(Nichts) neues aus afganistan

Der totalitäre islamistische staat afganistan hat das mittelalter in form eines neues strafgesetzes kodifiziert, wie der BRD-staatsfunk meldet [arschivversjon, selbst der BRD-staatsfunk „deutschlandfunk“ verhindert inzwischen archivierungen beim internet archive, und das völlig ohne irgendeine not]:

Die Menschenrechtsorganisation „Tolerance“ berichtete Ende Januar, dass ein entsprechendes Dokument an afghanische Gerichte übermittelt wurde. Darin wird die Gesellschaft bei der Beurteilung von Strafen in vier Gruppen eingeteilt: Gelehrte, Adlige wie Stammesführer und Kaufleute, der Mittelstand sowie die Unterschicht […] Ebrahimi bemängelt zudem, dass Regierungsvertreter in dem neuen Gesetz pauschal als Gelehrte dargestellt werden, wohlhabende Händler als höherwertig gelten und Macht sowie Reichtum plötzlich als Zeichen von Wissen oder moralischer Überlegenheit interpretiert werden […] Für privilegierte Gruppen reichen milde Sanktionen wie Verwarnungen oder schriftliche Mahnungen aus, während Angehörige der ärmeren Bevölkerungsschichten mit körperlicher Züchtigung rechnen müssen

<zynismus>Klingt ja fast wie rechtspraxis in der BRD!</zynismus>

[…] Vage und unbestimmte Begriffe wie „Verderbnis“, „Rebellion“ oder „unmoralische Versammlungen“ geben den Behörden nahezu unbegrenzte Macht […}

Vage und unbestimmte begriffe wie „häjhtspietsch“, „fäjhknjuhs“ oder „feinde unserer demokraite“ geben den freunden des schnell vorangetragenen BRD-mittelalters immer mehr macht. 😁️

Aber immerhin wird man in der BRD nicht mehr ausgepeitscht, gesteinigt (nur bei frauen) oder wie im ausrichterstaat der FIFA-WM 2034 gekreuzigt. Und immerhin haben frauen nicht den ungefähren rechtlichen status von haustieren.

#Afghanistan #Bitteres #Deutschlandfunk #Islam #Link #Mittelalter20 #Religion
Afghanistan: Die Taliban teilen Gesellschaft in Klassen ein

Das neue Strafgesetz der Taliban weist die Menschen in Afghanistan bestimmten Klassen zu. Gewalt und Willkür gegen Frauen, religiöse Minderheiten und ärmere Bevölkerungsschichten werden damit legalisiert.

Deutsche Welle

Zitat des tages

Der rechtsradikale Laden „AFD“ findet es töfte, was ICE in den USA treibt. Ihr wisst ja, was ich von denen halte. Dass die Rechtsradikalen gern einen auf „Ausländer raus“ im Parlametariersprech von sich geben, ist ja nun nichts neues. Aber sie wollen nun eine „Spezialeinheit der Polizei“ eingerichtet haben. Die soll nach ausreisepflichtigen Asylbewerbern fahnden und Abschiebungen organisieren. Und weil sie sich direkt auf ICE beziehen, befürwortet die AFD nun die Menschenjagd.

Es kursieren jeden Menge Fotos von Trumps Gestapo. Ich komme ja nicht ohne Grund auf die Idee, den Laden so zu nennen. Sie posieren in Kleidung, die an die „Geheime Staatspolizei“ erinnert. Sie recken gern rechte Arme stramm in halbe Höhe. Es sind rechtsradikale Einstellungen bekannt. Jeder, der „nicht weiß genug“ aussieht, könnte inhaftiert und / oder erschossen werden. Und DAS findet die AFD gut? Kann den Laden jetzt bitte mal irgendwer verbieten?

Henning Uhle

#AfD #Bitteres #BRD #HenningUhle #Link #USA #Zitat

Trumps Gestapo: Wo bog die Menschheit falsch ab?

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gibt es die ICE, eine Polizei- und Zollbehörde in den USA. Die wurde nun zu Trumps Gestapo.

