Für all die #Progressiv en hier im #Fediverse mal ein Beitrag, warum #Konservatismus dieselbe‼️Daseinsberechtigung hat. https://share.google/lKN52Tg7Fj8LjVf6k
@rpolenz Das Problem ist halt, dass es so gut wie keinen echten Konservatismus mehr gibt. Das ist inzwischen fast ausschließlich Reaktionismus, welcher sich als Konservatismus tarnt.
@pasci_lei @rpolenz es gab aber auch wirklich großartige Konservative wie Leutheusser-Schnarrenberger! Aber heute sehe ich da nicht wirklich jemanden
@rpolenz na ja, ich glaube gar nicht, dass hier Konservatismus so negativ besprochen wird. Grüne Politik ist ja in vielen Belangen sehr konservativ, wenn man so was wie die Umwelt (Schöpfung?) bewahren will. Aber leider haben die, die das Label "konservativ" heute in D. ganz prominent tragen, mit bewahren nichts am Hut. Diese Personen hetzen, spalten und zerstören und stehen an der Spitze von 2 einst als konservativ und christlich geltenden Parteien.
@SchattiJo @rpolenz @pasci_lei
Mir gehts auch so, dass ich echten Konservatismus kaum noch irgendwo ausmachen kann - und wenn, dann am Ehesten bei den Grünen, aber nicht bei den Parteien, die mit diesem Begriff ursprünglich verbunden wurden und ihn auch selbst für sich in Anspruch genommen haben. Letzteres tun sie teilw. immer noch, gleichzeitig wird seit Jahren in der Berichterstattung alles rechts der "Mitte" undifferenziert dem konservativen Lager zugerechnet - egal wie weit rechts außen. 1/4
@SchattiJo @rpolenz @pasci_lei
Und was die meisten (oder die wahrnehmbarsten) ehemals "Konservativen" in der Praxis tun, wäre mit "reaktionär" treffender beschrieben.
Dass in dieser Gemengelage aus dem Blick gerät, worauf es ankommt und was "konservativ" eigentlich sein sollte oder mal war, ist sehr bedauerlich, aber nicht überraschend. Und hat aus meiner Sicht nichts mit "Daseinsberechtigung" zu tun.
Und dann gibt es Volker Kauder ... 2/4
@SchattiJo @rpolenz @pasci_lei
der mit seinem sehr lesenswerten Artikel (leider Paywall) in der Überschrift schon sagt, die CDU sei nie eine konservative Partei gewesen.
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.volker-kauder-die-cdu-war-nie-eine-konservative-partei.4169a402-a6ce-4d95-b2ab-5140ee2a6ffa.html
Erhellend, denn: Nicht nur wird der Konservatismus oft nicht nach rechts abgegrenzt (siehe oben), sondern in der Berichterstattung genauso mit ... 3/4
Volker Kauder - „Die CDU war nie eine konservative Partei“

Im Gespräch mit unserer Zeitung warnt der langjährige Unionsfraktionschef im Bundestag, Volker Kauder, seine Partei vor einer Abkehr von den christdemokratischen Wurzeln.

