate ähnlich einem Bachelor oder Master (nur mit deutlich geringerem Umfang, sogenannte „Micro Degrees“) vergeben werden. Die Leibniz Universität Hannover (LUH) vergibt solche Micro Credentials im Rahmen der kürzlich ins Leben gerufenen Leibniz AI Academy. Dabei handelt es sich um ein interdisziplinäres Projekt, das fächerübergreifend Kompetenzen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) vermittelt. Dieses Angebot richtet sich primär an Studierende.
Die TIB plant aktuell, sich mit einem ECTS-Modul zum Thema Open Science einzubringen, das auch eine Veranstaltung zum FDM umfassen soll. Die Etablierung und der Aufbau eines Konzepts zu Mirco Credentials an der HsH ist ein interessanter Ansatz, fällt aber nicht in den Aufgabenbereich unserer Arbeitsgruppe, da es in die grundlegenden Strukturen der HsH eingreift. Daher werden die bestehenden Strukturen genutzt und das Angebot in das interne Weiterbildungsprogramm eingefügt.
Wie entsteht der Kurs?
Seit März 2025 treffen sich Sebastian Lehmann (zentraler Mitarbeiter für das FDM der HsH), Franziska Altemeier und Nina Düvel (Mitarbeiterinnen des Joint Labs Future Libraries & Research Data) regelmäßig zu Arbeitssitzungen, die teils in Person, teils virtuell stattfinden. In diesen Treffen wird das didaktische Konzept geschärft, werden Inhalte entwickelt und Feedback direkt verarbeitet. Die Ideen fließen in ein digitales Whiteboard, das als kollaborative Arbeitsumgebung dient. Zur Dokumentation wird GitLab genutzt.
Die Zusammenarbeit zwischen der zentralen FDM-Stelle der HsH sowie dem bereits etablierten Joint Lab ermöglicht es, dass die TIB und die HsH ihre fachlichen Stärken bündeln. Im Joint Lab wird gemeinsam an Themen wie Forschungsdatenmanagement, Data Science und der Weiterentwicklung wissenschaftlicher Bibliotheken gearbeitet. Ziel ist es, Forschung, Lehre und Praxis stärker miteinander zu verknüpfen und neue Impulse zu setzen, etwa durch gemeinsame Projekte, neue Tools oder passgenaue Ausbildungsangebote für den wissenschaftlichen Nachwuchs und Forschende. Die zentrale FDM Stelle der HsH widmet sich wiederum dem hochschulweiten Kompetenz und Strukturaufbau und ist eingebunden in die Landesinitiative FDM Niedersachsen, deren Aufgabe es ist Forschungsdatenmanagement im Forschungsalltag niedersächsischer Wissenschaftler:innen zu etablieren.
Zielsetzung des Kurses und Ausblick
Wie oben dargelegt soll sich der Kurs an Betreuer:innen von Abschlusskandidat:innen richten, damit diese zu Multiplikator:innen für das FDM an der HsH werden. Der Kurs soll fachübergreifend konzipiert werden und sich an alle Disziplinen gleichermaßen richten. Das Format ist als halbtägige Präsenzveranstaltung geplant, bei der sich Phasen des Inputs mit Aufgaben und Diskussionen abwechseln. Das Thema FDM soll in dieser Zeit möglichst vollständig behandelt werden – von den FAIR-Prinzipien über Dokumentation zur Publikation von Forschungsdaten – und besonders die Motivation für das Management von Forschungsdaten und das Überdenken der eigenen Arbeitsweisen (und der Arbeitsweisen der Studierenden) sollen herausgestellt und diskutiert werden.
Die inhaltliche Ausarbeitung des Kurses wird voraussichtlich im Spätsommer abgeschlossen sein, sodass die erstmalige Durchführung gegen Ende des Jahres (im Wintersemester 2025/2026) stattfinden kann. Im Vorfeld sind noch organisatorische Fragen zu klären: An welchem Termin und wo findet die erste Veranstaltung statt, über welche Plattform soll die Anmeldung erfolgen und auf welchem Weg wird die Veranstaltung beworben (Mailinglisten, Poster, Flyer)? Anschließend soll der Kurs durch das Feedback der Teilnehmer:innen und die Eindrücke des Projektteams evaluiert und für kommende Durchgänge überarbeitet werden. Die Kursmaterialien sollen intern verbreitet, aber auch als Open Educational Resource (OER) publiziert werden, damit auch andere Interessierte die Materialien nachnutzen können.
