How to Confront the Horrors of the Past — Basic Instructions

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Basic Instructions

How to Diagnose a Plot Problem — Basic Instructions

"I'm watching movies
where fascists lose.
I have my reasons."

https://www.basicinstructions.net/basic-instructions/2025/5/12/how-to-diagnose-a-plot-problem

#BasicInstructions #ScottMeyer #comic

How to Diagnose a Plot Problem — Basic Instructions

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Basic Instructions

Are there any other Scott Meyer fans on Mastodon? You might be familiar with his brilliant comic, "Basic Instructions."

I just finished reading "Destructive Reasoning," which is the second #novel in his "Authorities" series. I love his sense of humor.

#scottmeyer
#destructivereasoning
#theauthorities
#basicinstructions
#fiction

It’s time for a proper #introduction.
‹I’m a #GeekDad with two boys.
I’m current serving military, but don’t know any secrets!‹

I got to infosec.exchange just ahead of the main wave.
Somehow, through some early conversations and comments I managed to #RedTeam my way onto some lists of ‘good people to follow’.
‹On Twitter I stood at the back of the room and looked to people like you for information and perspective. Now it seems I’ve moved further into the room and people are looking at me and it feels like I’m taking the class ‘Introduction to#ImposterSyndrome’.

While I don’t work in #InfoSec I do relate strongly to the community and learn from you all.
I know enough to know it’s always #DNS (or #BGP)‹‹

At home I run #pfSense, #HomeAssistant and feed #ADS-B data to #FlightAware and #FlightRadar24.

My favourite #TWIT episodes are when @MikeElgan and @jeffjarvis go head to head.

#StarTrek > #StarWars
MacOS > Windows
CAT6 > WiFi
#AvGeek
#BLM
#HerBodyHerChoice

#BookRecomendations
#ExpeditionaryForce series by #CraigAlanson
#NPCs series by #DrewHayes
#TheBobiverse series by #Dennis_E_Taylor
#CrashDive series by #Craig_DiLouie
#FailureIsNotAnOption by #GeneKranz
#TheMartian and #ProjectHailMary by #AndyWeir
#Magic2.0 series by #ScottMeyer
#AncillaryJustice series by #AnnLeckie
#Area51 by #AnnieJacobson
#CountdownToZeroDay by #KimZetter
#TheCompany by #RobertLittell
#AnAstronautsGuideToLifeOnEarth by #ChrisHadfield
#AHigherCall by #AdamMakos & #LarryAlexander
#ThunderBelow by #Eugene_B_Flucky
#GhostInTheWires by #KevinMitnick & #William_L_Simon
#Hackers_HeroesOfTheComputerRevolution by #StevenLevy

Wenn Zaubernerds Kinder kriegen

Die Magic 2.0-Reihe von Scott Meyer ist um einen Teil reicher. Die sechste Folge heisst Vexed Generation und ist seit wenigen Wochen erhĂ€ltlich. Und da ich bisher alle Folgen besprochen habe (1, 2, 3, 4 und 5), gibt es keinen Grund, damit nun aufzuhören. Zumal die neueste Folge zu den besseren gehört. (Ich wĂŒrde sie an dritter Stelle, nach drei und eins ansiedeln.)

Da es nun wenig Sinn hat, mit der sechsten Folge einer solchen Reihe einzusteigen, hier die Empfehlung, doch bitte einen Blick auf Off to be the wizard zu werfen, wenn zwei Bedingungen erfĂŒllt sind.

A). Man muss mit einer schrÀgen Story-Idee etwas anfangen können, wenn man sich auf Scott Meyer einlassen will. Denn in Magic 2.0 werden Nerds zu Zauberern. Meyer hat sich offensichtlich von Arthur C. Clarke inspirieren lassen. Der grosse britische Sciencefiction-Autor hat bekanntlich Folgendes gesagt:

Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.

«Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden» ist das dritte der Clarkeschen Gesetze. Und darum sind diese Nerds hier der Magie mÀchtig. Sie haben nÀmlich alle herausgefunden, dass die Wirklichkeit von einer grossen Datenbank gesteuert wird. Diese Datei enthÀlt quasi die Parameter der Wirklichkeit. Sie ist per Texteditor les- und verÀnderbar. Und wenn man das tut, verÀndert man die RealitÀt: Sich selbst,die GegenstÀnde um einen herum, Raum und Zeit.

Wer simuliert hier eigentlich was?

Das ist erstens eine gute ErklĂ€rung fĂŒr ĂŒbernatĂŒrliche KrĂ€fte – auch wenn natĂŒrlich eine Frage unbeantwortet bleibt. NĂ€mlich: Was das eigentlich fĂŒr eine Simulation ist, in der diese Buchreihe abspielt. Ist es bloss eine Simulation der Welt, in der sich ein paar der Simulierten verselbstĂ€ndigen? Oder existiert die ganze Wirklichkeit bloss in einem Computer – und wir, die wir diese Datei alle noch nicht entdecken konnten, haben das bloss noch nicht gemerkt? Aber dass diese Frage offen bleibt, tut dem Spass keinen Abbruch.

