Anders als bei anderen Formen der Meditation ist sie im Christentum keine "Technik" und nur insofern eine Übung, weil ihr einziger Sinn darin besteht, den heiligen Rythmus der Liebe zu lösen. Das Erleben eines Gegenstands, etwa Texte der Hl. Schrift, weniger seine Äußerlichkeit, gibt dabei die Kraft, aus der das Herz und die Tiefe des Geistes erwacht. Darum sucht Meditation nach wenigen Ereignissen im Schweigen, innerlich wie äußerlich.

Meditation kann Zeit nicht aufhalten. Aber da ein Christ von Gott kommt, kann er in dessen Ewigkeit Stand fassen, denn wir sind in Gott, ER in uns. Wir sind nicht losgelassene Endlichkeit, sondern Liebesschöpfung Gottes.

Diese Möglichkeit wartet im Christen, man muss nicht um sie wissen. Man muss dabei nicht ruhig werden wollen, das wäre wieder Anspannung, sondern man sagt: Ich bin ruhig. So wird der Friede Gottes einen ergreifen.

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Erfasst einem in der christlichen Meditation etwa über die Hl. Schrift ein Wort, ein Umstand, dann soll man dabei bleiben. Nicht alles im Gedächtnis durchjagen, sondern sich berühren lassen.

Das Betrachtete darf auch nicht in sich stehen gelassen werden, als wäre es etwas, das man von außen besieht. Es ist immer unsere eigene Angelegenheit, bei dem auch das Gefühl dafür wichtig ist. Ist es ruhig, klar, geordnet und positiv, wird es wahrscheinlicher von Gott kommen.

Das Betrachten in der christlichen Meditation ist nämlich immer etwas, das Gott mittut. Das Eigentliche wirkt ER, nicht das Ich.

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Was von Gott kommt, ist meist eine Form des Beginnens, nicht fertiger Wirkung. Gott wirkt in der Weise des Lebens: Er rührt an, löst Bewegung aus. Er legt den keimenden Samen. Wenn es an der Zeit, senkt er seinen Geist ein, der langsam durchdringt.

Der Mensch hat dazu zwei Arten von Willen: jenen, der wie ein Pfeil auf ein gewusstes Ziel zugeht, der spricht: Das soll sein!
Dann gibt es einen "dunklen" Willen, aus der Tiefe konkreten Lebens ist er ein unmerkliches Geschehen. Er dringt als verborgene Gestalt hervor, sucht ins Klare zu gelangen. Ist ein Gedanke verstanden, wird er in diesen Willen aufgenommen, mit Kraft erfüllt, strebt zur Verwirklichung.

Christliches Leben ist oft dieses geistige, "dunkle" Streben von und hin zu Gott. Unmerklich formt er den Menschen, oft verschlungen, verborgen. Mit und hindurch Leid, der Freude, dem Gefühl und der Liebe. Und wer ankommt, weiß nicht wie und warum, aber es ist wahr und gut.

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Wie Meditation gelingt:

1. Lernen, still zu werden. Schweigen, innerlich und äußerlich.
2. Inneres Einsamsein. Etwa in der Gruppe sich gemeinsam für das Ganze verantwortlich wissen und das Reden beenden.
3. Kritik abtun. Leben, statt beurteilen.
4. Keine Absichten haben. Nicht erarbeiten, erreichen, durchkämpfen, nur da sein.
5. Der Wille, alles durchzutragen. Treu sein und das Gewachsene vollenden wollen.
6. Gott bitten, zu begleiten, zu nähren, seinen Willen erfassen zu können.

Der große Unterschied christlicher Meditation zu fernöstlicher ist, dass Gott und sein Sohn Jesus als Person dem Menschen entgegen kommen. Dass das letzte Ziel, die Vereinigung mit Gott, nur von Gott ausgeht und dabei deshalb der Mensch nie scheitern kann. Dass allein die Bereitschaft vor Gott da zu sein eine Liebe ist, die zur Liebe spricht und bereits Antwort.

