Kein Anti-Merz-Protest: Dieses Video zeigt eine Pro-Palästina-Demo von 2023

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Tausende Menschen ziehen mit Schildern und Transparenten eine Straße entlang. Einzelne Palästina-Flaggen und der Berliner Dom sind sichtbar. Diese Szene ist in einem Video zu sehen, das ein Tiktok-Profil am 26. Juli 2025 veröffentlichte. Damit erreichte es mehr als 200.000 Aufrufe und fast 19.000 Likes. Im Video steht der eingeblendete Text „Herr Merz abschaffen”, ergänzt durch die Behauptung „Berlin heute”. Damit wird suggeriert, die gezeigte Demonstration richte sich gegen Bundeskanzler Friedrich Merz – so verstehen es auch Nutzende in den Kommentaren.

Nur zwei Tage später – am 28. Juli 2025 – veröffentlichte dasselbe Tiktok-Profil das Video noch einmal. Hier klingt es so, als rufe die Menschenmenge wiederholt „Deutschland“.

Die Videos wurden am 26. und 28. Juli 2025 auf Tiktok veröffentlicht. Im Demonstrationszug sind eindeutig Palästina-Flaggen zu erkennen. (Quelle: Tiktok; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Doch die Aufnahmen sind weder aktuell, noch haben sie mit Friedrich Merz zu tun. Tatsächlich stammen sie von einer Pro-Palästina-Demonstration, die bereits im Jahr 2023 in Berlin stattfand. 

Video zeigt Pro-Palästina-Demo in Berlin am 4. November 2023

In dem Video mit der Behauptung ist ein weiterer Nutzername erkennbar. Auf dessen Tiktok-Profil findet sich dasselbe Video, es wurde bereits am 4. November 2023 veröffentlicht. Der einzige Unterschied: Dieser Clip enthält keine „Merz“-Bezüge. In der Videobeschreibung heißt es: „Tausend Solidarität mit Palästina in Berlin“. 

Eine Bilder-Rückwärtssuche mit einem Standbild aus dem Video führt zu weiteren Treffern – ein Tiktok-Video und ein X-Beitrag zeigen dieselbe Szene aus einem anderen Blickwinkel. Auch diese Beiträge stammen vom 4. November 2023; in beiden heißt es, die Demonstration habe in Berlin stattgefunden. Anders als im zweiten Video des Tiktok-Profils sind in diesen Aufnahmen keine „Deutschland“-Rufe zu hören, sondern Sprechchöre mit „Viva, Viva Palästina“. Der Nutzer hat die Tonspur – die laut Beschreibung vermutlich aus einem Fußballstadion stammt – nachträglich über das Video gelegt. Wir haben bereits mehrfach berichtet, wie Videos so verfremdet werden.   

Über eine Bilder-Rückwärtssuche finden sich ein X-Beitrag (links) und ein Tiktok-Beitrag (rechts). Die Beiträge zeigen dieselbe Pro-Palästina-Demo in Berlin am 4. November 2023. (Quelle: X / Tiktok; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)

Keine Medienberichte zu angeblichem Anti-Merz-Protest in Berlin im Juli 2025 

Am 4. November 2023 fanden laut Berichten von Tagesschau und Deutscher Welle in mehreren deutschen Städten Pro-Palästina-Demonstrationen mit tausenden Teilnehmenden statt – auch in Berlin. Die Teilnehmenden forderten stärkere Solidarität mit den Palästinensern und protestierten gegen die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen in Folge des Terrorangriffs der Hamas am 7. Oktober 2023.

Auf den Aufnahmen ist der Berliner Dom zu sehen. Dieser liegt auf der Route des Pro-Palästina-Demonstrationszuges vom 4. November 2023 (Quelle: Tiktok/RBB24; Screenshot, Collage und Markierungen: CORRECTIV.Faktencheck)

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg veröffentlichte am selben Tag die genehmigte Route der Berliner Demonstration. Sie verlief durch das Stadtzentrum – unter anderem vorbei am Berliner Dom. Genau dieser ist im Tiktok-Video deutlich im Hintergrund zu erkennen. Zwei Archivbilder zeigen Demonstrierende direkt vor dem Dom, ein weiteres Bild dokumentiert den Streckenverlauf auf der Straße „Unter den Linden“ – mit Blick auf die Humboldt-Universität. Auch dieses Gebäude ist im Tiktok-Video klar zu sehen. 

Medienberichte über eine Demonstration gegen Friedrich Merz am 26. Juli 2025 finden sich dagegen keine. Auch auf der Webseite der Stadt Berlin ist keine solche angemeldete Demonstration zu finden. Auf Nachfrage schreibt uns der Tiktok-Nutzer, das Video sollte nur zeigen, dass wir als Deutsche genauso viele werden können, „um den Merz abzuschaffen“. Ob in dem Video eine deutsche oder palästinensische Demonstration zu sehen sei, sei für ihn kein Problem.   

