Eine massive Kampagne von #christlichen #FundamentalistInnen hat die Wahl von Frauke #BrosiusGersdorf vorerst verhindert. Wer genau steckt dahinter? #Fundamentalisten #Christen #Abtreibung #freeChoice
#Rechte Hetze gegen #BrosiusGersdorf
Der lange vorbereitete #Feldzug der #FundamentalistInnen
Eine massive Kampagne von christlichen FundamentalistInnen hat die Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf vorerst verhindert. Wer genau steckt dahinter? https://taz.de/Rechte-Hetze-gegen-Brosius-Gersdorf/!6097369/
Feldzug der Fundis
Eine massive Kampagne von christÂliÂchen #FundamentalistInnen und anderen Rechten hat die Wahl von Frauke #BrosiusGersdorf zur RichÂteÂrin am BunÂdesÂverÂfasÂsungsgericht vorerst verÂhinÂdert. Wer genau steckt dahinter?
Von #PatriciaHecht
Berlin: Kundgebung am 21.02.2025 âDer Oberstaatsanwalt und der Naziâ
Vieles im Neukölln-Komplex klingt wie ein schlechter deutscher Krimi. Doch die Geschichte um den Oberstaatsanwalt Matthias Fenner sticht besonders heraus. 2020 ging ein Ruck durch die Berliner Sicherheitsbehörden, als die Berliner Generalstaatsanwaltschaft (GenStA) mitteilte, dass sie sĂ€mtliche #Ermittlungsverfahren zu der extrem rechten #Anschlagserie von nun an selbst ĂŒbernehme, weil gegen den leitenden Oberstaatsanwalt Fenner, damals Leiter der Staatsschutzabteilung 231, der Vorwurf der Befangenheit laut geworden war. Am Freitag, den 21. Februar muss sich Fenner erstmals in der Ăffentlichkeit beim Untersuchungsausschuss zum Neukölln-Komplex im Abgeordnetenhaus fĂŒr die VorwĂŒrfe und die mangelnden Ermittlungsergebnisse rechtfertigen. Wir werden da sein, beobachten und die Kundgebung um 12:30 nutzen, um das Gesagt einzuordnen und zu kommentieren.
Hintergrund fĂŒr den Vorwurf der #Befangenheit war eine bekannt gewordene Nachricht des Neonazis Tilo #Paulenz, einer von zwei bekannten HauptverdĂ€chtigen der extrem rechten Terrorserie, an einen #Bezirksverordneten der #AfD Neukölln. In dieser Nachricht schrieb Paulenz, dass der #Oberstaatsanwalt Fenner ihm zu verstehen gegeben habe, dass sie sich keine Sorgen machen brĂ€uchten, da er selbst AfD-nah sei. Dies war den Sicherheitsbehörden 2017 aufgefallen, als das Telefon von Paulenz ĂŒberwacht wurde. Der Vermerk ĂŒber diese ĂuĂerung wurde jedoch zunĂ€chst ohne Konsequenzen zu den Akten gelegt. Erst drei Jahre spĂ€ter wurde der Vermerk öffentlich, als eine #RechtsanwĂ€ltin diesen entdeckte und eine Beschwerde an die #GenStA schickte.
