Ich kämpfe gegen die Stigmatisierung in die Gebährende gedrängt werden, nämlich eine Versager*in zu sein und sich immerwährend, fortlaufend, ständig beweisen zu müssen und Rollen zu bedienen, die ihr Politik, Gesellschaft & Gemeinschaft und auch Wirtschaft aufbürden. Wir haben einen demografischen Wandel, der seit Anfang der 2000er wissenschaftlicher Konsens/Thema war. Es war allen klar, was uns ab 2020 erwartet. Und trotzdem hat Aladin El-Mafaalanis These: Kinder eine Minderheit ohne Schutz 2025, alle getroffen. Hier haben alle versagt und nicht die Gebährenden und wer hat die Verantwortung dafür zu tragen? Richtig hauptsächlich Gebährende. International sogar, wenn der französische Präsident sich genötigt fühlt den Gebährfähigen eine Erinnerung an ihre Gewährfähigkeit zu schicken, dann ist das Sinnbild für die Unterstützung aktuell auch hier aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wer zu einer marginalisierten Minderheit wird hat in den vermeintlich liberalen Demokratien das Nachsehen. Eigenverantwortung nennt sich das dann im #Neoliberalismus, der keine Ahnung hat und auch nichts wissen will von Minderheitenschutz als demokratische Pflicht. Wenn die Selbstreflexion der Gesellschaft und Politik aus Polit-Talkshow Formaten stammt, Springerpresse und Social Media, die Themen bedienen, die polarisieren, weil sie damit mehr Reichweite erzeugen, ist es nicht verwunderlich, dass wir hier stehen und uns ggs. nicht mehr verstehen. Perspektivübernahme ist da genauso Mangelware wie Wissenschaftliche und damit auch professionelle Haltung. D.h. es fehlt den Systemen der Gesellschaft an ethischen Narrativen und Bildern, um sich wieder selbst zu verstehen. Das war meine Masterarbeit und nun bin ich selbst eine dieser Betroffenen weiblich gelesenen #Eltern, Müttern, die hoch ausgebildet von außen nur zuschauen kann, weil Vereinbarkeit von Familie, Beruf und psychischer und physischer Gesundheit nicht existiert. Und manche von uns haben nicht einmal die fragwürdige Wahl darin.