Langfristig soll sich der Kurs als regelmäßiges Angebot etablieren und wird voraussichtlich um spezifischere Module oder Vertiefungsangebote ergänzt werden.
Kommentar von Ina Blümel, Leiterin des Joint Labs Future Libraries & Research Data und Professorin an der HsH:
„Ich freue mich sehr über die Entstehung unseres neuen Basiskurses zum Forschungsdatenmanagement in dem vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur finanzierten Projekt des Joint Labs: Weiterbildungsangebote wie dieses sind entscheidend, um Lehrende und Betreuende nachhaltig für gute Datenpraxis zu befähigen – nicht nur an der HsH, sondern landesweit im Rahmen der Landesinitiative FDM Niedersachsen und darüber hinaus in den Strukturen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur. Die erste Durchführung des Kurses wird voraussichtlich mit Kolleg:innen aus dem Studiengang Informationsmanagement sowie dem Institut Data|H erfolgen. Die enge Kooperation mit unserem Joint Lab stellt sicher, dass erstes Feedback relativ einfach iterativ umgesetzt werden kann, Expertisen zusammenfließen können und die Teilnehmer:innen von der Kooperation zwischen HsH und TIB bestmöglich profitieren.
Zugleich knüpfen wir damit an die langjährige Open‑Science‑Tradition von Joint Lab und Open Science Lab der TIB an: Schon im ,Fellow-Programm Freies Wissenʻ¹ von Wikimedia Deutschland konnten wir im Mentoring ähnliche Inhalte erfolgreich an Nachwuchswissenschaftler:innen vermitteln. Die positiven Erfahrungen aus diesem Mentoring – offene und kollaborative Arbeitsweise und eine Kultur des Teilens – fließen nun in den neuen Kurs ein. Ich bin überzeugt, dass wir damit einen weiteren wichtigen Schritt gehen, um offene Forschung, gutes Forschungsdatenmanagement und gelebten Wissenstransfer an der HsH und in unseren Netzwerken nachhaltig zu verankern.“
¹ https://www.stifterverband.org/freies-wissen
Kontakt
Joint Lab Future Libraries & Research Data
Franziska Altemeier, TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek, E-Mail: [email protected]
Dr. Nina Düvel, Hochschule Hannover, E-Mail: [email protected]
Prof. Dr. Ina Blümel, TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek & Hochschule Hannover, E-Mail: [email protected]
Mehr zum Joint Lab „Future Libraries & Research Data“
Forschungsdatenmanagement an der HsH
Sebastian Lehmann, Hochschule Hannover, [email protected]
Mehr zum FDM an der HsH
#Forschungsdaten #HochschuleHannover #JointLab #JointLabFutureLibrariesAndResearchData #LizenzCCBY40INT
Version 3 der Lernzielmatrix zum FDM ist veröffentlicht – ein Grund zum Feiern!
Ein effektives Forschungsdatenmanagement (FDM) erfordert diverse Kenntnisse und Fähigkeiten: beispielsweise wie man digitale Daten dokumentiert, archiviert, publiziert und nachnutzen kann, und auch die Kenntnis der FAIR-Data-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) und das Wissen um forschungsethische sowie rechtliche Vorgaben sind wichtige Aspekte. Mit den wachsenden Anforderungen steigt auch der Bedarf an strukturierten Lehr- und Lernangeboten – und genau hier setzt die Lernzielmatrix zum FDM an.
Lernzielmatrix zum Forschungsdatenmanagement
Die Lernzielmatrix (LZM) zum Forschungsdatenmanagement (FDM) bündelt relevante Vermittlungsinhalte und Lernziele für verschiedene Zielgruppen wie Bachelor- und Masterstudierende, Early Career Researchers (Promovierende/PostDocs) sowie Data Stewards. Sie dient als Orientierungshilfe für Lehre und Weiterbildung und ermöglicht eine fach- oder veranstaltungsspezifische Nachnutzung/Weiterentwicklung. Die offizielle Publikation finden Sie hier: https://doi.org/10.5281/zenodo.15025246.
Die Lernzielmatrix zum FDM hat sich bereits in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)-Community bewährt: Konsortien haben disziplinspezifische Versionen entwickelt, um die Vermittlung von FDM-Kompetenzen gezielt auf ihre Fachbereiche zuzuschneiden, zum Beispiel:
Auch für die Landesinitiative Forschungsdatenmanagement Niedersachsen bietet die Lernzielmatrix Potenzial, beispielsweise für die Data Stewards, die auf Basis der Matrix eigene Schulungen gestalten und durchführen können. Am 24. März 2025 war es endlich so weit: Die Arbeit des letzten Jahres hat sich ausgezahlt und wir freuen uns, dass die Lernzielmatrix in Version 3 über Zenodo veröffentlicht wurde: https://doi.org/10.5281/zenodo.15025246.
