Ach, echt jetzt?
Australische Kinder nutzen Soziale Netze trotz Verbots
„Age bans won’t work“, haben Experten gewarnt, als Australien im Eilverfahren beschlossen hat, Kinder und Jugendliche aus großen Sozialen Netzen zu verbannen. „Rechtliche Altersgrenzen werden nicht funktionieren.“ Es war das erste Land mit so einem Verbot, inzwischen gibt es Nachahmer. Eine Befragung 400 Betroffener zeigt, dass die Warnung gerechtfertigt war. Die Nutzung ist scheint kaum zurückgegangen: 86 Prozent der Betroffenen haben angegeben, in der Woche vor der Befragung mindestens eine verbotene Plattform genutzt
Erstens geht es bei so einer scheiße gar nicht um die kinder, sondern darum, allen menschen eine art internetzausweis ins leben zu drücken. Und zweitens haben S/M-webseits ein hohes psychisches abhängigkeitspotenzjal, das weiter über das zarte kinderalter hinausgeht — und dementsprechend hoch wird der suchtdruck, der dazu führt, dass man lernt, wie die scheißsperre umgangen werden kann.
Wenn doch nur vorher jemand davor gewarnt hätte!
Aber ich sage es mal so: eine ganze generazjon erwirbt auf diese weise ein bisschen kompetenz, wie man staatliche zensurmaßnahmen umgehen kann. Die wissensweitergabe erfolgt in australischer schuluniform auf dem schulhof. Und diese kompetenz wird in den kommenden jahren noch sehr nützlich werden. Und ältere menschen lernen ganz nebenbei…
Von den älteren Teilnehmern mussten sieben Prozent ein gefälschtes Zugangskonto einsetzen, vier Prozent ein fremdes und ein Prozent den Inkognitomodus eines Webbrowsers. Denn sie wurden von den Algorithmen fälschlich für zu jung gehalten
…was von einem angelernten neuronalen netzwerk — wisstschon, das, was die ahnungslosen durchgehend mit dem reklamewort „künstliche intelligenz“ bezeichnen — zu halten ist. Das wird ihnen hoffentlich auch die augen öffnen, wenn der polizeiminister aus seiner parallelwelt tolle ideen ausbreitet und zu gesetzen machen will.
Man könnte das problem übrigens an der wurzel angehen: durch ein verbot von reklame im internet. Sofort gäbe es keinen anreiz mehr, webseits so zu machen, dass menschen davon süchtig werden. Und die privatsfäre freut sich auch. Aber dafür ist der herrschaftsapparat auch in australjen zu korrupt.
Übrigens ist es ein bisschen wie straßenverkehr. Man muss die kinder damit vertraut machen, und man muss ihnen ein paar dinge einbläuen. Zum beispiel, dass man guckt, bevor man über eine straße geht. Das ist aber elternsache, nicht staatssache. (Obwohl: es gab in der BRD früher verkehrserziehung an der schule. Scheint heute wohl nicht mehr so wichtig zu sein, so wie kinder sich im straßenverkehrt verhalten. Deshalb gibts heute elterntaxis, damit die kinder überhaupt nicht mehr erlernen, sich eigenständig in der welt zu bewegen und ihr ganzes leben lang glauben, dass sie zu bewegungsunfähigen krüppeln werden, wenn sie kein auto haben.)
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