Henning Uhle

Zum erbrechen eklig

Der Support weiß nicht so recht, was ich meine, weil dort nur Bots sind

Tja, für die vermarkter ist musik nicht etwa das, was über die banalen worte hinausgeht, sondern „content“. Der rest ist ein industrieller prozess. Dank irgendwelcher tschättbots kann man die kälte noch kälter erfühlen, und nicht jedem menschen wird allein davon warm ums herz, dass er ans geld denkt.

Kommende generazjonen — wenn nicht allen ein kleines termonukleares schlagabtäuschchen den tach versaut — werden nicht wie wir zwei, sondern drei grob unterschiedene formen der musik benennen: „ernste“ musik; contentindustriell hergestellte funkzjons- und industriemusik; und… musik.

#Bitteres #Blah #HenningUhle #KünstlicheIntelligenz #Link #musik

Shorty sagt: Musik überdenken

Ich muss mal wieder ein paar wilde Gedanken sortieren. Das ist erstmal nur so eine Art Spickzettel. Aber es tut mir leid, ich muss überdenken, wie ich mit meiner Musik weitermache. Denkt mal ein bisschen mit, wenn ihr wollt. Mir geht es nicht darum, mit meiner Musik aufzuhören. Ich habe da ein paar Tracks in ... Weiterlesen

Henning Uhle

Hinweis für freunde der deutschen sprache

Ja. Doof, wenn’s mal wieder zu groß wird und Kreise dreht. Ging nicht anders. Musste auch schnell gehen. Musste schnell weg, möglichst ohne wieder die Detektive, Kommissare, Meldeheinis und sich das Maul zerreißende Waschweiber auf den Plan zu rufen.

Der Bock aufs Schreiben ist gerade anlassbezogen weg, deswegen finden Sie hier eine lange Weile nur liegengebliebene Entwürfe und Linkschleudereien – versteckt hinter einer Privatschranke. Und irgendwann vielleicht gar nichts mehr, weiß ich nicht.

Der Vorteil hinter der Schranke: Sie dürfen frei kommentieren.

Ob der Bock auf das Schreiben von neuen Dingen wiederkommt, kann ich nicht sagen, ebensowenig ob das Ding jemals wieder hinter der Schranke hervorkommt. Das freie Schreiben im Internet ist unter Beschuss und das wird vermutlich nicht besser werden, eher noch unangenehmer.

Wenn sie das jetzt wirklich untergründige Ding weiterempfehlen wollen, tun Sie das gerne. Ich nehme erstmal jeden in den lustigen Club auf, schmeiße aber raus, wer auf den Läufer kackt. Viel Spaß.

Teilt uns der ma… ähm… betongflüsterer mit [der link führt in ein blog, bei dem man sich zum lesen registrieren muss]. Und sagt damit eigentlich alles, so dass ich nichts hinzufüge. Bis auf das folgende geblahe.

Ein bisschen schade ist es, dass man dort keinen brauchbaren RSS-fiehd hat, aber weil ich ja — unter anderem wegen dieses rotzvollen blögchens hier — ein konto bei wordpress punkt com habe, kann ich mir wenigstens mäjhlbenachrichtigungen zusenden lassen. So ein konto ist schnell eingerichtet, und nehmt besser einen eigenen mäjhlalias dafür, falls die klitsche automattic sich demnächst auf asozjale spämmartige reklamemäjhls diversifizieren sollte. Und fragt mich nicht, wie man das zusammenklickt. Ich habe es eben irgendwie geschafft, aber ich weiß nicht mehr wie. Ich bin zu alt für moderne ideen in der benutzerführung. Immerhin musste ich noch nicht mit einem begriffsstutzigen und dummen angelernten neuronalen netzwerk rumtschätten oder gar kwasseln (und dafür eigens ein mikrofon anstöpseln), aber das kommt sicherlich demnäxt auch noch. Inklusive „schreibassistent“, der mir auf ein rülpsen hin einen kompletten text zusammenschreibt und bloggt. Ach, so etwas ähnliches gibt es bei wordpress punkt com schon, wenn man ein paar dollar hinlegt…

Die zustände mit den detektoren, parteikommissaren, anzeigenhauptmeistern, gewäschweibern und hochnottapferen petzheldys kann ich leider auch nicht ändern. Dass blogger in der BRD gemobbt, gedoxxt und gejuragängelt werden, habe ich ungefähr seit 2005 wieder und wieder erlebt, bei einigen ging es bis an den rand der existenzvernichtung. Jedes mittel und jeder rechtsmissbrauch kam dafür recht. Darunter sind einige richtig gute stimmen verstummt, und natürlich eine menge brotloser kunst, scharfer beobachtung und sonst unbeachteten lebens, die sich einfach nur ausdruck verschafft haben.

