Über die Gefährlichkeit von Kerosin
Zwar war es kein Flugzeug-, sondern ein brutales Schiffsunglück, aber die Berichterstattung darüber betrifft auch die Fliegerei. Denn der Tanker (der in Flammen aufging) hatte Kerosin geladen.
Die Diskussion: Warum, woher, wohin der Schiffe ist nicht Gegenstand von FlugundZeit. Wohl aber die korrekte Beschreibung der kolportierten Eigenschaften des Treibstoffs.
Kurz die Fakten des Unfalls
Am 10. März 2025 kollidierte das Container-Schiff Solong unter portugiesischer Flagge mit dem Tanker Stena Immaculate (US-Flagge), der mit einer massiven Ladung von 220.000 Barrel (knapp 35 Millionen Liter) Jet-A1-Kerosin beladen war. Das Unglück passierte vor der Hafenstadt Hull an der britischen Ostküste.
Die Kollision führte zu massiven Explosionen und Bränden auf beiden Schiffen. Umweltschäden in der Nordsee aufgrund der Brände und des ausgelaufenen Kerosins sind vermutlich groß.
Klarstellung von Flugundzeit
In der internationalen Berichterstattung (große Medien in Deutschland leider mit eingeschlossen) wurde daraufhin leider viel Blödsinn verbreitet.
Erstens gibt es einen Unterschied zwischen Flugbenzin und Kerosin. Auch wenn beides kein trinkbarer Kräutertee ist, sondern ein Kraftstoff, sind es chemisch und physikalisch zwei unterschiedliche Kraftstoffe.
Die chemischen und physikalischen Unterschiede zwischen Flugbenzin und Kerosin
Zusammenfassung
Benzin, genauer Flugbenzin oder Avgas [Aviation gas(oline)] kommt in Kolbenmotoren zum Einsatz. Flugbenzin hat eine hohe Oktanzahl für eine saubere Verbrennung. Es enthält jedoch Blei, was umwelttechnisch problematisch ist. Abgesehen von der Anreicherung mit einigen (teuren) Zusatzstoffen, ist es nicht viel anderes als das Benzin in einem Verbrennerauto.
Kerosin (Jet A-1) wird in Turbinenantrieben verwendet, hat eine höhere Energiedichte und ist weniger flüchtig, aber dafür schwerer. Kommt also in allen Flugzeugen, die mit Turbinen angetrieben werden, zum Einsatz.
Das sind seit vielen Jahrzehnten üblicherweise alle Verkehrsflugzeuge. Aber auch kleinere Flugzeuge mit einer Turbine – Fallschirmspringerabsetzflieger wie C-206, Pilatus Porter, Frachtflugzeuge oder auch Personaljets werden mit Kerosin betrieben. (Es gibt zudem einige wenige Kolbenmotoren, die mit Diesel (Kerosin) betrieben werden. Das aber nur am Rande, es hat sich trotz mehrerer Versuche nicht großflächitg durchgesetzt. Anderes Thema)
Es ist äußert kurzlebig, wenn man den falschen Treibstoff in ein Flugzeug einfüllt. Genauso wie bei Fahrzeugen.
Ja, Kerosin brennt. Kennt man leider aus den Bildern von Verkehrsflugzeugunglücken. Trotzdem ist Kerosin kein leicht entzündlicher Stoff. Das ist physikalischer Unsinn – so schlimm die Katastrophen auch sein mögen.
Kerosin ist auch nicht leicht flüchtig, wie Kollegen behauptet haben. Natürlich verdunstet es, das tut sogar Milch oder jede Soße, wenn man sie zu lange am Herd stehen lässt.
Liebe Kollegen, bitte merken
1.
Der geladene Treibstoff war Kerosin und nicht Flugbenzin.
2.
Trotz der großen Belastung durch dieses Unglück für die Umwelt (Hull ist eine wunderschöne Stadt) ist Kerosin weder leicht flüchtig noch leicht brennbar.
——
In “Flug und Zeit. Mehr als zwei Dimensionen” findet ihr aktuelles und interessantes aus Luft- und Raumfahrt. Auch andere Themen, die kontrovers aus einer ungewöhnlichen Sicht vorgestellt sind und die ebenso zum gepflegten Gedankenaustausch anregen. Seit 2022 gibt es auch vermehrt Beiträge zur KI.
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