Weil das nirgends so steht, hier einmal grob ausgerechnet:

Das Deutschland-Ticket kostet den Bund 1,5 Milliarden pro Jahr und wird von ca. 14 Millionen Menschen genutzt.
Die Prämie für E-Autos beträgt geplant 1 Milliarde pro Jahr und wird schätzungsweise von 266000 Menschen pro Jahr genutzt werden.
Ergibt eine Förderung pro Person von:
D-Ticket: 107 EUR
E-Auto: 3750 EUR

Das E-Auto wird demnach mit dem 35fachen bezuschusst.

Radfahrer werden mit 0 EUR bezuschusst.

#eauto #Deutschlandticket

Ein Rechenfehler steckt hier in dem ganzen aber schon noch. Die E-Auto Prämie wird einmal pro Auto gezahlt, das Deutschlandticket bekommt man einmal jährlich.

Dafür habe ich in der Rechnung aber auch die Pendlerpauschale etc. rausgelassen. Es ist natürlich alles viel komplizierter. Ich wollte verdeutlichen, wo in Deutschland die Prioritäten gesetzt werden.

@modular Danke für den Nachtrag, hab ich gerade noch rechtzeitig gesehen, bevor ich das einwerfen wollte. Ändert aber auch nichts an deiner grundsätzlich richtigen Feststellung.
@modular Noch ein Rechenfehler: Die E-Auto-Prämie bezuschusst nicht 266000 Bürger, sondern einige wenige Automobilhersteller. Ähnlich bei den Wärmepumpen. Da spiegelt sich die Förderung auch in entsprechend höheren Preisen (im Vergleich zum Rest der EU) wieder.
@andy_h
Und die 266000 Bürger bekommen deiner Ansicht nach nichts?
@modular Die zahlen in den meisten Fällen genau das, was sie auch ohne Prämie gezahlt hätten. Hab ich selber erlebt, mein Smart #1 hat im Frühjahr 2025 genau so viel gekostet, wie ich Ende 2024 mit Prämie gezahlt habe. Die E-Mobilität kann man an anderer Stelle effektiver fördern.
@andy_h
Und diese Preissteigerung ist ihrer Ansicht nach ein Rechenfehler meinerseits?
@modular Ich erinnere mich an Zeiten, in denen Leute durchgedreht sind, weil in der DDR Brot und andere Lebensmittel subventioniert wurden: "Ja ist doch klar, das eine Wirtschaft so nicht funktionieren kann und zum Untergang verurteilt ist."
@torstentorsten @modular

Brot und Lebensmittel subventionieren ist halt böser Sozialismus, Autokonzerne subventionieren ist prima Kapitalismus.

@modular ausserdem kann man das Deutschlandticket nur vom 1. bis 31. kaufen. Macht man doch bei einem Mietwagen auch so? Wenn man vom 29.-3. verreisen will, mietet man das Auto fuer zwei Monate.

Logischerwrise mietet man ein Auto im Abo. Wenn ich es diesen Monat benutzen will,mache ich einen Langzeitvertrag und kuendige den naechsten Monat.Wenn ich es nicht vergesse.

Das Deutschlandticket ist das bescheuerste Ticket,was mir je untergekommen ist.Wer das verbrochen hat,gehoert in die Klapsmuehle

@petros @modular
Zu der Bescheuertheit des Tickets eine weitere Anekdote 🤪: Meine Stadt bezuschusst das Ticket als "D-Ticket Sozial" (weil Bürgergeld-betrag für Verkehr das nicht hergibt). Dies muss man bis spätestens 20. d Vormonats online kaufen, da die beim Kauf die Berechtigung prüfen, statt bei der Nutzung, und das 11 Tage dauert.
Was im Dezember dazu geführt hat, dass man das Ticket für Januar nicht kaufen konnte, da die Berechtigungskarte fürs neue Jahr erst im Januar in der Post war. 🤷
@petros @modular Dazu kommt die fehlende Ermäßigung für Kinder, sodass es für Familien ziemlich teuer wird.

@petros @modular Das 9-Euro-Ticket war diesbezüglich ein No-Brainer. Jeder in der Familie hatte eins. Ich habe erlebt, wie im Leute Strecken mit der Bahn gefahren sind, die das sonst nie in Erwägung gezogen hätten. Die Hürde lag einfach rekordverdächtig niedrig.

