Erneuerbare Friedensenergien wie Solar- und Windenergie sind durch sieben Vorteile definiert:

• Erneuerbar.
• Dezentral (Lokal produziert)
• Sparsam (Wertschöpfung vor Ort).
• Verfügbar.
• Nachhaltig.
• Mitweltschonend.
• Demokratisch bzw. demokratie-stärkend

Dagegen gehen fossile Gewaltenergien wie Kohle, Erdöl, Erdgas & Atomkraft mit sieben Nachteilen einher:

• Werden verbraucht.
• Zentralistisch (Konzern-produziert).
• Teuer (Mittel fließen ab.)
• Von Kartellen abhängig.
• Verbrauchsgüter.
• Mitweltbelastend.
• Autoritäre Rentiers-Regime fördernd.

Aus all diesen Gründen lassen sich #Erneuerbare auch als Freiheits-, Wohlstands- und Heimatenergien bezeichnen.

#Solarstrom #Windstrom #Batteriespeicher #Friedensenergien #Wohlstandsenergien #Freiheitsenergien #Heimatenergien #Solarpunk #Mitwelt #Energiedemokratie #Fossilismus #Gewaltenergien #Rentierstaat #Politikwissenschaft #Wirtschaft #Deutschland #Russland #USA #Iran #Israel #Australien https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-waermepumpe-memes-und-lob-dem-spd-oekosozialen-hermann-scheer-1944-2010/

Solarpunk - Wärmepumpe - Memes und Lob dem SPD-Ökosozialen Hermann Scheer (1944 - 2010) » Natur des Glaubens » SciLogs - Wissenschaftsblogs

Immer wieder fragen mich Menschen, wie ich es angesichts rechtslibertärer und fossiler Engführung der Bundespolitik in „meiner“ CDU aushielte. Die Antwort liegt in meiner Jugend als Orts- und Kreisvorsitzender der Jungen Union, in der sich meine christlich-ökologischen Grundüberzeugungen herausbildeten. Die Union war damals noch eine breit aufgestellte Volkspartei, in der sich auf der Basis des christlichen Menschenbildes soziale und liberale, konservative und ökologische Strömungen verbanden. Zu meinen frühen, christlich-demokratischen Vorbildern, denen ich auch begegnen durfte, gehörten Rita Süßmuth (1937 – 2026), Heiner Geißler (1930 – 2017) und Klaus Töpfer (1938 – 2024). Erinnerung an die große Rita Süßmuth beim CDU-Bundesparteitag …

Natur des Glaubens

@BlumeEvolution
Hast Du gar keine Sorge, dass national-völkische Menschen bei Energiemangel (gefühlt oder tatsächlich) daraus ganz schnell machen könnten: Wir brauchen mehr Boden oder Küste oder sonnige Gebiete?

Oder „Deutscher Strom nur für Deutsche!“

Ich hab die ganze Zeit Viktor Klemperer im Ohr und dessen Analyse, wie Sprache verschoben wird und Dinge normalisiert werden, die besser unsagbar geblieben wären.

(Bezogen auf die Abbildung)

@Chaotica

Genau das.
Ich halte auch dieses Framing von Friedensenergie für komplett irreführend.
Eben genau aus den von Dir genannten Aspekten.

Und: dieses Frieden oder Gewalt Ding... Da schüttelt es mich jedes Mal wenn ich solche Ausdrücke lese.
Du kannst auch Öl als Friedensenergie bezeichnen, wenn man den Sinn dem Wort anpasst. Warum sagt man nicht einfach: Energie und definiert dann nach umweltfödernd bzw klimazerstörend.

Dann hat man auch endlich dieses Krieg und Frieden Framing endgültig vom Tisch.

@BlumeEvolution
@nocci Aber Fakt ist nunmal, dass etliche Kriege um dieses Öl kreisen. Das 'schwarze Gold' ist leider immer noch so begehrt als Rohstoff, dass z.B. der gierige Trump & MAGA nicht die Finger von lassen kann. Siehe Venezuela, siehe jetzt Iran. Diesen bisher immer noch zu wertvollen (da Marktnachfrage hoch) Rohstoff zu ersetzen mit dezentraler erneuerbarer Energie wird den Grund für Invasionskriege schrumpfen. Es wird aber Kriege um andere Rohstoffe nicht verhindern. @Chaotica @BlumeEvolution

@energisch_
Da hast Du völlig Recht.

