AK Flugverkehr des VCD:
Absenkung der Luftverkehrsteuer ist Weg in die falsche Richtung
Die Bundesregierung plant eine Absenkung der Luftverkehrsteuer; der VCD – Verkehrsclub Deutschland kritisiert scharf dieses Vorhaben
AK Flugverkehr des VCD:
Absenkung der Luftverkehrsteuer ist Weg in die falsche Richtung
Die Bundesregierung plant eine Absenkung der Luftverkehrsteuer; der VCD – Verkehrsclub Deutschland kritisiert scharf dieses Vorhaben
„Im deutschen Energiesteuergesetz stehen 65 Cent pro Liter – das ist der Satz, der für Pkws gilt. Wenn der Staat die erheben würde, wäre ein Flugticket sofort rund 50 Prozent teurer als heute.
Verglichen damit ist die #Luftverkehrsabgabe mit 15,53 Euro für kurze, 39,34 Euro für mittlere und 70,83 Euro für lange Strecken wirklich überschaubar. 2019 war die Luftverkehrsteuer ungefähr halb so hoch wie jetzt, und auch damals hat die Luftverkehrsindustrie gejammert, dass der Verkehr wegen der Steuer nicht wachse. Das stimmte aber auch damals nicht.“
Ehm, und der soll ja auch nicht wachsen.
„Wie viel Geld könnte der Staat mit einer #Kerosinsteuer einnehmen?
Graichen: In Deutschland sind es rund 8 Milliarden Euro pro Jahr. Und bei der Mehrwertsteuer wären es 19 Prozent auf jedes Ticket: Ein innereuropäischer Flug für etwa 300 Euro würde dann rund 60 Euro mehr kosten, ein Langstreckenflug für 1.000 Euro schon knapp 200 Euro mehr. Insgesamt entgehen dem Staat weitere 4 Milliarden Euro aus der Mehrwertsteuer.“
„Wer wenig Geld hat, fliegt nie oder ganz selten. Wenn ich das Urlaubsbudget für eine vierköpfige Familie berechne, ist der Flug nur ein kleiner Teil der Gesamtkosten. Deshalb halte ich das Argument, sie könne keinen Urlaub mehr machen, wenn Fliegen teurer wäre, für vorgeschoben. Aktuell subventioniert der Staat wohlhabende Menschen, weil sie am meisten fliegen. Würde er eine Kerosin- und Mehrwertsteuer erheben, hätte er viele Milliarden Euro für gezieltere soziale Förderung.“
„taz: Wie lässt sich Fliegen noch reduzieren?
Graichen: Ich finde die Idee der Vielfliegersteuer sympathisch. Die ist administrativ nicht so einfach umzusetzen, aber sinnvoll: Je öfter eine Person fliegt, desto teurer wird jedes weitere Ticket. Das würde die treffen, die viel fliegen – und nicht die, die sich einmal in fünf Jahren einen Urlaub leisten können. Ein anderer Ansatz ist, die Nachtflugzeiten und die Startplätze an Flughäfen einzuschränken. Dadurch würden auch die Preise weiter steigen.“
Ja, Steuer die mit den Flugmeilen exponentiell wächst. Haben schon #ScientistRebellion vorgeschlagen.
„wenn Deutschland klimaneutral werden und die Erderhitzung unter 2 Grad Celsius bleiben soll, dann ist die heutige Menge des Fliegens nicht möglich.“
„Wenn die Welt den #Klimaschutz ernst nimmt, müssen wir einfach gucken, wie viele Langstreckenflüge wir uns leisten wollen.“
So sieht’s aus. Wir müssen einfach #AmBodenBleiben
„Die Emissionen der privaten Luftfahrt seien zwischen 2019 und 2023 um 46 Prozent gestiegen.“
!!!
Die zwei Lieblingsspielzeuge der Deutschen
treffen sich am #Flughafen. Je billiger das #Parken des #Autos und das #Fliegen, desto häufiger. Eine #Bushaltestelle genügt für die #NichtAutofahrer.