Ich frage mich, ob das D-Ticket bzgl. der Einnahmen durch den Verkauf nicht unterm Strich sogar einen Verlust bedeutet verglichen mit mit einem 9-Euro-Ticket, was von viel mehr Leuten gekauft werden würde.

@neuimneuland @petros @modular
Die Effekte beim alltäglichen schienengebundenen Verkehr zu Zeiten des 9€Tickets waren für manche Beschäftigten teils ganz schön übel - kann mich an eine Fahrt an die Grenze D/F im Frühsommer erinnern. Ich hatte aber auch den Eindruck, dass die Zugbelegung mit der Dauer merklich abnahm, und sich von dem ersten Hype zu einer erfreulich guten Auslastung wandelte. Da fehlt(e) mE nur der politische Handlungswille
@petros @modular wären wir bei den 50-60 Euro geblieben, hätte das Deutschlandticket einen ganzen Dschungel von Tarifzonenabhängigen Monatsabos zu einer einzigen Lösung vereinheitlicht, die sich noch günstiger ist. Für Pendler und Vielfahrer wäre das noch immer eine Revolution. Aber ja: Das D-Ticket als Tages/Wochenticket wäre sicher eine interessante Option, aber für die verbünde zu einige planbar. Ich glaub, die würden sich wehren, vor allem mit der aktuellen Kompensation.
@petros @modular Man muss vor dem Hintergrund auch sagen, dass die Bezuschussung des Bundes nicht ausreichend ist, um den Mehraufwand der Verkehrsverbünde zu kompensieren. Wenn der Bund so weitermacht, kann das übel enden.
@Weirdaholic @petros @modular Es geht weniger um Tages- oder Wochentickets sondern schlicht um gleitende Monatszeiträume: Am 7. eines Monats gekauft -> gültig bis zum 7. des nächsten Monats.

@modular

Tatsächlich handelt es sich natürlich nicht um eine Förderung der E-Mobiltät, sondern um eine Förderung der Auto-Konzerne.

Denen direkt Geld zu überweisen, wäre nach WTO und EU-Regeln verboten, aber so darf man.

@mina @modular Genau. Der Kauf von Dingen hat nur indirekt etwas mit Mobilität zu tun. Die Autos stehen dann zum Teil wieder irgendwo auf der Straße rum und behindern andere Menschen bei ihrer Mobilität.

@neuimneuland

Das kommt auch nochmal dazu!

@modular

@mina @modular Zum Bike-Leasing: es gibt Läden, in denen man die Leasing-Rückläufer kaufen kann. Dort sieht man viele teils recht teure E-Bikes mit absurd niedrigen Kilometerleistungen, was auf seltene Nutzung schließen lässt. Ich habe auch mal so einen Leasingrückläufer gekauft. Der war angeblich 3 Jahre alt, sah aber aus wie neu.
@neuimneuland @modular @mina
Jobrad hat sogar seinen eigenen Online-Handel für die Rückläufer. Teilweise 3- und 2-stellige Laufleistungen nach 3 Jahren.
Da fahre ich in einer Woche mehr, und ich bin nur Alltagsradler.
@morsuapri @modular @mina Daher besser die Nutzung belohnen, nicht den Kauf. Das ist nachhaltiger, inklusiver und nutzt das Geld für die Förderung gezielter. Andere Länder haben das verstanden. https://bicicli.de/magazin-radar/news/internationale-verkehrswende-rad_steuermodelle_bicicli/
Anreize zum Radverkehr in anderen Ländern

@mina @modular genau. Verbrenner mit Anlasser (sogenannte Hybride) werden auch gefördert
@modular Das habe ich mir auch schon ähnlich überschlagen. Frust für mich und andere Bürger, die die Verkehrswende auch oder besonders durch ihr Handel unterstützen. Warum erhalte ich keinen Zuschuss zum ebike?
@modular ja aber Radfahrer*innen leben dafür ja gesünder. Das hat ja auch einen Vorteil. *Duck und weg*

@prefec2
Ich bin mit dem Rad sogar minimal schneller bei der Arbeit, als ein Kollege mit seinem Bulli.
Ich fahre auch im Winter durch, da komme ich direkt mit guter Laune an. Aber das teilen nicht so Viele.

Diese Autoprämien sind Wirtschaftpolitik und das läuft gegen eine sinnvolle Verkehrs- und Umweltpolitik.

