Für all die #Progressiv en hier im #Fediverse mal ein Beitrag, warum #Konservatismus dieselbe‼️Daseinsberechtigung hat. https://share.google/lKN52Tg7Fj8LjVf6k
@rpolenz Das Problem ist halt, dass es so gut wie keinen echten Konservatismus mehr gibt. Das ist inzwischen fast ausschließlich Reaktionismus, welcher sich als Konservatismus tarnt.
@pasci_lei @rpolenz es gab aber auch wirklich großartige Konservative wie Leutheusser-Schnarrenberger! Aber heute sehe ich da nicht wirklich jemanden
@rpolenz na ja, ich glaube gar nicht, dass hier Konservatismus so negativ besprochen wird. Grüne Politik ist ja in vielen Belangen sehr konservativ, wenn man so was wie die Umwelt (Schöpfung?) bewahren will. Aber leider haben die, die das Label "konservativ" heute in D. ganz prominent tragen, mit bewahren nichts am Hut. Diese Personen hetzen, spalten und zerstören und stehen an der Spitze von 2 einst als konservativ und christlich geltenden Parteien.
@SchattiJo @rpolenz @pasci_lei
Mir gehts auch so, dass ich echten Konservatismus kaum noch irgendwo ausmachen kann - und wenn, dann am Ehesten bei den Grünen, aber nicht bei den Parteien, die mit diesem Begriff ursprünglich verbunden wurden und ihn auch selbst für sich in Anspruch genommen haben. Letzteres tun sie teilw. immer noch, gleichzeitig wird seit Jahren in der Berichterstattung alles rechts der "Mitte" undifferenziert dem konservativen Lager zugerechnet - egal wie weit rechts außen. 1/4
@SchattiJo @rpolenz @pasci_lei
Und was die meisten (oder die wahrnehmbarsten) ehemals "Konservativen" in der Praxis tun, wäre mit "reaktionär" treffender beschrieben.
Dass in dieser Gemengelage aus dem Blick gerät, worauf es ankommt und was "konservativ" eigentlich sein sollte oder mal war, ist sehr bedauerlich, aber nicht überraschend. Und hat aus meiner Sicht nichts mit "Daseinsberechtigung" zu tun.
Und dann gibt es Volker Kauder ... 2/4
@SchattiJo @rpolenz @pasci_lei
der mit seinem sehr lesenswerten Artikel (leider Paywall) in der Überschrift schon sagt, die CDU sei nie eine konservative Partei gewesen.
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.volker-kauder-die-cdu-war-nie-eine-konservative-partei.4169a402-a6ce-4d95-b2ab-5140ee2a6ffa.html
Erhellend, denn: Nicht nur wird der Konservatismus oft nicht nach rechts abgegrenzt (siehe oben), sondern in der Berichterstattung genauso mit ... 3/4
Volker Kauder - „Die CDU war nie eine konservative Partei“

Im Gespräch mit unserer Zeitung warnt der langjährige Unionsfraktionschef im Bundestag, Volker Kauder, seine Partei vor einer Abkehr von den christdemokratischen Wurzeln.

Stuttgarter Zeitung
@SchattiJo @rpolenz @pasci_lei
"christdemokratischen" Werten gleichgesetzt statt differenziert. Und es wird dann schnell auch mal von christdemokratisch über konservativ bis reaktionär oder gar rechtsextrem alles in einen Topf geworfen.
Vielleicht müssen wir Alle uns bewusst machen, dass man nie genug diffenzieren kann, und uns stets bemühen, lieber mehr als weniger zu differenzieren - egal in welcher Diskussion. 4/4

@rpolenz Die Diskusssion verläuft zuweilen zugespitzt, wie emotionale Diskussionen das gerne tun. Ich denke aber, es ist wichtig, einen Punkt herauszuarbeiten:

Es gibt keinen grundsätzlichen Dissenz zwischen Konservativen und Progressiven. Darüber, ob neue Ideen und Möglichkeiten schneller oder langsame aufgenommen werden sollten, lassen sich immer Kompromisse finden, denn die rationale Einigkeit, dass Dinge sich verändern müssen, ist da.

Der Streit entzündet sich IMHO immer dort, wo die Intention, Veränderung zu verhinden oder zurückzudrehen, egoistische, popuplistisch oder gar niederträchtige Züge annimmt. Das geht Menschen, die in Chancen denken, diametral gegen den Strich.

Leider ist gerade die konservative Spitzenriege aktuell sehr auf der opportunistischen und populistischen Schiene unterwegs. Das macht's nicht einfacher.

