Der Ökonom und frühere Wirtschaftsweise Peter Bofinger kritisiert die Pläne der Europäischen Zentralbank (EZB) für die Einführung eines digitalen Euros. "Das ist ein Eingreifen der EZB in ein privates Geschäftsmodell, für das es keine ordnungspolitische Rechtfertigung gibt", sagte Bofinger im Rahmen einer Diskussion mit Jürgen Schaaf, dem Berater der Leitung des Bereichs Marktinfrastruktur und Zahlungsverkehr bei der EZB, in der aktuellen Folge des "Handelsblatt"-Podcasts "Today".
"[…] Die #Schuldenbremse ist die #Investitionsbremse schlechthin! […]"
Und wenn der #Staat nicht in sich selbst #vertraut und #investiert, warum sollten das Dritte, egal ob #Banken oder #Individuuen tun?
Wie von Prof. Dr. Peter #Bofinger et. al. vorhergesagt tritt genau das ein:
Frage: Was passiert, wenn man die #CDU 40 Jahre lang machen lässt? Antwort: Stillstand.
Oder, wie Herr #Bofinger das im Interview mit der #taz ausdrückt: "[...] die deutsche Industrie befindet sich derzeit in einer Mid-Tech-Falle. Das heißt, sie ist in klassischen Bereichen gut aufgestellt, wo sie aber bisher nichts zu bieten hat, sind Hochtechnologiebereiche."
Mit anderen Worten: Die notwendigen Innovationen wurden systematisch verpasst.
Bofinger wird noch deutlicher: "Der alte Glaube, man müsse der Wirtschaft nur die richtigen Rahmenbedingungen geben, dann würden die Unternehmen ganz von alleine auf die richtigen Ideen kommen, hilft da nicht weiter."
Peter Bofinger ist nun wirklich nicht als Grüner bekannt. Trotzdem ist er wirtschaftspolitisch wesentlich näher bei #Habeck als bei #Merz. Interessantes Interview, hier ist die Quelle:
https://taz.de/Ex-Wirtschaftsweiser-Peter-Bofinger/!6051325/
In den #Blaetter vom März waren wieder einige herausragende Artikel drin. Besonders sprachen mich der von #Bofinger über die unkluge Sparpolitik der #Ampel an und "Das Ende eines Erfolgsmodells" von H.J. Urban. Darin brachten mich vor allem die "Fünf Essentials eines alternativen Entwicklungsmodells" zum Nachdenken:
Das neue Wachstum muss
1. geringer ausfallen, weil trotz steigender Effizienz der Verbrauch von Ressourcen im erwartbaren Ausmaß nicht akzeptabel sein dürfte.
2. demokratischer ausfallen; das heißt, es darf nicht nur den Märkten überlassen werden, sondern es braucht Interventionen demokratisch legitimierter Politik in die wirtschaftlichen Prozesse.
3. umverteilungsintensiver ausfallen, da sich die materielle Wohlfahrt der Vielen nicht mehr über Wachstum realisieren lässt
4. von der Gebrauchswertseite her ökologischer ausfallen
5. international gedacht werden und kann sich nicht ausschließlich in den Grenzen der Nationalstaaten entfalten.
Man könnte daraus ein #Manifest machen...