Immer wieder werden Proteste und Demonstrationen online in einen falschen Kontext gesetzt. In der Vergangenheit berichteten wir etwa über eine Demonstration gegen Rechtsextremismus, die fälschlich als Demo für die AfD ausgegeben wurde, oder Proteste der „Black Lives Matter“-Bewegung, die als Pro-Palästina-Demonstration verbreitet wurden

Redigatur: Matthias Bau, Paulina Thom

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Artikel der Tagesschau vom  4. November 2023: Link 
  • Artikel der Deutschen Welle vom 4. November 2023: Link
  • Artikel von RBB24 vom 5. November 2023: Link 

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Author: Paulina Thom

#dieses #palastina #protest #video #zeigt

(taz) US-Trans-Aktivist:in über neue Gesetze: “Wegen dieses Urteils werden Menschen sterben”

US-Bundesstaaten dürfen laut Gerichtsurteil Geschlechtsangleichung bei Jugendlichen verbieten. Für einen Elternteil eines trans Sohnes, eine Katastrophe.

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#aktivist #dieses #gesetze #trans #urteils #wegen #werden

US-Trans-Aktivist:in über neue Gesetze: „Wegen dieses Urteils werden Menschen sterben“

US-Bundesstaaten dürfen laut Gerichtsurteil Geschlechtsangleichung bei Jugendlichen verbieten. Für einen Elternteil eines trans Sohnes, eine Katastrophe.

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH

(TAG24) Jolina Mennen legt sich erneut unters Messer: Das ließ sie dieses Mal machen

Transgender-Influencerin Jolina Mennen hat sich erneut unters Messer gelegt. Unter anderem ließ sie sich ihre Brustimplantate entfernen.

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#dieses #erneut #jolina #mennen #messer #tag24 #unters

Jolina Mennen legt sich erneut unters Messer: Das ließ sie dieses Mal machen

Transgender-Influencerin Jolina Mennen hat sich erneut unters Messer gelegt. Unter anderem ließ sie sich ihre Brustimplantate entfernen.

TAG24 NEWS Deutschland GmbH

Israelische Truppen drangen in syrisches Gebiet – dieses Video zeigt jedoch Panzer im Westjordanland

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Faktencheck

Israelische Truppen drangen in syrisches Gebiet – dieses Video zeigt jedoch Panzer im Westjordanland

Nach dem Sturz des Assad-Regimes in Syrien drangen israelische Truppen in syrisches Gebiet vor. Ein Video, das dort israelische Panzer zeigen soll, stammt jedoch aus dem Westjordanland.

von Max Bernhard

26. März 2025

Israelische Truppen befinden sich laut Medienberichten aktuell im Süden Syriens, doch ein Video, das dort israelische Panzer zeigen soll, stammt aus dem Westjordanland (Quelle: X; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)
Behauptung

Ein Video zeige israelische Panzer in Syrien.

Aufgestellt von: X-Beiträgen Datum:
05.03.2025

Quelle

Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Die Aufnahme zeigt israelische Panzer am 23. Februar 2025 im Westjordanland.

Nach dem Regierungsumsturz in Syrien im Dezember 2024 drangen israelische Truppen in eine Pufferzone auf syrischem Gebiet vor, die an die von Israel besetzten Golanhöhen angrenzt. Das israelische Militär hat seitdem hunderte Luftangriffe auf syrische Truppen getätigt. Die Vereinten Nationen kritisieren das Vorgehen Israels als Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen von 1974.

Auch aktuell sollen israelische Truppen weiter vordringen, wie Medien berichteten. Ein Video, das Anfang März 2025 international in Sozialen Netzwerken verbreitet wird und israelische Panzer im Süden Syriens zeigen soll, entstand jedoch im Westjordanland.

Anders als behauptet, zeigt diese Aufnahme israelische Panzer am 23. Februar 2025 im Westjordanland, nicht in Syrien (Quelle: X; Screenshot und Unkenntlichmachung: CORRECTIV.Faktencheck)

Israelische Truppen befinden sich aktuell im Süden Syriens, doch das Video zeigt Panzer im Westjordanland 

Über eine Bilder-Rückwärtssuche findet sich ein Medienbericht von CNN, der fahrende Panzer mit israelischer Flagge in derselben Anfangsszene wie im online geteilten Video zeigt. Das lässt sich unter anderem an den Straßenlaternen und Strommasten und den Menschen im Hintergrund erkennen.

Als Quelle gibt CNN die Nachrichtenagentur Reuters an. Demnach stammt die Aufnahme vom 23. Februar 2025 und zeigt  israelische Panzer in Dschenin, im von Israel besetzten Westjordanland. Laut Medienberichten drangen an diesem Tag zum ersten Mal seit 20 Jahren israelische Panzer in das Gebiet vor. Israel besetzte demnach mehrere Lager für Geflüchtete.