Die zweite Bedingung, die man erfĂŒllen muss, wenn man Spass an Martin Banks, Phillip McCall, Jeff, Gary, Tyler, Roy, Gwen, den beiden Brits und den anderen Figuren haben soll, ist folgende: Man muss mit Meyers furztrockenem Humor etwas anfangen können. Die besagten Figuren sind nĂ€mlich alle Besserwisser, Klugscheisser und Prinzipienreiter. Sie nageln einander stĂ€ndig wegen Kleinigkeiten fest, betreiben Haarspalterei und haben oft den sarkastischen Ton der Leute drauf, die glauben, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.

Grandiose Dialoge

Das liest sich sehr oft höchst amĂŒsant – finde ich. Und gerade beim neuesten Buch lĂ€uft Meyer bei den Dialogen wieder zur Höchstform auf. Aber es ist klar, dass das Geschmackssache ist. Wer in Wirklichkeit mit solchen Leuten nichts anfangen kann, der mag sie wahrscheinlich auch in Buchform nicht. Aber so eine Person wĂŒrde höchstwahrscheinlich auch dieses Blog hier nicht lesen wollen.

Also, wer mit «Off to be the wizard» (in Deutsch ĂŒbrigens Plötzlich Zauberer) etwas anfangen konnte und nun wissen möchte, worum es in «Vexed Generation» geht, dem empfehle ich das Buch – natĂŒrlich wie ĂŒblich erst einmal ohne grosse Spoiler.

[caption id=“attachment_5953″ align=“alignleft“ width=“300″] Scott Meyer: Vexed Generation, als Hörbuch wie ĂŒblich von Luke Daniels gelesen.[/caption]

Das Buch greift ein Thema auf, das sehr naheliegend ist, wenn man es mit Leuten zu tun hat, die dank einer geheimnisvollen Datei mit annÀhernd unbeschrÀnkten FÀhigkeiten operieren können. Diese Macht verleitet dazu, missbraucht zu werden. Das hat seinerzeit schon Jimmy/Merlin Sadler im ersten Buch probiert. Und in der sechsten Folge legt es ein Magier-PÀrchen wieder darauf an.

Muggel-Kinder, mehr oder weniger

Diesen Plot entwickelt Meyer sehr schön: Alles beginnt harmlos mit den beiden Kindern von Martin und Gwen. Mattie und Brewster sind Teenager, die nichts ĂŒber Magie wissen. Ihre Eltern sind nĂ€mlich der Ansicht, dass die beiden wie normale Kinder aufwachsen sollten und erst dann mit ihren ĂŒbernatĂŒrlichen FĂ€higkeiten in Kontakt kommen sollten, wenn sie einen gewissen Grad an Verantwortungsbewusstsein erlangt haben.

Mattie und Brewster geraten dennoch in einige Schwierigkeiten. Und als die beigelegt scheinen, geht es erst richtig los mit der Machtergreifung im Magierstaat. Es entwickelt sich eine epische Zauberschlacht, die beim Lesen Spass macht – und bei der Meyer es geschafft hat, sowohl Anspielungen ĂŒber die aktuelle politische Situation (in einem von Trump dominierten Amerika) und ĂŒber Game of Thrones zu platzieren.

Also, mein Fazit: Wer bis jetzt bei Magic 2.0 dabei geblieben ist, der sollte unbedingt auch den sechsten Band lesen. Und wer einsteigt, der sollte mindestens die BĂ€nde drei und sechs nachschieben.

Manche Dinge kommen ihnen spanisch vor

Und hier noch eine etwas ausfĂŒhrlichere Inhaltsbeschreibung, diesmal mit Spoilern: Wie gesagt sind Mattie und Brewster zwei naseweise Zwillinge im Teenager-Alter, die nichts ĂŒber das geheime Doppelleben ihrer Eltern wissen. Zwar kommt ihnen die eine oder andere Beobachtung etwas spanisch vor (zum Beispiel der Umstand, dass das Familien-Auto weder Benzin noch Strom braucht und nie in die Garage muss), aber sie machen sich deswegen nicht allzu viele Gedanken.

Das Ă€ndert sich, als ein Freund der Familie, Phillip, auftaucht und die beiden Eltern danach plötzlich stocksteif gefroren im Wohnzimmer stehen. Dann taucht die Polizei auf und will die beiden Teenager in Schutzhaft nehmen. Es gelingt ihnen aber, sich abzusetzen. Nun wollen sie natĂŒrlich wissen, was los ist – und natĂŒrlich auch ihre Eltern in den alten, nicht-paralysierten Zustand zurĂŒckversetzen.