Und es wird immer schlimmer.

Außer natürlich für die monetarisierungsstrebigen deutschsprachigen alfablogger mit ihrem klickheischenden scheißstil und ihrer geschäftstüchtigkeit. Jede narzisstisch um sich selbst kreisende schulterwundklopfrunde namens re:pups-ich-da [link geht auf eine arschivversjon] ist voll davon, und der uneheliche bruder des alfabloggers, der nach frischem brechdurchfall stinkende scheißjornalist, steht mit feste parteitagsklatschenden händchen in tausendheroldstärke dabei, wenn „wichtiges“ und tolle „visjonen“ verkündigt werden, in einer mischung aus kanzel, bütt und fünfjahresplan verkündigt werden. Davor wirbt die bundeswehrmacht mit „zu bunt gehört auch natoolivgrün“, denn die zielgruppe stimmt. Nur, was die stimmen verstummen lässt, ist dort niemals ein tema gewesen. Seit achtzehn beschissenen jahren nicht. Auf mich wirkt es nur noch wie die totenmesse des bloggens. Es klingt zwar keine feierliche orgel, aber die arschgeigen sind dafür um so lauter.

(Beim letzten mal scheint da jemand die parole ausgegeben zu haben, dass man sich mehr untereinander verlinken soll. Und die machen es. Wie die dressierten hündchen. Es gibt sogar wieder stöckchen und blogparaden — die spätgeborenen, die das nicht mehr kennen, haben einfach ein bisschen glück gehabt — die in erster linje zum linkaufbau und damit der suchmaschinenrelevanz dienen. Und das nur, weil der tote blaue vogel tot und das fratzenbuch zur parallelgesellschaft mit geisterbahnambiente geworden ist. Wenn doch nur vorher jemand vor börsennotierten klitschen ohne seriöses geschäftsmodell jenseits der zentralisierung aller kommunikazjon und ihrer vergällung mit reklame gewarnt hätte!)

Ach, jetzt wird in den betong geflüstert!

#Bitteres #Blogsterben

Private Website

Rätselhafter bloggerschwund des tages

Nicht nur Fefe bleibt stumm, der maschinist ist völlig verschwunden [archivversjon], als solle da nichts mehr zurückkommen. Im gegensatz zu den sich untereinander abfeiernden bloggern aus der „alfabloggeria“ ist das ein echter verlust, denn es war eines der wenigen deutschsprachigen blogs im eigentlichen sinn des wortes.

Ein dank an den kommentator Karl Marx, der mich darauf hinwies, denn ich habe es nicht bemerkt, weil ich den meisten blogstoff über RSS lese. Wenn jemand nicht jeden tag aktiv ist, gewöhne ich mich daran, dass da mal tagelang nichts mehr kommt und sehe die webseit nicht, die wie eine todesanzeige aussieht.

#Bitteres #Bloggerschwund #Maschinist

maschinist

Berlin ist nicht Haiti

maschinist

Deine Feinde

Die über Krieg und Wirtschaft sprechen, aber nicht über Glück und Freiheit, sind deine Feinde. Die dich zum Verbraucher machen wollen, aber nicht zum intelligenten Menschen, sind deine Feinde. Die dich nach Kategorien wie Gruppenzugehörigkeit, Rasse, Geschlecht oder Verwertbarkeit in betrieblichen Produktionsprozessen sortieren, behandeln und im pseudowissenschaftlichen Ton von einer Rolle sprechen, die du zu spielen hast, als ob es um ein Theaterstück und nicht um die begrenzte Zeit deines einmaligen Lebens ginge, verneinen damit deine Individualität und sind deine Feinde. Sie sagen dir, was du brauchst und was du willst, weil sie es angeblich genauer wissen als du; sie vernichten dein gesamtes Leben, nehmen dir einen Großteil deiner Lebensmöglichkeiten weg, lassen dich die kraftvollen Jahre deines Lebens dafür arbeiten, dass du ihr Gift essen kannst und wenn es einmal ein gutes Geschäft verheißen sollte, werden sie dich auch ermorden; in einer notdürftig als Strafvollzug oder Besserungsanstalt getarnten Menschenmordfabrik oder auf der internationalen Waffenmesse eines Kriegsgemetzels ermorden.

