Bezüglich #Einzelbewerber war das #BVerfG so ignorant wie die Meisten. Das Ergebnis wird aber erstmal bedeuten, dass die #CSU (und #CDU) zu feige ist, sowas größer auszutesten. Derweil läuft allerdings in #Brandenburg ein Feldversuch der #AfD dazu. Der Mensch ist wohl strukturell wirklich unabhängig, war schon #Bürgermeister, bevor die AfD überhaupt existiert hat und hat mit der #WsJ seine eigene #Wählergruppe. #WahlThread #ltwbb24 #ltwbb #btw25 [1/9]
Aber inhaltlich ist er offenbar so weit deckungsgleich, dass die AfD keinerlei Bedarf auf einen eigenen Kandidaten hat. Das ist praktisch ein ziemlich, aber nicht ganz sicherer AfD-Wahlkreis. 2019 war noch die #SPD weit vorn. Wie generell in #Brandenburg wird auch das #BSW entscheidend sein, das dort in keinem #Wahlkreis kandidieren wollte. In dem Fall muss man auch damit rechnen, dass der #Rettungssanitäter etliche Prozentpunkte bringt … [2/9]
… (bei der #Kreistagswahl war er aber gegen den #Volljurist⁠en von Listenplatz 1 chancenlos und hat seinen Platz 2 auch noch an einen Selbstständigen verloren). Bisherige #Wahlergebnisse in dem #Wahlkreis schaun so aus. Die #BSW-Stimmen gehn also voraussichtlich ganz überwiegend an den #Linke⁠n. Falls der SPDler seinen #Amtsinhaberbonus nicht ausspielen kann … [3/9]
… (bei der Kreistagswahl hat er 63.6 ⁠% der #Personenstimmen aller 15 SPD-Bewerber gekriegt), reicht dem #Einzelbewerber in absoluten Stimmen wenig mehr, als er bei seiner letzten #Bürgermeisterwahl allein in #Jüterbog gekriegt hat (das etwa 26 ⁠% vom #Wahlkreis ausmacht). Die #Wahl war zusammen mit der letzten #Landtagswahl. Die #SPD wird allerdings deutlich höher prognostiziert als bei der #Europawahl und auch als bei den #Kreistagswahlen. [4/9]
Falls der den #Wahlkreis nicht gewinnen sollte, kann man das Thema #Einzelbewerber wohl abhaken. Wenn er aber richtig abräumt, wird das Thema auch zur #Bundestagswahl wieder auf dem Tisch sein. Falls nicht bei der #CSU (oder #CDU), dann bei der #AfD. Wobei der Profit mit dem erzielten Stimmenanteil sinkt. #Brandenburg hat kein planmäßiges doppeltes #Stimmengewicht (wie es etwa #Sachsen hat); … [5/9]
… das gibt also wie beim #Bundestag eine Sonderauszählung, bei der die #Zweitstimmen seiner #Wähler nachträglich aus der Wertung genommen werden (für die #Sperrklausel zählen sie aber mit). Die #Wahlkreise in #Brandenburg sind auch sehr ungleich groß; der hier ist nach #Wahlberechtigte⁠n um etwa 16.5 ⁠% zu klein (also zu billig) und nach Wählern wahrscheinlich über 20 ⁠%. Der Sitz wird dann den #Parteien vorab abgezogen. [6/9]
Wenn er mit mäßigem Vorsprung gewinnt, kostet das der AfD wohl im Saldo etwa 6'000 Stimmen. Normalerweise wären für 1 Sitz um die 14'000 Stimmen zu erwarten und mit Überhang- und #Ausgleichsmandate⁠n vielleicht nur 12'000 (der abgezogene Sitz ist dann faktisch irrelevant). #Brandenburg hat an sich wirklichen #Vollausgleich von #Überhangmandate⁠n. Die #Einzelbewerber lassen sich halt prinzipbedingt nicht ausgleichen, … [7/9]
… und außerdem wird auch bis 2 #Überhangmandate garnicht ausgeglichen und nichts über insgesamt 110 Sitzen. An der Stelle wird es dann auch endgültig unklar, ob die 110 mit oder ohne #Einzelbewerber sind oder zwar mit, aber in der Rechnung dann doch 110 für 109 Sitze. Leider normal, dass sich niemand überlegt, wie diese ganzen Sonderregeln gegebenenfalls interagieren sollen. [8/9]
An der #Auslegung hängt potenziell die #Mehrheit, und es ist ziemlich blöd, wenn das #Verfassungsgericht dann 3 Jahre später entscheiden muss, dass sie falsch war, und weitere 2 Jahre später, ob die #Ministerpräsidentenwahl trotzdem gültig war. Aber wahrscheinlich gibts hier noch die Chance, es rechtzeitig zu reparieren. Dass die #AfD so weit überhängt, ist nicht mehr allzu wahrscheinlich. Auch wegen dem #Einzelbewerber, wo der Effekt viel einfacher zu haben ist. [9/9]