Feierlicher Moment: einige Redaktionsmitglieder bei der Veröffentlichung von LZM V3 auf ZenodoIn diesem Blogbeitrag möchten wir die Lernzielmatrix vorstellen, die Entwicklung von Version 3 skizzieren, auf Neuerungen der aktuellen Version hinweisen und auf Veranstaltungen hinweisen, die einen tieferen Einblick in die LZM geben. Mehr Informationen über den bisherigen Entwicklungsprozess und die Beteiligung des Joint Labs gibt es in unserem vorherigen Blogbeitrag: Joint Lab Future Libraries & Research Data – Mitarbeit an der Lernzielmatrix zum Forschungsdatenmanagement (FDM).
Von der Community für die Community: Was ist seit dem Treffen in Darmstadt passiert?
Seit dem Community-Treffen in Darmstadt Anfang 2024 hat sich viel getan! Version 3 der Lernzielmatrix entstand auf Basis wertvoller Beiträge und Rückmeldungen aus der deutschsprachigen FDM-Community, insbesondere durch das Community-Event zur Lernzielmatrix (31. Januar bis 1. Februar 2024, Darmstadt). Während der Veranstaltung wurden wertvolle Ideen und Vorschläge gesammelt, die in die neue Version eingeflossen sind. Zudem wurde die Community zur weiteren Mitarbeit eingeladen: Das Redaktionsteam konnte neue engagierte Mitwirkende mit umfassender Expertise gewinnen.
Seit dem Event traf sich das Redaktionsteam regelmäßig online, bildete verschiedene Arbeitsgruppen, arbeitete die gesammelten Vorschläge ein, prüfte auf Konsistenz und stellte umfangreiches zusätzliches Material für die Veröffentlichung mit Version 3 zusammen. Die Ergebnisse der Arbeit wurden vor der Veröffentlichung zur Kommentierung an die NFDI-Sektion EduTrain gegeben. Die eingegangenen Rückmeldungen wurden sorgfältig geprüft und durch das Redaktionsteam in die finale Version eingearbeitet.
Übersicht zu der Entstehungsgeschichte der Lernzielmatrix zum FDM (Abbildung steht unter der Lizenz „Creative Commons Zero“ V 1.0)Was ist neu in Version 3?
Die dritte Version der LZM enthält einige bedeutende Neuerungen:
Zudem werden die Lernzielmatrix sowie das zugehörige Glossar nun auch in einem Repositorium auf GitHub gehostet: https://github.com/dini-ag-kim/fdm-lernziele.
Wie kann ich die LZM nutzen?
Im Begleitmaterial der Version 3 findet sich eine Auswahl fiktiver Anwendungsszenarien, die als Inspiration für eigene Projekte dienen können. Darüber hinaus wurde die Lernzielmatrix bereits vielfältig praktisch angewendet. Eine Tabelle mit Anwendungsbeispielen dokumentiert die reale Einsatzmöglichkeiten – von fachspezifischen Anpassungen durch NFDI-Konsortien über die Entwicklung von Lehr- und Lernmaterialien bis hin zur Nutzung als Grundlage für Bewertungsraster in Prüfungsleistungen. Diese Auflistungen können als Inspiration für eigene Vorhaben dienen.
Wo kann ich mehr darüber erfahren?
Das Joint-Lab-Team stellt Version 3 der Lernzielmatrix 2025 beim 9. Bibliothekskongress 2025 am 26. Juni in Bremen vor (siehe Programm: https://bid2025.abstractserver.com/program/#/details/presentations/500). Darüber hinaus wird es weitere Präsentationen zur Lernzielmatrix durch andere Autor:innen bei folgenden Tagungen geben:
Aktuelles wird außerdem auf der Seite der Lernzielmatrix auf forschungsdaten.info veröffentlicht: https://www.forschungsdaten.org/index.php/Lernzielmatrix.