@modular @prefec2

Vor allem kommen Radelnde nicht dauernd zu spät wegen Stau oder Parkplatzsuche.
@modular Klitzekleine Korrektur: Dienstwagenprivileg geht auch für Fahrräder. Daher stimmt das mit den 0 € nicht so ganz. Das ändert aber nichts Grundlegendes.
Die Prämie ist eine Fehlsteuerung, selbst innerhalb der MIV-Welt.
@InfNITSH
Das stimmt nur teilweise.
Ein Jobrad bietet nicht jeder Arbeitgeber, dafür Sponsoren manche Arbeitgeber das sogar für weitere Angehörige.
Und ohne Arbeitgeber bekommt man es gar nicht.
E-Auto Prämie wird ohne Arbeitgeber ausgezahlt.
@modular yep. Insgesamt kompliziert.
@modular es ist pervers. Mein Jobrad ist teuerer als mein (E-)Dienstwagen. Das D-Ticket lohnt sich bei mir allemal (für Dienstreisen), da das Ticket wiederum günstiger ist, als der Parkplatz für die Nacht (und der Zug schneller mit Park and Ride als die ganze Strecke zu fahren). Es ist verrückt.
@modular
Es wäre viel einfacher den Strompreis an den Säulen so zu regulieren dass es immer billiger ist mit Strom zu fahren, als autofossil.
Das wäre doch ein Anreiz.
Man wird dann jeder zweiten Schnellladesäule abgezockt. Besonders auf den Autobahnen.
Ich lade mit dem Volvo gerne auch bei Tesla.
Viele wissen nicht dass der Stecker meistens passt.
Die Tarife sind meistens merklich unter 40 Cent pro Kilowattstunde.
Mit meiner Schweizer Karte über rif habe ich schon mal 80 Cent auf der uhr.

@modular Aber mit dem Deutschlandticket kann man doch keine Autos verkaufen...

#kannmankeineAutosmitverkaufen

@modular
jeder in die Automobilindustrie investiert e Euro pupst am Ende der Produktkette 1,35 Kinder raus 😜
@modular Ja, klar hinkt diese Rechnung. Aber interessant sind doch die Relationen. Die 3 Milliarden Euro (2026) fürs Auto reichen für maximal 800.000 Personen. Die 1,5 Milliarden Euro für 2026 fürs #Deutschlandticket machen 168 Millionen Menschen (12 Monate * 14.000.000 Nutzende) glücklich.

@modular hinzu kommt dass jene #Elektroauto-#Förderung ausschließlich für Fahrzeuge der EG-Fahrzeugklasse M1 (aka. "#Auto") angeboten wird und als #Subvention damit #PLV|s, #ÖPNV / #ÖPFV und #Fahrräder sabotiert.

Aber was erwarten anderes als #EliteProhection & #CarBrain-#Klientelpolitik wir von einer @Bundesregierung die von einem (Ex?) #Bankster samt #Internetausdrucker-Partei angeführt wird (welcher um bloß nicht mit #Lohnarbeiter*innen im delben Verkehrsmittel zu sitzen nen #Privatflieger nach #Sylt nimmt)?

#DEpol #Sarkasmus #Kommentar

@modular Ein Zuschuss für Klapprad wäre toll. Jedoch mit Rad ist ziemlich ungünstig wo ich wohne (Berge, Lebensmittelgeschäft ist mind. 8km entfernt, kaum Radwege, usw.). Darum bin ich froh, dass ich nicht Unsummen für ÖPNV zahlen muss und dass E-Auto wenigstens etwas günstiger ausfällt sollte eine benötigt werden.

@alteNBnordpfalz @modular

Nun leben aber die Meisten eher nicht in den Bergen.

@fenstersims @modular Aber viele. Und wenn ÖPNV schlecht ist und man am Wochenende gar nicht aus dem Ort kommt, ist man noch froh einen fahrbaren Untersatz zu haben. Zudem willst du noch körperlich Behinderte auffordern Rad zu fahren?

Es ist gut dass es mehrere Förderprogramme gibt die jegliche Möglichkeiten herumzukommen finanzieren.

@alteNBnordpfalz @modular

Ja, ganz ganz schlimm viele körperbehinderte Bergbewohner wegen denen die Verkehrswende & guter ÖPNV in Ballungsräumen wo 80% leben natürlich gar nicht gehen kann.