Stuttgarter Zeitung
@SchattiJo @rpolenz @pasci_lei
"christdemokratischen" Werten gleichgesetzt statt differenziert. Und es wird dann schnell auch mal von christdemokratisch über konservativ bis reaktionär oder gar rechtsextrem alles in einen Topf geworfen.
Vielleicht müssen wir Alle uns bewusst machen, dass man nie genug diffenzieren kann, und uns stets bemühen, lieber mehr als weniger zu differenzieren - egal in welcher Diskussion. 4/4
@SchattiJo nun ist @rpolenz ja ein gutes Gegenbeispiel zu deiner These. Er definiert Konservativismus genau anders herum. Bewahrend, nicht zerstörend, Ablehnung jeglichen Extremismus. Und die Grünen sind ebenso vielfältig wie die Mitglieder der CDU. Nicht alle Grünen sind konservativ, viele verstehen sich als progressiv im Sinne, wie es von Polenz im Artikel beschrieben wurden. Für einige ist der ökologische Aspekt wichtig, für andere die progressive Veränderung der Gesellschaft.
@MrGR @rpolenz Nun, das sehe ich ja mal gar nicht so. Ich schätze @rpolenz und seine Beiträge. Meine "These" war und ist nicht, dass alle CDU -Mitglieder, -Wähler Hetzer und Spalter etc. sind. Es ist m.E. aber so, dass die Führungsriege auf Bundesebene absolut rechtspopulistisch agiert. Dabei sind christliche oder humanistische Werte obsolet. Es geht nur noch um Lobbypolitik, Selbstbereicherung, Spaltung und Hetzen. Ich würde einen Rupert Polenz als CDU Vorsitzenden feiern. 1/2
@MrGR @rpolenz Die Stimmen, wie die von @rpolenz und ggf. noch ein paar aus der Klimaunion oder dem "Arbeitnehmerflügel" scheinen die der letzten Mohikaner in der CDU zu sein. Genauso, wie in der FDP noch ein paar wenige für Bürgerrechte eintreten, wie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Auch da sind noch eine Handvoll Mohikaner. Die gesamte Union und die FDP sind sehr extrem der AFD hinterhergehuscht und machen diese stark. So ist meine Wahrnehmung.
Frohe Kernfusion!
2/2
@SchattiJo ich bin selber Mitglied der CDU und sehe die Politik der derzeitigen Parteiführung durchaus kritisch. Aber sie als rechtspopulistisch und damit im gleichen Atemzug wie die AfD, Weidel und Chrupalla zu stellen, halte ich für inakzeptabel. Zum nationalistisch geprägten Rechtspopulismus ala AfD sehe ich doch einen großen Unterschied.

@SchattiJo Allerdings gebe ich dir in dem Punkt durchaus recht, dass die CDU mit ihrem Markenkern, dem sogenannten christlichen Menschenbild, nicht überzeugend rüberkommt. Christlicher Glaube - und chr. Werte - verdunsten generell in unserer Gesellschaft, auch in der CDU.

Der soziale Flügel ist gegenüber dem wirtschaftsliberalen Flügel in den Hintergrund geraten. Es gelingt nicht, den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu erreichen und damit auch neue Wähler zu erschließen.

@MrGR @SchattiJo Eben nicht. Merz und seine Schergen unterscheiden sich kaum noch von der AfD.
@HeptaSean unterschied CDU zur AfD
-CDU ist für EU und Euro, AfD will EU und Euro abschaffen
- CDU erkennt den Klimawandel an, AfD leugnet ihn
- CDU will Ukraine weiter unterstützen, AfD nicht
- CDU sieht Russland als Gefahr, AfD nicht
- CDU will kontrollierte Einwanderung von Fachkräften, AfD lehnt Migration aus rassistischen Gründen ab
Ich sehe da doch ganz große Unterschiede zwischen beiden Parteien.

@MrGR
* AfD kuschelt mit der Trump-Junta, das Merz-Regime auch.

* CDU erkennt den Klima„wandel“ angeblich an, torpediert aber *alle* Versuche, etwas gegen diese Katastrophe zu tun seit Jahrzehnten und unter Merz noch verstärkt.

* AfD schürt in ihren Reden rassistische Vorurteile, um Stimmung gegen Migrant*innen zu machen, Merz auch (von „Paschas“ über „nimmt mir den Zahnarzt-Termin weg“ bis zum kürzlichen „schuld an Gewalt gegen Frauen“). Unterschied: Das Merz-Regime hat _tatsächlich_ die Möglichkeit, Menschen in Krieg und Krise abzuschieben … und tut es auch … sieht fast aus, als würde es ihnen Spaß machen.

