Ich kann dieses Buch sehr empfehlen. Es richtet sich an neurodivergente Mütter, kann aber auch gut von anderen Eltern gelesen werden. Die Autorin ist recht diskriminierungssensibel, finde ich.
Auch für neurodivergente Menschen, die keine Kinder haben, könnte einiges interessant sein, insbesondere wenn sie eine weibliche Sozialisation oder einen Östrogen-Zyklus haben.
Ich habe vor ein paar Tagen einen kurzen Wikipedia-Abschnitt zitiert und jetzt weiter dazu recherchiert: zu Inertia. In Fachbüchern meist beschrieben als "Probleme bzw. Störung der exekutiven Funktionen", wird das oft überlesen, ohne groß darüber nachzudenken, was genau eigentlich darunter zu verstehen ist. Inertia ähnelt der Prokrastination, ist aber kein Aufschieben, sondern die Unfähigkeit, zwischen Tätigkeiten umzuschalten. Eine autistische Trägheit. Ich finde mich da total wieder und wundere mich, nicht mehr bzw. früher davon erfahren zu haben, Inertia scheint nicht so bekannt zu sein!?
Hier deswegen ein interessanter, kurzer Artikel im Blog Sachendenker:
"Der alltägliche „Stop-and-Go“-Kampf - autistische Trägheit (autistic inertia) - Sachendenker"
In meinem nächsten Leben bin ich neurotypisch.
Dann kostet mich ein wichtiger Termin keine drei Tage Energie, Schlaf, Nerven und Urlaub...🌫️
Mein Experiment läuft, es ist Tag 3 komplett ohne Kaffee. Bisher merke ich tatsächlich kaum einen Unterschied, was die Müdigkeit bzw. Fitness betrifft. Die Tiefs Vormittags sind natürlich trotzdem da, aber auch nicht schlimmer geworden. Ich bin morgens weiter genauso fit. Entzugserscheinungen wie beispielsweise Kopfschmerzen habe ich auch nicht. Dank meiner Uhr kann ich zufällig meine Herzfrequenzvariabilität messen, die ist etwas gestiegen, ein gutes Zeichen für erholsamen Schlaf. Kann aber natürlich auch Zufall sein, werde ich beobachten. Matcha und grünen Tee trinke ich erstmal in gleicher Menge weiter, vielleicht lasse ich demnächst auch den Matcha weg.
Mein Kaffeekonsum war schon ein bisschen krass, zum über Wasser halten musste dann auch schonmal ein vierfacher Espresso her. Gefühlt. War aber wohl sinnfrei. Scheint so, dass die Beobachtung von @danimo auch bei mir zutrifft: Coffein kann ich mir weitgehend sparen.
Ich versuche dann jetzt, meine Symptome zu beobachten, ob sich da was verändert und werde es berichten.
Womit ich beim Phänomen wäre, dass ich in der Regel Vormittags kurz so dermaßen müde werde, dass ich wirklich viel Mühe habe, mich wach zu halten. Da hilft auch kein noch so starker Kaffee. Aber nur maximal eine halbe Stunde, den Rest des Tages bin ich dann wieder fit. Hat das sonst jemand mit #Atomoxetin?