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Während eine Initiative dem vor 33-Jahren getöteten #Obdachlosen gedenkt, #sollen der #Gewaltprävention in Brandenburg die Mittel gekürzt werden. 23 Morde zwischen 1990 und 2007, Zeugnisse grauenhafter Gewalttaten und von der Gefühlskälte der Täter, Beispiele für unwillige Polizeiermittlungen und das Wegschauen der Gesellschaft.
Doch die #Opferperspektive muss um ihre Finanzierung bangen.
Mord an Emil Wendland in Brandenburg: Aus der Vergangenheit nichts gelernt

Während eine Initiative dem vor 33-Jahren getöteten Obdachlosen gedenkt, sollen der Gewaltprävention in Brandenburg die Mittel gekürzt werden.

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Lindenthal: Metallische Gegenstände sollen sondiert werden – Uniklinik trifft Vorbereitungen – 9.600 Haushalte könnten betroffen sein

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Von 9 Lehrschwimmbädern in Köln sind 4 in Betrieb: Wo sollen die Pänz das Schwimmen lernen?

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Köln-Chorweiler: Häuser am Höfenweg in Merkenich sollen abgerissen und neu gebaut werden

Köln-ChorweilerHäuser am Höfenweg in Merkenich sollen abgerissen und neu gebaut werden

Von

Christopher Dröge

17.04.2025, 10:54 Uhr

Lesezeit 3 Minuten

Die Mietshäuser am Höfenweg sollen einem modernen Wohnquartier weichen.

Copyright: Christopher Dröge

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Die fast ein Jahrhundert alten Mietshäuser sollen weichen. Dafür soll in dem neuen Merkenicher Wohnquartier auch eine Kita entstehen. 

Wie viele andere Stadtteile im Bezirk Chorweiler soll auch Merkenich ein neues Wohnquartier erhalten – allerdings nicht auf einer bisherigen Brachfläche am Ortsrand, sondern im zentral gelegenen Höfenweg.

Nach einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan, den die Kölner Wohnungsgenossenschaft eG beantragt hat, soll die bestehende Wohnbebauung des Abschnittes zwischen den Hausnummern 46 bis 76 erneuert und verdichtet werden – die bestehenden Gebäude müssen den Plänen weichen. Das geht aus einer Vorlage der Verwaltung in der Bezirksvertretung Chorweiler hervor, die diese in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen hatte.

Neues Wohnquartier mit Kita geplant

Die vier Mehrfamilienhäuser auf den betreffenden Grundstücken umfassen 34 Wohneinheiten und stammen aus den 1930er Jahren. Das hohe Alter ist den Häusern anzumerken – vor allem in Bezug auf die Wohnungsgrundrisse, den Schall- und Wärmeschutz, sowie der Barrierefreiheit entsprechen sie nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Eine Sanierung ist nach Einschätzung der Kölner Verwaltung nicht in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen durchführbar, das städtebauliche Konzept sieht daher den Abriss und Neubau der Gebäudezeile vor.

Ersetzt werden sollen sie durch neue Wohngebäude mit jeweils drei Stockwerken und einem Staffelgeschoss. Neu hinzukommen sollen zwei weitere, kleinere Wohnhäuser hinter der bestehenden Häuserzeile – insgesamt soll das neue Gebäude-Ensemble so 72 Wohneinheiten umfassen. Der weitläufige, asphaltierte Garagenhof soll einem begrünten Innenhof weichen, der Spielmöglichkeiten für Kinder und weitere Begegnungsflächen bieten soll.

Eine gute Nachricht für Merkenich aber ist vor allem das Vorhaben, im nordöstlichen Bereich des Areals eine neue Kindertagesstätte mit fünf Gruppen anzusiedeln – damit soll der eklatante Mangel an Kinderbetreuungsplätzen verbessert werden, unter dem der Stadtteil schon geraume Zeit leidet. Ein Verfahren zur Öffentlichkeitsbeteiligung ist ebenfalls vorgesehen.

Mieterschutz und Ersatzwohnungen nach Abriss geplant

Für die 34 Mietparteien, die die Häuser zurzeit noch bewohnen, ist dies möglicherweise nur ein geringer Trost, sie werden bis 2028 ausziehen müssen. „Manche der Mieter wohnen seit 50 oder 60 Jahren dort, das sollte nicht vergessen werden“, sagte Rainer Stuhlweißenburg, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU in der Bezirksvertretung.

Laut Stuhlweißenburg hatte es im Vorfeld unter den Bewohnern Unmut gegeben, da es versäumt worden sei, sie frühzeitig zu informieren. Die CDU habe daraufhin mit der Wohnungsbaugesellschaft Gespräche geführt, „weil wir wissen wollten, wie mit den Mietern umgegangen werden wird“, so Stuhlweißenburg.

