Pilotprojekt zeigt: #Elektroautos können mit bidirektionalem Laden Redispatch-Leistung liefern. Damit können sie #Gaskraftwerke ersetzen, wenn die Leitungen überlastet sind. Das muss nun schnellstmöglich flächendeckend umgesetzt werden, um Kosten zu sparen und die Energieunabhängigkeit voranzutreiben.
https://www.pv-magazine.de/2026/03/26/pilotprojekt-von-transnetbw-und-octopus-energy-700-elektroautos-erbringen-redispatch-leistung
Pilotprojekt von TransnetBW und Octopus Energy: 700 Elektroautos erbringen Redispatch-Leistung

Ein Pilotprojekt von TransnetBW und Octopus Energy zeigt, dass sich Elektrofahrzeuge aus Privathaushalten in Redispatch-Prozesse einbinden lassen. 700 Fahrzeuge stellten dabei bereits Flexibilität für das Netz bereit.

pv magazine Deutschland
@VQuaschning Aber müssten dann nicht möglichst alle E-Autos im abgestellten Zustand grundsätzlich an eine Ladesäule angeschlossen werden? Dafür wäre die Infrastruktur ausnahmsweise tatsächlich nicht gut genug ausgebaut. Weil dann alle vorhandenen Ladesäulen ständig blockiert wären, fände jemand der gerade wo ankommt keine freie Säule. Auch mit heimischen Wallboxen ginge es nicht, denn dafür müssten die Fahrzeuge auch tagsüber zu Hause bleiben, statt mit ihnen zur Arbeit zu fahren. Oder nicht?
@VQuaschning Die Blockiergebühr hätte ich fast vergessen. Wenn ich, um das Netz zu stützen, den Wagen an der Säule lasse, darf ich nach 2 bis 4 Stunden dafür bezahlen. Wenigstens wäre das der nötige Anreiz, diese unsinnige Maßnahme endlich flächendeckend abzuschaffen.
@bricks @VQuaschning ich denke das v2g eher was für die heimische Wallbox ist. Öffentliche Schnelllader sollen in möglichst kurzer Zeit den Akku laden und dann für den nächsten frei gemacht werden. Die meisten werden vermutlich nicht erfreut sein, wenn sie feststellen das die Ladesäule an der Autobahn / am Supermarkt die Restladung ins Netz eingespeist hat.
@VQuaschning
Soweit ich weiß, kann mein #Renault5eTech #v2g technisch. Ich bin bereit.
Bin mir aber nicht sicher, ob ich noch das selbe Auto habe, wen das in deutschland kommt.

@VQuaschning

Wenn mein Auto als Energie Puffer dient bedeutet das ja zusätzliche Lade- und Entladezyklen für den Akku was sich ja dann letztlich auf die Lebenszeit des selbigen auswirkt. Geht der dadurch früher kaputt, was habe ich dann davon?

@t0fur0cker @VQuaschning Simulationen haben ergeben, dass die Fahrleistung über viele Jahre hinweg durch V2G/V2H kaum abnimmt. Im Gegenteil wäre es sogar schlimmer, die Batterien stünden ständig voll geladen herum, denn dadurch zersetzen sie sich.

Der finanzielle Verlust bei verfügbarer Netzdienlichkeit würde ja vom Netzbetreiber vergütet, also sähe ich das unproblematisch.

@VQuaschning Und das ohne zusätzliche Infrastruktur da die Leistung eh dezentral verteilt ist
@VQuaschning Wenn mich nicht alles täuscht, dann hat VW vor ca. 3-4 Jahren schon mal die These gewagt, dass Ladden von privaten E-Autos (auf diese hier gezeigte Weise) kostenlos werden würde.
@VQuaschning Gut zu wissen. Leider eignet sich aber bei weitem nicht jedes #Elektroauto für #bidirektionales #Laden und mithin als Energie-Zwischenspeicher, sondern dies sind meist die großen und teureren Modelle. - Übrigens: Wie sieht es mit der Entwicklung weitgehend vollständig recyclebarer Li-Fe-Phosphat-Batterien aus?
@Fietsbel @VQuaschning Was meinst du mit "Entwicklung"? LFP/LiFePO4 ist seit nun etwa 10 Jahren Standard bei Heimspeichern – und immer öfters auch bei Mittelklasse-Elektroautos.
@hannes99 @VQuaschning Es geht natürlich um die #Recyclebarkeit von E-Auto-#Batterien. Den Rest weiß ich auch, ich habe unsere Solaranlage zusammengestellt, mit #Batteriespeicher.