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Was etwa ein Baum, ein Tier ist, würde erst deutlich, wenn der spirituelle Mensch wieder erkennt, wie beide aus dem Gedanken und der ebenso schöpferischen wie liebenden Macht Gottes hervorgehen. Das wäre dann nicht Vergöttlichung der Natur oder Erniedrigung des Menschen, sondern seine liebevolle Eingebundenheit in die natürliche göttliche Schöpfung mit dem Anruf Beziehung zum Schöpfer im Glauben zu wollen, um Weisheit und vollendetes, ewiges Leben zu erlangen.

Aber ein zu großer Teil der Menschheit benimmt sich im Nicht-Glauben wie Schulkinder, die ihren Lehrer fortlaufen und sich in diesem illegitimen Zustand, ihrer Leere und schlechten Gewissen, durch Frechheit und eine Kultur des Todes austoben.

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Jede Zeit, in der politische Systeme und Spaltungen in der Gesellschaft Sicherheit nehmen, Unverlässlichkeit und Mutlosigkeit in die Seelen senkt, verstärkt sich die Sehnsucht nach Geborgenheit, Weisheit, Verlässlichkeit, die zusammen mit Schönheit nur in Gott gefunden wird. So erwacht Gott in den Seelen, gerade bei jungen Menschen.

In Gott ist Potenz, selbst aus Gewohnten gebiert stets Neues, er ist Gemeinschaft, dieses "Wir" löscht nicht das Individuum, sondern bindet es in seine Kirche ein. Verlorenheit wird dort in Stärke und Ewigkeit aufgefangen.

Der immer junge Gott hat mit jeden Menschen ein noch nicht fertiges Werk vor, voll Sinn und mit Ziel, kein anderer kann es tun. Es ist ein zweiter Anfang der Erlösung, welche Gottes Gnade mit uns tun will. Mit Christus, seiner Kirche, kann eine neue Welt der Bejahung und Freude geschaffen werden mit uns allen, als Mitarbeiter der Wahrheit.

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"In dem Moment, indem das Ausschmücken der Zeit unterbrochen ist, sind wir einfach diese Existenz.

Es ist Teil unserer menschlichen Natur, daß unser Bewusstsein die Zeit ausschmückt.

Deshalb geht es nicht darum, diese Aktivität zu ersticken.

Es geht um das Gewahrwerden dieser Aktivität."

L. Tenryu Tenbreul

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Anatomie des Gebets

Für wissenschaftlich, nur rational denkende Menschen ist es tatsächlich einfacher, sich auf kontemplative Gebete, Meditation oder einer mystischen Erfahrung einzulassen, als auf ein Bittgebet. Das …

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"Alles, was Du denkst und glaubst ist falsch."

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Es bleibt unbegreiflich, dass Gott das Endliche will, sich auf es bezogen hat, in es hineingeboren werden wollte, sich von ihm töten ließ. Das Denken muss so an Gottes Absolutheitsanspruch festhalten und ihn zugleich überwinden.

Der Mensch kann nicht allein vom Begriff der endlichen Natur her gedacht werden, seine Geschichte nur auf den Begriff des Fortschritts (Evolution) reduziert. Jedes menschliche Tun ist ein Schritt in die gottgewollte Freiheit und somit in die Gefahr. Die beständig abnehmende Sicherung durch die Natur des sündhaft veranlagten Menschen muss durch einen Ethos der Verantwortung ersetzt werden. Denn der Mensch ist wesentlich in seiner Unendlichkeit gefährdet, er lebt ausschließlich aus der Beziehung und dem Entschluß Gottes.

Damit der Mensch Möglichkeit, Sicherheit und Freiheit haben kann in die Ewigkeit Gottes zu gelangen, dafür starb Jesus am Kreuz und ist auferstanden.

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