Politikerfloskeln - Das Blabla nervt

Deutschlandfunk Kultur

Wie wir zu Maschinenmenschen geworden sind

Die Kybernetik entstand in den 1940ern als Wissenschaft der Steuerung, Feedback-Schleifen und Maschinenmenschen. Heute prägt sie laut Philosophin Anna-Verena Nosthoff unsere digitale Gegenwart: Verhalten, Denken und wie wir uns regieren lassen.

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Kybernetik - die Wissenschaft der Maschinenmenschen steuert auch heute noch unser Verhalten

Kybernetik prägt unsere digitale Gegenwart. Sie beeinflusst nicht nur Maschinen, sondern auch unsere Verhalten und Denken, sagt die Philosophin Nosthoff.

Deutschlandfunk Kultur

Die Ordnung der Dinge

In „Zeroth Law“ denkt Frank Witzel über das Verhältnis des Menschen zu den Dingen, den Maschinen, Gott und dem Unheimlichen nach. Die Funkoper des Komponistenduos „gamut inc.“ verbindet ein Roboterorchester mit dem RIAS Kammerchor zu einer Reflexion über eine mögliche Präambel zu den drei Robotergesetzen von Isaac Asimov.

gamut inc & Frank Witzel: Zeroth Law – das nullte Gesetz

DLF Kultur, Do, 06.03.2026 0:05 bis 1.00 Uhr
Wiederholung: So, 22.03.2026, 0.05 bis 1.00 Uhr

Der christliche Gott hat den Menschen zehn Gebote gegeben, der Mensch den Maschinen aber nur drei Gesetze. Wie kann das sein, fragte sich der Schriftsteller, Hörspielmacher und Buchpreisträger Frank Witzel und schrieb das Libretto für das Berliner Komponistenduo „gamut inc“ (Marion Wörle und Maciej Śledziecki), die daraus ihre Funkoper „Zeroth Law – das nullte Gesetz“ machten. Das Stück wurde 2023 in der Tischlerei der Deutschen Oper mit dem RIAS Kammerchor und einem Roboter-Orchester musiktheatralisch inszeniert und erlebt jetzt seine 53-minütige Radiopremiere auf dem Klangkunstsendeplatz von Deutschlandfunk Kultur.

Es geht um Wechselverhältnisse zwischen Gott und den Menschen, zwischen Menschen und Maschinen sowie die zwischen den 35 Musikautomaten des Logos-Roboterorchesters und dem RIAS-Kammerchor. Der inzwischen 74-jährige Belgier Godfried-Willem Raes hat die computergesteuerten Maschinen gebaut. Sie steuern hölzerne und metallene Orgelpfeifen an, bedienen Schlagwerke, Xylofone oder Blasinstrumente und erzeugen so einen wunderbar analogen Sound, auch wenn er sich an elektronisch-repetitive Klänge anschmiegt. Es sind zwar programmierte, aber reale und keine virtuellen Synthesizer-Klänge. Für den Chor hat das zur Konsequenz, dass er sich dem Orchester anpassen muss. „Das unerbittliche Roboter-Orchester dirigiert quasi mich“, sagt Dirigent Olaf Katzer in einem Making-of-Video.

Auch die Schauspielerin Ursina Lardi befindet sich in einem Wechselverhältnis und beschreibt in einer Art Selbstgespräch ihr Verhältnis zur Welt. Im ersten Akt der vieraktigen Funkoper geht es um ihre „grundlose“ Verbindung zu den Dingen. Diese könnte ihre Verbindung zu den Menschen infrage stellen, denn: „Vielleicht gibt es dort gar nicht die Gegenseitigkeit, die ich immer unterstellt habe.“