Das Joint Lab sagt Dankeschön
Ohne das Engagement und die Mitgestaltung der Community wäre die LZM nicht das, was sie heute ist. Wir wurden durch das Community-Event herzlich in das Redaktionsteam rund um die LZM aufgenommen und haben die Zusammenarbeit als äußerst bereichernd und inspirierend empfunden. Wir sind stolz, Teil dieser engagierten und tatkräftigen Community zu sein, und dankbar für das offene Miteinander. Im vergangenen Jahr konnten wir nicht nur unsere Expertise einbringen, sondern auch viel lernen – über FDM, über erfolgreiche Zusammenarbeit und über die Kraft einer offenen und wertschätzenden Gemeinschaft. Vielen Dank an alle Beteiligten!
Kontakt
Joint Lab Future Libraries & Research Data
Dr. Nina Düvel, Hochschule Hannover: [email protected]
Franziska Altemeier, TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek: [email protected]
Prof. Dr. Ina Blümel, TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek & Hochschule Hannover: [email protected]
Mehr Informationen zum Joint Lab Future Libraries & Research Data
#FDM #Forschungsdaten #HochschuleHannover #JointLabFutureLibrariesAndResearchData #LizenzCCBY40INT
Das Management von digitalen Forschungsdaten ist ein bedeutendes Handlungsfeld der Forschung, welches im Zuge der Digitalisierung entstanden ist. Forschende und weitere Zielgruppen benötigen für ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement (FDM) neben Kenntnissen und Fähigkeiten im fachlichen Bereich zusätzliche Kompetenzen im Umgang mit digitalen Daten. Die Vermittlung dieser Kenntnisse sollte idealerweise bereits im Studium erfolgen. Zudem besteht ein steigender Bedarf an Personal in den forschungsnahen Bereichen z. B. als Data Stewards, der nur über geeignete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gedeckt werden kann. Die Lernzielmatrix bündelt relevante Vermittlungsinhalte und Lernziele zum Forschungsdatenmanagement für die Zielgruppen Bachelor- und Masterstudierende, Early Career Researchers (Promovierende/PostDocs) sowie Data Stewards. Sie dient Nachnutzenden als Orientierungshilfe zur Identifikation relevanter Inhalte und als Arbeitsgrundlage für eine fach- oder veranstaltungsspezifische Weiterentwicklung. Die Version 3 der Lernzielmatrix zum Forschungsdatenmanagement entstand auf Grundlage der Eingaben und Rückmeldungen aus der deutschsprachigen FDM-Community, insbesondere der Ergebnisse des Community-Events zur Lernzielmatrix (31. Januar bis 1. Februar 2024, Darmstadt). Die Teilnehmenden wurden zur weiteren Mitarbeit eingeladen, wodurch sich das Redaktionsteam um weitere engagierte Mitwirkende erweiterte. Neben inhaltlichen Überarbeitungen und Ergänzungen wurden neue Elemente wie eindeutige IDs, ein Glossar und eine Übersicht über Anwendungsbeispiele ergänzt. Die Auftrennung der Lernziel-Elemente in separate Felder und eine stärkere Vereinheitlichung der Formulierungen sollen die Maschinenlesbarkeit und generell die Nachnutzung fördern. Die Ergebnisse der Arbeit aus dem Community-Event und der anschließenden redaktionellen Arbeit wurden vor der Veröffentlichung der NFDI-Sektion EduTrain zur Kommentierung freigegeben und Kommentare nochmals vom Redaktionsteam in die Dokumente eingearbeitet. Die dritte Version der Lernzielmatrix enthält neben der eigentlichen Matrix LZM-FDM_V3_de.xlsx bzw. LZM-FDM_V3_de.ods (Tabellenblatt Lernziele liegt zusätzlich als LZM-FDM_Tabellenblatt-Lernziele_V3_de.csv vor) eine ausführliche README-Datei README_LZM-FDM_V3_de.pdf, eine Übersicht von Beispielen in Anwendungsbeispiele_LZM-FDM_V3_de.xlsx, ein Glossar zur Lernzielmatrix in Glossar_LZM-FDM_V3_de.pdf und einen Werkstattbericht zur Erstellung des Glossars in Werkstattbericht-Glossar_LZM-FDM_V3_de.pdf. Zur zusätzlichen Förderung der Nachnutzung und Adaption der Lernzielmatrix wurde ein Git-Repository eingerichtet, in dem sich die Dateien der Lernzielmatrix und eine Umsetzung des Glossars als Simple Knowledge Organisation System (SKOS) befinden: https://github.com/dini-ag-kim/fdm-lernziele. Forschungsdaten.org bietet einen Überblick zur Lernzielmatrix sowie zu Adaptionen der Matrix: https://www.forschungsdaten.org/index.php/Lernzielmatrix.