Ein Vergleich des Videos (links) mit einem Beitrag von CNN (rechts) zeigt, dass beide Aufnahmen dieselbe Szene in Dschenin, Westjordanland, am 23. Februar 2025 zeigen. Das lässt sich unter anderem an den Menschen (blau) und dem Haus (grün) im Hintergrund, sowie an dem Laternenmast (orange) erkennen. (Quelle: X / CNN; Screenshots, Markierungen und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)

Eine Aufnahme des Fotografen Majdi Mohammed für die Nachrichtenagentur Associated Press zeigt dieselbe Szene aus einem anderen Blickwinkel. Das Foto bestätigt den Aufnahmeort Dschenin und das Aufnahmedatum 23. Februar 2025.  Zuvor berichteten auch andere Faktencheck-Redaktionen, dass das Video aktuell im falschen Kontext verbreitet wird.

Redigatur: Sophie Timmermann, Kimberly Nicolaus

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Author: Max Bernhard

#dieses #drangen #gebiet #israelische #syrisches #truppen #video

Enten zählen und Gutscheine bekommen? Dieses Gewinnspiel von Action ist ein Fake

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„Es gibt noch keinen Gewinner, das @ACTION-Team verlost einen 500-Euro-Gutschein für die ersten 350 Personen“, heißt es in einem Facebook-Beitrag einer Seite namens „Action fans.“. Mit dem Einzelhändler Action haben das Facebook-Profil und die Verlosung von Anfang Januar 2025 nichts zu tun.

Wie wir immer wieder berichtet haben, wird mit solchen Betrugsmaschen auf Facebook versucht, Daten von Nutzerinnen und Nutzern abzugreifen. Zu gewinnen gibt es nichts.

Diese Seite, die das vermeintliche Action-Gewinnspiel verbreitet, ist gefälscht (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Weder Verifizierung noch Impressum: An diesen Details lässt sich die Fälschung erkennen

Die Facebook-Seite hat nur 40 „Gefällt mir“-Angaben und 39 Follower (Stand: 20. Januar) und existiert erst seit wenigen Wochen. Auch ein Impressum ist auf der Seite nicht zu finden. Das ist bei Gewinnspielen eigentlich gesetzlich vorgegeben.

Außerdem fehlt der blaue Verifizierungshaken – damit zeigt Facebook an, dass es sich um die offizielle Seite eines Unternehmens oder einer bekannten Persönlichkeit handelt. Zum Vergleich: Actions offizielle Facebook-Seite hat einen blauen Haken, über drei Millionen Follower und ein Impressum. Zudem gibt es die Seite schon seit August 2012.

Auf der offiziellen Seite der Supermarktkette Action sind verschiedene Kontaktinformationen angegeben und sie existiert schon seit Jahren. Zudem hat die Seite Millionen Follower und einen blauen Haken. (Quelle: Facebook; Screenshot und Markierungen: CORRECTIV.Faktencheck)

Die angebliche Verlosung findet sich weder auf dem Facebook-Profil noch auf der offiziellen Webseite von Action. Dort warnt das Unternehmen hingegen seit Jahren in einem Artikel vor Phishing und Spam. Darin heißt es: „Immer öfter sehen wir Aktionen auf Facebook, per SMS und über Whatsapp, bei denen Action-Geschenkgutscheine in Höhe von 100, 250 oder 500 Euro angeboten werden. Nimm nicht daran teil, da es sich hier um gefälschte Aktionen und somit um Betrug handelt.“

Daran kann man unseriöse Facebook-Seiten erkennen: 

  • Ist das Facebook-Profil mit einem blauen Haken verifiziert?
  • Gibt es ein Impressum?
  • Liegt die Follower-Anzahl in einer glaubwürdigen Größenordnung für die Bekanntheit einer Marke oder Person?
  • Welche Art von Beiträgen werden auf dem Facebook-Profil veröffentlicht?
  • Wann wurde die Seite erstellt?

Redigatur: Matthias Bau, Sarah Thust

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Author: Max Bernhard

#action #bekommen #dieses #enten #gewinnspiel #gutscheine #zahlen

Dieses Video von angeblich berauschtem Selenskyj ist KI-generiert

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Faktencheck

Dieses Video von angeblich berauschtem Selenskyj ist KI-generiert

Ein Video, das angeblich den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zeigt, wie er im Rausch aus einem Wagen steigt, hat online Millionen Aufrufe. Doch die Aufnahme ist nicht echt, sondern mit KI erstellt. Sie stammt ursprünglich von einem russischen Tiktok-Account.

von Paulina Thom

16. Januar 2025

Auf X kursiert dieses Video, das offenbar den ukrainischen Präsidenten Selenskyj zeigt – ohne den Hinweis, dass es mit KI erstellt wurde (Quelle: Telegram; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)
Behauptung

Ein Video zeige den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der scheinbar im Rausch aus einem Wagen steigt und von einem Bodyguard gestützt werden muss.