Sie wollen zu diesem Zweck den Arbeitsplatz ihres Vaters aufsuchen. Der befindet sich angeblich in einem VergnĂŒgungspark – in Tat und Wahrheit aber im viktorianischen London, wo Martin mit Phillip eine Zaubershow betreiben und im Nachbar-Theater zwei Konkurrenz-Zauberer am Werk sind. Das sind Gilbert und Sid: Sie helfen Mattie und Brewster weiter: Sie erklĂ€ren ihnen die Sache mit dem Zaubern, geben ihnen ein paar Basis-Tricks mit auf den Weg und sind ihnen behilflich, das RĂ€tsel um ihre Eltern zu lösen.

Das riecht ziemlich streng nach Diktatur

Nachdem die wieder in den ursprĂŒnglichen Zustand zurĂŒckversetzt werden konnten und auch Philip als Urheber dieser Missetat ausgeschlossen wurde, wird die Sache langsam klarer. Zwei Zauberer, die beide den Namen Magnus tragen, wollen sich an die Spitze der Zauberer-Versammlung wĂ€hlen lassen – um dann die Weltherrschaft anzutreten. Wie das typisch ist fĂŒr Leute mit solchen PlĂ€nen haben sie, angeblich, nur die besten Absichten fĂŒr die ganze Menschheit. Dennoch klingt das Unterfangen deutlich nach Diktatur.

Der Coup gelingt und die beiden Zauberer treten an, die Menschheit mit Heimsuchungen, die an die biblischen Plagen angelehnt sind, einzuschĂŒchtern und zur Unterwerfung zu zwingen. Das lassen die anderen Zauberer nicht zu. Sie halten dagegen und versuchen, die Plagen aufzuhalten und die machthungrigen Tyrannen zu bremsen. Und macht Meyer das, was man erwarten wĂŒrde – eine fulminante Schlacht der zaubernden Nerds, wie ĂŒblich mit vielen Popkultur-Referenzen und hohem Spassfaktor


Beitragsbild: Was, ich kann zaubern? (Matt Palmer/Unsplash, Unsplash-Lizenz)

#ScottMeyer

Amazon.de

Ein ungelesenes und zwei gelesene BĂŒcher

The Left Hand of Darkness von Ursula K. Le Guin

Nach 128 BĂŒchern, die ich fast alle fertig gehört habe, musste ich das allererste Audible-Buch ungehört zurĂŒckgeben. Es handelt sich um The Left Hand of Darkness (Amazon Affiliate) von Ursula K. Le Guin (Deutsch: Die linke Hand der Dunkelheit). Ich hatte mich auf das Buch gefreut, aber der Sprecher ist leider unterirdisch: George Guidall ist zwar einer der fleissigsten ErzĂ€hler mit mehr als 1200 HörbĂŒchern (Wikipedia), der in diesem Titel aber so undeutlich spricht, dass man sich fragt, ob er einen schlechten Tag hatte oder es fĂŒr ein gutes Stilmittel hielt, wĂ€hrend den Aufnahmen die Zahnprothese zu entfernen.

Kaum zu unterscheidende Namen

Das Dumme ist ausserdem, dass in der Vorschau die Frau zu hören ist (Ursula K. Le Guin selbst?), die das Vorwort spricht – und nicht diese mĂŒmmelnde Darbietung, die auch anderen nicht gefallen hat. Da aber schon im ersten Kapitel Worte wie Gethen, Stabile on Ollul, Genly Ai, Diurnal und Odharhahad vorkommen, habe ich gleich die Waffen gestreckt. Ein solches Vokabular passt nicht zu einer Lesung, bei der man kaum die normalen englischen Worte voneinander unterscheiden kann.

Der RĂŒckgabeprozess ist ĂŒbrigens unkompliziert und das Buch bleibt in der Bibliothek, sodass man es weiterhören könnte. Wenn man denn wollen wĂŒrde.

[caption id=““ align=“aligncenter“ width=“520″] Wer ist hier das Schaf? (Screenshot The Big Sleep)[/caption]

The Big Sheep von Robert Kroese

Ein echter Tipp ist hingegen The Big Sheep von Robert Kroese (Amazon Affiliate). Der Titel ist natĂŒrlich eine Anspielung an The Big Sleep von Raymond Chandler, dem Erfinder des prototypischen hardboiled Detective Philip Maloney Marlowe. Das Schaf ist wirklich gross – und wenn es am Anfang so aussieht, als ob es bloss einer etwas launigen Idee des Autors entsprungen wĂ€re, um seiner Geschichte einen verrĂŒckten Auftakt zu verpassen, so tĂ€uscht das. Das Schaf ist ein wichtiges Puzzlestein und wird gegen Ende fĂŒr eine echte Überraschung gut sein.

In dieser Geschichte sind die hartgesottenen Detektive auch im Jahr 2039 noch nicht ausgestorben. L.A. ist ein Ödland, nach dem Zusammenbruch von Recht und Ordnung gibt es die Disincorporated Zone, in der Banden ihr Unwesen treiben. Erasmus Keane nennt sich Phenomenological Inquisitor (was natĂŒrlich an Dirk Gentlys holistische Detektei erinnert), und er ist eine etwas undurchsichtige Gestalt, die sich der Dienste von Blake Fowler versichert hat. Aus dessen Sichtweise wird der Plot erzĂ€hlt, der sich neben den verschwundenen, grossen Schaf um eine ĂŒberirdisch schöne Fernsehdarstellerin dreht: Priya Mistry scheint am Rand des Wahnsinns: Sie hat einen Brief ihres Teddys aus Kindertagen bekommen, ist aufgelöst und vielleicht in echter Gefahr – womöglich aber nur exzentrisch.