Open Access and Open Data: Japanese visitors at TIB
On 31 January 2025 we welcomed two guests from Japan to the TIB. Chifumi Nishioka is an associate professor at Kyoto University and a member of the working group organized by the Japanese Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology (MEXT) in order to discuss the future of scholarly communication. She was accompanied by Mami Hayashi of Chuo University Library. They were on the way to attend the Berlin Open Access Conference and stopped over in Hannover to learn about TIB’s activities concerning open access and research data management.
The Japanese guests together with TIB colleagues at the TIB Science/Technology site. From left to right: Franziska Altemeier, Nina Düvel, Janna Neumann, Chifumi Nishioka, Mami Hayashi, and Stefan Schmeja.From Open Access strategies and services to consortia and contracts
Six colleagues from different departments of TIB met with the Japanese colleagues to give short overviews of their topics and to discuss them with our guests. Stefan Schmeja and Nicola Bieg presented open access strategies and services in general as well as the coverage of publication costs in agreements with publishers (for example within TIB’s Consortia). The guests had indicated specifically that they wanted to learn about the impact of the DEAL agreements on Leibniz University Hannover (LUH) and the double role of TIB as university library and national library for science and technology in supporting DEAL. While we noticed similar approaches to open access, there are also differences: Whereas Japanese science policy has put the focus on green open access so far, in Europe diamond open access is favoured in policies on the European, national and institutional levels, including the open access policies of TIB and LUH.
Research data management at TIB
Research data management was the second topic of interest. Johannes Hunold introduced the German National Research Data Infrastructure NFDI in general, the role of TIB in NFDI and NFDI4Chem in particular. Janna Neumann talked about the Research Data Management Services for LUH which include training and consultation and the institutional data repository. Finally, Franziska Altemeier and Nina Düvel presented the Joint Lab Future Libraries & Research Data, which is an institution at the intersection of TIB and Hanover University of Applied Sciences and Arts (Hochschule Hannover, HsH) supporting the implementation of research data management at HsH and Universities of Applied Sciences in general.
The visit ended with a tour of the library. We were very happy to meet our Japanese guests in Hannover and to discuss the promotion of open access and research data management and TIB’s services with them.
#DEAL #Japan #JointLabFutureLibrariesAndResearchData #LizenzCCBY30DE #NFDI #NFDI4Chem #OpenAccess #researchDataManagement
„Digitale Kompetenzen in der Wissenschaft“ – Rückblick auf die VW-Themenwoche
In einem unserer letzten Blogbeiträge haben wir uns dem Thema Forschungsdatenmanagement-Kompetenzen gewidmet. Das übergreifende Thema Datenkompetenz ist nach wie vor aktuell und wurde dieses Jahr auch von der VolkswagenStiftung aufgegriffen: Anfang des Jahres hatte sie zur Einreichung von Workshops für die Themenwoche „Digitale Kompetenzen in der Wissenschaft“ aufgerufen. Ziel war es, Ideen und Initiativen zu digitalen Kompetenzen in der Wissenschaft sichtbarer zu machen und den interdisziplinären sowie überregionalen Austausch zu Fortbildungsoffensiven zu fördern.
Über die VolkswagenStiftung
Die VolkswagenStiftung ist eine der größten privaten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Ihr Ziel ist es, Wissenschaft und Technik in Forschung und Lehre zu stärken und Innovationen voranzutreiben. Dabei fördert sie insbesondere Projekte mit interdisziplinären Ansätzen und Themen, die gesellschaftlich und wissenschaftlich relevant sind.
Gemeinsam haben Mitarbeiter:innen von vier Landesinitiativen zum Forschungsdatenmanagement (FDM)(fdm.nrw, SaxFDM, HeFDI und FDM-NDS) ein Symposium zum Thema „Datenkompetenz im Fokus: Angebote, Qualitätssicherung und Vernetzung“ für diese Themenwoche organisiert – und wir vom Joint Lab Future Libraries & Research Data haben teilgenommen, mitdiskutiert und auch unseren niedersächsischen Data-Steward-Stammtisch vorgestellt.