Aufgestellt von: X-Beiträgen Datum:
13.01.2025

Quelle

Bewertung

Manipuliert
Über diese Bewertung

Manipuliert. Das Video ist KI-generiert, wie an Fehlern in der Aufnahme erkennbar ist. Es stammt ursprünglich von einem russischen Tiktok-Nutzer, der es auch als KI-generiert kenntlich machte.

Auf X kursiert ein Video, das scheinbar einen berauschten Wolodymyr Selenskyj zeigt. Der ukrainische Präsident steigt offenbar wankend aus einem Wagen, verzieht das Gesicht und muss anschließend von einem Bodyguard beim Laufen gestützt werden. 

„Da hat er etwas Zuviel geschnupft“, schreibt ein X-Nutzer – eine Anspielung auf eine angebliche Kokainsucht des ukrainischen Präsidenten, ein beliebtes Narrativ pro-russischer Propaganda. Deutsche X-Beiträge mit dem Video erreichten zusammen mehr als 400.000 Aufrufe. Laut einem Medienbericht kursierte das Video mit mehr als einer Million Aufrufe auch in der Slowakei.

In deutschen Beiträgen auf X wird dieses Video von einem scheinbar berauschten Selenskyj verbreitet. Nutzerinnen und Nutzer haben den Kontext hinzugefügt, dass es KI-generiert ist. (Quelle: X; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Video von angeblich berauschtem Selenkskyj ist nicht echt, sondern KI-generiert

Unter den X-Beiträgen haben Nutzerinnen und Nutzer in einer sogenannten Community Note den Kontext hinzugefügt, dass das Video nicht echt sei. Zu erkennen ist das etwa daran, dass Selenkyjs rechte Hand bei Sekunde 6 des Videos in einer Bewegung nach hinten teilweise verschwimmt, sich schwarz verfärbt und dann ganz verschwindet. 

Anders als in dem Video hat Selenskyj zudem keine Tattoos an den Händen, wie mehrere aktuelle Fotos belegen. Auch sonst sehen die Hände des Mannes im Video merkwürdig verformt aus. Das sind typische Hinweise auf KI-generierte Inhalte.

Bei Sekunde 6 des Videos verschwindet plötzlich Selenskyjs rechte Hand, obwohl sie normalerweise noch zu sehen sein müsste (Quelle: X; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)

Eine Bilder-Rückwärtssuche führt zudem zu keinen Belegen für die Echtheit des Videos oder seriösen Quellen, wie Bildagenturen oder Medien. Stattdessen führt ein Nutzername im Video zu einem Tiktok-Nutzer, der Inhalte auf Russisch verbreitet. Hier finden sich gleich mehrere Videos von Selenskyj mit teilweise millionenfachen Aufrufen. Auch das Video, das aktuell auf X kursiert, hat dort knapp 15 Millionen Aufrufe. In der Videobeschreibung steht der Hinweis: „Von Creator*in als KI-generiert gekennzeichnet“. Bei manchen Videos ist das auch offensichtlich: In ihnen fliegt Selenskyj etwa oder verwandelt sich in ein Holzfass. 

Die Kommentare unter dem Beitrag zeigen aber: Viele Nutzerinnen und Nutzer übersehen im Fall des angeblich berauschten Selenskyj den KI-Hinweis und fragen, ob das Video echt ist. 

Einen Überblick mit allen Faktenchecks von uns zum Krieg in der Ukraine finden Sie hier.

Redigatur: Viktor Marinov, Gabriele Scherndl

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Author: Paulina Thom

#angeblich #berauschtem #dieses #generiert #selenskyj #video

Dieses Video von angeblich berauschtem Selenskyj ist KI-generiert

Ein virales Video, das den ukrainischen Präsidenten im Rausch zeigen soll, ist nicht echt, sondern mit KI erstellt worden.

correctiv.org

Keine Anti-Terror-Demo in Magdeburg: Dieses Video zeigt Fußballfans in Dortmund

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„Demo gegen den Terror“ in der Stadt zeigen. Zu sehen ist eine Menschenmenge, die in Polizei-Begleitung eine Straße entlang läuft. Zu hören sind „Wir sind das Volk“-Rufe – eine Parole, die zunehmend auch von rechten und fremdenfeindlichen Gruppen bei Demonstrationen verwendet wird. Einer der Beiträge mit dem Video hat über zehntausend Likes und wurde mehr als eine halbe Million Mal angezeigt.

Nach dem Anschlag in Magdeburg gab es zwar Demonstrationen, diese sind in der Aufnahme aber nicht zu sehen. Wie wir bereits in einem anderen Faktencheck berichteten, zeigt das Video einen Fanmarsch des österreichischen Fußballvereins Sturm Graz in Dortmund Anfang November 2024. Auch der Ton ist ein anderer.