Wichtige Leute werden geklont – ist doch klar.

Nach einigen Ermittlungen finden Keane und Fowler genĂŒgend Ungereimtheiten, um Priya Mistry nicht einfach nur fĂŒr durchgeknallt zu halten. Sie taucht an unerwarteten Orten auf, erinnert sich so offensichtlich nicht mehr an Dinge, dass 
 (Achtung, Spoiler!)


 nur ein Schluss möglich ist. NĂ€mlich: Priya Mistry ist nicht eine Person, sondern mehrere. Sie wurde aus finanziellen GrĂŒnden mit technischen Mitteln multipliziert. Und wĂ€hrend der Vorgang selbst recht erfolgreich war und perfekte Ebenbilder ermöglicht hat, scheint es der Psyche von Priya Mistry nicht gutgetan zu haben.

Der Plot ist solide gezimmert, sodass sich die Ermittler schön in den Geschehnissen verstricken können: Da ist Élan Durnham, die eiskalte TV-Produzentin, der Warlord Mag-Lev, Dr. Henry Allebach, der verliebter Wissenschaftler und Nikki, die RĂ€cherin – und da ist die Vergangenheit von Erasmus Keane, die ihn erpressbar macht. Und der Plot setzt sich auf eine interessante Weise mit der Frage der IdentitĂ€t auseinander. Die stellte sich schon in Daniel Suarez’ Buch «Change Agent» (Körperzukunftswelten), weil dort Äusserlichkeiten und viele genetische Eigenschaften editiert werden können. Bei «Change Agent» geht es darum, was von der IdentitĂ€t ĂŒbrig bleibt, wenn das Äussere fast beliebig wandelbar ist.

Was passiert mit Leuten, wenn man sie vermehrt?

Hier bei «The Big Sheep» stellt sich die Frage, was mit der IdentitĂ€t passiert, wenn man Personen wegen ihres Äusseren vervielfĂ€ltigt – und man nicht mehr weiss, ob man nun die Kopie oder das Original ist. Und auch wenn «The Big Sheep» salopp geschrieben ist und dank Humor und Hardboiledheit eine lockere LektĂŒre sein will, ist die BeschĂ€ftigung mit diesen Punkten tiefschĂŒrfend genug, um interessant zu sein.

Fazit: Sehr empfehlenswert, auch weil die Technik des Jahres 2038, vor allem die Luftautos (aircars), eine spannende Kulisse bieten.

Out of Spite, Out of Mind von Scott Meyers

Buch Nummer drei – und das Zweite, das ich gelesen habe: Out of Spite, Out of Mind. Das ist der fĂŒnfte Teil von Scott Meyers Magic 2.0-Reihe, von der ich die vier VorgĂ€nger allesamt ausfĂŒhrlich besprochen habe (1, 2, 3 und 4). Es handelt sich nicht um die beste Folge der Reihe (das ist nach wie vor Teil drei), aber auch nicht um den schlechtesten (das ist der vorletzte, Teil vier). Es ist gutes Mittelmass und ein echter Meyer, mit viel Humor, Dialogwitz und einer brauchbaren Handlung. Die Figuren blieben blass und die Geschichte ist, mit Verlaub, verwirrend.

Scott Meyer hat sich entschieden, nach dem letzten Abenteuer mit den komplett harmlosen Drachen wieder ein echtes Gefahrenmoment einzubringen: Britt die Ältere stellt fest, dass ihre Erinnerungen nicht mit denen ihres Alter Egos, Britt der JĂŒngeren ĂŒbereinstimmen. Das ist irritierend, denn da sie die gleiche Person ist, die zu einem spĂ€teren Lebenszeitpunkt in jede Zeitperiode zurĂŒckgekehrt ist, an dem sie schon einmal aktiv war, mĂŒsste sie genau das Gleiche erleben, das sie schon einmal erlebt hat.

Der «Glitch» im Fuss

Doch das ist nicht der Fall – und auch nicht alles. Denn ihr Fuss hat ebenfalls ein Problem. Er wird nicht mehr richtig dargestellt, sondern erscheint immer mal wieder in Form niedrig aufgelöster Polygone. Das PhĂ€nomen wird glitch getauft: Es handelt sich offenbar um eine Störung in der Software, die die ganze Welt steuert. Mutmasslich ist diese Störung entstanden, weil die Magier einfach zu viel an der RealitĂ€t herumgebastelt haben. Das ist eine echte Bedrohung, die besondere Massnahmen erfordert.