Die #Bundesregierung mag das und unterstützt es auf ihre Art:
-- durch das Aus des #VerbrennerAus (das #VerbrennerAusAus) (1), so daß die alten Möhren weiter die Luft verpesten können - na gut, die Berliner und Brüsseler #Politik will der schlafwandelnden #Autoindustrie auch Zeit verschaffen, um aufzuwachen (2)
-- durch das Absenken der #Luftverkehrsabgabe (3), damit die reisefreudigen Landsleute weiterweg abhauen können, um der spaßverderbenden #Realität (#Klimawandel und #Alltag) für eine Weile zu entkommen - politisch genau gesagt: weil die #Ministerpräsidenten der Bundesländer sowie die Gewerkschaft #verdi eine Entlastung des deutschen Luftverkehrs fordern (4)(5)
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Es gab mal Zeiten, als der Berufswunsch von kleinen Jungen '#Lokführer' war. Da fuhren noch kohlebetriebene #Dampfloks, sogar ziemlich pünktlich.
Für den #Wirtschaftsaufschwung Deutschlands taugten #Massenverkehrsmittel aber nicht. So nahm das Straßenverkehrsübel seinen Gang.
Und fliegen will ja jede/r - oder?
Das #Deutschlandticket des #ÖPNV und #SPNV hat sich als allzu beliebt erwiesen, so daß der Preis getrost steigen darf.
Danke für nichts auch!
(1) https://taz.de/VW-Mercedes-und-die-anderen/!6124498/
(2) https://taz.de/Vorschlag-der-EU-Kommission/!6076459/
(3) https://taz.de/Senkung-Flugverkehrsabgabe/!6123622/
(5) https://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++189ffaa4-c136-11f0-89a2-2dc81e0125bc
„„Wir machen unsere Hausaufgaben“, sagte Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses. Fragt sich nur: Wer hat die Hausaufgaben aufgegeben?“
So, so: Hausaufgaben. Das Abwickeln der eigenen Politik. Na denn: Tschüssi.
#Luftverkehrsabgabe #SPD #amBodenBleiben #Fliegen #Klimakatastrophe #fossileSubventionen
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport rechnet angesichts ausbleibender Entlastungen durch die Politik weiter mit einer mauen Entwicklung der deutschen Luftfahrt. Für 2025 sieht Fraport-Chef Stefan Schulte den Konzern zwar auf Kurs zu seinen Jahreszielen.
Das Wort #Klima taucht im #Koalitionsvertrag #Berlin 90 mal vor. Heute: dem #Senat #Berlin nach muss fliegen attraktiv bleiben.
Übersicht zur Luftverkehrsabgabe
https://de.wikipedia.org/wiki/Luftverkehrabgabe
Koalitionsvertrag zum Nachlesen
https://www.berlin.de/rbmskzl/politik/senat/koalitionsvertrag/
Die #Luftverkehrsabgabe und deren Entstehung und Absichten sind interessant sich mal anzuschauen. Der Wikipedia Artikel gibt einen guten Einstieg.
Auch wenn die aktuelle Koalition jetzt die Luftverkehrssteuer etwas erhöht hat, bleiben die Subvention für den Luftverkehr nach Meinung des VCD nach wie vor zu hoch.
Für die Finanzierung der Dekarbonisierungs-Transformation Deutschlands oder anderer sozialer politischer Herausforderungen liegen hier noch unerschlossene Potentiale in Milliarenhöhe.
#vcdbayern
#klimawandel
#luftverkehrsabgabe
#Luftverkehrssteuer
Ab dem 1. Mai wird die Luftverkehrsteuer erhöht und die Deckelung der Einnahmen aus dem Emissionshandel beendet. Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt diesen Schritt, betrachtet die Erhöhung jedoch als zu gering. Zudem mahnt er an, weiterhin bestehende Subventionen fürs Fliegen abzubauen. Weder werde Kerosin besteuert noch die Mehrwertsteuer auf Auslandstickets erhoben, kritisiert Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher beim VCD.