Dieses Video zeigt Fußballfans des österreichischen Vereins Sturm Graz in Dortmund und keine Anti-Terror-Demonstration in Magdeburg (Quelle: Instagram; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Video zeigt Fußballfans – „Wir sind das Volk“-Rufe nachträglich hinzugefügt 

Das Original-Video findet sich auf dem Tiktok-Kanal des österreichischen Vereins, wo es schon am 5. November veröffentlicht wurde. Ein Tiktok-Profil der Wiener Boulevard-Zeitung Krone teilte am 5. November außerdem eine längere Version des Videos. An dem Tag fand ein Champions-League-Spiel gegen Borussia Dortmund statt.

Das Video mit originalem Audio wurde schon am 5. November auf dem Tiktok-Kanal des Fußballvereins Sturm Graz geteilt. Darin ist ein Fangesang zu hören. (Quelle: Tiktok, Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Medienberichte und Videos bestätigen, dass es sich bei der Szene aus dem Video um einen Fanmarsch der Grazer Fans handelt. Zu erkennen ist das etwa auch an der Kleidung der Personen und den getragenen Fanschals des Vereins.

Im Original-Audio sind keine „Wir sind das Volk“-Rufe zu hören, sondern ein Fangesang des Vereins. Der Verein und seine Fans haben sich in der Vergangenheit mehrfach gegen Rassismus und Diskriminierung ausgesprochen.

Redigatur: Sarah Thust, Uschi Jonas

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Author: Max Bernhard

#ballfans #dieses #keine #magdeburg #terror #video #zeigt

Keine Anti-Terror-Demo in Magdeburg: Dieses Video zeigt Fußballfans in Dortmund

Nach dem Anschlag in Magdeburg verbreitet sich eine Aufnahme von einer angeblichen Demonstration gegen „Terror“ im falschen Kontext.

correctiv.org

Nein, dieses Video zeigt nicht, wie Annalena Baerbock in China aus dem Saal geworfen wird

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Faktencheck

Nein, dieses Video zeigt nicht, wie Annalena Baerbock in China aus dem Saal geworfen wird

Nach dem China-Besuch von Außenministerin Annalena Baerbock im Dezember 2024 kursieren Bilder, die angeblich ihren Rauswurf bei einer Pressekonferenz zeigen sollen. Doch die Aufnahme ist alt und zeigt etwas anderes.

von Sarah Thust

16. Dezember 2024

Am 14. April 2023 gaben die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock und der damalige chinesische Außenminister Qin Gang eine Pressekonferenz in China. Bilder davon werden nach Baerbocks erneutem Besuch im Dezember 2024 in falschem Zusammenhang in Sozialen Netzwerken verbreitet. (Quelle: X; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck) Behauptung

Ein Video zeige wie Annalena Baerbock während ihres Besuchs in China im Dezember 2024 rausgeschmissen wird beziehungsweise wie die Gespräche abgebrochen wurden.

Aufgestellt von: Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum:
03.12.2024

Quelle

Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Das Video ist nicht aktuell und zeigt auch keinen Rauswurf. Es zeigt, wie der ehemalige chinesische Außenminister Qin Gang am 14. April 2023 Bundesaußenministerin Annalena Baerbock nach einer gemeinsamen Pressekonferenz zum Ausgang bittet und beide gemeinsam den Saal verlassen. Im Dezember 2024 ließ sich der neue Außenminister Wang Yi nicht auf eine gemeinsame Pressekonferenz ein, Baerbock trat allein vor die Kameras.

In Sozialen Netzwerken kursiert ein Video, das angeblich Bundesaußenministerin Annalena Baerbock bei ihrem Besuch in China am 2. Dezember 2024 zeigt. Behauptet wird dazu in unterschiedlichen Beiträgen, China habe die Gespräche mit der deutschen Ministerin abgebrochen oder sie ohne Pressekonferenz „rausgeschmissen“. Im Video sieht man einen Mann, der die Ministerin mit erhobenem Zeigefinger aus dem Raum begleitet und den hineinmontierten Text „Dort ist die Tür“. 

In diesen zwei Varianten verbreitet sich die Behauptung in Sozialen Netzwerken – die Beiträge zeigen ein altes Video, das mit Baerbocks Besuch in China im Dezember 2024 nichts zu tun hat. (Quellen: Instagram; Screenshots: CORRECTIV.Faktencheck)

Was dahintersteckt, zeigt eine Bilderrückwärtssuche: Sie führt unter anderem zu einem Video des Rundfunksenders Deutsche Welle vom 14. April 2023. Darin ist ab Minute 2:57 zu sehen, dass die Szene das Ende einer gemeinsamen Pressekonferenz ist – der ehemalige chinesische Außenminister Qin Gang, der Mann aus dem Video, bittet Baerbock mit erhobenem Zeigefinger zum Ausgang und sie verlassen gemeinsam den Saal. In der Aufnahme ist also kein „Rauswurf“ oder ein vorzeitiges Ende der Veranstaltung zu sehen.

Zu diesem Ergebnis kamen auch die und Euronews.  