Aber diverse erfolgreiche Schwarz-Grün-Koalitionen zeigen ja, dass es auch anders. geht. Sowas brauchen wir meiner Meinung nach auch im Bund.

@rpolenz ist ein Herr Merz, der die aktuell laufende vollständige Zerstörung des internationalen Rechts durch seinen angeblich konservativen Verbündeten Donald Trump feiert denn wirklich konservativ?

Und hat eine Politik, die uns begeistert direkt in die rechtlose Zeit vor dem Ende des zweiten Weltkriegs zurück führt, mit voraussichtlich allen damit zusammenhängenden Konsequenzen wirklich eine Existenzberechtigung?

Die Welt ist nicht schwarz-weiß

Panta rhei – »alles fließt« hat Heraklit gesagt. Nichts ist beständiger als der Wandel. Konservative möchten ihn eher verlangsamen, um in Ruhe das Bewährte zu sichern. Progressiven geht es oft nicht schnell genug, weil sie mit den bestehenden Verhältnissen unzufrieden sind. Sie stoßen sich eher an Ungleichheiten

@rpolenz Ein interessanter Artikel. Leider sehe ich diese Interpretation von Konservativ auf maximal 20 % der CDU zutreffen.

@rpolenz

Mit Konservativismus gibt es keinen Fortschritt.
Weder bei Gerechtigkeit, Umweltschutz, Teilhabe, Bildung und v.a.m.

Wir haben keine Zeit mehr uns noch länger Konservatismus zu leisten.

@rpolenz Ihre Definition von #Konservatismus gefällt mir. Mit solch einer politischen Strömung könnte ich gut leben. Nur scheint mir die Union diese Ideale kaum noch zu verkörpern. Lässt man den christlich-religiösen Anspruch weg, entsprechen die #Grünen derzeit deutlich mehr die Definition als die #CDU.

@Quantium40

Lässt man ihn nicht weg, womöglich auch. Frau Klöckner bemängelt das.

@rpolenz

@rpolenz

Zitat:
"Konservative denken nicht in Freund-Feind-Schablonen. Aufstachelnde Demagogik oder Hetze ist nicht konservativ. Konservative bemühen sich um angemessenes, inklusives und wertschätzendes Sprechen, ohne dabei übertriebene Auswüchse der Political Correctness oder des Genderns mitzumachen."

Das hieße dann also, weder Merz noch Linnemann, weder Dobrindt noch Söder sind konservativ. Denn Aufstacheln und Hetzen sind deren täglich Brot.

@rpolenz

Und ich fühle mich in meiner Selbstwahrnehmung als als "links-grün-versiffter Konservativer" bestärkt. Ich bin auch immer sehr vorsichtig mit Neuerungen und will da erst mal die möglichen Folgen ausgelotet sehen. Auch beim 2. Teil des Zitats bin ich mit dabei.
Aber um das Gute zu bewahren, braucht's halt heute Positionen, die gemeinhin als links-grün(-versifft) angesehen werden.