@alteNBnordpfalz @fenstersims
Ich bin gar nicht gegen die Förderung von E-Autos. Ich bin für die faire Förderung von allen CO2 freundlichen Alternativen, gerne mit Schwerpunkt auf die Formen, die am wenigsten umweltschädlich sind.
Aber so zu tun, als ob das Deutschland-Ticket nicht finanzierbar wäre, aber ein vielfaches an Geld in Autos zu stecken ist bösartig und verlogen.
@modular @fenstersims Ich bin auch für eine faire und ausgeglichene Förderung von Beförderung. Ich finds aber schlimm wie manche Radaktivisten auch die Förderung von E-Autos streichen wollen. Man kann auch die E-Auto-Förderung an Bedingungen knüpfen wie dass man möglichst keine SUVs fördert und dass Leute die neun Sitzer kaufen beweisen müssen dass sie sowas benötigen z.B. viele Kinder.
@alteNBnordpfalz @fenstersims Und wo hatten sie gelesen, das die E-Auto-Förderung gestrichen werden soll?
@modular @fenstersims Es gibt Ecken in Mastodon und Lemmy wo das gefordert wird. Nicht unbedingt hier im Faden.

@alteNBnordpfalz @modular

Stellen Sie sich doch mal an den Straßenrand und achten Sie auf Besetzungsquoten der Kfz. Auch 5-sitzige E-Autos sind mit 1,3 Pax besetzt, verursachen Lärm, Reifenabrieb, Verletzte, Tote und nehmen übermäßig Platz im öffentlichen Raum weg.

Niemand, gar niemand hat irgendwo was gegen bedarfsgerechte Mobilität für Großfamilien & Gruppen.

Aber ich hab massiv was gegen Instrumentalisierung derer.

@modular
Ich würde sagen, dass das Deutschlandticket sogar volkswirtschaftlich erheblich besser ist, weil die hohe Mobilitätsquote auch dafür sorgt, dass viel mehr Menschen am Arbeitsmarkt besser partizipieren können und zugleich mehr Möglichkeiten zum Konsum haben.

Bei den paar Menschen, die nun ein E-Auto, statt Verbrenner haben, ändert sich an der Mobilitätsquote rein gar nichts.

@modular
Hört sich fair an 🤡
Radfahrerinnen gehen leer aus.
Aber das dient ja dazu, den Gebrauchtwagenmarkt anzukurbeln, damit auch irgendwann mal gewöhnliche Leute E-Autos kaufen können.
@modular aber aber.. die darbende deutsche Autoindustrie, die sich so lange gegen eautos gewehrt hat kann die doch sonst nicht profitabel herstellen 🫣
@modular Guckst du:
@alteNBnordpfalz
Finde ich toll, das sich lokale Stadtwerke so hervortun und das ist schön für die Menschen in Mainz, aber das hat zu dem Rechenbeispiel über die ungleiche Förderung des Bundes keinen Zusammenhang.
BAFA - E-Lastenfahrräder

E-Lastenfahrräder

@alteNBnordpfalz Auch das ist super. Aber es wird eben nicht allgemein und für jeden der Erwerb eines Fahrrades gefördert.
Aber darum ging es mir auch ingesamt überhaupt nicht. Es ging mir darum einmal plastisch zu machen, wie sehr in Politik und Medien über den Zuschuss zum D-Ticket gestritten wird und mit welcher Leichtigkeit ein Vielfaches an Förderung in Autos gesteckt wird.
Wir brauchen aber ÖPNV und Fahrräder zur Lösung unserer Verkehrs- und Umweltprobleme.

@fabian @modular @alteNBnordpfalz Naja, das mit einer staatlichen Förderung zu vergleichen, wenn ein Teil der Förderbedingungen lautet

"Die Förderung kann nur erhalten, wer einen Ökostromliefervertrag der Mainzer Stadtwerke Energie und Service GmbH abschließt bzw. bereits abgeschlossen hat und bestehen lässt."

halte ich nicht für sonderlich passend.

@surRealMatthiasWiebel @modular @alteNBnordpfalz

Da hast du vollkommen Recht, ist nicht vergleichbar.

@modular
Völlige Zustimmung – ginge es darum, das Leben von Menschen besser zu machen.

Leider geht es aber darum, die deutsche Autoindustrie zu subventionieren (während man so tut als würde man Menschen unterstützen), und die verdient an ein paar wenigen zusätzlichen Bussen halt bei weitem nicht so gut.

@modular Radfahrer muss man nicht bezuschussen, das sind Überzeugungstäter, die auch ohne Staatsknete das Richtige[tm] tun.
@Zugschlus @modular
Auch bei den Radfahrern gibt es Fence-sitter, die nur Gelegenheitstäter sind bis der passende Anreiz da ist.