Frieden ist mit ihnen nicht möglich, und Höflichkeit ist unangemessen, ja, wird von diesen Feinden noch als Zustimmung, Legitimation und Unterwerfung interpretiert. Sie verstehen nur Gewalt, üben nur Gewalt aus und machen in ihrer Gewalt nur noch drei Reaktionen möglich: Fatalistische Ergebenheit, sinnlosen Kampf oder die Flucht.

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#Bitteres

Zerfall

Die dünne Goldschicht, die auf die ganzen alten und damals schon erheblich beschädigten Strukturen gehämmert wurde, sie blättert überall ab, und darunter tritt die bröselige Bräune des Rostes zum Vorschein; dieser Schmutz unterbrochen von sinnlos zur Prachtentfaltung hingestellten und mit großen Festakten und Worten eingeweihten neuen Strukturen ohne lebenspraktischen Nutzen für den größten Teil der Menschen. Immer weniger schafft es die BRD, den Sterbeprozess durch die Langsamkeit des Verwelkens vor ihren Bewohnern zu verschleiern, denen die Heimat schon längst durch eine Steuerpflicht ersetzt wurde.

Innere Kündigung findet sich nicht nur am Arbeitsplatz in der seelenlosen und menschenverachtenden Hirnmühle der Verwaltung. Vor rund einem Vierteljahrhundert war ich — subjektiv nach meiner Wahrnehmung in meinem damaligen Umfeld — einer der ersten, die eine weitgehende Kündigung bei der BRD in aller Konsequenz und unter dem teilweise beißenden Spott meiner Mitmenschen „guck doch mal, was du alles für nichts wegschmeißt, du bist doch krank im Kopf“ so vollzogen haben, dass ich seitdem nur noch von dem lebe, was mir kampflos gegeben wird, so dass ich den Betrieb der BRD nicht weiter mit meiner Lebenszeit und meiner Arbeit mittrage und energisch auf die allzu bereit hingehaltenen Sklavenketten der so genannten „sozialen Sicherheit“ mit ihren Bestrafungs- und Gefügigmachungssystemen verzichte. Das Spotten gehört ja auch zu meinen Lieblingstätigkeiten, also ertrug ich Spott. Bislang hat jeder Spötter den Rausch seiner überlegenen Heiterkeit noch für einem vollwertigen Wahrheitsersatz gehalten, wenigstens für eine kurze, erleichternde Zeit. Ich spreche da aus Erfahrung.

Inzwischen stelle ich immer häufiger fest, dass der Spott über mich — ob er berechtigt ist oder nicht, mögen andere entscheiden, die Wahrheit liegt ja immer hilflos zwischen den jeweiligen Wirklichkeiten — verklingt und einem gewissen Respekt weicht; einem selbst noch von tiefbürgerlichen Zeitgenossen spürbar widerwillig eingeräumten und vielleicht falschen Respekt und der Einsicht, dass ich nicht einfach nur gemütskrank, sondern sehr radikal geworden bin. Ohne dabei gleich zum Gewalttäter zu werden, der einen revolutionären Umsturz vorantreiben möchte und sich in dieser Vorstellung selbst berauscht. Warum auch? Es wäre recht dumm gegenüber einem stärkeren, gegen solche Ansinnen gut bewaffneten Gegner, wenn es keinen vernichtenden Schlag aus dem Hinterhalt gibt, der auch eine ernstzunehmende Möglichkeit des Gelingens hat. Und den gibt es nicht. Noch nicht. Und schon gar nicht für Einzelne oder kleine Grüppchen. Gewalt kann die unerträglichsten Zustände über lange Zeiträume stabilisieren, überall auf der Welt, nicht nur in Nordkorea. Im Zweifelsfall muss man einfach nur rechtsstaatliche Feigenblätter wie „Verhältnismäßigkeit“ beiseitelassen, dann versteht jeder, dass man sich besser tief bücken und nicht zu laut flüstern sollte. Für die öffentliche, satirisch vorgetragene Beleidigung eines Bundesregierungsmitgliedes als „Schwachkopf“ gibt es in der BRD inzwischen eine vorsätzlich traumatisierende und maximal in die Privat- und Intimsphäre eingreifende Hausdurchsuchung. Obwohl der zu verfolgende Sachverhalt dokumentiert und belegt ist. Ermittlung als Bestrafung.

