Aus dem Mailverteiler vom Hamburger Energietisch (https://www.hamburger-energietisch.de/):

"Hallo,

auf vor gut drei Wochen schon einmal auf diese #Petition hingewiesen. Ich nehme mir heraus, es erneut zu tun. Heute ist der letzte Tag der Mitzeichnung.

https://www.landtag.ltsh.de/petitionen/keine-kohlendioxidentsorgung-in-der-nordsee-und-unter-land/

Laßt Euch bitte nicht irritieren. Es lohnt immer noch. Auf der Seite der Petition sieht es so aus, als sei es sowieso hoffnungslos, weil nach sechs Wochen kaum die Hälfte der erforderlichen Stimmen zusammen gekommen zu sein scheinen. So ist es aber nicht. Die Verwaltung des Landtags geht die eingeganenen Meldungen tatsächlich von Hand durch und sammelt die Donald Ducks aus Entenhausen heraus. Deshalb ist der Zähler absolut nicht aktuell. Wir können nicht sagen, wo wir wirklich stehen, aber unser Eindruck ist, wir stehen knapp vorm Ziel.

Gestern waren wir mit fünfzig Menschen in #Brunsbüttel auf einer entspannten Demonstration. Es waren viele Anwohner dabei und viele Interessierte, besonders aus #Hamburg und #Kiel. In Gesprächen wurde für mich deutlich, daß die Stimmung der Anwohner sich verändert hat. Auch diejenigen, die bisher auf Dialog und Interessenausgleich mit dem Hafenbetreiber gesetzt haben verlieren das Vertrauen. Der neue Anleger wird mutmaßlich Teil der #CCS-Infrastruktur, indem von dort CO₂ aus dem Zementwerk in Lägerdorf und aus der Raffinerie in Heide verschifft wird zu den Verpressstellen in der Nordsee."

Vorherige Mail:

"bitte zeichnet diese Landtags-Petition in unserem Nachbarland #SchleswigHolstein:

https://www.landtag.ltsh.de/petitionen/keine-kohlendioxidentsorgung-in-der-nordsee-und-unter-land/

Mitzeichnen können alle Menschen, unabhängig von Alter, Wohnort und Staatsangehörigkeit. Und anders als bei change.org oder Campact Petitionen liegt die Wahrnehmungsschwelle nicht bei sechsstelligen MitzeichnerInnen, sondern bei zweitausend. Dann wird es im Landtag behandelt. Da macht jede Stimme einen Unterschied. Also zeichnet und verbreitet gerne weiter.

Zum Inhalt: Unsere Regierung beschäftigt sich eingehend mit aus heutiger Sicht vermeintlich unvermeidbaren Restemissionen, während die größten Einsparpotentiale nicht mit Nachdruck gehoben werden. Ein Jahr vorgezogener #Kohleaustieg, ein Jahr früher das unvermeidliche #Tempolimit kaufen uns Jahre, um über die wirklich schwierigen Fälle der Vermeidung und Reduktion gründlich nachzudenken und vertrauenswürdige Lösungen zu verabreden.

Schon in den kommenden Wochen wird über ein geändertes #Kohlendioxid Speicher- und Transportgesetz im #Bundestag abgestimmt. Kohlendioxid soll nicht mehr vorrangig vermieden werden, sondern gemanagt. Es wird neben dem immer noch fortschreitenden Ausbau des Erdgasnetzes und dem künftigen #Wasserstoffkernnetz noch ein weiteres Leitungsnetz für Kohlendioxid im ganzen Land geplant. Dieses Netz schafft überhaupt erst einen Markt für Kohlendioxid und Märkte wollen wachsen.

Die Aussicht, Kohlendioxid irgendwie anders los zu werden wird Unternehmen zum Abwarten verleiten, anstatt schnell Emissionen zu mindern. Dabei ist für keinen der notwendigen Schritte die technische Machbarkeit bisher belastbar nachgewiesen und wirtschaftlich ist es schon garnicht. Kohlendioxidpipelines sind gefährlicher als Erdgaspipelines, weil Kohlendioxid bei einem Leck nicht so flüchtig ist wie Erdgas, sondern am Boden bleibt. Die Abscheideraten sind absurd gering, die Kosten extrem. Selbst wenn man Kohlendioxid mit Macht wieder dorthin verpressen könnte, wo man einst kohlenstoffhaltige Brennstoffe hergeholt hat, wäre am Ende doch mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre als vorher.