In den Gesprächen habe die Wohnungsgenossenschaft jedoch glaubhaft versichert, dass das Versäumnis bedauert werde und dass man die Mieter inzwischen über die Pläne in Kenntnis gesetzt habe. Jede Mietpartei werde einen eigenen Ansprechpartner bekommen, auch soll diesen in den neuen Gebäuden eine Ersatzwohnung angeboten werden, sodass sie wieder an ihren alten Wohnort zurückziehen können, sofern sie das wünschen.

Stuhlweißenburg begrüßte diese Bemühungen, die sozialen Nachteile für die angestammten Mieter abzufedern, „daher kann die CDU nach diesen Gesprächen dem Projekt auch zustimmen“, sagte er. Gerade die Pläne für eine Kita seien ein großer Pluspunkt, doch gab Stuhlweißenburg, zu bedenken, dass diese keine schnelle Linderung versprächen, denn bis diese in Betrieb gehe, würden fünf bis zehn Jahre ins Land gehen. „Wir brauchen früher eine neue Kita in Merkenich, das muss möglich sein. Die Stadt muss hier auch selbst aktiv werden“, sagte er.

Die Verwaltung hingegen sieht das Planungsverfahren am Höfenweg als schnellsten Weg, eine Kita in Merkenich anzusiedeln, so Marie Kötterheinrich, eine Vertreterin des Stadtplanungsamtes. „Für das Vollverfahren rechnen wir mit drei Jahren“, sagte sie. „Ein Satzungsbeschluss ist bis 2028 machbar, anschließend kann der Bauantrag gestellt werden“. Mit dessen Bearbeitung und der eigentlichen Bauphase werden weitere Jahre vergehen.

#abgerissen #chorweiler #gebaut #hauser #hofenweg #merkenich #sollen

Christopher Dröge

schreibt für das Stadtteil-Ressort des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Jahrgang 1979, studierte an der Universität zu Köln Sachen, die mit G anfangen (Germanistik, Geschichte und Geografie). Seit 2010 als freiberuflicher Journalist und Autor tätig, schreibt für verschiedene Kölner Lokalmedien. Seit 2020 auch für die KStA-Stadtteile, hier vor allem über den Kölner Norden.

Kölner Stadt-Anzeiger

Gefälschtes Gewinnspiel von Lindt auf Facebook – wieder sollen Daten abgegriffen werden

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Erneut kursiert ein gefälschtes Gewinnspiel mit dem Logo des Schokoladenherstellers Lindt auf Facebook. Hinter dem vermeintlichen Gewinnspiel verbirgt sich eine bekannte Masche, mit der oft Daten abgegriffen werden sollen, so auch in diesem Fall: Nutzerinnen und Nutzer sollen lediglich einen Kommentar unter dem Beitrag hinterlassen und sich dann registrieren, um ihren Gewinn zu erhalten. Die Seite, auf der man landet, hat jedoch mit Lindt nichts zu tun, sondern wird von einer Firma betrieben, die für Werbeanrufe bekannt ist. 

Ein auf Facebook verbreitetes falsches Gewinnspiel, das angeblich von Lindt stammen soll, soll nur Daten abgreifen (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Lindt-Facebook-Seite mit Gewinnspiel ist Fälschung

Dass der Account „Lindt Fans“ nicht wirklich von Lindt stammt, lässt sich an mehreren Details erkennen. So fehlt etwa der blaue Haken, mit dem Facebook offizielle Accounts verifiziert. Der echte Account von Lindt hat so einen Haken. Von dem angeblichen Gewinnspiel steht dort nichts. 

Weitere Hinweise auf die Fälschung sind darüber hinaus die geringe Follower-Zahl, die fehlenden Kontaktmöglichkeiten, die bei einem Gewinnspiel aber Pflicht sind, und der Umstand, dass die Seite erst seit dem 17. Dezember 2024 besteht. Die echte Seite von Lindt existiert bereits seit dem Jahr 2009; das lässt sich mit einem Klick auf „Info“ und dann auf „Seitentransparenz“ feststellen. Und noch etwas ist auffällig: Die gefälschte Facebook-Seite hat nur einen einzigen Beitrag veröffentlicht – das angebliche Gewinnspiel.

Vorsicht vor Datendiebstahl: User sollen sich für Preis auf dubioser Seite registrieren

Wer an dem gefälschten Lindt-Gewinnspiel teilnimmt, erhält eine automatische Nachricht über den Facebook-Messenger. Darin wird man aufgefordert, das Gewinnspiel zu teilen und abzuwarten, bis man wieder kontaktiert wird.