Aber während ein Umsturz illusorisch ist: Der Zerfall arbeitet weiter, nichts und niemand hält ihn auf. Er wird immer offener. Und immer weniger übersehen.

Ich habe mich selbst lange gefragt, was mich eigentlich so radikalisiert hat. Gewiss mitverursachend waren dabei viele Dinge, die prägendsten davon immer noch biographische Zufälle und ein bisschen Pech in der Eltern-, Kinderheim- und Verwaltungssachbearbeiterlotterie des damaligen Jugendamtes. Ich entwuchs diesen Zufällen etwas langsam unter den üblichen Wogen von Leiden und Selbstmitleid, die damals beinahe meinen gesamten Bekanntenkreis in den Tod durch Selbstmedikation mit Heroin trieben. Nach Verlust der besseren Jahre einer menschlichen Lebenszeit legte ich diese Haltung ab, um mich dem zuzuwenden, was noch geht. Traumatisiert, aber kraftvoll und mit frischem Geist in feierlicher Laune. Ach ja, zersetzenden Spott konnte ich natürlich auch noch, und mit meinem Leben hatte ich schon mehrfach abgeschlossen…

Und dann wurde das Euro-Bargeld eingeführt. Es ist jetzt beinahe ein Vierteljahrhundert her.

Ich hatte kein Problem mit den bunten Läppchen an sich, es ist mir letztlich gleichgültig, welche Motive und Farben verwendet werden. Gut, ich hätte mir schönere Scheine gewünscht, nicht dieses „Esperantogeld“ (vom Spott sprach ich ja schon) mit Abbildungen nicht existenter Brücken und Bauwerke. Aber ich weiß natürlich auch, was für ein Kompromist in der EU herauskommen kann, wenn im Abklingbecken für ausgebrannte korrupte Politiker und Verwaltungswirte ein Ausgleich zwischen den Staaten gesucht wird, und von daher muss man wohl schon zufrieden sein, wenn wenigstens die Wertzahl lesbar und die Farbwahl auch für Menschen mit Farbsehschwächen eindeutig ist. Die alltagspraktisch wichtigen Kriterien hat es allemal erfüllt, das veränderte Banknotenkleid des Geldes, das älter und böser als die Pest ist. Ansonsten: Selbst die Läppchen der Staatsbank der DDR waren hübscher. Und da hatte wirklich niemand Geschmack.

Viel schlimmer als die ästhetischen Abstriche war dann auch die Erfahrung des ersten Einkaufes mit den neuen Läppchen. Ich werde niemals die Gemüseregale vergessen, über denen keck die alten Preise mit einem neuen Währungszeichen prangten. Und es betraf keineswegs nur das Gemüse, das von einem Tag auf den anderen das Doppelte kostete, so dass Menschen nach Abzug ihres jeweiligen Unkostenapparates nur noch die halbe Kaufkraft in der Tasche hatten. Und passend dazu konzertiert tönte der gesamte Journalismus aus Presse, Funk und Glotze der BRD so: „Der Euro ist gar kein Teuro, das bildet ihr euch alle nur ein — wer etwas anderes behauptet, leidet unter Realitätsverlusten und ist ein Dummkopf“. Gut, das Wort „Dummkopf“ wurde nicht benutzt, genau so wenig wie das kindische Wort „Ällabätsch“. Aber es saß trotzdem genau so, was der inhaltlich völlig gleichlautende Journalismus aus sehr verschiedenen Quellen in die wehrlosen Augen und Ohren posaunte, während die unmittelbare Anschauung das genaue Gegenteil zeigte. Und genau das war auch die Absicht.

Es hat ja auch funktioniert.