Aber ich möchte halt nicht in eine Zukunft stolpern, in der wieder Kriege geführt werden um „Boden“ bzw. Gegenden in denen die Generierung erneuerbarer Energien leichter ist als in anderen.
Das ist ja nun mal Fakt, dass es auch hierzu Gunsträume gibt.
@nocci @BlumeEvolution

@Chaotica
Das ist ein echter blinder Fleck im Friedensenergie-Framing – und ein wichtiger.

Zwei Gegenargumente, keine Entwarnung:

Die Technologie ist transferierbar. Öl ist wo es ist. Panels und Turbinen kann man bauen und liefern.

Dezentralität verteilt Macht breiter als jedes Öl- oder Gasfeld es je konnte.

Das nimmt deinen Einwand nicht vom Tisch. Er gehört in jede ehrliche Debatte über Energiegeopolitik.

@energisch_ @nocci @BlumeEvolution

@Sylviaborin
Genau so meinte ich es.

Natürlich ich eine dezentrale Energieversorgung für #BigOil und alle zentralistischen Gedanken eine echte Gefahr.
Aber Begriffe wie „Heimatenergie“ oder „Deutscher Boden“ können halt trotzdem missbraucht werden.
Zusätzlich normalisieren sie eine Gedankenwelt, die ich überwunden hoffte.
@energisch_ @nocci @BlumeEvolution

P.S.: Ich selbst bin schon lange #Solarpunk

@Chaotica

@energisch_ @nocci @BlumeEvolution

Richtig, der Missbrauch ist real „Heimatenergie" und „Deutscher Boden" haben eine giftige Konnotation, die ich nicht kleinrede.
Aber „Friedensenergie" ist kein Heimat-Begriff. Er ist ein geopolitischer. Der Gegner ist Abhängigkeit und nicht der Fremde.
Den Unterschied klar zu benennen ist die Antwort auf den Missbrauch, nicht der Verzicht auf das Framing.
🖖
#BigOil #Solarpunk

@Sylviaborin
das ist m.E. n gefährlicher aber nötiger Spagat. ein 'patriotisches' Erzählmuster, das Leute von fossiler Energie wegbringt, ist mir ganz utilitaristisch erst mal recht. Nur hast du Recht, dass das nicht zu Expansionsbestrebungen fuhren darf.

Das Framing als 'Friedensenergie' sehe ich dahingehend als unproblematisch.
@Chaotica @energisch_ @nocci @BlumeEvolution

@jakob_thoboell
Und wenn die „patriotische Energie“ dann nur noch von „echten Deutschen“ benutzt werden darf?
Dieser Gedankenschritt ist doch nun echt nicht sooo riesig, oder?

@Sylviaborin @energisch_ @nocci @BlumeEvolution

@Chaotica

Ich habe es nun mehrfach freundlich erklärt & empfinde das Insistieren hier auf „echte Deutsche“ auch als Teil einer deutsch-türkischen & christlich-muslimischen Familie als übergriffig. Wollen mir hier manche pseudonyme Accounts sagen, meine Familie wäre nicht „echt deutsch“? Was soll denn das?

Auch umgedrehter (antideutscher) #Rassismus bleibt rassistisch. Taugt für mich nicht. Danke.

#Mastodon #Fediverse #Dualismus #deutsch #antideutsch

@jakob_thoboell @Sylviaborin @energisch_ @nocci

https://chrismon.de/artikel/2019/42709/christlich-muslimische-familie

Christlich-muslimische Familie

Zehra und Michael Blume - die Geschichte ihrer Liebe

@BlumeEvolution
Ich möchte nicht, dass irgendein Mensch auf Grund seiner Nationalität ausgegrenzt wird. Weder als „anti-deutsch“ noch als „deutsch“ (was immer das jeweils sein mag), noch als sonst was!

Und ich möchte auch nicht, dass irgendeine Ressource mit einer Nationalität verknüpft wird. Egal welche. Weil das in meinen Ohren den Keim des „wem gehört es und wer darf es nutzen“ schon in sich trägt.
https://digitalcourage.social/@BlumeEvolution/116356299929408024@[email protected] @energisch_ @nocci

@Chaotica @BlumeEvolution @energisch_ @nocci ich kann das verstehen, nur wer sollte denn sonst darüber entscheiden, wenn nicht eine demokratische Einheit, auf welche Ebene auch immer?
@Chaotica @BlumeEvolution @energisch_ @nocci die Nation ist eine demokratische Verantwortungsgemeinschaft, wenn du sie ablehnst was ist deine Alternative?