* AfD polemisiert gegen „Wokeness“ et al., viele, viele in der Union _genau_ so.

@HeptaSean naja, ich hab die Unterschiede ja klar rausgestellt. Der Rest ist deine Polemik.

@MrGR Ich finde die Gemeinsamkeiten wirklich schlimmer als die von Dir herbeizitierten Unterschiede. Machen für Dich wirklich ein paar unterschiedliche außenpolitische Bewertungen den Unterschied zwischen inakzeptablen Rechtsextremen und lupenreinen Demokraten aus?

Siehst Du wirklich nicht, _wie_ rassistisch Rhetorik und Politik von Merz und Dobrindt sind?

Siehst Du wirklich nicht, _wie_ wenig die Wirtschafts- und Energiepolitik von Reiche gegen die Klimakrise hilft, eher im Gegenteil?

Siehst Du wirklich nicht, dass mit Anti-Gender-Sprach-Polizei-Regelungen gegen die bösen Progressiven zu hetzen, _genau_ die gleiche Radikalisierung der Gesellschaft ist, die die AfD will und voran treibt?

@HeptaSean OK. Du hast schon merkwürdige Ansichten, zum Beispiel daß du die Abschaffung der EU und die Leugnung des Klimawandels der AfD als nicht so schlimm ansiehst. Einen Freundschaftsvertrag mit Putin würde aüßer dir wohl kein Grüner als "nicht so schlimm" finden und sicher würde niemand egal sein, ob Weidel oder Merz regiert.
@MrGR Ich will natürlich keinen Freundschaftsvertrag mit Fucking Putin! Ich find's nur halt genau so schlimm, wenn unser Kanzlerinnen-Darsteller auf der anderen Seite des Teiches Trump in den Arsch kriecht. Als ob der eine faschistische Diktator auch nur ein Mu besser wäre als der andere.
@HeptaSean die Rethorik von Merz und Dobrindt gefällt mir zwar auch nicht, aber die Rethorik von Weidel und Chrupalla ist schon ein anderes Kaliber.
@HeptaSean leider hat die Ampel mit ihrer Gender Politik genau das getan, die Gesellschaft gespalten. Ich finde gut, dass das Thema wieder von der Tagesordnung genommen wurde.
@MrGR Es wird doch durch die Reaktionären erst immer wieder auf die Tagesordnung gesetzt. In was für einer Fantasie-Welt lebst Du denn?!?

@HeptaSean ich frag mich, wo du lebst. In deiner grünen lBQY Blase anscheinend. Du hast wohl noch nicht registriert, dass die Ampel klatschend abgewählt wurde, auch wegen der Verordnung der Gendersprache etc

Und du argumentierst genau wie die AfD mit Alternativen Fakten, sprich Unwahrheiten. Ich glaube, Scholz hätte sich nicht viel anders als Merz außenpolitisch gegenüber Trump verhalten. Dagegen unterstützt die AfD ja Trump und will das Gleiche in Deutschland. Ich bin hier mal raus.

@MrGR Die Ampel wurde klatschend abgewählt wegen der Lügen und Hetze nicht nur von der AfD, sondern auch von Medien und Politiker*innen aus dem Unions-Umfeld.
@MrGR Das ist genau des Gleiche. Ob nun Merz oder Weidel von „Kleinen Paschas“ fabuliert, ist doch scheißegal. Im Gegenteil: Wenn Merz das tut, werden sich die Alltagsrassist*innen, die sich schon immer im Unions-Umfeld getummelt haben, noch eher bestärkt fühlen. Ist ja „ganz normal“, wenn selbst der große Bundeskanzler das macht, und nicht „eklig rechts“, obwohl es genau die gleiche menschenverachtende Scheiße ist.
@MrGR @HeptaSean Also, ich sehe da nicht reine Polemik.
@MrGR @HeptaSean Ich habe den Post heute nochmal gelesen und muss mich korrigieren. Ich sehe gar keine Polemik. Der Führungskreis rund um Friedrich Merz präsentiert sich vor allem mit rechtspopulistischer Hetze und Lobbypolitik für Superreiche. Dabei ist ausdrücklich zu erwähnen, dass diese Kritik sicher nicht alle CDU-Mitglieder, -Politiker, -Wähler meint. Auf die Korruption- und Amigogeschäfte z.B. rund um Jens Spahn ist @HeptaSean noch nicht mal eingegangen.

