fisnik z.

@fisnikz
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(eastern european) history student (ma) @uzh
trained and experienced primary school teacher
interested in politics, languages and cultures as well
based:in switzerland and macedonia

Es ist nämlich falsch zu denken, nur die politische, wirtschaftliche und intellektuelle Elite eines Landes oder gar nur die politisch mächtigste Person seien allein für solch monströse Verbrechen #verantwortlich.

Nein.

Genozide werden – vor allem in Demokratien – diskursiv, materiell und durch das Alltagsverhalten fast jedes einzelnen #Individuums ermöglicht, erlaubt und auf den Weg gebracht.

Es ist zudem eine Katastrophe, dass der Krieg am Ende auch die Genozid-Gegner(innen) trifft.

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#Krieg ist schrecklich. Meine Empathie gilt allen Betroffenen, ohne Unterschied, wo sie leben.

Und doch bin ich überzeugt, dass Krieg bei einigen Gesellschaften wohl einen bitter nötig gewordenen Lernprozess in Sachen #Menschlichkeit initiieren kann.

Wer jahrelang als Gesellschaft fanatisch einen Genozid unterstützt, der hat tatsächlich seine eigene #Humanität zerstört und hält nicht animalische – denn Tiere verüben keine Massenmorde an der eigenen Art, sondern bestialische Werte hoch.

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Verlängerung Mutterschaftsurlaub

Nur **14 Wochen Mutterschaftsurlaub** in der Schweiz – das sind gerade einmal 98 Tage. Mit drei Monaten braucht ein Baby seine Mutter aber noch mehr denn je: für Nähe, Bindung, Stillen und Sicherheit. Auch Mütter brauchen nach Schwangerschaft und Geburt Zeit zur Erholung. Darum unterstütze ich eine Petition für **6 Monate Mutterschaftsurlaub in der Schweiz**. Für gesündere Kinder. Für stärkere Familien. Für eine familienfreundlichere Schweiz. Bitte unterschreibt und teilt die Petition

ACT by Campax

und die oft zögerliche Reaktion von #Politik, #Justiz & #Gesellschaft.

👉 Meine Forschungsfrage in der aktuellen #Master-Seminararbeit:
Mit welchen ideologischen Zielen wurde und wird «Šiptar» pejorativ verwendet?
Und wann genau fungierte er als Hate Speech im theoretischen Sinn?

Hier die Seminararbeit zum Herunterladen:

https://www.researchgate.net/publication/399912254_Die_Siptari_im_serbischen_und_mazedonischen_Pressediskurs_zwischen_1945_und_2001_Geschichte_und_Wandel_der_Semantiken_eines_heutigen_Pejorativums_im_Kontext_von_Hate_Speech

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2018 urteilte das Oberste Gericht in #Serbien: «Šiptar» ist diskriminierend.
Doch rechte Politiker wie #Vulin verwenden ihn weiterhin – demonstrativ und provokativ.

Erst im August 2025:
Ethnisch-mazedonische Fans sangen bei einem Basketballspiel: #Gaskammern für die Šiptari!
Premier #Mickoski reagierte erst nach massivem Medienecho.

⚖️ Relevanz:
Der Begriff ist kein Relikt, sondern zeigt die Kontinuität von #HateSpeech in #Südosteuropa – […]

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Im Serbischen & Mazedonischen wird es bis heute auch gegen Nicht-Albaner(innen) als Schimpfwort verwendet – für jemanden, der als rückständig gilt.

In den 1990er Jahren wurde «Šiptar» ein Symbol von #Marginalisierung & #Entmenschlichung – bis hin zu Hassparolen im #Kosovokrieg (1998–99) und in #Mazedonien (2001).

Auch heute ist der Begriff präsent: in nationalistischer Rhetorik, #Graffiti, #Hooligan-Szenen.
Ein Beispiel: Graffiti «Tod den Šiptari» in #Skopje / #Shkup.

3/5

Ab 1945 offiziell in #Jugoslawien eingeführt, um alte Schimpfworte wie #Arnauti oder #Arbanasi zu verdrängen.

Doch in den folgenden Jahrzehnten wandelte sich «Šiptar»
vom neutralen Begriff auch zum Schimpfwort mit klarer #Rassismus- und #Diskriminierungs-Konnotation.

📖 Forschungsbefunde:
Unter #Ranković (1945–66) und #Milošević (ab 1986) wurde «Šiptar» gezielt als politisches Instrument genutzt – von Behörden, Medien und im Alltag.

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Wie Sprache #Diskriminierung schafft:
Der Fall des Begriffs #Šiptar.

#Worte sind nie neutral – sie prägen Wahrnehmung, Machtverhältnisse und Identität.

Heute sagen wir: Rom(nj)a, #Schwarze, Menschen mit #Behinderung.
Das war nicht immer so.
Ähnlich beim südslawischen Begriff «Šiptar(ka)» für ethnische Albaner*innen.

🔍 Ausgangspunkt:
Ursprünglich neutrales Lehnwort aus dem Albanischen (shqiptar/-e).

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si ideal, ndërsa është mësuar në atë që të jetë ose sundimtar ose rajë. […] Po rrahin kambanat duke kaluar proceset pas të cilëve mbesin era e burgjeve dhe e trazirave. Defilojnë gratë e llekontueme para #grave #myslimane të mbuluara. Është koha e fundit. #Duhet #shkuar#Azi

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E tëra nga ajo që mund të kërkojmë nga ata, është që të #mos #gjenden më këtu.»
—Gazeta «Politika» më 21 gusht 1923.

Vazhdon me:
«Po shkojnë poturicat e #Sanxhakut, #Kemalistet [sic!] nga #Llapi, #panislamistët nga rrethina e #Shtipit. Ky është antagonizëm ndërmjet #islamit dhe #krishterimit, pasojë e #kolonizimit, pamundësia e përshtatjes së situatës, ku theksohet barabarësia

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