Die Hauptakteure im Bereich CCS sind dieselben Erdöl- und #Erdgasfirmen, die uns in die Misere gebracht haben. Vor zwanzig Jahren hieß das Verfahren #EOR, #EnhancedOilRecovery weil die einzigen Stellen, wo bisher CO₂ verpresst wird Erdölförderstätten sind, aus denen so mehr Erdöl herausgepresst werden kann. Jetzt eben CCS. Aber das will auch niemand mehr hören. Seit Kurzem testet man das neue Kürzel #CDR für #CarbonDioxideRemoval auf seine Akzeptanz. Und natürlich #DAC, #DirectAirCapture. Das ist als würde man den Putzeimer ausschütten, um den Dreck ein zweites Mal aufzuwischen. Der größte Nutzen von DAC sind tolle Bilder von großen Maschinen, die vermeintlich Gutes tun.

Es bleiben allesamt leere Versprechen. Es soll einfach weiter gehen mit Öl und Gas wie bisher. Der Diskursraum wird gefüllt mit wolkigen Ideen. Wir sollen unsere Zeit damit verbringen, allerlei Kürzel lernen und währenddessen unterbleibt das Offensichtliche, real #Emissionen zu reduzieren. Jetzt. Warum sollten wir also einer weiteren #Risikotechnologie zustimmen? Was ist unvermeidbar? Es gibt längst Konzepte für #Müllvermeidung und für #Bauen mit weniger #Beton. Es ist nur anstrengender als „aus den Augen, aus dem Sinn“.

Darum aufhören mit CO₂ speichern im Untergrund, unterm Meer und unter Land, Petition zeichnen, Petition weitergeben und auch sonst Krach machen. ..."

#Energiewende #Abfallwende #Bauwende #Verkehrswende #NaturbasierteLösungen #Kreislaufwirtschaft #Klimaschmutzlobby #DelayIsTheNewDenial

Der Hamburger Energietisch - Aktuelles

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Der Hamburger Energietisch

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/g7-kohleausstieg-2035-100.html

Uuh, drei Jahre früher...
#kohleaustieg

Aber wir, wir können die Sonne auf dem Dach nutzen, klein oder groß , und treiben die #energiewende an.

G7-Minister einigen sich grundsätzlich auf Kohleausstieg bis 2035

Die Energieminister der G7-Staaten haben sich auf einen gemeinsamen Kohleausstieg bis 2035 geeinigt. Der endgültige Beschluss soll heute veröffentlicht werden. Am Rande des Treffens kam es zu Protesten.

tagesschau.de

Solche #Schlagzeilen klingen immer noch, als sei der #Kohleaustieg was schlimmes. Die bekommen das echt nicht auf die Reihe. Argumentiert wird auch wieder mit der "CO2-Einsparung" bei einem #Heizkraftwerk mit #Erdgas. Da wird natürlich wieder nur das gezählt, was aus dem #Schornstein kommt.

"Wärmeversorgung in Chemnitz: Wie geht es nach dem Kohle-Ausstieg im Januar weiter?"

#Energiewende #Fernwäre #Wärmeversorgung

https://www.freiepresse.de/chemnitz/waermeversorgung-in-chemnitz-wie-geht-es-nach-dem-kohle-ausstieg-im-januar-weiter-artikel13189136

Wärmeversorgung in Chemnitz: Wie geht es nach dem Kohle-Ausstieg im Januar weiter?

Noch in diesem Monat verabschiedet sich der Chemnitzer Versorger Eins von seinem bislang wichtigsten Energieträger. Schon Monate später sind im Heizkraftwerk erste Abrissarbeiten geplant.

Freie Presse - Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG

Nur noch wenige Tage verbleiben, in denen die Bundesregierung die #CO2-Zertifikate löschen kann, damit der #Kohleaustieg seine volle Wirkung entfalten kann.