@Lykanthrop_
Ich lehne nicht die Nation ab. Schon gar nicht als Verwaltungseinheit.

Aber ich sehe wirklich keinen sinnvollen Grund, natürlichen Ressourcen wie Wind, Boden oder Sonne eine „Nationalität“ anzuhängen.

Dagegen sehe ich in solch einem Vorgehen mehrere Gefahren, die ich ich versucht habe aufzuzeigen.
@BlumeEvolution @energisch_ @nocci

@Chaotica @BlumeEvolution @energisch_ @nocci Nationalität hängt mit demokratischer Legitimation zusammen, irgendwer wird darüber bestimmen, eine demokratische Gemeinschaft ist für mich die beste Alternative.

Ganz nach Winston Churchill

Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – ausgenommen all jene anderen Formen, die man von Zeit zu Zeit ausprobiert hat

@Lykanthrop_
Schon.

Aber warum muss man Boden „deutsch“ nennen?
Erschließt sich mir einfach nicht, was daran der Vorteil sein soll.
Insbesondere nicht in Abwägung der von mir genannten möglichen Entwicklungen, die daraus entstehen können.

Magst Du darauf eingehen?

@BlumeEvolution @energisch_ @nocci

@Chaotica @BlumeEvolution @nocci
Weil nationale Identitäten nicht willkürlich sind, wenn man versucht sie willkürlich herzustellen, wie nach dem Kolonialismus in Afrika endet das meistens nicht gut.

Ich glaube linke sind in der Schuld extrem national, rechte in ihrem Stolz, ich wünschte es gäbe mehr als diese beiden Pole.

Deutsche sind in ihrem verkrampften Verhältnis zu sich selbst international extrem national.

@Lykanthrop_
Lass mich versuchen zu verstehen.

Du meinst, es gibt so etwas wie eine nationale Identität, die aus sich selbst heraus entstehen?

Das kommt mir komisch vor. In NRW sozialisiert bin ich den meisten Niederländern, Belgiern und Franzosen kulturell gefühlt näher als zum Beispiel Bayern oder Schleswig-Holsteinern.

Mit Schuld hat das mMn gar nichts zu tun. Mehr mit einem weiteren Blickwinkel.
@BlumeEvolution @nocci

@Chaotica @BlumeEvolution @nocci das ist was ich meine, damit bist du sehr deutsch, kaum ein Franzose, Holländer etc.. würde das von sich behaupten.

@Lykanthrop_
und dann gehst du nach Schleswig Holstein, in die Lausitz oder ins Elsass und stellst fest: in den Grenzgebieten wird dieser Ansatz scheitern.

Und nebenbei bemerkt: als Norddeutscher fühle ich mich Friesen, Dänen und Niederländern mehr verbunden als Bayern.
Welcher Stand der Willkürlichen Grenzziehungen ist dann identitätsstiftend?
@Chaotica @BlumeEvolution @nocci

@jakob_thoboell
Was mich wieder mal zu der Frage führt:
Was verbindet, in Bezug auf Europa oder ein "Europa der Bundesländer", zB eine Dänin mit einem Spanier?
Oder einen Slowenier mit einer Lettin?

Generell, nicht auf jeweilige Einzelschicksale bezogen, versteht sich.

@Lykanthrop_ @Chaotica @BlumeEvolution @nocci
@fasnix
Der gleiche Planet. Das gleiche Wasser. Die gleiche Atmosphäre.
@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_
@Chaotica
Das stimmt zwar, meinte ich aber nicht (wie dir sicherlich bewusst ist).

@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
Ich meine das aber.
Und zwar, weil ich das für realer und beachtenswerter halte als andere Dinge, wie Sprache oder Kultur, die man sich aneignen kann.
@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_
@Chaotica
Ok, dann mache ich es etwas konkreter und konstruiere mal ein Beispiel:

Nehmen wir an, ein "europäisches Bundesland" / eine Region hat ein Modellprojekt - sagen wir, aus dem Bereich Bildung - erfolgreich in ein dauerhaftes Projekt überführt und flächendeckend ausgerollt.
Nehmen wir dafür beispielhaft mal das derzeitige Bundesland Schleswig-Holstein.

Nun erfährt eine lokale Poltiker:in, zB in Bulgarien, von diesem erfolgreichen Projekt und möchte es in ihrer Region einführen, wo es bislang keinerlei vergleichbare Erfahrungen oder Strukturen gibt.