@Fietsbel LiFePO4 ist auch bereits gut recyclebar. Welche Entwicklung, die diese noch recyclingfähiger macht, habe ich verpasst? 🤔

Der Grund, warum LFP bei vielen E-Autos (und bei E-Bikes, E-Scootern, Laptops, Smartphones!!) noch nicht eingesetzt werden, ist das höhere spezifische Gewicht ggü. NMC, NCA und anderen Akkutechnologien auf Li-Ionen Basis. Letzeres trifft auch auf "Salzakkus" zu. Und dann wäre da noch die (ohne Akku-Heizung) um etwa 10 Grad niedrigere Toleranz tiefer Temperaturen.

@hannes99 Allerdings sind die #Umweltkosten des nass-chemischen Recyling-Verfahrens, bzw. ist der #Energieverbrauch #des #pyrometallurgischen Verfahrens immer noch sehr hoch. - Die Vorgänger-Modelle haben den Nachteil höherer Brennbarkeit, so dass ihre Anwendung eher auf kleinere elektrische Geräte beschränkt werden sollte. - Batterien auf Na-Basis können wegen der geringeren Ionen-Beweglichkeit und des größeren spezifischen Gewichts sowieso wohl kaum eingesetzt werden.
https://chemistry-europe.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/cphc.202400459
@Fietsbel du hast meine Frage nicht beantwortet.
@hannes99 Die Frage kann nur rhetorisch sein, da keine neuen Entwicklungen veröffentlicht zu sein scheinen. Es ist aber weiterhin ein aktuelles Thema der Batterie-Entwicklung, auch wegen der begrenzten Li-Vorkommen natürlich und der Umweltbelastung durch Li-Bergbau.
@Fietsbel achso, verstehe jetzt. Klar, weitere technische Verbesserungen sind immer erstrebenswert... was aber auch heute schon easy machbar wäre: einfach viel weniger davon verbrauchen!
@hannes99 Das heißt übrigens nicht, dass lieber #fossil weitergefahren werden sollte, sondern höchstens, dass weniger privater Verkehr stattfinden sollte.
@Fietsbel das sowieso! Und mehr kleinere, sparsame, leichtere Fahrzeuge! Beispielsweise E-Bikes und E-Scooter, um mal bei der Elektromobilität zu bleiben. Der Ressourcenverbrauch und der Stromverbrauch eines E-Scooters liegt beispielsweise bei 1/20 von dem eines kleinen Elektroautos. Oder bei 1/40 von dem eines E-SUV.
@hannes99 Fein, in meinem Alter fahre ich aber nicht E-Scooter o.ä. Fahrrad auch weiterhin, aber jetzt mit mehr Vorsicht.- Und sonst: ich fand es immer unethisch, etwas anderes als ein kleines Auto zu haben, auch als ich noch mein Gehalt hatte. Nie hätte ich ein SUV angeschafft. Ich hasse SUVs, auch weil sie Fußgänger*innen und Tiere mehr gefährden. #noSUV #Rohstoffkonsum
@Fietsbel Tadpole-Liegetike kann ich sehr empfehlen 👍
@hannes99 Tadpole Liegetrike? Scheint mir etwas breit für normale Radwege. Ich fahre mit einem ganz normalen Damen-Fahrrad, nicht einmal elektrisch. Pur mit Muskelkraft.
@VQuaschning
Bidirektionales Laden ist dafür nicht mal notwendig. Der Artikel spricht selbst davon, dass lediglich Ladevorgänge verschoben oder Ladeleistung reduziert wurde.
@VQuaschning in Frankreich haben sie mit der Umsetzung begonnen. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann kommt die Software aus Deutschland.
@VQuaschning Vielleicht kann ich nicht richtig lesen, aber ich in dem Bericht wird nicht mal wirklich von Bi-Direktionalem Laden gesprochen. Das Projekt hat lediglich Ladevorgänge zeitlich verschoben und das in Redispatch-Prozesse eingebaut. Trotzdem ziemlich cool, das damit (also auch ohne weitere Degradation der Auto-Batterie und ohne wahrgenommenen Komfort-Verlust) das Netz so stark entlastet werden kann!