Die gerade in Kraft getretene EU-Auktionsverordnung regt dazu an und wir fordern, dem nachzukommen: https://tinyurl.com/yc5mmatk

„Bundesregierung hat noch wenige Tage Zeit, um Chance auf Klimawirkung des Kohleausstiegs zu sichern“

Die von der EU-Kommission verabschiedete neue Auktionsverordnung für den Europäischen Emissionshandel tritt mit Ablauf der Einspruchsfrist nun in Kraft. Die Verordnung regelt unter anderem das

IEA meldet Rekordnachfrage nach Kohle im Jahr 2023

Die Nachfrage nach Kohle ist nach Schätzungen der IEA 2023 so hoch wie nie. Vor allem in den Schwellenländern steigt der Bedarf. Die IEA-Fachleute erwarten aber, dass der Scheitelpunkt jetzt erreicht ist.

➡️ https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/kohle-kohleverbrauch-iea-nachfrage-energiewende-erneuerbare-energien-100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=tagesschau.de

#Kohleaustieg #Kohle #ErneuerbareEnergien #China

IEA meldet Rekordnachfrage nach Kohle im Jahr 2023

Die Nachfrage nach Kohle ist nach Schätzungen der IEA 2023 so hoch wie nie. Vor allem in den Schwellenländern steigt der Bedarf. Die IEA-Fachleute erwarten aber, dass der Scheitelpunkt jetzt erreicht ist.

tagesschau.de

@SheDrivesMobility @guido_h

Sehe ich genau so. #Wissing ist nicht besser als sein Vorgänger von der #csu, nur das er nicht gleich eine dreistellige Millionensumme in den Sand gesetzt hat.

#Kohleaustieg ist ebenso wesentlich wie der #Atomausstieg. Trotzdem, dieRegierung macht insgesamt, auch unter Berücksichtigung der Dauerkrisen, einen respektablen Job.

Interessant , dass es #Wiederbesiedelung jetzt auch mitten in Deutschland gibt, neben dem #Braunkohle#Tagebau #Garzweiler, in den Geisterdörfern, die nach dem "#Kohlekompromiss" zwischen RWE und NRW nicht mehr abgebaggert werden, ganz in der Nähe von #Luezerath. Im Moment für #Flüchtlinge aus der #Ukraine, aber #Wohnungssuche|nde gibt es ja viele in Deutschland.
#Kohleaustieg
#besetzung

https://www.dw.com/de/wie-ukrainische-fl%C3%BCchtlinge-in-deutschen-geisterd%C3%B6rfern-leben/a-66367258

Ukrainische Flüchtlinge in deutschen "Geisterdörfern"

Im Braunkohlerevier im Westen Deutschlands gibt es verlassene Ortschaften, die abgebaggert werden sollten. Doch mittlerweile werden dort Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine untergebracht. Eine DW-Reportage.

Deutsche Welle
Energiekonzern will Kohleausstieg 2028 - sächsisches Kraftwerk betroffen

Energieversorger EnBW hat seinen Ausstieg aus dem Kohlestrom angekündigt. Sachsens Grüne werten das als Beleg für ihre Energiepolitik.

Sächsische Zeitung

2/ Ach, Moment. War das nicht schon immer die Forderung aller Klimabewegungen? Haben nicht #FridaysForFuture von Anfang an #keepItInTheGround gerufen? Und gab es nicht über eine Million Menschen, die einen frühen #Kohleaustieg gefordert haben? Und ein #Klimapäckchen bekommen haben?

Das Bild ist vom 08.02.2019, also von fast vor vier Jahren.

Die eigentliche Herausforderung: Der vorzeitige #Kohleaustieg in der #Lausitz, ohne die Region endgültig an Rechtsextremisten zu verlieren.

#KeepItInTheGround #Lutzerath

https://taz.de/Braunkohle-in-Brandenburg/!5903527/

Braunkohle in Brandenburg: Der Kampf um die Kohle im Osten

Die Klimabilanz zeigt, der Kohleausstieg muss schneller gehen. In der Lausitz stößt das nicht auf Begeisterung.