"Hei, im europäischen Bundesland Schleswig-Holstein wurde 'Projekt xy' erfolgreich eingeführt, wie können wir das hier bei uns gestalten und ebenso erfolgreich einführen?"

Meine Frage ist also:
Was *verbindet* hier die jeweils lokale Politik, in diesen zwei völlig verschiedenen Regionen, bzw. eben die Menschen, die die jeweilige Politik gestalten?

Häshtäg: Miteinander / Identifikation

@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
im vereinten Europa wäre dieses Beispiel sogar noch angenehmer: Die Ideen ließen sich erheblich einfacher migrieren, weil die Antragslandschaft für Fördergelder konsistent wäre und der Austausch erleichtert, als wenn die Zwischenstufe verschiedener Nationalstaaten dazwischen steht.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell @fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci ich halte eine weitere europäische Integration für wünschenswert, leicht utopisch, aber aus einer europäischen Öffentlichkeit heraus, nicht als deutsche Übersprunghandlung um der deutschen Identität zu entkommen. Das finde ich sehr deutsch zentriert, ohne sich dafür zu interessieren was außerhalb passiert.

@Lykanthrop_
was ist 'deutsche Identität'?
Gibt es die überhaupt?

Mein Familienname kommt aus Dänemark. Den dies betreffenden Teil meiner Familie verbindet die Seefahrt über 100 Jahre. Von Esbjerg über die Halligen bis zur Flensburger Förde. Die Insel-Friesen und die dänische Insel Ærø haben diesbezüglich sehr ähnliche Historien in einigen Aspekten.

(1/2)
@fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci

@Lykanthrop_
ich habe auf Finkenwerder Kutterewern, dänischen Marstalschonern, deutschen Heringsloggern und holländischen Plattbodenschiffen die Traditionsschifffahrt gelernt und bin privat auf dänischen Motorseglern und bretonischen Schwertkreuzern in den dänischen Inseln gesegelt.
Was sagt, dass ich zum Bayern oder zum Kohlekumpel mehr Schnittmenge habe, als zum dänischen Fischer?
@fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci
@jakob_thoboell @fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci frag die dänischen Fischer ob sie dich für deutsch halten, ich vermute schon. Spätestens im Ausland werden wir zu Deutschen, damit müssen wir schon irgendwie klar kommen.

@Lykanthrop_
Dann spinnen wir das weiter und gehen mit einem.Engländer, einem Dänen und einem Deutschen in einer Hafenstadt am südlichen Mittelmeer in eine Lokalität. Man wird uns alle gemeinsam als 'Europäer' definieren.

Was nutzt jetzt dein Ansatz? er beschreibt kein vernünftiges gemeinsames.
@fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci

@jakob_thoboell @fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci deutsch und europäisch zu sein ist doch kein Widerspruch. Geh mal nach Israel, du wirst, du kannst deiner deutschen Identität nicht entkommen, so sehr du dich auch bemühst..
@Lykanthrop_
Nicht nur "gehen", sondern "leben".

Einfach mal zB ein oder zwei Jahre nach Island, nach Uganda oder Singapur ziehen und sich als Deutsche:r in die jeweilige Kultur (!) einleben.
Das umfasst auch, die lokale Sprache zu erlernen.
Die kann eben auch unterschiedlich schwierig sein.
Swahili vielleicht eher schwierig, Finnisch auch.
Asiatische Sprachen, die ganz andere Schriftsysteme nutzen, wohl auch.

Esperanto hingegen, relativ einfach (auch wenn nirgendwo eine offizielle Landessprache).

Selbstverständlich sind die meisten Deutschen da eben auch "deutsch geprägt".

Die Unterschiede berichten auch unisono viele "Digitalnomad:innen", die sich zB auf Bali niederlassen, um dann festzustellen, dass sie "als Deutsche" keinen Anschluss an die lokale Bevölkerung finden, weil eben der kulturellen Unterschiede wegen, usw.

@jakob_thoboell @BlumeEvolution @Chaotica @nocci

@fasnix
@Lykanthrop_
Aber es ist doch ein Unterschied, ob eine deutsche Identität mir von *anderen* zugeschrieben wird - auch in dem sehr menschlichen Bedürfnis zu kategorisieren.

Oder ob ich dies selbst als wesentlichen Aspekt zur Beschreibung meiner Identität betrachte.
@jakob_thoboell @nocci

@Chaotica
Klar, aber nur weil du dich selbst nicht als "deutsch" wahrnimmst, bedeutet es nicht, dass auch du "typisch deutsche Eigenschaften" - ob bewusst oder unbewusst - verkörperst.

