@rpolenz
Spannend die damalige Einordnung Ihres RĂŒcktritts im Jahr 2000, so lange ist das schon her, eine halbe Ewigkeit.
Bettina Gaus spekulierte damals in der taz, dass Merkel Sie geopfert hat, nachdem der damalige Fraktionschef Friedrich Merz mit seinen konservativen Positionen zu Leitkultur
und Migrationspolitik starken Zuspruch erfahren hatte.
Da ist es wieder, das Wort. 'Konservativ'.
Erich Fromm hat den Konservativismus, insbesondere dessen autoritÀre Variante, der nekrophilen Charakterorientierung zugewiesen.
Diese tief verankerte Orientierung auf das Tote, Starre, Mechanische. Eine Tendenz, Ordnung, Kontrolle, Vergangenheit und UnverĂ€nderlichkeit zu idealisieren, und damit das Lebendige zugunsten des Erstarrten zu unterdrĂŒcken.
Hinter alledem steht, nach Fromm, eine tiefe Unsicherheit gegenĂŒber Offenheit und Autonomie; das âToteâ (Regeln, Strukturen, Traditionen) bietet scheinbare Sicherheit gegenĂŒber der Unberechenbarkeit des Lebendigen.
Dem stellt Erich Fromm die Biophilie gegenĂŒber, als eine eine grundlegende Orientierung auf das Lebendige hin: Wachstum, Entwicklung, SpontaneitĂ€t und Verbundenheit mit anderen.
Biophilie steht fĂŒr eine bejahende Haltung zum Leben, die KreativitĂ€t, Freiheit und produktive Entfaltung fördert.
Quelle fĂŒr den taz-Kommentar
https://taz.de/Ein-schoener-Tag-fuer-Edmund-Stoiber/!1205637/
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