Ja ja, ich geh schon … 😁

@rpolenz
Danke für den Text inkl. Bereitstellung! Es ist ein nachvollziehbares Verständnis eines diskursorientierten demokratischen Konservativismus'.Die Perspektive auf das (auch wenig einheitliche) Verständnis von Progressivität als politischem "Lager" (?) ist natürlich etwas verkürzter aus der Distanz heraus u ich finde auch hier gewisse konservative Grundüberzeugungen schwierig (z.B. Lebensschutz u. Verständnis von Ungleichheit), aber das ist eine gute, streitbare Positionierung.
@rpolenz Ich danke Ihnen, dass Sie beim Menschen und der Menschenwürde anfangen. Ich denke wir schnüren dem vorpolitischen Raum schon zu lange und zu sehr die Luft ab. Allein wie viele Freundschaften und Familien während der Coronazeit zerbrochen sind und sich auch nicht wieder aufgebaut haben ist doch ein Sachverhalt, der einen wirklich traurig macht. Übrigens ist das etwas, dass ich in manch anderen Ländern Europas nicht in dieser zerstörerisch-spaltentenden Wucht beobachtet hatte.
@rpolenz
Auf mich wirken die deutschen politischen Debatten wie ein großes einstudiertes Empörungstheater und nicht wie ein leidenschaftliches Ringen um das beste Argument. Ich frage mich oft, wie wir in diese kognitive Sackgasse reingerutscht sind und wie wir diese wieder verlassen können. Aber vorallem bin ich tief traurig darüber, dass wir uns so bekämpfen statt zusammen zu stehen.
@rpolenz
Man stelle sich nur vor der 3. Weltkrieg ist eine realistische Option, Polen-Ukraine arbeiten ihre unfassbar schwierige Nachbarschaftshistorie auf, sogar Polen-Litauen stehen eng zusammen, während die Deutschen sich in diesem Moment großer europäischer Geschichte darüber zerstreiten welches Auto sie als nächstes kaufen wollen. Wir sind doch schon lange zivilgesellschaftlich politisch handlungsunfähig.
Cui bono? Das ist doch alles komplett grotesk.
@rpolenz Danke für die Erklärung den Konservativismus. Es gibt für mich immer noch Ungereimtheiten in dem Konzept, daher wäre es prima, wenn sie Beispiele geben könnten, am besten aus der aktuellen Legislaturperiode, für Massnahmen, die ihrer Definition des Konservativismus entsprechen. Mir fällt da nichts ein.
@christophbegall Das Wehrpflichtgesetz
@rpolenz ist das nicht rein reagierend auf die veränderte Sicherheitslage? Die Aussetzung der Wehrpflicht wurde ebenfalls von einer konservativen Regierung beschlossen. Damals reagierend auf das Drängen des Koalitionspartners FDP.
Ich hatte auf eine Massnahme gehofft, die mir das Gefühl eines größeren Plans gibt, der koordinieren Verfolgung von Werten, vielleicht sogar Zielen.
Ich finde ihre Idee von Konservativismus schön, aber leider nicht funktionierend. Vielleicht ist es Zeit für eine kleine #Rebellion innerhalb der CDU/CSU, damit die von ihnen beschriebene Idee eines Bewahrens von Werten wieder in den Vordergrund treten kann.
@christophbegall Die Organisation von Abschreckungsfähigkeit finde ich in diesen Zeiten als so ziemlich die herausforderndste Aufgabe
@rpolenz da bin ich fast einer Meinung mit ihnen. Es gibt schon noch andere wichtige und sehr konservative Aufgaben, wie die Verhinderung des Zerbrechens der Gesellschaft oder die Bewahrung unseres Planeten. (Ich reagiere zu stark auf Superlative).
Verteidigungspolitik ist wichtig. Ja.
@rpolenz Ich bin über 50 Jahre alt und einen Grossteil meiner Lebenszeit wurde Deutschland "konservativ" regiert. Sie schreiben:
"Konservative sind pragmatisch und geben mehr auf Erfahrung."
In diesen 50 Jahren ist der Unterschied zwischen Arm und Reich immer größer geworden und ich kann mich kann mich nicht an eine einzige CDU-Rede erinnern, die erklärte, dass man die Erfahrungen der letzten n Jahre reflektiert habe und nun sehe, dass CDU Politik nicht im geringsten zur Stärkung des Mittelstands beiträgt, und man daher notwendige Anpassungen vornehme.
Wenn das Setzen auf Erfahrungen nicht mit Lernen einher geht, dann ist selbst nach ihrer Definition des Konservativismus jeder ihr folgende dazu verurteilt zu irgendeinem Zeitpunkt nur noch reaktionär zu regieren. Und das ist es, was wir erleben, und das nicht erst seit #Merz.
@christophbegall Die Unterschiede sind größer geworden. Aber das Niveau ist insgesamt gestiegen. In der DDR gab es viel geringere Unterschiede.
@rpolenz sie meinen, dass es den Ärmsten in Deutschland heute besser geht als den Ärmsten in Deutschland vor 50 Jahren, also 1976. Interessante These, da würde ich gern mal nach Studien suchen. Ich würde es aber, selbst wenn es stimmt nach irgendeiner Metrik, für einen sehr schwachen Trost halten.
Das Wesentliche aber ist, dass die Unterschiede größer geworden sind, also die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht bewahrt wurden. Und das unter konservativer Regierung. Wenn es das Ziel dieser Regierung war, die Gesellschaft und die Säulen auf denen sie steht, zu wahren, so hat sie das Ziel verfehlt.

@christophbegall

Das hat polenz ernsthaft behauptet?

🤣 "Konservative sind pragmatisch und geben mehr auf Erfahrung."

Der Satz ist pure Propaganda, geradezu Desinformation vom Schlage Putin und Trump.