Die Menschen haben es mitgemacht. Sie haben das Offensichtliche nicht mehr gesehen. Weil ihnen gesagt wurde, wie sie es zu sehen haben. Die haben nicht einmal nachgerechnet, so wie ich das gemacht habe. Sie haben sich hinterher sogar noch staatlich subventioniertes Lohndumping nach dem Herzen Gasherd Schröders, der SPD und der Grünen andrehen lassen. Für die Zukunft, die Modernität und Europa. Ohne nennenswerten Widerstand. Seitdem ist widersinnige Propaganda in der BRD alltäglich und beinahe allgegenwärtig geworden, während die Dreistigkeit und offene Intelligenzverachtung dieser Propaganda jeden verdammten Tag ein bisschen erhöht wird. Es funktioniert ja. Die Menschen machen es ja mit.

Wenn es gar mal sehr dreist und intelligenzverachtend wird, dann sagen sie sich: „Das kann ja mal passieren, es ist sicherlich nur ein Zufall, dass es so wirkt, wie es wirkt, so schlimm ist das alles nicht und es geschieht ja etwas“. Und dann vergessen sie das rasch wieder, damit sie nicht bemerken, wie oft sie sich das sagen müssen, um weiterzumachen.

Es gibt zu viele Menschen in der BRD, die sich mit billigen Worten und hingehuschten Skizzen abspeisen lassen, während ihr Herz aufgefressen wird.

Und unterdessen blättert sie überall ab, die dünne Goldschicht, die auf die ganzen alten Strukturen gehämmert wurde, und zwischen den einst dekorativen Fetzen des Goldes tritt die schmutzige Bräune des Zerfalls zum Vorschein, nur unterbrochen von sinnlos zur Prachtentfaltung hingestellten und mit großen Worten eingeweihten neuen Strukturen ohne lebenspraktischen Nutzen, baufrischen Ruinen vom Flughafen in Berlin bis zum tiefergelegten Bahnhof von Stuttgart.

Aber das schrieb ich ja schon. Ganz oben.

Genau wie: Immer weniger schafft es die BRD, den Sterbeprozess durch die Langsamkeit des Verwelkens vor ihren Bewohnern zu verschleiern, denen eine Heimat schon längst durch eine Steuerpflicht ersetzt wurde. Und eine Rundfunkabgabenpflicht natürlich.

Jetzt dürfen die Menschen ja wieder einmal durchwählen und ihre Stimme in die Urne pfeffern, dass sie nur so weg ist. Im Wahlkampf wird vor allem über Zuwanderung gesprochen. Ja, die ist auch ein Problem. Seit Jahrzehnten. Manchmal mehr, und meistens weniger. Nur, dass früher wenigstens Wohnungen für die Menschen gebaut wurden. (Vielleicht hätte man aber auch ein richtiges Einwanderungsgesetz machen sollen, das bei den sich abzeichnenden Problemen ansetzt, aber das wird seit über fünfzig Jahren von allen etablierten politischen Parteien verweigert. Obwohl es angemessen wäre. Vermutlich war ihnen ein Zustand mit mehr Willkürmöglichkeiten und weniger Rechten für die betroffenen Menschen lieber.) Früher, bevor die Parteienoligarchien der BRD gelernt haben, dass man die Menschen auch mit billigen Worten und hingehuschten Skizzen abspeisen kann, so viel preiswerter als Beton und Arbeit. Im Zweifelsfall stellt man dann „Gerechtigkeit“ durch Anwendung einer bizarren Kunstsprache her, und wer nicht mitmacht, ist Nazi. Oder Verschwörungsmystiker. Oder beides. Auf jeden Fall ein dummer, verblendeter Menschenfeind. Oder, wie es aus den Hochschulen für höhere Töchter so offenbarend sexistisch und rassistisch klingt: Ein alter, weißer Mann. Wenigstens faselt niemand mehr zum Spott auf jedes Mahnmal der nationalsozialistischen Diktatur von einer „gewachsenen christlich-jüdischen Leitkultur“, als ob die in etwas anderem als zweitausend Jahre christlichen Judenhasses und feierlichem Pfaffensegen auf die Pogrome bestehen würde. Ja, das mit dem christlichen Judenhass fing schon zu Zeiten des Neuen Testamentes an, sowohl bei Paulus als auch in den Johannesbriefen. Lest es einfach selbst!