Vorstellung des niedersächsischen Data-Steward-Stammtischs: Nina Düvel, Franziska Altemeier und Ana AgniashviliDatenkompetenz im Fokus
Vom 2. bis zum 4. Dezember 2024 haben wir im Xplanatorium Schloss Herrenhausen in Hannover spannende Diskussionen rund um Datenkompetenz geführt – parallel liefen drei weitere Symposien, ebenfalls unter dem Thema Digitale Kompetenz. Etwa 40 Personen haben gemeinsam zu den folgenden Themenblöcken gearbeitet:
Einige Highlights der ersten beiden Blöcke waren beispielsweise die vorgestellte Deutschlandkarte der Datenkompetenz, die im Rahmen der Love Data Week 2025 weiter ergänzt werden soll. Zudem wurden zwei Vernetzungstreffen geplant, die sich zum einen mit dem Thema Ausbildungsangebote für Data Stewards und zum anderen mit dem Thema FDM in Studium und Lehre beschäftigen (offizielle Ankündigungen folgen noch). Dies sind zwei Themen, die auch auf der Agenda unseres Joint Labs stehen und im kommenden Jahr weiter bearbeitet werden.
Data-Steward-Initiativen
Der dritte Block begann mit Kurzvorträgen zu bestehenden Data-Steward-Initiativen: Den Auftakt machte die Vorstellung des lokalen Data-Steward-Netzwerks der CAU Kiel. Anschließend gaben wir gemeinsam mit Ana Agniashvili Einblicke in den von uns initiierten niedersächsischen Data-Steward-Stammtisch (weitere Infos zum Stammtisch siehe Blogpost zum Kickoff) und erläuterten die Zusammenarbeit von Joint Lab und FDM-ndsHAW im Rahmen der Landesinitiative FDM-NDS. Den Abschluss bildete die Präsentation des deutschlandweiten Netzwerks „Data Stewardship goes Germany“ (DSgG).
Nach dem Input wurde es interaktiv: In der sich anschließenden Gruppenarbeit und Diskussion zum Thema Data-Steward-Netzwerk wurde erneut deutlich, dass der Begriff „Data Steward“ noch immer nicht einheitlich definiert ist. Beim Sammeln von Ideen und Anregungen für ein zukünftiges übergreifendes Netzwerk kristallisierte sich heraus, wie wichtig es ist, bestehende Strukturen aufzubauen.
Gleichzeitig sollte ein geschützter, aber offener Rahmen geschaffen werden, der die Verbindung zur internationalen Community fördert. Auch die Frage nach einer geeigneten Organisationsform, wie beispielsweise der Gründung eines Vereins, wurde intensiv diskutiert. Besonders hervorgehoben wurde zudem die Außenwirkung: Ziel ist es, das Berufsbild des Data Stewards stärker zu etablieren, dessen Wertschätzung und Akzeptanz zu erhöhen und verlässliche Karrierewege zu entwickeln.
Der letzte Tag startete mit einem Ausflug in das Thema FDM-Awareness auf Social Media. Zudem wurden in Block 4 Metadatenstandards zu Open Educational Resources (OER) unter die Lupe genommen und mögliche Erweiterungen bzw. Pflichtfelder rege diskutiert. Die aufbereiteten Ergebnisse werden an die UAG (DINI/nestor) und DALIA weitergeleitet zur Aufnahme in den Diskurs.
Insgesamt waren es drei Tage, an denen wir uns in einem offenen Dialog und anregenden Diskussionen dem Thema Datenkompetenz gewidmet haben. Die Gespräche haben gezeigt, wie wichtig der Austausch über Strukturen, Vernetzung (auch im Hinblick auf Kompetenzentwicklung) sowie die Stärkung des Berufsbilds Data Steward sind.
Laufende Entwicklungen aus dem Joint Lab zum Thema Kompetenzen im FDM finden sich auf der neu gestalteten Seite des Labs: https://www.tib.eu/de/forschung-entwicklung/joint-labs/joint-lab-future-libraries-and-research-data
Kontakt zum Joint Lab Future Libraries & Research Data
Franziska Altemeier, TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek, E-Mail: [email protected]
Dr. Nina Düvel, Hochschule Hannover, E-Mail: [email protected]
Mehr zum Joint Lab „Future Libraries & Research Data“
#LizenzCCBY40INT #Forschungsdatenmanagement #HochschuleHannover #JointLabFutureLibrariesAndResearchData #NiedersächischeLandesinitiativeForschungsdatenmanagement #Datenkompetenz
Wie wir mit unseren Daten umgehen, wird in der Forschung immer wichtiger. Forschungsdaten nach bestimmten Kriterien zu verwalten, ist wichtig, um die Forschung transparenter zu machen und um dafür zu sorgen, dass andere sie besser reproduzieren oder nachnutzen können. Hierfür sind Expert:innen wichtig, die Infrastrukturen für Forschungsdatenmanagement (FDM) aufbauen und Forschende konkret unterstützen.