1/ „Manche Oppositionspolitiker empfinden es als Skandal, dass die EU kein Embargo gegen russisches Öl beschlossen hat. Dazu gehört der linke Parteichef #JanvanAken, der in seinem Buch „Worte statt Waffen“ schreibt: „Das Argument, dass ein Ölembargo uns hier in Deutschland stärker getroffen hätte als Russland, trägt nicht. Es ist am Ende eine Frage des Geldes, und Geld war ja ganz offensichtlich genug da. Die Bundesregierung hat direkt nach der russischen Aggression ein 100-Milliarden-Euro-Paket für Aufrüstung beschlossen, um Russland militärisch zu begegnen. Mit einem 100-Milliarden-Paket für eine nachhaltige Energiewende – und für die Dämpfung der Energiepreise für Verbraucherinnen – hätte man Russland den Geldhahn abdrehen und alle Folgen eines Ölembargos problemlos auffangen können. Es war eine politische Entscheidung gegen den zivilen und für den militärischen Weg.“
Ulrike Herrmann schreibt über Öl und Gas als Waffen.
Sie zitiert Jan van Aken und zeigt dann, wo Denkfehler liegen. Sicher kann man nicht mal eben schnell die Energiewende vollenden, wenn das Öl versiegt. Auch brauchen wir Öl für andere Prozesse, die nichts mit Energie zu tun haben. (Guckt mal in Euren Kühlschrank.)
Aber dennoch ist dieser Punkt und das Interview mit Wolfgang Niedecken für mich wichtig gewesen, denn er zeigt mir, wie #Pazifismus funktionieren könnte.
Ich kenne Solarunternehmer, die schon 1992 auf die Abhängigkeit von Putin hingewiesen haben. Wenn wir eine pazifistische Gesellschaft wären, hätten wir schon längst entsprechend gehandelt und die 100 Mrd jetzt gar nicht mehr gebraucht. Die Energieversorgung wäre längst umgestellt und an Ersatzstoffen in anderen Bereichen hätte gearbeitet werden können.