Seit sie gemerkt haben, das billige Worte und hingehuschte Skizzen für die Mehrzahl der BRD-Bewohner ausreichen, geschieht nichts mehr. Außer Prachtentfaltung, Korruption und Günstlingswirtschaft der Parteienoligarchien in der BRD, versteht sich. Bis hin zum Betrieb sinnloser Ministerien, um eine Frauenquote zu erfüllen und jemanden aus dem eigenen Verein mit Steuergeldern zu alimentieren.

„Die AfD inhaltlich stellen“ höre ich manchmal. Ich höre es manchmal sogar von Menschen, deren Verstand ich noch Leistung zutraue, obwohl es viel häufiger hirnlos nachgeplappert wird. Als ob noch jemand zuhörte! Als ob „Inhalte“ nicht längst ein Schimpfwort geworden sei, so sehr es vom politischen Betrieb der BRD-Parteienoligarchien in den anhänglichen, schmierigen Dreck gezogen wurde. Bei denen gibt es seit viel zu vielen Jahrzehnten die besten „Inhalte“, die man für Geld kaufen kann. Ach ja, Wahlprogramme haben sie auch manchmal.

Bei der CDU versucht man inzwischen, die AfD nachzuäffen. Als ob die Zielgruppe der AfD sich davon beeindrucken ließe! Da ist ja die bayerische Schwesterpartei glaubwürdiger, die war ja schon immer schwarzbraun wie die Haselnuss. Grüße auch an Hubert Aiwanger!

Inzwischen benennen es Journalisten aus der BRD nicht einmal mehr, wenn einer fernsehöffentlich auf der Bühne einen so genannten „Deutschen Gruß“ der Nationalsozialisten zeigt, nachdem er zuvor sein zu diesem Zweck aufgekauftes, mit dem Reklamewort Social Media bezeichnetes Webforum mit wirrem Kram und Menschenverachtung geflutet hat, dass es fast schon 0,7 Hildmann auf der nach oben offenen Skala für Realitätsverluste erreicht. Nein, die Geste mit dem Arm kam nicht aus dem Nichts. Und jeder Schreibtischtäter von Journalist weiß das. Die sind doch alle beim toten blauen Vogel und verlinken da immer hin. Wegen der Weichreite. Und wegen des inhaltlichen Stellens, versteht sich.

Wie gut, dass die auch wissen und uns gern erzählen, woran man die Nazis erkennt!

Die glauben ja auch daran, dass ihnen noch zugehört wird.

Und ja, bei einigen funktioniert es, die hören noch zu. Und was noch schlimmer ist: Sie glauben daran. Aber die werden weniger. Aus biologischen Gründen.

Ich spreche in meinem Leben öfter mal mit sehr jungen Menschen, die oft auch noch Schüler sind oder die qualvolle Zeit gerade hinter sich gebracht haben. Die haben eine Zukunft noch vor sich, im Gegensatz zu mir, und keiner von ihnen freut sich darauf. Der Geist ist noch wach, die Wahrnehmung noch recht unverstellt, die Kraft noch vorhanden. Die Musik recht geradlinig — wenn auch manchmal mit erstaunlich gutem Groove — die Texte brutal, schonungslos und genussvoll vorgetragen. So muss früher der Punk auf die Älteren gewirkt haben. Ich kann es in meiner immer noch nicht erstickten Neugierde niemals lassen, solche Gespräche — wenn die sich erstmal an einen merkwürdig daherredenden Cringelord wie mich gewöhnt haben und merken, wie heiter und bitter und ernst ich bin — zu vertiefen. Sie in Themen zu führen, die von so wirklicher Bedeutung sind, so dass ihre Stimme leiser wird, weil man diese Dinge nicht mehr laut sagt. Was ich aus dieser Quelle über den Schulbetrieb in einer Landeshauptstadt der BRD erfahren habe, lässt für mich nur eine Zusammenfassung zu: Die Schulen, die nichts haben, um meist islamisch geprägte, gewalttätige Parallelgesellschaften innerhalb der Beschulungsfälle irgendwie aufzufangen, zu bändigen und im Härtefall wirksam und lehrhaft zurechtzuweisen, damit sie vielleicht auch mal das lateinische Alfabet lernen, sind längst zu Zuchtstätten offen rechtsradikaler Jugendlicher geworden. Die meisten von ihnen „nur“, weil sie in einer prägenden Zeit ihres Lebens in Kämpfe getrieben wurden, die sie niemals wollten. An einem Ort, dem sie nicht entkommen konnten, weil sie sonst von Polizei und Jugendamt hingezwungen werden. Nicht überall in der Stadt. Aber dafür in einigen Stadtteilen umso konzentrierter. Vor allem in den Stadtteilen, in denen ein normalverdienender Mensch die Wohnung noch bezahlen kann.