Der alte Bösewicht Jimmy alias «Merlin» wird aus dem Status der Ungnade in den Expertenstand zurĂŒckberufen – er hat nĂ€mlich Erfahrungen damit gesammelt, nicht nur Personen, sondern auch deren Erinnerungen zu manipulieren. Um die Sache in den Griff zu bekommen, greift schliesslich sogar Britt die ganz Alte ein – sodass am Schuss ein umfangreiches Aufgebot der gleichen Frau zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Historie am Problem arbeitet.

Die stĂ€ndigen, etwas mĂŒhsamen Goblin-Angriffe

Gleichzeitig verhĂ€lt sich Philipp ĂŒberaus seltsam. Er geht stĂ€ndig auf SpaziergĂ€nge, lĂ€sst sich von einem Goblin angreifen, ohne sich richtig zur Wehr zu setzen – und er hat ein echtes Problem mit seiner Lebenspartnerin Britt der JĂŒngeren. Als Vertreter des freien Willens glaubte er noch nie, dass Britt die JĂŒngere unweigerlich zu Britt der Älteren werden mĂŒsse. Doch dieser Glaube wiederum versetzt ihn in ein Dilemma von LoyalitĂ€t und Zugehörigkeit. Und da ein grosser Teil des Schadens beim Versuch, den Glitch zu beheben angerichtet wurde, hat er nun die undankbare Aufgabe, seinen Freund Martin davon abzuhalten, ihm helfen zu wollen.

Man sieht: Ein typisches Zeitreise-Dilemma, das sich wahrscheinlich nicht so erzĂ€hlen lĂ€sst, dass ein durch und durch locker-flockiges LesevergnĂŒgen entsteht. Dennoch hoffe ich nach dem Teil, dass Scott Meyer die Reihe weiterfĂŒhren und vielleicht ein wieder etwas lineareres Abenteuer bereithalten wird.

#ScottMeyer

The Left Hand of Darkness - Wikipedia

Ein bisschen flĂŒgellahme Drachen

Drachen sind gefÀhrlich. Meistens.

Scott Meyer war mit jeder einzelnen Folge seiner vernerdeten Buchreihe «Magic 2.0» Thema hier im Blog, nÀmlich 1, 2 und 3. Nun gibt es die vierte Folge namens Fight and Flight (Amazon Affiliate), die hier ebenfalls zu Ehren kommen soll.

Die Reihe basiert auf der Idee, dass Zauberei a thing ist, und dass es die Nerds sind, die zu Zauberern werden. Hogwarts, von wegen! Was es braucht, ist das Talent, auf «die Datei» zu stossen und ihre Funktionsweise zu erkennen. «Die Datei» ist eine Datenbank, und zwar «die Datenbank». Sie steuert die ganze Welt und alles, was in ihr und auf ihr kreucht und fleucht.

Die Welt zurechthacken

Das heisst: Als Nerd kann man sich die Welt so zurechtbiegen, wie man sie gerne hĂ€tte, indem man die Datenbank manipuliert. Weil ĂŒber die Zeit ein paar Nerds die Datei entdeckt haben, entsteht eine Zauber-Community, die es sich im alten England in der ruhigsten Periode der Menschheitsgeschichte gut gehen lĂ€sst. Da sich aber nicht immer alle Zauberer/Nerds an die Spielregeln halten und auch mal Unfug mit der Datei anstellen, ist es dann eben nicht nur ruhig.

In der neuesten Folge geht es darum, dass die Zauberer gerne ihre Geschicklichkeit im Kampf verbessern möchten. Dazu ĂŒberlegen sie sich Methoden und kommen darauf, sich Sparringpartner zu programmieren. Das sind, ohne zu viel zu verraten, Drachen. Sie sehen aus wie aus «Game of Thrones» geklaut (was sie auch sind). Und ihre Verhaltensweise haben sie von, jawoll, Schafen. Doch irgendwie schaffen es die Zauberer/Nerds, die Spuren der Drachen in der Datenbank aus den Augen zu verlieren.

Marodierende Drachen

Das heisst: Die Drachen marodieren in Echt durchs alte England. Sie richten zwar keinen echten Schaden an, weil sich die Zauberer nicht selbst verletzen wollten. Aber ihr Feuer brennt trotz allem höllisch. Und das bringt die Dorfbewohner dazu, sich beim Kampf gegen die Drachen selbst Schaden zuzufĂŒgen.

Das klingt lustig und ist lustig. Allerdings hat es auch einen erzĂ€hlerischen Mangel. Drachen, die keinen wirklichen Schaden anrichten können und wie Schafe relativ harmlose Tiere sind – auch wenn die Zauberer darĂŒber disuktieren, dass die Schafböcke ihrerseits sehr aggressiv werden können –, sind keine echte Gefahr. Es ist zwar eine Herausforderung fĂŒr die Zauberer, sie wieder einzufangen, besonders auch deswegen, weil sie wegen eines kleinen Implementationsfehlers nur teilweise mit der richtigen Welt interagieren. Aber trotzdem. Als kleiner Twist hat sich Scott Meyer eine Dorf-Gang ausgedacht, die sich die Drachen im Kampf gegen die Zauberer zunutze machen will und es tatsĂ€chlich schafft, sie zu reiten. Doch auch das wĂ€chst sich nicht zu einer echten Gefahr aus. Das grösste Problem ist der Kollateralschaden, den die Zauberer wĂ€hrend ihrer DrachenbeseitigungsbemĂŒhungen anrichten. Aber da der vor allem die gemeine Bevölkerung trifft, ist das auch nicht so richtig spannungssteigernd. Der Kampf gegen die Drachen fĂŒhlt sich nach einer schriftstellerischen FingerĂŒbung und nicht nach einem Plot-Höhepunkt an.