Ausflug ins Uncanny Valley

Wie schon in Frank Naumanns fünfteiliger KI-Hörspielserie „Asimovs Erben“ (MDR 2020) bewegt sich die Figur in „Zeroth Law“ im zweiten Akt durch ein „Uncanny Valley“ – jenes unheimliche Tal, das erstmals 1970 von einem japanischen Robotiker beschrieben wurde und ein Wahrnehmungsfeld beschreibt, das umso unheimlicher wird, je „normaler“ es anmutet. Je menschenähnlicher die Maschinen werden, umso fremder erscheinen sie. In den Dingen wie den Maschinen trifft der Mensch nicht etwa auf sich selbst, sondern auf das Andere. Eine Erfahrung, die er eigentlich kennen sollte – aus der Religion.
Der dritte Akt handelt vom Verhältnis der Menschen zu Gott, das metaphysischer Natur war, bis sie das Prinzip Gott überwunden glaubten und sich selbst als Schöpfer verstanden. An dieser Stelle baut Librettist Frank Witzel eine besondere Wendung ein: „Gott hingegen hielt sich nie für Gott, er hielt sich nie für allmächtig, allwissend, unbesiegbar, das waren alles Zuschreibungen des Menschen, weil der Mensch anfing, sich mit Gott zu identifizieren.“

Gott hingegen war klar, dass er das Verhältnis der Menschen untereinander regeln musste, während der Mensch keinen Gedanken daran verschwendete, das Verhältnis der Maschinen untereinander zu regeln. Deshalb gab er ihnen nach Isaac Asimov nur die drei Gesetze, die ihr Verhältnis zum Menschen klären sollten. Sie durften den Menschen keine Schäden zufügen, sie mussten deren Befehle befolgen, sofern diese nicht gegen das erste Gesetz verstießen, und sie sollten sich selbst schützen, sofern das nicht gegen das erste oder zweite Gesetz verstieß.

Gott hielt sich nie für Gott

Nach monotheistischen Vorstellungen gibt es zwar nur einen Gott, aber viele Menschen. Außerdem existiert da noch dieses lästige Problem mit der Willensfreiheit, die Gesetzesübertretungen ermöglicht. Daher geht es im letzten Akt des Hörspiels um die großen Kränkungen des Menschen. Der sei weder Herr in seinem Kopf noch im eigenen Körper, geschweige denn seiner Geschichte oder seines Willens. Hier erfolgt die zweite Wendung: Dem Menschen kam es nicht in den Sinn, dass es einen Punkt geben könnte, „an dem die Maschine so viele Eigenschaften des Menschen übernommen haben wird, dass der freie Wille beinahe zwangsläufig entstehen würde. Mehr noch, da es keine Gesetze für das Verhältnis der Maschinen zueinander gab, mussten sich die Maschinen ihre Gesetze selbst geben“, heißt es im Hörspiel.

Welcher Art diese Gesetze sind, liegt jenseits des Horizonts des Menschen. Warum? Weil das Denken des Menschen in Bezug auf die Maschinen entweder von Naivität, Hybris oder Angst geprägt ist: „Die Maschine vermag entweder alles, ohne sich selbstständig weiterzuentwickeln, oder sie greift den Menschen an, sobald sie selbstständig wird, weil er sie nur als Ebenbild von sich wahrnehmen kann.“ Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass die Maschinen dem Menschen freundlich gesinnt sind und sie sich ein nulltes Gesetz gegeben haben – ein Gesetz, das sich weder vervielfachen noch teilen lässt.“

Literarisch-verdichteter Maschinendiskurs

„Zeroth Law“ schließt die Mensch-Maschinen-Trilogie von gamut inc ab. Für das Musiktheaterstück „Over the Edge Club“ aus dem Jahr 2020 steuerte das Large Language Model ChatGPT-3 Texte bei. Schon für den zweiten Teil der Trilogie, die Roboter-Oper „R.U.R. – Rossum‘s Universal Robots“ nach dem Drama von Karel Capek aus dem Jahr 2022, schrieb Frank Witzel das Libretto. Und wie dort setzt er sich auf literarisch-verdichtete Weise mit den Maschinendiskursen auseinander und denkt darüber nach, was es bedeutet, wenn sich der Mensch aus der Lebenswirklichkeit der Maschinen entfernt, ähnlich wie sich Gott aus der Lebenswirklichkeit der Menschen entfernt hat.

Seit „Der Lindberghflug“ von Brecht und Weill zählt die Funkoper zu den immer wieder reizvollen Formaten im Radioprogramm, von Hans Werner Henze über Bernd Alois Zimmermann bis hin zu Heiner Goebbels. Im Wechsel der Sprechstimme von Ursina Lardi mit dem RIAS Kammerchor und dem Roboterorchester entfaltet „Zeroth Law – das nullte Gesetz“ eine dichte, vielschichtige Reflexion über die Wechselverhältnisse von Menschen, Maschinen, Dingen und dem Unheimlichen. Marion Wörle und Maciej Sledziecki setzen Frank Witzels Libretto mit solcher Präzision um, dass musikalische Innovation und philosophische Tiefe spannungsgeladen miteinander resonieren.