@proscience das war etwas aus dem Zusammenhang gerissen, lies am besten den ganzen Aufsatz von @rpolenz . hier der volle Absatz:
Progressive entwickeln Ideen von der Zukunft, während Konservative überlegen, wie der Beipackzettel mit Risiken und Nebenwirkungen aussehen müsste. Konservative sind pragmatisch und geben mehr auf Erfahrung. Progressive denken programmatischer und greifen eher auf gesellschaftspolitische Theorien zurück, um ihre Zukunftsideen zu entwickeln. Der Zeitgeist des Wandels ist Konservativen eher suspekt. Man soll sein Fähnchen nicht nach dem Wind hängen. Die Progressiven entgegnen: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Beide Denkweisen haben ihre Berechtigung, ohne Praxis ist jede Theorie nutzlos, und ohne Theorie ist Erfahrung nur Stochern im Dunkeln. Wenn man CDU und konservative Denkweise zunächst NICHT gleichsetzt, dann ist ersteres sinnvoll und dient dem Wohle des Staates.

@proscience @rpolenz Eine Partei, die sich dieser Denkweise verschreibt, müsste aber regelmäßig ihre Positionen überdenken, und das "zu Bewahrende" neu definieren, da sich alles ändert. Das Bild der Familie aus den 1950er Jahren kann heute nicht mehr das Mass aller Dinge sein.
Wenn aber eine solche Partei definieren würde, was es gerade zu bewahren gilt, so würde sie ihre eigenen Unterstützer vergraulen. Die Idee des Bewahrens an sich ist nicht das verbindende Element, sondern sehr individuelle Ideen, was zu bewahren ist.
Ideen wie soziale Gerechtigkeit, Bewahrung der Umwelt und sogar individuelle Freiheit sind Ideen, hinter denen sich viele zusammenfinden können. Die Idee des #konservatismus kann nur in der Vagheit des undefinierten zu Bewahrenden bestehen.
Das ist schlimm, weil es daher den Weg in die Mitte für AFD Wähler nicht gibt: sollten sie aufwachen und erkennen, dass Rechts-Nationalismus nur die Interessen einer kleinen, korrupten Elite verfolgt, so bietet die CDU keine Alternative.

@christophbegall @proscience @rpolenz das hört sich schon fast an wie Wissenschaft mit Theorie und Experiment.

Dann will ich mal einen Vergleich ziehen: Die heutigen Konservativen kommen mir vor wie die sog. Deutsche Physik der 1920er & 1930er Jahre, geprägt durch eine ideologische Ablehnung der neuen Theorien wie der Relativitätstheorie und der QM (zu theoretisch und "jüdisch" geprägt). https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Physik

Deutsche Physik – Wikipedia

@rpolenz Ist es nicht ein ziemliches Strohmann-Argument, dass „Progressive“ dem Konservatismus nach Ihrer Definition die Daseinsberechtigung absprächen?

Die Auseinandersetzungen, denen Sie und andere vermeintliche „bessere“ Mitglieder der Union hier ausgesetzt sind, drehen sich meinem Eindruck nach vornehmlich darum, wie weit jenseits jeder roten Linie die derzeitige Parteiführung und Bundesregierung, die mit Ihrem Bild eines ehrbaren Konservatismus ungefähr nichts zu tun haben, sind und wie fundamental die innerparteiliche Opposition gegen diese Auswüchse sein müsste, um wieder Glaubwürdigkeit herzustellen.

Ein Polenz und ein Blume, die wohlfeile Texte in die Welt setzen, machen die skandalöse Politik der Rassist*innen, Klimazerstörer*innen, … an der Spitze kein Mu besser.

@HeptaSean Ich empfinde viele Aussagen von „Progressiven“ hier schon als arg selbstgerecht
@rpolenz
Nettes Stöckchen haben Sie da. Warum sollte jemand drüberspringen?
Wo in den deutschen konservativen Parteien sehen Sie denn diese Art von Konservatismus? Ich sehe in den C-Parteien nur #Wilhoit|s Konservative.

@rpolenz
Für den Fall dass Sie #WilhoitsLaw nicht kennen:

Conservatism consists of exactly one proposition, to wit: There must be in-groups whom the law protects but does not bind, alongside out-groups whom the law binds but does not protect.

Konservatismus besteht aus genau einem Grundsatz, und zwar: Es muss In-Groups geben, die vom Recht geschützt werden, aber die das Recht nicht bindet. Sowie Out-Groups, die das Recht bindet, aber nicht schützt.