Behaupte ich jetzt einfach mal.

@Lykanthrop_ @jakob_thoboell @nocci

@fasnix
Bestimmt.

Nur die Ausgangsfrage war ja nicht, ob irgendwer typisch deutsche Eigenschaften verkörpert, sondern ob die Tatsache, dass man für sich selbst "deutsch" nicht als relevante Eigenschaft der eigenen Identität betrachtet, als "antideutsch" bezeichnet werden kann oder muss.
@jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_

@fasnix
wäre es für die Digitalnomaden auf Bali groß anders, wenn sie statt aus Deutschland aus den Niederlanden kommen? Identität bestwht aus vielen Teilen und welcher Teil relevant ist, ist Kontextabhängig. Und das kann von 'Nachbardorf' bis 'globaler Norden' sein, was mich vom gegenüber trennt oder verbindet.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell
Vermutlich nicht, nein.

"welcher Teil relevant ist, ist kontextabhängig".
Dennoch ist man immer und überall seine "gesamte Identität" oder "Persönlichkeit".
Man kann ja nicht einzelne Teile der Identität zu Hause lassen, wenn man zB auf Reisen ist, erst recht nicht, wenn man ins Ausland zieht.

@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
genau. Hier wurde aber die ganze Zeit die Nationalität (deren Verständnis sich ja in einem föderalen Europa andern würde) als zentraler Teil der Identität propagiert.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
Und umgekehrt die nationale Identität als wichtig und als Gegenargument gegen ein föderales Europa. Dafür sehe ich jetzt noch keine Argumente.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell
*Ich* will ein föderales Europa überhaupt nicht schlechtreden!

Was würde wohl eine zB bulgarische Bäuerin, die in einem entlegenen Bergdorf lebt und ihr Leben lang das Dorf nicht verlassen hat (ja, soll es immer noch geben) auf die Fragen antworten:
"Fühlen Sie sich als Bulgarin oder als Europäerin?"

Ich glaube, wir diskutieren hier auf einem hohen akademischen Level, mit dem die meisten "einfachen Leute" nichts anfangen können.

@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@fasnix @BlumeEvolution @jakob_thoboell @Chaotica @nocci @Lykanthrop_ Wer sind "die meisten einfachen Leute"? Und woher wollen wir wissen, wer "die meisten" sind?
@fasnix @BlumeEvolution @jakob_thoboell @Chaotica @nocci @Lykanthrop_ Die Frage ist, warum du ein so extremes Beispiel nimmst? Und dann natürlich eine Frau. Bäuerin. Bulgarien.
Was genau willst du uns damit sagen? Dass wir die EU in die Tonne treten sollen?
@fasnix @BlumeEvolution @jakob_thoboell @Chaotica @nocci @Lykanthrop_ Ich glaube, du hälst die bulgarische Bäuerin dann für dümmer, als sie ist.

@fasnix
wenn Nation nicht die politisch entscheidende Handlungsebene ist, würde sich alleine shon durch die mediale Berichterstattung viel andern. Wäre es beispielsweise bei gleicher Sprache noch wichtig, ob ein benachbartes Dorf deutsch oder österreichisch ist?

@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_

@Lykanthrop_
du bringst noch immer kein Beispiel, was eine Deutsche Identität ausmacht, und ob sie sinnvoll ist. Du bringst nur Außenzuschreibungen.
@fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci
@jakob_thoboell
Die Frage nach "typisch deutsch" wurde schon zigmal gestellt und analysiert.

Bsp. https://www.kulturgueter.ch/typisch-deutsch/

Es ist schön, dass "Deutschsein" für euch keine identitäststiftende Eigenschaft sei, aber dass es "typisch deutsche" Eigenschaft, scheint mir unbestritten.