Jochen Meißner – KNA Medeindienst, 12.03.2026

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Prostitution - Ein Plädoyer für die Doppelmoral

Die Große Koalition plant, das Prostitutionsgesetz zu verschärfen. Bordelle müssen künftig behördlich angemeldet, Flatrate-Sex soll verboten werden. Der Publizist Dimitrios Kisoudis hält nicht viel von den rigorosen Plänen.

Deutschlandfunk Kultur

Grünes Wunder – Die Intelligenz der Pflanzen

Pflanzen besitzen Intelligenz und ein Bewusstsein, ist die Ökologin Monica Gagliano überzeugt. Tatsächlich verarbeiten sie Informationen aus der Umwelt. Wie das allerdings funktioniert ist für Forschende aus Botanik, Ökologie und Genetik ein Rätsel.

https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:f416320e953efdfd/

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Podcast: Grünes Wunder – Die Intelligenz der Pflanzen

Pflanzen besitzen Intelligenz und ein Bewusstsein, ist die Ökologin Monica Gagliano überzeugt. Tatsächlich verarbeiten sie Informationen aus der Umwelt. Wie das allerdings funktioniert ist für Forschende aus Botanik, Ökologie und Genetik ein Rätsel.

ARD Sounds

Die Stimmen Amerikas verstummen – Von Arndt Peltner

Deutschlandfunk Kultur – Der Kahlschlag bei den Community Radios 

In den USA gibt es neben dem öffentlichen und dem privaten Rundfunk noch ein drittes bedeutendes Radioangebot – die Community Radiostationen. Auf mehr als 1500 Stationen im ganzen Land senden vor allem Ehrenamtliche einen bunten Programmmix aus Musiksendungen, lokalen Informationen und Kulturangeboten. Diese Stationen repräsentieren die lokale Community, mit Sendungen, die nicht nur auf Englisch ausgestrahlt werden. Gerade in den ländlichen Gebieten und auf dem Land der Native Americans sind diese Sender wichtige Stimmen und manchmal die einzigen Informationsquellen. Doch sie sind akut bedroht, denn die Trump-Administration stellt deren finanzielle Unterstützung ein.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-stimmen-amerikas-verstummen-community-radios-in-den-usa-100.html

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Community Radios in den USA aktu bedroht: Trump-Administration will Fördermittel einstellen

Community-Radiostationen haben oft in ländlichen Gebieten wichtige Aufgaben: Sie repräsentieren und informieren. Doch ihn droht der Kahlschlag.

Deutschlandfunk Kultur

Deutschlandfunk Kultur: Die Lange Nacht – Gefunden bei Andreas Laurenz Maier

Masken – Das zweite Gesicht // 156 min // von Kerstin Kilanowski // hier hören

Masken haben die Menschen auf verschiedene Weise schon immer fasziniert. Sie können etwas verbergen, vor Krankheiten schützen, verkleiden. Eine Reise zu ethnologischen Museen, Maskenbauern, Performern, Fetisch-Liebhabern und Ausgestoßenen.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-ueber-masken-das-zweite-gesicht-100.html

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Masken - Das zweite Gesicht

Masken können verschleiern, verkleiden, schützen und etwas verbergen. Eine Reise zu Museen, Maskenbauern, Fetisch-Liebhabern und Ausgestoßenen.

Deutschlandfunk Kultur
Ich liege zwar hustend im Bett, aber dank moderner Technik bin ich gleich bei #Breitband im #DLFKultur zum Thema #Deepfakes zu hören. Schaltet die Radiogeräte ein, wenn Ihr welche habt! #DigitaleGewalt

Ich liege zwar hustend im Bett, aber dank moderner Technik bin ich gleich bei #Breitband im #DLFKultur zum Thema #Deepfakes zu hören.

Schaltet die Radiogeräte ein, wenn Ihr welche habt!

#DigitaleGewalt

Schöner Versprecher gerade in den Nachrichten von #DLFKultur:

„Der Iran hat seit Kriegsbeginn einen Großteil seiner Kaufkraft verloren.“

Stimmt auch, irgendwie.