@rpolenz Die Diskusssion verläuft zuweilen zugespitzt, wie emotionale Diskussionen das gerne tun. Ich denke aber, es ist wichtig, einen Punkt herauszuarbeiten:

Es gibt keinen grundsätzlichen Dissenz zwischen Konservativen und Progressiven. Darüber, ob neue Ideen und Möglichkeiten schneller oder langsame aufgenommen werden sollten, lassen sich immer Kompromisse finden, denn die rationale Einigkeit, dass Dinge sich verändern müssen, ist da.

Der Streit entzündet sich IMHO immer dort, wo die Intention, Veränderung zu verhinden oder zurückzudrehen, egoistische, popuplistisch oder gar niederträchtige Züge annimmt. Das geht Menschen, die in Chancen denken, diametral gegen den Strich.

Leider ist gerade die konservative Spitzenriege aktuell sehr auf der opportunistischen und populistischen Schiene unterwegs. Das macht's nicht einfacher.

Aber diverse erfolgreiche Schwarz-Grün-Koalitionen zeigen ja, dass es auch anders. geht. Sowas brauchen wir meiner Meinung nach auch im Bund.

@rpolenz ist ein Herr Merz, der die aktuell laufende vollständige Zerstörung des internationalen Rechts durch seinen angeblich konservativen Verbündeten Donald Trump feiert denn wirklich konservativ?

Und hat eine Politik, die uns begeistert direkt in die rechtlose Zeit vor dem Ende des zweiten Weltkriegs zurück führt, mit voraussichtlich allen damit zusammenhängenden Konsequenzen wirklich eine Existenzberechtigung?

Die Welt ist nicht schwarz-weiß

Panta rhei – »alles fließt« hat Heraklit gesagt. Nichts ist beständiger als der Wandel. Konservative möchten ihn eher verlangsamen, um in Ruhe das Bewährte zu sichern. Progressiven geht es oft nicht schnell genug, weil sie mit den bestehenden Verhältnissen unzufrieden sind. Sie stoßen sich eher an Ungleichheiten

@rpolenz "Konservative möchten eher verlangsamen, um in Ruhe das Bewährte zu sichern"

Was bringt es "das Bewährte" zu sichern, wenn es (Öl- und Gasverbrennung) uns in den Abgrund (Klimakatastrophe) reißt?

@nilscb
Nüchtern betrachtet ist das Verbrennen von Öl und Gas ja alles andere als "bewährt".
Daher sollten Konservative im Sinne dieser Definition den Mist gerade nicht bewahren wollen.
@rpolenz
@rpolenz Ein interessanter Artikel. Leider sehe ich diese Interpretation von Konservativ auf maximal 20 % der CDU zutreffen.

@rpolenz

Mit Konservativismus gibt es keinen Fortschritt.
Weder bei Gerechtigkeit, Umweltschutz, Teilhabe, Bildung und v.a.m.

Wir haben keine Zeit mehr uns noch länger Konservatismus zu leisten.

@rpolenz Ihre Definition von #Konservatismus gefällt mir. Mit solch einer politischen Strömung könnte ich gut leben. Nur scheint mir die Union diese Ideale kaum noch zu verkörpern. Lässt man den christlich-religiösen Anspruch weg, entsprechen die #Grünen derzeit deutlich mehr die Definition als die #CDU.

@Quantium40

Lässt man ihn nicht weg, womöglich auch. Frau Klöckner bemängelt das.