Im Dezember 2024 gab es keine gemeinsame Pressekonferenz mit Chinas Außenminister Wang Yi 

Das Verhältnis zwischen China und Deutschland war nach Baerbocks Besuch im April 2023 angespannt. Baerbock hatte bei der Pressekonferenz 2023 starke Kritik an der Regierung Chinas geäußert, die Qin Gang zurückwies. Wenige Monate danach verschwand der Minister, die Gründe sind laut Medienberichten unklar. 

Der aktuelle chinesische Außenminister Wang Yi ließ sich bei Baerbocks Besuch in China im Dezember 2024 laut Medienberichten nicht auf eine gemeinsame Pressekonferenz ein. Baerbock sprach stattdessen allein zu Journalistinnen und Journalisten. 

Annalena Baerbock traf sich am 2. Dezember 2024 in China mit Außenminister Wang Yi – es gab einen Fototermin, aber keine gemeinsame Pressekonferenz (Quelle: Yin Bogu / Associated Press / Picture Alliance)

Sprecher des Auswärtigen Amtes spricht bei Regierungspressekonferenz von einer „Fehlinformation“

Obwohl das Video alt ist und die Behauptungen dazu falsch sind, sammelte es insbesondere auf Instagram mehr als 10.000 Gefällt mir-Angaben ein. Auch auf Facebook, Telegram, Tiktok und X wurde es geteilt. Unter anderem verbreitete es ein Ortsverband der AfD auf Facebook.

Daneben teilten prorussische Kanäle die Falschbehauptung, etwa auf Spanisch oder Serbisch. Aus einem geht hervor, dass auch der Russland-nahe Journalist Florian Warweg das Video in einer Frage während der Regierungspressekonferenz am 4. Dezember 2024 erwähnte.

Der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Sebastian Fischer, bezeichnete die Behauptungen zum kursierenden Video als „Fehlinformation“. Es habe „schon vor Beginn der Reise“ festgestanden, „dass es keine Pressekonferenz gibt und dass die Ministerin die Dinge, die sie zu sagen hat, sozusagen in einer eigenen Pressekonferenz ohne ihren chinesischen Amtskollegen äußern würde“. 

Redigatur: Matthias Bau, Max Bernhard

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Author: Sarah Thust

#annalena #baerbock #china #dieses #nicht #video #zeigt

Nein, dieses Video zeigt nicht, wie Annalena Baerbock in China aus dem Saal geworfen wird

Gemeinsam gaben Annalena Baerbock und Qin Gang 2023 eine Pressekonferenz in China. Über ein Jahr später werden die Bilder erneut, aber falsch verbreitet.

correctiv.org

Syrien: Dieses Foto zeigt keinen Gefangenen aus dem Sednaya-Gefängnis

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Faktencheck

Syrien: Dieses Foto zeigt keinen Gefangenen aus dem Sednaya-Gefängnis

Nach der Entmachtung des Assad-Regimes in Syrien konnten Menschen aus dem Folter-Gefängnis Sednaya befreit werden. Bilder davon gehen um die Welt, darunter mischt sich allerdings eine Fake-Aufnahme.

von Kimberly Nicolaus

12. Dezember 2024

Zum Sturz des Assad-Regimes in Syrien kursiert dieses Foto in Sozialen Netzwerken. Anders als behauptet, zeigt es keinen Gefangenen aus dem Sednaya-Gefängnis bei Damaskus. (Quelle: X; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck) Behauptung

Ein Foto zeige einen Gefangenen, der aus dem Sednaya-Gefängnis in Syrien befreit wird.

Aufgestellt von: Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum:
08.12.2024 Bewertung

Manipuliert
Über diese Bewertung

Manipuliert. Das Foto ist ein Standbild aus einem mit Künstlicher Intelligenz generierten Video.

Während der Diktatur des Assad-Regimes verschwanden Zehntausende im Folter-Gefängnis Sednaya in Syrien, darunter auch Frauen und Kinder. Mit dem Sturz des Regimes am 8. Dezember 2024 konnten Tausende von ihnen befreit werden. Berichte von Menschenrechtsorganisationen und den Vereinten Nationen belegen, dass es in Sednaya laut Fotos und Aussagen ehemaliger Häftlinge sadistische Folter und Massenhinrichtungen gab.

Medien wie der Guardian oder die New York Times konnten Videoaufnahmen und Fotos von der Befreiung der Gefangenen verifizieren. Die Aufnahmen sind von schlechter Qualität.

Diese Aufnahmen aus dem Gefängnis Sednaya sind vom Guardian verifiziert (Quellen: X; Screenshots: CORRECTIV.Faktencheck)

In Sozialen Netzwerken kursiert ein Bild mit besserer Auflösung: Das zeigt angeblich einen Gefangenen, der aus einem Tunnel unter der Erde aus Sednaya entkommt. Das Foto mit der Behauptung verbreitet sich in mehreren Sprachen auf X, Facebook, Instagram, Telegram und Tiktok. Vereinzelt findet es sich auch in Medienberichten, zum Beispiel in Österreich oder Albanien. Doch eine Suche nach dessen Ursprung zeigt: Das Foto ist fake.