Fenner galt in linken Kreisen schon lange als rechter #Hardliner. Er lieĂ 2017 gegen die Mitglieder einer antifaschistischen Fahrradtour, bei der ein AfD-Wahlkampfstand beschĂ€digt wurde, wegen »Bildung einer kriminellen Vereinigung« ermitteln. Ebenfalls 2017 wurden mehrere #Antifaschistinnen von einer #Observationseinheit des LKA aufgegriffen, als sie am U-Bahnhof Rudow Plakate mit Informationen ĂŒber Neonazis anbrachten. Ohne dass die abgebildeten Neonazis Anzeigen stellten, wurde Oberstaatsanwalt Fenner tĂ€tig und erwirkte mehrere Hausdurchsuchungen. Das Resultat vor Gericht war ein Freispruch. Der Richter Ă€uĂerte, dass es hier zu keinem Verfahren hĂ€tte kommen sollen. 2019 erhielten mehr als 100 queer-feministische #Aktivistinnen Anzeigen wegen #Widerstand gegen #Vollstreckungsbeamte, #Nötigung, #Vermummung und VerstoĂ gegen das #Versammlungsgesetz. Sie hatten sich mutmaĂlich an einer #Sitzblockade gegen christliche #FundamentalistInnen beteiligt. Fenner veranlasste, dass alle Verfahren einzeln gefĂŒhrt werden mussten und Verteidiger*innen nur einen Fall zu selben Zeit vertreten durften. Der Paragraph 146 StPO - Verbot der Mehrfachverteidigung - wurde wĂ€hrend der Verfahren gegen die RAF eingefĂŒhrt und kommt nur sehr selten zum Einsatz.
Gegen Rechts griff der Oberstaatsanwalt hingegen nicht sehr hart durch. Nach einem brutalen Angriff 2003 auf das #BaumblĂŒtenfest in #Rudow kamen die meisten der ĂŒber 20 Angreifer (unter anderem Paulenz) mit Einstellungen oder FreisprĂŒchen davon oder entgingen einer Anklage ganz. Am Verfahren war #Fenner damals noch als ânormalerâ Staatsanwalt beteiligt. Die Skandale und fehlenden Ermittlungsergebnisse wĂ€hrend der Zeit, als Fenner die Ermittlungen im Neukölln-Komplex fĂŒhrte, sprechen ihre eigene, sehr deutliche Sprache. 2024 sagte der Polizeibeamte Z. im Prozess gegen Thom und Paulenz aus, dass er es ungewöhnlich fand, dass Fenner Paulenz selbst vernommen habe, zumal dieser in dem Verfahren GeschĂ€digter war. Derselbe Beamte hatte mehr Durchsuchungsorte zur Ermittlung angeregt, was von der #Staatsanwaltschaft jedoch nicht umgesetzt wurde. Die Expert*innenkommission, die eingesetzt wurde, um die mangelnden Ermittlungsergebnisse und VorwĂŒrfe gegen die Sicherheitsbehörden zu untersuchen, berichtete, dass 2018 das LKA zudem bei der Staatsanwaltschaft beantragte, BeschlĂŒsse zur DNA-Entnahme bei den Neuköllner #Neonazis zu erwirken. F. lehnte auch dies ab.
Fenner war viele Jahre leitender #Staatsanwalt und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr die mangelnde AufklĂ€rung des Neukölln-Komplex. Der Fall Fenner zeigt auch, wie Nazis durch Sicherheitsbehörden geschĂŒtzt werden und die Opfer rechter Gewalt alleingelassen. Dass daraus keine Konsequenzen erfolgen, ist ein Skandal und darf nicht so bleiben! Druck aufbauen, Ăffentlichkeit schaffen, rechte Machenschaften in Polizei und #Justiz lĂŒckenlos aufdecken!
Kommt am 21. Februar zum #Untersuchungsausschuss und zur Kundgebung um 12:30 vor dem #Abgeordnetenhaus. Lasst uns zeigen, dass wir die Betroffenen nicht alleine und die #Sicherheitsbehörden nicht davon kommen lassen.
Besucht den Untersuchungsausschuss Neukölln-Komplex ab 9 Uhr im Abgeordnetenhaus - Raum 376, Niederkirchnerstr. 5, 10117 Berlin.
Weitere Termine: 07. MĂ€rz, 21. MĂ€rz, 4. April, 16. Mai, 6. Juni, 20. Juni, 4. Juli 2025 â wahrscheinlich letzte öffentliche Sitzung â jeweils 9 Uhr, Raum 376
aze â andere ZustĂ€nde ermöglichen
ASP â Agentur fĂŒr soziale Perspektiven
Initiative fĂŒr die AufklĂ€rung des Mordes an Burak BektaĆ
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