Für all die #Progressiv en hier im #Fediverse mal ein Beitrag, warum #Konservatismus dieselbe‼️Daseinsberechtigung hat. https://share.google/lKN52Tg7Fj8LjVf6k
@rpolenz Ich bin über 50 Jahre alt und einen Grossteil meiner Lebenszeit wurde Deutschland "konservativ" regiert. Sie schreiben:
"Konservative sind pragmatisch und geben mehr auf Erfahrung."
In diesen 50 Jahren ist der Unterschied zwischen Arm und Reich immer größer geworden und ich kann mich kann mich nicht an eine einzige CDU-Rede erinnern, die erklärte, dass man die Erfahrungen der letzten n Jahre reflektiert habe und nun sehe, dass CDU Politik nicht im geringsten zur Stärkung des Mittelstands beiträgt, und man daher notwendige Anpassungen vornehme.
Wenn das Setzen auf Erfahrungen nicht mit Lernen einher geht, dann ist selbst nach ihrer Definition des Konservativismus jeder ihr folgende dazu verurteilt zu irgendeinem Zeitpunkt nur noch reaktionär zu regieren. Und das ist es, was wir erleben, und das nicht erst seit #Merz.

@christophbegall

Das hat polenz ernsthaft behauptet?

🤣 "Konservative sind pragmatisch und geben mehr auf Erfahrung."

Der Satz ist pure Propaganda, geradezu Desinformation vom Schlage Putin und Trump.

@proscience das war etwas aus dem Zusammenhang gerissen, lies am besten den ganzen Aufsatz von @rpolenz . hier der volle Absatz:
Progressive entwickeln Ideen von der Zukunft, während Konservative überlegen, wie der Beipackzettel mit Risiken und Nebenwirkungen aussehen müsste. Konservative sind pragmatisch und geben mehr auf Erfahrung. Progressive denken programmatischer und greifen eher auf gesellschaftspolitische Theorien zurück, um ihre Zukunftsideen zu entwickeln. Der Zeitgeist des Wandels ist Konservativen eher suspekt. Man soll sein Fähnchen nicht nach dem Wind hängen. Die Progressiven entgegnen: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Beide Denkweisen haben ihre Berechtigung, ohne Praxis ist jede Theorie nutzlos, und ohne Theorie ist Erfahrung nur Stochern im Dunkeln. Wenn man CDU und konservative Denkweise zunächst NICHT gleichsetzt, dann ist ersteres sinnvoll und dient dem Wohle des Staates.

@proscience @rpolenz Eine Partei, die sich dieser Denkweise verschreibt, müsste aber regelmäßig ihre Positionen überdenken, und das "zu Bewahrende" neu definieren, da sich alles ändert. Das Bild der Familie aus den 1950er Jahren kann heute nicht mehr das Mass aller Dinge sein.
Wenn aber eine solche Partei definieren würde, was es gerade zu bewahren gilt, so würde sie ihre eigenen Unterstützer vergraulen. Die Idee des Bewahrens an sich ist nicht das verbindende Element, sondern sehr individuelle Ideen, was zu bewahren ist.
Ideen wie soziale Gerechtigkeit, Bewahrung der Umwelt und sogar individuelle Freiheit sind Ideen, hinter denen sich viele zusammenfinden können. Die Idee des #konservatismus kann nur in der Vagheit des undefinierten zu Bewahrenden bestehen.
Das ist schlimm, weil es daher den Weg in die Mitte für AFD Wähler nicht gibt: sollten sie aufwachen und erkennen, dass Rechts-Nationalismus nur die Interessen einer kleinen, korrupten Elite verfolgt, so bietet die CDU keine Alternative.