Kein Bezug zu Syrien: Hinter dem Bild steckt ein Video, das auf Tiktok als KI-generiert gekennzeichnet ist

Wie die Faktencheck-Redaktionen Teyit und Misbar berichteten, stammt das Bild des angeblichen Gefangenen aus einem Video auf Tiktok. Die Szene zeigt einen Mann, der aus einem Tunnel steigt. Er hält ein schwarz-braunes, künstlich wirkendes Insekt, das größer als seine Hand ist. Seine Zähne sehen aus wie Vampirzähne.

Das Video ist als KI-generiert gekennzeichnet. In der Beschreibung des Tiktok-Profils, auf dem das Video ursprünglich veröffentlicht wurde, heißt es zudem auf Englisch: „Alles hier ist Künstliche Intelligenz.“

Ein Standbild aus diesem KI-generierten Video auf Tiktok wird in anderen Sozialen Netzwerken in falschem Kontext verbreitet – es hat mit Syrien nichts zu tun (Quelle: Tiktok; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

An Vampirzähnen und unnatürlichen Fingern ist erkennbar, dass das Video KI-generiert ist 

Auch Fachleute halten das Video für KI-generiert. Siwei Lyu, Direktor des Media Forensic Lab an der US-Universität Buffalo in New York, schreibt uns: „Durch Verlangsamung des Videos werden Ungereimtheiten sichtbar.“ Darauf verweist auch Martin Steinebach, Abteilungsleiter für Media Security und IT Forensic am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt. Laut ihm sei ein Problem künstlich erstellter Videos derzeit noch die Kontinuität. Häufig veränderten sich eigentlich unveränderliche Details. Das sei in diesem Fall gut an den Zähnen des Mannes erkennbar. Im Verlauf des Videos verformen sich die anfangs normalen Zähne zu Vampirzähnen: 

An der Veränderung der Zähne des Mannes ist das Video als KI-generiert erkennbar. (Quelle: Tiktok; Collage und Bearbeitung: CORRECTIV.Faktencheck)

Ein genauer Blick auf die Hand des Mannes zeigt auch: Seine Finger werden im Video unnatürlich dargestellt. Das ist ein typisches Merkmal KI-generierter Inhalte, das wir auch in anderen Fällen beobachtet haben. 

„Auch Schatten und Beleuchtung verhalten sich unrealistisch“, schreibt Steinebach weiter. Hinter der Person entsteht eine Lichtquelle: 

In dem Video entsteht hinter dem Mann eine Lichtquelle, die laut Einschätzung von Martin Steinebach, Abteilungsleiter für Media Security und IT Forensic am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie, unrealistisch ist. Ein Hinweis darauf, dass das Video KI-generiert ist. (Quelle: Tiktok; Screenshot, Bearbeitung und Markierung: CORRECTIV.Faktencheck)

Auch Lyu schreibt, dass das Verhalten von Schatten, Spiegelung oder die Interaktion zwischen Objekten bei KI-generierten Inhalten manchmal nicht mit der physischen Realität übereinstimmen würde. 

Wie sich manipulierte Bilder enttarnen lassen:

  • Wenn Sie unsicher sind, ob ein Ereignis so stattgefunden hat, wie es auf einem Bild zu sehen ist: Suchen Sie mit Stichworten nach potenziellen Medienberichten zu dem Ereignis.
  • Achten Sie, wie oben beschrieben, auf Ungereimtheiten und Details in dem Bild.
  • Suchen Sie, wenn möglich, nach der ursprünglichen Quelle für das Bild. Helfen kann dabei manchmal auch eine Bilderrückwärtssuche. Wie die funktioniert, können Sie hier nachlesen.

Redigatur: Sarah Thust, Uschi Jonas

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Author: Kimberly Nicolaus

#dieses #gefangenen #gefangnis #keinen #sednaya #syrien #zeigt

Syrien: Dieses Foto zeigt keinen Gefangenen aus dem Sednaya-Gefängnis

Nach dem Sturz des Assad-Regimes wurden Gefangene aus dem Sednaya-Gefängnis befreit. Ein Bild zeigt jedoch nicht die Rettung, sondern eine KI-Aufnahme.

correctiv.org

Achtung Fake: Dieses Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Coca-Cola

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Gesellschaft

Achtung Fake: Dieses Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Coca-Cola

Immer wieder verbreiten Betrüger Gewinnspiele im Netz, so auch aktuell mit der Marke Coca-Cola. Wie erklären, wie man den Fälschungen auf die Schliche kommt.

von Faktencheck-Redaktion

12. Dezember 2024

Dieses angebliche Coca-Cola-Gewinnspiel ist ein Fake (Quelle: Facebook; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck) Behauptung

Eine Facebook-Seite namens „Coca Cola Fans“ verschenke einen „Überraschungspreis“ an alle, die auf einem Foto eine andere Zahl als 43 entdecken.