Diese Schulen, die so nichts haben, haben nicht einmal ausreichend Lehrer. Ach, das nennt man jetzt ja „Lehrkräfte“ in Niedersachsen. Es sind aber trotz der neuen und „gerechteren“ Sprachregelung nicht mehr geworden. Das ist übrigens eine Konstante seit den Achtziger Jahren, dass die Schulen in der BRD mit Lehrern unterbesetzt werden. Obwohl es hier Geburtsregister gibt und der kommende Bedarf jahrelang vorher bekannt ist, was Planungen einfach machen sollte. Die „Bildung“ aus den Sonntagsreden, die so eine wichtige „Zukunftsinvestition“ für uns alle ist, war in der Praxis dieser Redner noch nie allzuviel Geld wert. Vielen Schulgebäuden in der BRD sieht man das auch an. Bei einigen riecht man es auch im Vorübergehen. Und die Lehrer, die das Land Niedersachsen einstellt oder beamtet, wollen ja auch immer Geld für ihr Hobby haben. Da kann man doch auch sparen! Dann müssen die weniger Leute eben mehr schaffen! Läuft seit mindestens fünfzig Jahren. Und jetzt ein bisschen Prachtentfaltung. Willkommen in der EXPO-Stadt 2000 Hannover!

Inhalte!

Der Journalist, der weiß und uns so gern erzählt, woran man die Nazis erkennt, der weiß auch und erzählt uns gern, warum so viele Jugendliche so starke rechtsradikale Tendenzen haben: Wegen TikTok.

Ich weiß, dass dieser Text nicht gut strukturiert ist und nochmal überarbeitet werden müsste, aber ich wollte vor fünf Stunden schon damit fertig sein. Wenn sie demnächst im Vorübergehen einen Vorübergehenden am Boden liegen sehen, lassen sie ihn liegen, damits für ihn vorübergeht!

Es ist Zerfall.

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#Bitteres #BRD

Realer Irrsinn: Überflüssiges Ministerium in Hannover | extra 3 | NDR

YouTube

Weihnachtsmarkt

Auf dem Weg zu einem Fest, das längst schon keins mehr ist, weht der Wind den kalten Müll durch alle Straßen.

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#Bitteres #Dezember

„Frieden“, sagte der Vorübergehende zu seiner Schwester im Staub, „entsteht nicht durch die Abwesenheit von Gewalt, sondern erst in der vollständigen Abwesenheit der Befürchtung, dass Gewalt eingesetzt werden könnte. Deshalb sind die toten Menschen auch die friedlichsten Menschen; und Menschen möglichst tot zu machen — wenigstens so tot, dass sie vor lauter Angst vor der drohenden Gewalt nicht mehr für ihre eigenen Interessen und ihr eigenes Lebensrecht eintreten — ist seit Menschengedenken die häufigste Form der ‚Friedenspolitik‘. Sie schafft nur einer gewaltbereiten Minderheit der Menschheit Frieden, dem Rest hingegen einen lebenslangen Tod, der durch ihr schließliches Sterben nicht beendet, sondern vollendet wird. Der von den Gewalttätern wohlentlohnte Pfaffe spricht dann von einer Erlösung, und niemand lacht darüber, denn dafür gibt es keinen Frieden“.

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https://tamagothi.wordpress.com/2024/10/23/frieden-3/

#Bitteres #Frieden #Tod

Frieden

„Frieden“, sagte der Vorübergehende zu seiner Schwester im Staub, „entsteht nicht durch die Abwesenheit von Gewalt, sondern erst in der vollständigen Abwesenheit der Befürchtung, …

Lumières dans la nuit
Soldat! Denk dran, wenn die Drohnen kommen! | #Bitteres #Krieg #Drohnenkrieg