Und eben: Eine Story ist zwar nicht nur so gut wie das Abenteuer, das die Helden zu bestehen haben – Scott Meyers riesiges Talent fĂŒr absurde Dialoge, nerdische Charaktere und schrĂ€ge Nebenfiguren (mit Kilt) entfaltet sich im vierten Teil. Und der Sprecher im Hörbuch, Luke Daniels, ist wie immer eine Wucht.

Die Story zĂŒndet nicht

Dennoch ist das der schwĂ€chste Teil der Tetralogie, weil die Geschichte einfach nicht richtig zu packen vermag. Ein echter, gefĂ€hrlicher Drache, der sich zu einer wirklichen Gefahr heranwĂ€chst, wĂ€re spannender gewesen. Oder ein etwas schlauerer bĂ€uerischer Gegenspieler, der frĂŒher eingefĂŒhrt wird und das MachtgefĂŒge zum Wanken bringt – vielleicht sogar mit Auswirkungen in die Neuzeit.

Fazit: Keine Zeitverschwendung; ich habe mich mit dem erzĂ€hlerischen Drumherum gut amĂŒsiert. Ich hoffe, dass es einen fĂŒnften Teil gibt. Aber die Zauberer/Nerds brauchen eine echte Herausforderung – und vielleicht sollte sich Scott Meyer wieder mehr auf einzelne Charakter konzentrieren als das ganze Ensemble – dieses Mal mit Philip und Martin, Gwen und Britt, Jeff und Roy, und Tyler und Gary wieder paarweise – auftreten zu lassen.

Outtakes aus der Hörbuch-Lesung. (Beruhigend zu wissen, dass sich auch ein Profi wie Daniels ab und zu verquasselt.) (Quelle)

#ScottMeyer

Scott Meyer (author) - Wikipedia

Robocop zweipunktnull

Scott Meyer, scheint ein Workaholic zu sein. Nach dem erst Ende August besprochenen Weltraumschwank «Master of Formalities» hat er mit The Authorities schon wieder ein neues Buch in petto.

[caption id=““ align=“aligncenter“ width=“520″] Dieser Mann hat mit dem Bad-Boy-Image deutlich weniger MĂŒhe als Sinclair Rutherford in Scott Meyers neuem Buch. (Bild: ardmediathek.de)[/caption]

Ich habe es unbesehen gekauft und mit viel VergnĂŒgen gelesen. Meyer gehört inzwischen zu den Autoren, deren Werke ich unbesehen klicke. Denn auch wenn nicht alle BĂŒcher den gleichen Nerd-Esprit versprĂŒhen, sind sie alle Ă€usserst unterhaltsam. Das Meyersche Erfolgsrezept ist simpel. Er sorgt fĂŒr ein frĂŒhes Bonding zwischen den Hauptfiguren und dem Leser: Wenn einem die Figuren sympathisch sind, dann wĂŒrde man auch ĂŒber erzĂ€hlerische SchwĂ€chen hinwegschauen – so, wie man gern mit guten Freunden zusammen ist, selbst wenn die wieder nur die gleichen ollen Kamellen erzĂ€hlen.

Klar: Bonding als literarisches Erfolgsrezept ist eine oberflĂ€chliche ErklĂ€rung, die sogleich die Frage aufwirft, wie manche Autoren Figuren kreieren, die einem so ans Herz wachsen, dass man nach dem Zuklappen des Buchs eigentliche VerlustgefĂŒhle empfindet. Vielleicht wĂŒsste Stephen King auf diese Frage eine Antwort, denn er ist ein Meister in der Erschaffung von Figuren, die man nicht mehr loslassen mag. Aber wenn er dafĂŒr nicht bloss ein Talent, sondern ein erklĂ€rbares Rezept hat, wird er das sicherlich erst auf dem Sterbebett preisgeben – also frĂŒhestens in 50 Jahren. (Wie ich instĂ€ndig hoffe.)

In der Lebenswelt der Nerds verwurzelt

Der zweite grosse Pluspunkt von Meyers BĂŒcher ist ein Humor, den man mögen muss – aber den sicherlich auch viele Leute mögen. Er ist trocken und zielt auf die menschlichen SchwĂ€chen. Aber eher mit liebevollem Spott denn mit Ă€tzendem Zynismus, meistens jedenfalls. Seine Geschichten sind immer in der Lebenswelt von uns Nerds verwurzelt, auch wenn seit seiner «Magic 2.0»-Serie (1, 2, 3) dieser Aspekt etwas gedĂ€mpft wurde. Im neuen Buch geht es um den unerwarteten Youtube-Ruhm der Hauptfigur, Sinclair Rutherford. Er ist ein Nachwuchspolizist, der von seinen Ă€lteren Kollegen nicht wirklich ernst genommen wird.