Aufgestellt von: Facebook-Beitrag Datum:
09.12.2024

Quelle

Bewertung

Falsch
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Falsch. Das angebliche Gewinnspiel ist ein Fake und steht in keiner Verbindung zu Coca-Cola.

Vor allem Facebook ist voll davon: Immer wieder verbreiten Betrüger dort angebliche Gewinnspiele bekannter Supermarktketten oder anderer Firmen. So kursiert aktuell ein angebliches Gewinnspiel, das den Anschein erweckt, in Verbindung mit Coca-Cola zu stehen. Zu sehen ist ein Foto mit Zahlen, das Coca-Cola-Logo und der Hinweis, es gebe ein Auto von Toyota zu gewinnen. Im Beitrag heißt es: „Bisher hat niemand eine andere Zahl als {43} gefunden. Heute verlosen wir einen Überraschungspreis an alle, die auf dem Bild eine andere Zahl als {43} finden.“ Mehr als 600 Profile haben den Beitrag geteilt, über 440 kommentiert.

Doch das Gewinnspiel stammt nicht von Coca-Cola. Wir erklären, woran das zu erkennen ist. 

Kein Impressum und fehlende Kontaktdaten? Dann ist Vorsicht geboten

Zunächst einmal irritiert der Name und die Aufmachung der Facebook-Seite: Sie heißt „Coca Cola Fans“, hat kaum „Gefällt mir“-Angaben oder Follower und bislang nur einen einzigen Beitrag veröffentlicht: Das vermeintliche Gewinnspiel. Auch fehlen auf der Facebook-Seite sämtliche Kontakt- und Impressumsinformationen. Das ist bei Gewinnspielen aber eigentlich gesetzlich vorgeschrieben. Ein Vergleich mit der echten Coca-Cola-Seite auf Facebook zeigt, wie eine glaubwürdige Unternehmensseite aussieht. Anders als die dubiose Facebook-Seite hat die offizielle Seite auch einen blauen Haken, der vertrauenswürdige Accounts verifiziert:

Oben die gefälschte Seite, unten das Original mit Kontaktinformationen (Quelle: Facebook; Screenshot, Schwärzung und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)

Per Direktnachricht wird man zum Weiterleiten aufgefordert

Eine Suche auf der Webseite von Coca-Cola und der verifizierten deutschen Facebook-Seite zeigt: Es gibt dort kein solches Gewinnspiel. 

Wer das Gewinnspiel mit einer Zahl kommentiert, bekommt eine automatische Direktnachricht mit der Aufforderung zu verraten, in welcher Stadt man lebt. Dann heißt es weiter: „Die wichtigste Voraussetzung für den Gewinn des Preises ist, unseren Beitrag vor Ende der Veranstaltung in Profilen und 5 Facebook-Gruppen zu teilen. Wir geben Ihnen 15 Minuten Zeit, um unseren Beitrag zu teilen. Wenn Sie mit dem Teilen fertig sind, warten Sie bitte, bis wir Sie kontaktieren, da unser Team prüfen wird, wie viel Sie geteilt haben. Jetzt teilen!!“ Auf diese Weise wollen die Betrüger hinter dem Beitrag für eine möglichst hohe Verbreitung sorgen – ein weiterer Hinweis auf unseriöse Seitenbetreiber. 

Häufig wird man in einem nächsten Schritt auf eine unseriöse Webseite weitergeleitet und aufgefordert, noch mehr Kontaktdaten preiszugeben.

Tipps, um gefälschte Gewinnspiele auf Facebook zu erkennen

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen listet auf ihrer Webseite typische Merkmale für gefälschte Gewinnspiele auf Facebook:

  • Sie existieren erst seit kurzer Zeit.
  • Sie haben wenige Beiträge.
  • Sie rufen zum Liken und Teilen auf. 
  • Sie nutzen Logos und Namen bekannter Firmen, aber es gibt kein richtiges Impressum.
  • Es gibt keine Teilnahmebedingungen.
  • Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme fehlen.

Wer bei Gewinnspielen unsicher ist, ob der Veranstalter wirklich das verlost, was angeboten wird, kann direkt auf der Webseite des Unternehmens nachschauen. Dort gibt es meist eine eigene Rubrik für Gewinnspiele. Oder man sucht im Internet nach dem betreffenden Unternehmen, verbunden mit dem Begriff „Gewinnspiel“. Weitere Tipps, um zu erkennen, ob eine Webseite seriös ist, haben wir hier zusammengestellt.

Redigatur: Sophie Timmermann, Kimberly Nicolaus

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Author: Uschi Jonas

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Achtung Fake: Dieses Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Coca-Cola

Immer wieder verbreiten Betrüger Gewinnspiele im Netz – so auch aktuell von Coca-Cola.

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