@rpolenz Konservativismus kommt ja von conservare, d.h. den Status erhalten. Die aktuelle Bundespolitik kann man kaum als den Status erhaltend bezeichnen, wenn sie wichtige Errungenschaften wie das Arbeitsschutzgesetz oder das Cannabisgesetz wieder abschaffen wollen, und bei anderen Problemen wie Klima und soziale Ungerechtigkeit sich einfach mit "LALALA ICH KANN DICH GAR NICHT HÖREN" Augen und Ohren zu halten.

@rpolenz

Die deutsche Gesellschaft ist in ihrer Gesamtheit konservativ. Sie zuckt nur, wenn sie wirklich muss. Der Unterschied zu progressivem politischem Verhalten ist allerdings, dass Konservative dem Progessivismus nicht den Hauch einer Chance geben, während sie selbst immer denken, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. NIEMAND mit "Erfahrung" würde aber AKW wieder zulassen oder die Abhängigkeit vom Gas noch verfestigen. Das ist nicht "Erfahrung", das ist Dummheit.

@rpolenz Es sind nicht die Progressiven, die den Konservatismus verdrängt haben. Das waren die Reaktionären und Rechtspopulisten.

@rpolenz

#Progressive, #Konservative, #Reaktionismus, #GrünePolitik, #Mitte

Diskussionen um Schlagworte bringen einfach nichts. Gerade "Konservativ vs. Progressiv" ist ein um mindestens hundert Jahre veraltetes Denken (Progressive Linke, konservative Kaiserreich-Anhänger).

Nur grad Isarblues versucht, da ein bisschen zu differenzieren. Aber es bringt m.E. nichts, Begriffe, die mal etwas wertvolles bedeutet haben, heute aber bis zur Unkenntlichkeit oder gar ins Gegenteil verzerrt sind, zu erörtern (in diese Kategorie gehören auch #Liberalismus, #Kommunismus

Redet doch besser über tatsächliche Inhalte. Was genau ist erhaltenswert (konservativ), was genau ist veraltet und sollte etwas neuem, besseren Platz machen (progressiv). Das würde viel mehr bringen, als sich über (veraltete) Begriffe zu streiten.

Einfaches Beispiel: Die Umstellung auf 100% erneuerbare Energien ist per se progressiv, aber in der Wirkung enorm konservativ (intakte Umwelt).

@isf @pasci_lei @SchattiJo

@heri @rpolenz @isf @pasci_lei Das Problem und der Ausgangspunkt ist, dass politische Gruppen oder Parteien sich so ein Label selbst verpassen. Wenn man die aktuelle Politik z.B. der CDU kritisiert, ist man gegen Konservative und im nächsten Schritt gegen Konservatismus und das ist einfach nur falsch.

@SchattiJo @rpolenz @isf @pasci_lei

Genau, seh ich auch so. Das war ja der eigentliche Beitrag von rpolenz, so wie ich ihn verstanden habe. Er verteidigt mit diesem Beitrag explizit die Existenzberechtigung der CxU und ihre "konservativen" Politik, ohne zu differenzieren, was er darunter versteht. Und stellt sie einer "progressiven Politik" gegenüber, auch wieder ohne zu erläutern, was er darunter versteht.

@SchattiJo @rpolenz @isf @pasci_lei

Vielleicht muss ich diesen langen Artikel von ihm doch noch lesen, obwohl es mich eigentlich nicht sehr interessiert.

Schon der Titel "Die Welt ist nicht schwarz-weiss" im Gegensatz zu seinem Einleitungstext (der eben genau dieses schwarz-weiss bekräftigt), lässt mich nicht dran glauben, dass wirklich was wertvolles darin stehen kann.

Oder lohnt es sich?

@heri @SchattiJo @rpolenz @isf @pasci_lei 👍 Ich kann ihn nicht ernst nehmen. Durch seine Mitgliedschaft finanziert er die cxU und das, was sie (nicht) macht, mit.
Und das "Argument" "Ich bin in der Partei, um etwas zu bewirken", zählt nicht mehr, denn er bewirkt absolut gar nichts.
@rpolenz das Problem ist, dass in der Bundes-CDU die im Artikel genannten Ideen (z.B. die SDGs) und Ideale nicht vorhanden zu sein scheinen und die Partei diese Leute trotzdem gewählt hat. Der Bundeskanzler hetzt gegen Migranten und Arme und instrumentalisiert Frauen. Der Innenminister handelt gesetzeswiedrig, die Wirtschaftsministerin verfolgt klar den Fossilismus und Jens Spahn liebäugelt mit dem Trump-Faschismus. Es geht auch in der CDU anders: https://fed.brid.gy/r/https://bsky.app/profile/did:plc:x7vfp7rt4gbywara7ljm5e2s/post/3mivopdjpuc2m
Der Volksverpetzer (@volksverpetzer.de)

In der Debatte zum AfD-Gesetzentwurf „Thüringer Gesetz zur Beseitigung rechtsfreier Räume im Asylbereich“ am 27. März 2026, muss Wolfgang Weißkopf (CDU, Sprecher für Migration) Björn Höcke erstmal unser Grundgesetz erklären.