Nach einigen Stunden erhält man, auch ganz ohne das Gewinnspiel vorher geteilt zu haben, die Nachricht, dass man als Gewinner ausgewählt worden sei und der Registrierung folgen solle. Die führt jedoch zu einer Seite, die mit Lindt nichts zu tun hat. Im Impressum steht stattdessen die Bluereen Media Ltd., eine Firma, die Daten mit gefälschten Gewinnspielen abgreift und die Kontakte danach mit unerwünschter Werbung belästigt. Der Verbraucherschutz warnte schon vor Jahren vor der Firma.

So sieht das Formular aus, in dem Nutzerinnen und Nutzer ihre persönlichen Daten eingeben sollen. Im Kleingedruckten ist zu erkennen, dass dahinter die Bluereen Media Ltd. steckt (Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Gefälschte Gewinnspiele tauchen seit Jahren immer wieder auf Facebook auf, auch unter dem Namen von Lindt. Im Namen von Ikea, Rossmann und Deichmann wurden in der Vergangenheit ebenfalls Gewinnspiele erstellt, die nicht von den Firmen stammten. Es ging dabei ausnahmslos um Phishing. 

Tipps, um gefälschte Facebook-Seiten zu erkennen:

  • Ist das Facebook-Profil mit einem blauen Haken verifiziert?
  • Gibt es ein Impressum?
  • Wie viele Follower hat die Seite?
  • Wann wurde die Seite erstellt?

Redigatur: Matthias Bau, Max Bernhard

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Author: Steffen Kutzner

#daten #facebook #gefalschtes #gewinnspiel #lindt #sollen #wieder

Gefälschtes Gewinnspiel von Lindt auf Facebook – wieder sollen Daten abgegriffen werden

Wieder ist ein gefälschtes Gewinnspiel von Lindt auf Facebook in Umlauf. Mit der Masche sollen Daten abgegriffen werden.

correctiv.org

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Faktencheck

Gefälschtes Gewinnspiel von Action – wieder sollen offenbar Daten abgegriffen werden

Auf Facebook wird ein Gewinnspiel verbreitet, bei dem angeblich 1.000-Euro-Gutscheine für den Discounter Action winken. Doch das Gewinnspiel ist eine Fälschung.

von Steffen Kutzner

24. Oktober 2024

Aktuell ist eine Reihe gefälschter Action-Gewinnspiele in Umlauf (Symbolbild: Michael Bihlmayer / Chromorange / Picture Alliance) Behauptung

Action verlose auf Facebook 350 Gutscheine im Wert von 1.000 Euro an diejenigen, die bei einem Rätsel die richtige Zahl finden.

Aufgestellt von: Facebook-Beitrag Datum:
21.10.2024

Quelle

Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Die Facebook-Seite ist gefälscht und hat nichts mit Action zu tun. Mit solchen gefälschten Gewinnspielen sollen oft Daten abgegriffen werden.

Erneut kursiert ein gefälschtes Gewinnspiel mit dem Logo des Non-Food-Discounters Action. Das ist eine bekannte Masche, mit der oft Daten abgegriffen werden: Nutzerinnen und Nutzer sollen in einem Bild eine schwer zu erkennende Zahl kommentieren oder Enten auf einem Bild zählen. Um einen der Gutscheine zu gewinnen, soll man sich anschließend meistens auf einer Webseite registrieren, die mit Action nichts zu tun hat. 

Ein auf Facebook verbreitetes falsches Gewinnspiel, das angeblich von Action stammen soll (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Facebook-Seite mit Gewinnspiel ist Fälschung

Dass der Account „Action fans.“ nicht wirklich von Action stammt, lässt sich an einigen Indizien erkennen. So fehlt etwa der blaue Haken, mit dem Facebook wichtige Accounts verifiziert. Der echte Account von Action hat so einen Haken. Von dem angeblichen Gewinnspiel ist dort aber nichts zu lesen. Auch die für Gewinnspiele verpflichtenden Angaben wie ein Impressum und Kontaktmöglichkeiten fehlen auf der gefälschten Seite.

Und noch etwas ist auffällig: Die Facebook-Seite hat nur einen Beitrag veröffentlicht – das angebliche Gewinnspiel.

Vorsicht vor Datendiebstahl: User sollen sich in der Regel für Preis auf dubioser Seite registrieren

Wer an dem gefälschten Action-Gewinnspiel teilnimmt, erhält eine automatische Nachricht über den Facebook-Messenger. Darin wird man aufgefordert, das Gewinnspiel in mindestens zehn Facebook-Gruppen zu teilen, sonst werde man angeblich vom Gewinnspiel ausgeschlossen.

