Es mag einige erstaunen, aber ich betrachte beide Spektren als wichtig für eine funktionierende Gesellschaft. Nun kommt das große Aber. Die These, dass Konservativismus z.B. kein Schwarz-Weiß Denken kennt, halte ich für gewagt und entspricht nicht meinen Erfahrungen in mittlerweile auch schon 56 Lebensjahren.
Ich finde den Artikel durchaus interessant, nur kommt er mir insgesamt dann eben doch wieder zu schablonenhaft rüber, sowohl Progressivität als auch Konservatismus betreffend.
Was meine ich mit unpassenden Schablonen. Auch wenn die Szene heute nicht mehr so relevant ist, machen wir es mal konkret. Punk-Szene. Deren Motto war und ist DIY (Do It Yourself). Wenn es keiner macht, dann machen wir es eben selbst.
Der These im Artikel nach (Pinsel & Leinwand) wäre das eine typisch konservative Sichtweise. Wäre mir allerdings neu, dass die Punk-Szene jemals als konservativ betrachtet wurde. Dann müssten ja alle Konservativen Punk-Fans sein. Schablone passt nicht.