RE: https://mastodon.social/@tonline/116469425370228378
M. #Fratzscher: "Wir brauchen #autofreieSonntage und ein #Tempolimit – auch jetzt schon, nicht erst, wenn es sich weiter zuspitzt. Das klingt sehr kontrovers. Aber was viele nicht verstehen: Wir haben im Augenblick weltweit zehn bis fünfzehn Prozent weniger Öl und Gas. Das heißt, wir können auch nur entsprechend weniger nutzen. Es ist eine Frage der Verteilung: Wer schränkt sich stärker ein, wer weniger stark? Genau das ist die Perversität am #Tankrabatt. […]
Preise spiegeln Knappheiten wider. Und wenn es eine Knappheit gibt, steigen die Preise so lange, bis Angebot und Nachfrage wieder zusammenpassen. Wir müssen also den Verbrauch reduzieren, der nicht absolut essenziell ist. […]
Durch den Tankrabatt reduzieren die Deutschen ihr Autofahren nicht ausreichend, obwohl das dringend nötig wäre. Das heißt in der Folge, dass andere mehr sparen müssen. In anderen Bereichen, etwa bei Lebensmitteln, werden die Preise durch den Tankrabatt stärker steigen. Denn die Energie, die für Dünger und Verarbeitung gebraucht wird, ist dann teurer. Mit dem Tankrabatt tut man daher nichts Gutes. Alle anderen zahlen den Preis dafür – in Form von höheren #Energiekosten und höheren Lebensmittelpreisen."