@rpolenz

@rpolenz

Zitat:
"Konservative denken nicht in Freund-Feind-Schablonen. Aufstachelnde Demagogik oder Hetze ist nicht konservativ. Konservative bemühen sich um angemessenes, inklusives und wertschätzendes Sprechen, ohne dabei übertriebene Auswüchse der Political Correctness oder des Genderns mitzumachen."

Das hieße dann also, weder Merz noch Linnemann, weder Dobrindt noch Söder sind konservativ. Denn Aufstacheln und Hetzen sind deren täglich Brot.

@rpolenz

Und ich fühle mich in meiner Selbstwahrnehmung als als "links-grün-versiffter Konservativer" bestärkt. Ich bin auch immer sehr vorsichtig mit Neuerungen und will da erst mal die möglichen Folgen ausgelotet sehen. Auch beim 2. Teil des Zitats bin ich mit dabei.
Aber um das Gute zu bewahren, braucht's halt heute Positionen, die gemeinhin als links-grün(-versifft) angesehen werden.

Ja ja, ich geh schon … 😁

@rpolenz
Danke für den Text inkl. Bereitstellung! Es ist ein nachvollziehbares Verständnis eines diskursorientierten demokratischen Konservativismus'.Die Perspektive auf das (auch wenig einheitliche) Verständnis von Progressivität als politischem "Lager" (?) ist natürlich etwas verkürzter aus der Distanz heraus u ich finde auch hier gewisse konservative Grundüberzeugungen schwierig (z.B. Lebensschutz u. Verständnis von Ungleichheit), aber das ist eine gute, streitbare Positionierung.
@rpolenz Ich danke Ihnen, dass Sie beim Menschen und der Menschenwürde anfangen. Ich denke wir schnüren dem vorpolitischen Raum schon zu lange und zu sehr die Luft ab. Allein wie viele Freundschaften und Familien während der Coronazeit zerbrochen sind und sich auch nicht wieder aufgebaut haben ist doch ein Sachverhalt, der einen wirklich traurig macht. Übrigens ist das etwas, dass ich in manch anderen Ländern Europas nicht in dieser zerstörerisch-spaltentenden Wucht beobachtet hatte.
@rpolenz
Auf mich wirken die deutschen politischen Debatten wie ein großes einstudiertes Empörungstheater und nicht wie ein leidenschaftliches Ringen um das beste Argument. Ich frage mich oft, wie wir in diese kognitive Sackgasse reingerutscht sind und wie wir diese wieder verlassen können. Aber vorallem bin ich tief traurig darüber, dass wir uns so bekämpfen statt zusammen zu stehen.
@rpolenz
Man stelle sich nur vor der 3. Weltkrieg ist eine realistische Option, Polen-Ukraine arbeiten ihre unfassbar schwierige Nachbarschaftshistorie auf, sogar Polen-Litauen stehen eng zusammen, während die Deutschen sich in diesem Moment großer europäischer Geschichte darüber zerstreiten welches Auto sie als nächstes kaufen wollen. Wir sind doch schon lange zivilgesellschaftlich politisch handlungsunfähig.
Cui bono? Das ist doch alles komplett grotesk.
@rpolenz Danke für die Erklärung den Konservativismus. Es gibt für mich immer noch Ungereimtheiten in dem Konzept, daher wäre es prima, wenn sie Beispiele geben könnten, am besten aus der aktuellen Legislaturperiode, für Massnahmen, die ihrer Definition des Konservativismus entsprechen. Mir fällt da nichts ein.
@christophbegall Das Wehrpflichtgesetz
@rpolenz ist das nicht rein reagierend auf die veränderte Sicherheitslage? Die Aussetzung der Wehrpflicht wurde ebenfalls von einer konservativen Regierung beschlossen. Damals reagierend auf das Drängen des Koalitionspartners FDP.