Er stellt jedoch seine Scharfsinnigkeit unter Beweis, als er die Tatwaffe bei einem brutalen Mord erkennt: Es handelt sich um ein Sexspielzeug in Form einer Faust aus Chrom, die direkt zum TĂ€ter fĂŒhrt. Dieser TĂ€ter flĂŒchtet und wird von Rutherford nach lĂ€ngerer Verfolgung gestellt. Ende gut, alles gut? Nicht ganz: Denn Rutherford wird wĂ€hrend seiner Verfolgungsjagd gefilmt und landet umgehend erst auf Youtube und dann in den Abendnachrichten – schliesslich passiert es nicht alle Tage, dass öffentliche Auseinandersetzungen handfest und mithilfe von Sexspielzeug ausgetragen werden.

Wenn das A-Team auf Q trifft


Nichtsdestotrotz wird Rutherford von einem geheimnisvollen MilliardĂ€r abgeworben. Er erhĂ€lt einen Job in einem privatisierten Ermittlerteam namens «The Authorities», das in Seattle FĂ€lle aufklĂ€rt, an denen sich die Polizei die ZĂ€hne ausbeisst. So eine Art A-Team, das mit allen technischen Möglichkeiten an die FĂ€lle herangeht. Es gibt einen jungen Nerd, der wie Q Gadgets fĂŒr die Truppe bastelt. Es gibt eine Ex-Polizistin, die in einem Unfall ihr halbes Gesicht verloren hat und mittels Helm und Prothesen zu einer Art Robocop 2.0 aufgerĂŒstet wurde.

Es gibt einen Wissenschaftler, dessen Geheimwaffe Bienen sind, die ihren ĂŒberlegenen Geruchssinn in den Dienst der VerbrechensaufklĂ€rung stellen. Und es gibt einen HollĂ€nder, der sich selbst fĂŒr einen Agenten vom Format des Herrn Bond hĂ€lt – und der eine ungeklĂ€rte Vergangenheit aufweist.

Sinclair Rutherford seinerseits muss feststellen, dass er nicht wegen seiner ĂŒberragenden FĂ€higkeiten als Ermittler zum Handkuss gekommen ist, sondern weil er das öffentliche Image der Truppe befördern und prĂ€gen soll: Als Haudegen und Raubein, der sich um Konventionen schert und vom Typ her mit dem Herrn Tschiller aus dem Tatort Gemeinsamkeiten hat. Jedoch fĂŒhlt sich Sinclair Rutherford in dieser Rolle deutlich weniger wohl als Til Schweiger, was denn auch zu einer Reihe von Komplikationen fĂŒhrt


Fazit: Ein locker-leichtes Buch, das Spass macht und in dem eine Helden-Saga angelegt ist, die die Polizeiarbeit ins kapitalistische, privatisierte 21. Jahrhundert katapultiert. Denn man darf gespannt sein, was der undurchsichtige MilliardĂ€r mit «The Authorities» wirklich vorhat


#ScottMeyer

Scott Meyer (author) - Wikipedia

Ein Weltraumschwank von shakespearschem Ausmass

Scott Meyer ist der Urheber der Fantasy-Serie «Magic 2.0», die bisher drei BĂŒcher umfasst, wovon jedes einzelne hier im Blog vorgestellt wurde (1, 2, 3).

Nun ist mit Master of Formalities ein neuer Titel von Scott Meyer erhÀltlich, der nicht im Universum von Martin, Philip, Gwen und Jimmy spielt, sondern einen neuen, aber ebenfalls serientrÀchtigen Handlungsstrang etabliert. Bevor ich auf die Handlung eingehe, hier das Fazit:

Wer sagt denn, dass Konflikte im Weltraum immer ernst und getragen vorgetragen werden mĂŒssen?

Scott Meyer ist im Bereich der Fantasy- und Sciencefiction-Literatur eine wohltuende Ausnahmeerscheinung: Er schreibt nĂ€mlich keine todernsten Geschichten, in denen es ums Überleben der Menschheit, um den Kampf gegen Ausserirdische oder Weltraumseuchen geht. Nein, er ist der Humorist in diesem Genre. NatĂŒrlich, Konflikte und Bedrohungen gibt es auch in seinen Geschichten – das ist schliesslich eine dramaturgische Notwendigkeit. Aber sein Metier sind nicht die dĂŒsteren, dystopischen Szenarien, sondern die heiteren und humorvollen. Das ist in der «Magie 2.0»-Reihe der Fall und bei «Master of Formalities» nicht anders.

