Wann begannen Menschen, sich systematisch umzubringen?

Die Archäologie antwortet: Mit dem Ackerbau.

Sesshaftigkeit → Überschuss → Eigentum → Verteidigung → Hierarchie.

Gewalt war im neolithischen Europa endemisch — manchmal bis zur völligen Vernichtung ganzer Gemeinschaften.

Wettbewerb zwischen wachsenden Siedlungsgemeinschaften um Ackerland trieb den Konflikt an.

Cui bono? Damals wie heute: wer speichern kann.

https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2209481119
#CuiBono #Geschichte #Neolithikum #Krieg #Ackerbau

mal etwas eskapistisches: neuere forschungen zu diesen ungewöhnlichen siedlungen der trypillia-kultur, in Stăuceni in rumänien. in rumänien scheint diese als Cucuteni-Tripolje-Kultur bezeichnet zu werden.

im 5. und frühen 4. Jahrtausend v. Chr. Siedlungen mit bis zu 3.000 Häusern und schätzungsweise 15.000 bis 30.000 Bewohnern
bemerkenswert an diesen siedlungen ist, dass sich keine struktur im gebäudeplan findet, die auf soziale schichtungen hinweist: paläste, zentralgebäude und dergleichen. aber man findet wohl öfter "megastrukturen" in diesen siedlungen, die offenbar eindeutig keine paläste sind. wieso wird mir nicht klar. hier hat mal wohl geomagnetische messungen unternommen, gefolgt von kleineres grabungen bei einer solchen "megastruktur"

was über die funde berichtet wird, klingt recht mager. allerdings könnte man etwas gehässig folgende funde interpretieren:

Keramikscherben, Überreste der Steinbearbeitung sowie vereinzelte botanische Reste, darunter verkohlte Getreidekörner und einen Samen des Schwarzen Bilsenkrauts, einer Pflanze mit psychoaktiver Wirkung.
egalitäre woke archäo-junkies ... :-)

#wissenschaft #geschichte #archäologie #trypillia-kultur #neolithikum #rumänien #Cucuteni-Tripolje-Kultur #ausgrabung

Nachrichten aus der Archäologie @ Archäologie Online wrote the following post Fri, 08 May 2026 15:39:00 -0300

Neue Hinweise auf soziale Organisation früher Gesellschaften

#^Neue Hinweise auf soziale Organisation früher Gesellschaften

Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben neue Hinweise darauf gefunden, wie große Siedlungen in der Urgeschichte organisiert waren. Im Zentrum steht ein besonderer Gebäudetyp: sogenannte Megastrukturen. Grabungen in Rumänien zeigen, dass dieser Bautyp auch in kleineren Siedlungen vertreten ist. Damit liefern die Megastrukturen neue Erkenntnisse darüber, wie Gemeinschaften mit tausenden Menschen ohne erkennbare Hierarchien funktionieren konnten.


mal etwas eskapistisches: neuere forschungen zu diesen ungewöhnlichen siedlungen der trypillia-kultur, in Stăuceni in rumänien. in rumänien scheint diese als Cucuteni-Tripolje-Kultur bezeichnet zu werden.

im 5. und frühen 4. Jahrtausend v. Chr. Siedlungen mit bis zu 3.000 Häusern und schätzungsweise 15.000 bis 30.000 Bewohnern
bemerkenswert an diesen siedlungen ist, dass sich keine struktur im gebäudeplan findet, die auf soziale schichtungen hinweist: paläste, zentralgebäude und dergleichen. aber man findet wohl öfter "megastrukturen" in diesen siedlungen, die offenbar eindeutig keine paläste sind. wieso wird mir nicht klar. hier hat mal wohl geomagnetische messungen unternommen, gefolgt von kleineres grabungen bei einer solchen "megastruktur"

was über die funde berichtet wird, klingt recht mager. allerdings könnte man etwas gehässig folgende funde interpretieren:

Keramikscherben, Überreste der Steinbearbeitung sowie vereinzelte botanische Reste, darunter verkohlte Getreidekörner und einen Samen des Schwarzen Bilsenkrauts, einer Pflanze mit psychoaktiver Wirkung.
egalitäre woke archäo-junkies ... :-)

#wissenschaft #geschichte #archäologie #trypillia-kultur #neolithikum #rumänien #Cucuteni-Tripolje-Kultur #ausgrabung

Nachrichten aus der Archäologie @ Archäologie Online wrote the following post Fri, 08 May 2026 20:39:00 +0200

Neue Hinweise auf soziale Organisation früher Gesellschaften

#^Neue Hinweise auf soziale Organisation früher Gesellschaften

Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben neue Hinweise darauf gefunden, wie große Siedlungen in der Urgeschichte organisiert waren. Im Zentrum steht ein besonderer Gebäudetyp: sogenannte Megastrukturen. Grabungen in Rumänien zeigen, dass dieser Bautyp auch in kleineren Siedlungen vertreten ist. Damit liefern die Megastrukturen neue Erkenntnisse darüber, wie Gemeinschaften mit tausenden Menschen ohne erkennbare Hierarchien funktionieren konnten.