Ich hatte auf eine Massnahme gehofft, die mir das Gefühl eines größeren Plans gibt, der koordinieren Verfolgung von Werten, vielleicht sogar Zielen.
Ich finde ihre Idee von Konservativismus schön, aber leider nicht funktionierend. Vielleicht ist es Zeit für eine kleine #Rebellion innerhalb der CDU/CSU, damit die von ihnen beschriebene Idee eines Bewahrens von Werten wieder in den Vordergrund treten kann.
@christophbegall Die Organisation von Abschreckungsfähigkeit finde ich in diesen Zeiten als so ziemlich die herausforderndste Aufgabe
@rpolenz da bin ich fast einer Meinung mit ihnen. Es gibt schon noch andere wichtige und sehr konservative Aufgaben, wie die Verhinderung des Zerbrechens der Gesellschaft oder die Bewahrung unseres Planeten. (Ich reagiere zu stark auf Superlative).
Verteidigungspolitik ist wichtig. Ja.
@rpolenz Ich bin über 50 Jahre alt und einen Grossteil meiner Lebenszeit wurde Deutschland "konservativ" regiert. Sie schreiben:
"Konservative sind pragmatisch und geben mehr auf Erfahrung."
In diesen 50 Jahren ist der Unterschied zwischen Arm und Reich immer größer geworden und ich kann mich kann mich nicht an eine einzige CDU-Rede erinnern, die erklärte, dass man die Erfahrungen der letzten n Jahre reflektiert habe und nun sehe, dass CDU Politik nicht im geringsten zur Stärkung des Mittelstands beiträgt, und man daher notwendige Anpassungen vornehme.
Wenn das Setzen auf Erfahrungen nicht mit Lernen einher geht, dann ist selbst nach ihrer Definition des Konservativismus jeder ihr folgende dazu verurteilt zu irgendeinem Zeitpunkt nur noch reaktionär zu regieren. Und das ist es, was wir erleben, und das nicht erst seit #Merz.
@christophbegall Die Unterschiede sind größer geworden. Aber das Niveau ist insgesamt gestiegen. In der DDR gab es viel geringere Unterschiede.
@rpolenz sie meinen, dass es den Ärmsten in Deutschland heute besser geht als den Ärmsten in Deutschland vor 50 Jahren, also 1976. Interessante These, da würde ich gern mal nach Studien suchen. Ich würde es aber, selbst wenn es stimmt nach irgendeiner Metrik, für einen sehr schwachen Trost halten.
Das Wesentliche aber ist, dass die Unterschiede größer geworden sind, also die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht bewahrt wurden. Und das unter konservativer Regierung. Wenn es das Ziel dieser Regierung war, die Gesellschaft und die Säulen auf denen sie steht, zu wahren, so hat sie das Ziel verfehlt.

@christophbegall

Das hat polenz ernsthaft behauptet?

🤣 "Konservative sind pragmatisch und geben mehr auf Erfahrung."

Der Satz ist pure Propaganda, geradezu Desinformation vom Schlage Putin und Trump.

@rpolenz Ist es nicht ein ziemliches Strohmann-Argument, dass „Progressive“ dem Konservatismus nach Ihrer Definition die Daseinsberechtigung absprächen?

Die Auseinandersetzungen, denen Sie und andere vermeintliche „bessere“ Mitglieder der Union hier ausgesetzt sind, drehen sich meinem Eindruck nach vornehmlich darum, wie weit jenseits jeder roten Linie die derzeitige Parteiführung und Bundesregierung, die mit Ihrem Bild eines ehrbaren Konservatismus ungefähr nichts zu tun haben, sind und wie fundamental die innerparteiliche Opposition gegen diese Auswüchse sein müsste, um wieder Glaubwürdigkeit herzustellen.

Ein Polenz und ein Blume, die wohlfeile Texte in die Welt setzen, machen die skandalöse Politik der Rassist*innen, Klimazerstörer*innen, … an der Spitze kein Mu besser.