Dieses neue Buch – das bislang leider nicht in Deutsch vorliegt – ist sogar so etwas wie ein Weltraumschwank. Mir ist auch der Vergleich mit Viel LĂ€rm um nichts eingefallen. NatĂŒrlich, Shakespeare-Experten werden dem lauthals widersprechen, und es gibt in der Geschichte auch keine Frau in MĂ€nnerkleidung 
 hm, wobei, eigentlich doch: Es gibt nĂ€mlich die zu heiratende Schwester in einer ramponierten Kampfmontur.

Eine Liebesfalle und zwei verfeindete Familien

Jedenfalls – in der Geschichte kommen eine Hochzeit, eine Art Liebesfalle und zwei Familien vor, die sich nicht grĂŒn sind, und das ist Shakespeare genug. Die Geschichte kommt etwas trĂ€ge in Gang, ist dann aber sehr vergnĂŒglich und hat einen ĂŒberzeugenden Showdown. Das Figurenpanoptikum hat mir gut gefallen und das Setting ĂŒberzeugt ebenfalls. Und die Darbietung von Luke Daniels, der das englische Hörbuch liest, ist einfach grossartig.

Kurz zu der Geschichte: Die Handlung spielt auf dem vom Herrschergeschlecht Jakabitus dominierten Planeten, wo sich Tausende Jahre nach dem Exodus von der Erde Menschen angesiedelt haben. Die Menschen haben sich in der ganzen Galaxie verteilt, denn weit und breit waren keine Ausserirdischen aufzufinden. Damit das Leben im All seine Ordnung hat, gibt es die Arbiters (Schlichter).

Sie entsenden einen Master of Formalities zu jedem Planeten, den sie als zivilisiert erachten – und zivilisiert sind grundsĂ€tzlich diejenigen Planeten, die sich den Regeln der Arbiters unterwerfen und einen Master of Formalities engangieren. Dieser Herr ĂŒber die FormalitĂ€ten kĂŒmmert sich um die Abwicklung der diplomatischen Beziehungen und lĂ€sst die herrschende Klasse ungefragt ihrer RatschlĂ€ge zuteilwerden. Sie sind einerseits eine Art graue Eminenzen, aber auch einem sehr klaren Regelwerk verpflichtet. Eine kleine Verletzung dieser Regeln hat die sofortige Abberufung zur Folge.

Der Master of Formalities von Jakabitus heisst Enter Wollard und nimmt seine Aufgaben, zu denen auch die Schulung seines ProtegĂ©s gehört, sehr ernst. Am Hof der Jakabitus, wo eine Matriarchin regiert, hat alles seine Ordnung – es gibt Hausangestellte und KĂŒchenpersonal, obwohl der technische Fortschritt eine Art Replikator hervorgebracht hat, der eine KĂŒche eigentlich ĂŒberflĂŒssig machen wĂŒrde. Aber von Hand gekochtes Essen ist eine gute Möglichkeit, sich von den Untertanen abzuheben.

Es gibt auf dem Planeten auch einen seltsamen Nationalsport, der «Sports» heisst. Der Sohn des Hauses, Rayzo, hat die Hauptaufgabe, sich in diesem Sport zu bewÀhren. Das fÀllt ihm leider nicht so leicht, und dass sein Vater nichts anderes zu tun hat, als ihn bei den WettkÀmpfen anzufeuern, macht die Sache nicht einfacher.

Die Hahn vom Planeten Hahn

Das angenehme Leben gerĂ€t in Aufruhr, als Hennik Hahn in Gefangenschaft gerĂ€t. Das ist der Sohn der Herrscherfamilie Hahn vom Planeten Hahn, mit dem die Jakabituses seit Generationen im Krieg stehen. Der Master of Formalities rĂ€t nun dazu, diesen Sohn nicht etwa umzubringen oder zum Austausch von Geiseln zu benutzen, sondern zu adoptieren – als Akt der Grösse und der Dominanz.

Diese Idee wĂ€re gut, wenn Hennik nicht so ein Kotzbrocken wĂ€re. Auf der Hahn-Homeworld werden unangenehme CharakterzĂŒge kultiviert, die beim Herrscher zu maximaler Antipathie kulminieren. Die Hahns haben – das merkt man schon am Namen – einen teutonischen Einschlag. Deutschfeindlich ist die Charakterisierung nicht. Aber man muss als Deutscher eine gewisse FĂ€higkeit zur Selbstironie mitbringen.

Der Plot umfasst eine Intrige, um den beiden Planeten den Frieden zu bringen – und vor allem einen dritten Planeten in Ruhe zu lassen, den die Hahn und die Jakabituses als Schlachtfeld auserkoren haben. Diese Intrige beinhaltet eine Zwangsheirat, die den armen und etwas unbedarften Rayzo mit der Schwester von Hennik vermĂ€hlen soll, die den unheilvollen Übernamen «The Pig» trĂ€gt und in der Kampfmontur zur Hochzeit antritt.

Das kann heiter werden 
 und es wird, so viel sei verraten, auch heiter!

#ScottMeyer

Scott Meyer (author) - Wikipedia