Der aus dem nordhessischen #Breuna sammende Prof. Johannes Müller (Kiel) hat in seinem Herkunftsort Ausgrabungen in einer neolithischen Wall- und Grabenanlage durchgeführt. Eine weitere Kampagne ist geplant. #Archäologie #Neolithikum #histodons #Nordhessen 🏺 www.hna.de/lokales/wolf...

Archäologischer Fund in Nordhe...
Archäologischer Fund in Nordhessen: Erste Vermutung bestätigt sich – Jahrtausende alte Siedlung

Archäologen haben bei Breuna eine über 4000 Jahre alte Anlage entdeckt. Bis zu 3000 Menschen könnten sich dort versammelt haben.

Der aus dem nordhessischen #Breuna stammende Prof. Johannes Müller (Kiel) hat in seinem Herkunftsort Ausgrabungen in einer neolithischen Wall- und Grabenanlage durchgeführt. Eine weitere Kampagne ist geplant. #Archäologie #Neolithikum #histodons @archaeodons #Nordhessen 🏺
Archäologischer Fund in Nordhessen: Erste Vermutung bestätigt sich – Jahrtausende alte Siedlung
Archäologischer Fund in Nordhessen: Erste Vermutung bestätigt sich – Jahrtausende alte Siedlung

Archäologen haben bei Breuna eine über 4000 Jahre alte Anlage entdeckt. Bis zu 3000 Menschen könnten sich dort versammelt haben.

Gebaute Gemeinschaft: Göbeklitepe, Taş Tepeler und das Leben vor 12.000 Jahren | James-Simon-Galerie – Tickets kaufen

Termine, Tickets, Anfahrt • Gebaute Gemeinschaft: Göbeklitepe, Taş Tepeler und das Leben vor 12.000 Jahren • James-Simon-Galerie • Tickets online oder telefonisch bestellen.

Berlin.de

Wie lebten #Frauen in der #Steinzeit ? Wie war das #Geschlechterverhältnis damals? Kurz: Was ist die ursprüngliche Lebensweise der Menschen?

Ein hervorragender Beitrag dazu findet sich in der #ardmediatek auch mit Wortbeiträgen unserer Mitfrau Prof. Dr. Brigitte Röder (Uni Basel):
https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:9b9721f28c407b6c/

#gender #Forschung #Archäologie #Paläolitikum #Mesolithikum #Neolithikum #miteinader

*Spoiler*
Es gibt weder DIE Steinzeit noch DIE ursprüngliche Lebensweise oder DIE Geschlechterzuordnung.

Podcast: Frauen in der Steinzeit - Geschlechterverhältnisse in grauer Vorzeit

Dass Frauen in der Steinzeit nicht in einer Kinderschar ums Feuer saßen und auf den Familienernährer warteten, ist inzwischen weitgehend bekannt. Doch wie lebten Frauen dann? Welche Beweise gibt es, welche Thesen, welche Schwierigkeiten? (BR 2025) Credits: Autorin dieser Folge: Silke Wolfrum Regie: Martin Trauner Es sprachen: Christoph Jablonka, Julia Fischer Technik: Lorenz Kersten Redaktion: Thomas Morawetz Im Interview: Prof. Dr. Brigitte Röder (Fachbereich Ur- und Frühgeschichtliche und Provinzialrömische Archäologie Uni Basel) Claudine Cohen, Directrice d'études de l'EHESS (renommierte Uni für Sozialwissenschaften), Philosophin und Wissenschaftshistorikerin Diese hörenswerten Folgen von Radiowissen könnten Sie auch interessieren: Vor 30.000 Jahren hatte die Eiszeit Europa noch fest im Griff. Damals, in der Altsteinzeit, verdrängte der anatomisch moderne Mensch zunehmend den Neandertaler. Was wissen wir über unsere Vorfahren? https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:publication:fb49c430e38a60c6/ Alles Geschichte - Der History-Podcast: https://www.ardaudiothek.de/sendung/alles-geschichte-der-history-podcast/urn:ard:show:fdb83c5530d71150/ Literatur: Claudine Cohen, „Femmes de la Préhistoire “: Eine umfassende Darstellung der Bedeutung der Frau v.a. in der Altsteinzeit, leider nicht auf Deutsch erhältlich Brigitte Röder (Hrsg.), „Ich Mann, du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?“, mit einem Vorwort von Brigitte Röder und zahlreichen konkreten Fallbeispielen Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an [email protected]. Radiowissen finden Sie auch in der ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/radiowissen/urn:ard:show:a5369fa8556fcd7b/ Das Manuskript zur Folge gibt es hier: https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/manuskripte/index.html Wir freuen uns über eure Kommentare und Diskussionsbeiträge. Bitte beachtet unsere Netiquette und Tipps für Kommentare: https://www.br.de/service/kommentare-netiquette-richtlinien-110.html