Ein anderes Gewinnspiel, bei dem Action bis zum 30. Oktober angeblich Handys, Bargeld und andere Gegenstände verlost, ist ebenfalls gefälscht. Die Hinweise sind dort dieselben. Zusätzlich hat diese Seite nur sehr wenige Follower und wurde erst wenige Tage vor Veröffentlichung des gefälschten Gewinnspiels erstellt, wie sich mit einem Klick auf die Seitentransparenz feststellen lässt.

Ein weiteres auf Facebook verbreitetes falsches Gewinnspiel, das angeblich von Action stammen soll (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Bei solchen Gewinnspielen wird in der Regel nach dem Kommentar unter dem Beitrag eine Registrierung auf einer Webseite verlangt, bei der man seine Kontaktdaten eingeben soll. Anschließend wird man, wie unter anderem der Verbraucherschutz schreibt, mit Werbeanrufen überschüttet.

Gefälschte Gewinnspiele tauchen seit Jahren immer wieder auf Facebook auf, besonders häufig mit dem Logo von Action. Das Unternehmen selbst warnte in der Vergangenheit vor ähnlichen Gewinnspielen. Auch im Namen von Ikea, Rossmann und Deichmann wurden in der Vergangenheit Gewinnspiele erstellt, die nicht von den Firmen stammten. 

Tipps, um gefälschte Facebook-Seiten zu erkennen:

  • Ist das Facebook-Profil mit einem blauen Haken verifiziert?
  • Gibt es ein Impressum?
  • Wie viele Follower hat die Seite?
  • Wann wurde die Seite erstellt?

Redigatur: Matthias Bau, Paulina Thom

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Author: Steffen Kutzner

https://www.bachhausen.de/gefaelschtes-gewinnspiel-von-action-wieder-sollen-offenbar-daten-abgegriffen-werden/

#action #daten #gefalschtes #gewinnspiel #offenbar #sollen #wieder

Gefälschtes Gewinnspiel von Action – wieder sollen offenbar Daten abgegriffen werden

Erneut sind gefälschte Gewinnspiele in Umlauf, dieses Mal unter anderem von Action. Mit der Masche sollen vermutlich Daten abgegriffen werden.

correctiv.org
Ist unser Naturbegriff deskriptiv oder normativ oder beides oder keins von beidem?

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Dieser Artikel stammt von Netzpolitik.org.

Reproduktive RechteGoogle und Meta sollen Anzeigen über Abtreibung blockiert haben

Wer bei Meta oder Google mithilfe von Werbeanzeigen über reproduktive Gesundheit informieren möchte, kann Probleme bekommen. Zwei NGOs berichten, wie solche Anzeigen gelöscht werden – während fragwürdige Angebote online gehen dürfen. Die Tech-Konzerne verteidigen sich.


28.03.2024 um 17:55 Uhr
Lea Binsfeld – in Öffentlichkeitkeine Ergänzungen Viele Menschen sind auf Zugang zu digitaler Aufklärung über Gesundheitsthemen angewiesen. – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com National Cancer Institute

Meta und Google sollen vermehrt Werbeanzeigen blockiert haben, die zu Informationen über Abtreibung und reproduktive Gesundheitsversorgung führen. Das geht aus einem gemeinsamen Bericht der Organisationen MSI Reproductive Choices und Center for Countering Digital Hate (CCDH) hervor. Nutzer:innen in mehreren Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas seien auf diese Weise Informationen vorenthalten worden. Die Konzerne haben sich hierzu gegenüber dem britischen Guardian geäußert. Meta sagte, es werde die Ergebnisse prüfen; Google wies die Vorwürfe zurück.

MSI setzt sich für den Zugang zu Empfängnisverhütung und Abtreibung ein und bietet in über 30 Ländern sexuelle und reproduktive Gesundheitsdienste an, darunter Vasektomien und Schwangerschaftsabbrüche. Der gemeinnützigen Organisation zufolge wurden ihre Anzeigen mit Informationen zur sexuellen Gesundheit von Meta abgelehnt oder gelöscht.

Im Austausch mit lokalen Gesundheitsdienstleistern aus 10 Ländern haben die beiden Organisationen untersucht, wie gut sich Nutzer:innen auf den Plattformen zu Abtreibung informieren können. Sie stellten fest, dass Google und Meta die Verbreitung seriöser Informationen behinderten, etwa indem sie bestimmte Werbeanzeigen nicht zuließen. Zusätzlich sollen die Plattformen es versäumt haben, gegen bedenkliche Inhalte vorzugehen.