Bluesky Social

@rpolenz noch mal gesondert zur Personalie Spahn: https://mastodon.social/@streetbump/116367795157356377

Wie halten Sie es mit solchen Leuten in der CDU aus? Wann kommt endlich ein Antrag innerhalb der CDU auf einen Untersuchungsausschuss?

RE: https://mastodon.social/@rpolenz/116357306839653887

@rpolenz
Der von Ihnen hier beschriebene Konservatismus hat aus meiner Sicht fraglos eine Existenzberechtigung. Mit dem real existierenden Konservatismus ist die Schnittmenge leider nicht sehr groß. Ich kenne in meinem persönlichen Umfeld Menschen, die sich Konservative nennen, die aber keinen Hehl daraus machen, dass Sie die von Ihnen beschriebenen Grundsätze nicht teilen. Ich habe den Eindruck, dass Sie unter den Konservativen eine immer kleiner werdende Minderheit darstellen. Leider!

@rpolenz

Es mag einige erstaunen, aber ich betrachte beide Spektren als wichtig für eine funktionierende Gesellschaft. Nun kommt das große Aber. Die These, dass Konservativismus z.B. kein Schwarz-Weiß Denken kennt, halte ich für gewagt und entspricht nicht meinen Erfahrungen in mittlerweile auch schon 56 Lebensjahren.

Ich finde den Artikel durchaus interessant, nur kommt er mir insgesamt dann eben doch wieder zu schablonenhaft rüber, sowohl Progressivität als auch Konservatismus betreffend.

@rpolenz

Was meine ich mit unpassenden Schablonen. Auch wenn die Szene heute nicht mehr so relevant ist, machen wir es mal konkret. Punk-Szene. Deren Motto war und ist DIY (Do It Yourself). Wenn es keiner macht, dann machen wir es eben selbst.

Der These im Artikel nach (Pinsel & Leinwand) wäre das eine typisch konservative Sichtweise. Wäre mir allerdings neu, dass die Punk-Szene jemals als konservativ betrachtet wurde. Dann müssten ja alle Konservativen Punk-Fans sein. Schablone passt nicht.

@rpolenz

Spannend die damalige Einordnung Ihres Rücktritts im Jahr 2000, so lange ist das schon her, eine halbe Ewigkeit.

Bettina Gaus spekulierte damals in der taz, dass Merkel Sie geopfert hat, nachdem der damalige Fraktionschef Friedrich Merz mit seinen konservativen Positionen zu Leitkultur 
und Migrationspolitik starken Zuspruch erfahren hatte.

Da ist es wieder, das Wort. 'Konservativ'.

Erich Fromm hat den Konservativismus, insbesondere dessen autoritäre Variante, der nekrophilen Charakterorientierung zugewiesen.

Diese tief verankerte Orientierung auf das Tote, Starre, Mechanische. Eine Tendenz, Ordnung, Kontrolle, Vergangenheit und Unveränderlichkeit zu idealisieren, und damit das Lebendige zugunsten des Erstarrten zu unterdrücken.

Hinter alledem steht, nach Fromm, eine tiefe Unsicherheit gegenüber Offenheit und Autonomie; das „Tote“ (Regeln, Strukturen, Traditionen) bietet scheinbare Sicherheit gegenüber der Unberechenbarkeit des Lebendigen.

Dem stellt Erich Fromm die Biophilie gegenüber, als eine eine grundlegende Orientierung auf das Lebendige hin: Wachstum, Entwicklung, Spontaneität und Verbundenheit mit anderen.

Biophilie steht für eine bejahende Haltung zum Leben, die Kreativität, Freiheit und produktive Entfaltung fördert.

Quelle für den taz-Kommentar
https://taz.de/Ein-schoener-Tag-fuer-Edmund-Stoiber/!1205637/

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Ein schöner Tag für Edmund Stoiber

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