ARD Audiothek

One of the oldest known “windows”

Light opening (center of image) above the entrance to the passage at Newgrange.
For a few days around the winter solstice, a ray of light shines through this opening into the chamber at the end of the passage at sunrise.

May 2014

#Newgrange #PassageTomb #Boyne #SiAnBhru #CountyMeath #Ireland #Neolithic #Neolithicperiod #wintersolstice #sunrise #solstice #Irland #Neolithikum #Jungsteinzeit #passage #Wintersonnenwende #Sonnenaufgang #FensterFreitag

5000 Jahre alte Schädel erzählen vom ältesten bekannten Krieg der Welt.
Frauen, Männer, Kinder – 338 Tote.

Was ein Grab aus der Jungsteinzeit über diese Geschichte verrät:
👉https://www.miss-jones.de/2024/01/19/der-aelteste-bekannte-krieg-der-menschheitsgeschichte/

#Archäologie #Steinzeit #Neolithikum #Kriegsgeschichte #Massengrab #Urgeschichte #Frühmenschen #ArchäologischeFunde #Anthropologie #Menschheitsgeschichte #Spurensuche #Wissenschaft #GeschichteVerstehen

Vor 5000 Jahren: Krieg in der Jungsteinzeit – was ein Massengrab in Spanien verrät | Miss Jones

Ein 5.000 Jahre altes Massengrab in Nordspanien liefert den bisher ältesten Beleg für eine längere Kriegsphase der Menschheitsgeschichte. Verletzungsspuren, Waffenreste und neue wissenschaftliche Analysen zeigen: Bereits im Neolithikum gab es organisierte Gewalt, wiederholte Kämpfe und Opfer beider Geschlechter. Der Artikel geht der Frage nach, was dieser archäologische Fund über den Ursprung des Krieges verrät.

hier gibt es belege, dass auch in usbekistan schon vor knapp 9200 jahren menschen wildgetreide gesammelt haben. klingen zum schneiden der gräser wurden gefunden, und verkohlt gerste, pistazien und apfelkerne ...

diese gerste muss man ernten, bevor sie von selbst vom gras fällt oder danach vom boden aufklauben. die klingen deuten drauf hin, dass sie vor der finalen reife geerntet wurde.

was "fehlt", was zumindest im text nicht erwähnt wird, sind verarbeitungswerkzeuge, wie reibsteine.

die idee, grassamen zu sammeln, war offensichtlich weiter verbreitet, als man dachte. ich habe darüber, glaube ich, auch schon in dem buch dark emu von bruce pascoe gelesen. dort wurden australische reibsteine erwähnt, mit denen grassamen zubereitet worden waren und die er zig jahrtausende zurückdatiert.

#geschicht #archäologie #neolithikum #ernährung #JägerUndSammler #usbekistan

Nachrichten aus der Archäologie @ Archäologie Online wrote the following post Sun, 31 Aug 2025 16:56:00 +0900

Frühe Jäger und Sammler ernteten Wildgetreide im heutigen Süd-Usbekistan

#^Frühe Jäger und Sammler ernteten Wildgetreide im heutigen Süd-Usbekistan

Eine neue Studie, die von einem interdisziplinären Forschungsteam in den Proceedings of the National Academy of Sciences der Sciences of the USA veröffentlicht wurde, zeigt, dass Menschen vor 9.200 Jahren in Südusbekistan wilde Gerste mit Sichelklingen ernteten. Dies stellt die bisherigen Annahmen über die Ursprünge der Landwirtschaft in Frage. Diese Funde deuten darauf hin, dass das Sammeln von wilden Pflanzen verbreiteter war als angenommen.