Verschwörungserzählung über „kleine, aber sehr mächtige Gruppe“

Der Bericht kommt zu dem Schluss: Gesundheitsdienstleister seien nicht in der Lage, Menschen die notwendige Beratung und Versorgung zukommen zu lassen. Die Einschränkung zuverlässiger Informationen untergrabe das Grundrecht der Nutzer:innen auf medizinische Aufklärung.

Zugleich beschreiben die NGOs, wie falsche und irreführende Inhalte offenbar ohne Hindernisse Verbreitung fanden. Nach Angaben von MSI und dem CCDH erlaubte Meta in Ghana und Mexiko etwa Anti-Abtreibungs-Anzeigen, die bis zu 8,8 Millionen Mal aufgerufen wurden. Außerdem sei dargestellt worden, Abtreibungsmedikamente würde „hohe Risiken“ für Frauen bergen und Schwangerschaftsabbrüche würden von „kleinen, aber sehr mächtigen Gruppen“ gefördert. Meta sagte gegenüber dem Guardian: „Wir verbieten Anzeigen, die Fehlinformationen enthalten“. Google bemängelte: Der „Bericht enthält kein einziges Beispiel für regelwidrige Inhalte“.

MSI Vietnam teilte mit, dass Facebook-Werbung entfernt wurde, die verschiedene Verhütungsmethoden beworben hatte. Und Begriffe wie „Schwangerschaftsmöglichkeiten“ wurden als Verstoß gegen die Richtlinien von Google gemeldet, berichtete MSI Ghana. Google erklärte hierzu: Werbeanzeigen zu diesen Begriffen seien in Ghana nicht verboten. Ein Grund für die Ablehnung der Inhalte könnten Google-Richtlinien gegen zielgerichtete Werbung aufgrund sensibler Gesundheitsdaten wie Schwangerschaft sein.

Ähnliche Ergebnisse bei weiteren Untersuchungen

Die Untersuchung der Organisationen ist nicht die erste ihrer Art. Ähnliche Beobachtungen machte etwa das Center for Intimacy Justice (CIJ) im Januar 2022. Es veröffentlichte einen Bericht, in dem es Metas Umgang mit Gesundheitsanzeigen für Frauen und Menschen nicht binären Geschlechts beschrieb. Demnach hätten Facebook und Instagram solche Inhalte abgelehnt. An Männer gerichtete Werbung für Potenzmittel oder Gleitgel sei hingegen häufig auf den Plattformen aufgetaucht.

Eine Recherche des kenianischen Kollektivs Fumbua aus dem vergangenen Jahr zeigte, wie auf Facebook und Google selbst Anzeigen zu gesundheitlich schädlichen Produkte für Frauen zugelassen wurden. Darunter fanden sich dem Bericht zufolge etwa Vaginalbälle aus Kräutern, die angeblich „reinigen“ und vor Gebärmutterhalskrebs schützen sollten. Das „Steaming“, bei dem man über einer Schüssel mit kochendem Wasser sitzt, wurde demnach als Behandlung gegen Endometriose angepriesen. Das Kollektiv warnte, dass solche wissenschaftlich nicht belegten Anwendungen zu Entzündungen führen könnten.

Meta sei hier nach eigenen Angaben bloß den eigenen Richtlinien gefolgt, wie der Konzern dem Guardian mitteilte: „Wir entfernen Inhalte, die schädliche Wundermittel für Gesundheitsprobleme bewerben, wenn allgemein davon ausgegangen wird, dass die Behandlungen direkt zum Risiko schwerer Verletzungen oder des Todes beitragen“.

Wanjiru Nguhi, Leiterin der Untersuchungen, sagte der britischen Zeitung: „Am alarmierendsten ist, wie frei diese Anzeigen verfügbar sind.“ Es könnten nicht nur schädliche Dinge verkauft, sondern auch öffentlich beworben werden. Google, Meta und YouTube seien somit nicht nur Teil dieses gefährlichen Systems, sondern profitierten auch dadurch.

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Author: Lea Binsfeld

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#abtreibung #anzeigen #blockiert #google #rechte #reproduktive #sollen

Reproduktive Rechte: Google und Meta sollen Anzeigen über Abtreibung blockiert haben

Wer bei Meta oder Google mithilfe von Werbeanzeigen über reproduktive Gesundheit informieren möchte, kann Probleme bekommen. Zwei NGOs berichten, wie solche Anzeigen gelöscht werden – während fragwürdige Angebote online gehen dürfen. Die Tech-Konzerne verteidigen sich.

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