@Lykanthrop_ @BlumeEvolution @Chaotica @nocci
Typisch Deutsch: Ein umfassender Leitfaden zu Kultur, Alltag und Missverständnissen - Kulturgueter.ch

Der Begriff typisch deutsch klingt nach einem ganzen Spektrum von Vorstellungen: Pünktlichkeit, Ordnung, klare Strukturen, effiziente Abläufe und eine besondere Art der Höflichkeit. Doch hinter diesem Schlagwort verbergen sich viel mehr als stereotype Bilder. Dieser Artikel nimmt das Phänomen Typisch Deutsch aus verschiedenen Blickwinkeln unter die Lupe: Geschichte, Sprache, Werte, Alltagshandlungen, Wirtschaft, Kunst und schließlich […]

Kulturgueter.ch
@Lykanthrop_
vermischt du da nicht Identität und Außenzuschreibung?
Und Identität und Thematisierung ist immer Kontextabhängig. Uns auf 'deutsch'' zu reduzieren macht halt nur in bestimmtem Kontext Sinn, wie meine Beispiele lokaler Identität aufzeigen sollten.
@fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci
@jakob_thoboell @fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci wenn du nach Israel fährst und die Israelis sehen dich als Deutschen, meinst du das ist dann eine Außenzuschreibung und nicht ein Teil deiner Identität? Ich glaube nicht, dass sich das trennen lässt.

@Lykanthrop_
Ich finde es macht schon einen Unterschied, ob jemand von außen eine Kategorie benutzt um mich in gewisser Weise "einzusortieren".

Oder ob ich mich selbst einer Kategorie zugeordnet fühlen möchte oder nicht.

Wenn mich jemand von außen als "deutsch" betrachtet, nehme ich das recht achselzuckend zur Kenntnis.
Für mich selbst ist "deutsch" aber kein Merkmal, das ich nennen würde um meine Identität zu beschreiben.
@jakob_thoboell @fasnix @BlumeEvolution @nocci

@Lykanthrop_
Teil meiner Identität: ja.
Du machst es dir aber etwas einfach, wenn du diesen Teil als gesamtes interpolierst. Ein Deutscher Nationalbegriff existiert m.E. erst seit ca. 1800 und ist seitdem - da hast du Recht - sehr durch das negative geprägt worden.

Zurück kommend zum Ursprung: Welchen Sinn hat ein Identitatsbegriff und warum brauchen wir einen, der von der Nation als ganzes geprägt ist?
@fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci

@jakob_thoboell @fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci an dem Punkt waren wir heute schon einige Male, ich habe keine Lust mich zu wiederholen..
@Lykanthrop_
Ich nehme hier viele Beispiele aus dem Norden Deutschlands, weil ich da zuhause bin. Aber von Friesen über Südschleswiger, bis zu Sorben gibt es einige Gruppen innerhalb der deutschen Grenzen, deren Sprachen nicht nur von regionalen Dialekten erzählen, sondern auf ganz andere Geschichte und Identität verweisen. Du hast vorhin von willkürlichen Nationsbegriffen gesprochen. Ich würde sagen: die haben wir auch in Deutschland.
@fasnix
@jakob_thoboell @fasnix vielleicht brauchen wir ein großen Krieg damit eine engere europäische Identität entsteht, nationale Identität entsteht aus der Erfahrung einer Schicksalgemeinschaft, ich denke so könnte es gehen..
@Lykanthrop_
ich hoffe eher, das mehr große Skala(Europa) und mehr lokale Skala in Summe helfen könnte, Kriege zu vermeiden.
@fasnix
@jakob_thoboell @fasnix generell gilt es immer Kriege zu vermeiden, aber wenn die große Skala von oben kommt wird sie von unten abgelehnt.
@jakob_thoboell
Das bezweifle ich.

Geh mal in ein Hotel auf Mallorca, die Angestellten dort werden sehr wahrscheinlich den Deutschen vom Engländer unterscheiden können.

(selbst so erlebt)

Mach mal eine Umfrage in einer beliebigen Fußgängerzone in Deutschland und stelle die Frage (mind. 1000 Personen):
"Fühlen Sie sich als Deutsche:r oder als Europäer:in?"

Ich gehe jede Wette ein, dass dir die absolute Mehrheit mit "Deutsch" antworten wird.

@Lykanthrop_ @BlumeEvolution @Chaotica @nocci
@fasnix
südliches Mittelmeer wäre beispielsweise agyptische oder Tunesische Küste.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell
Dann zieh halt nach Tunesien.
Oder Ägypten.
Oder Lybien.

@Chaotica
Als Frau, mit allen Konsequenzen.

@BlumeEvolution @nocci @Lykanthrop_

@fasnix
Warum jetzt dieser aggressive Tonfall?

@jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_

@Chaotica @fasnix @jakob_thoboell @nocci finde ich auch nicht OK..
@Lykanthrop_
Ach Leutz, wir unterhlten uns hier doch rein fiktiv.

Weder zieht hier irgendwer nach Tunesien, Ägypten oder sonst wohin, noch wird es jemals ein "Europa der Regionen" geben - jedenfalls nicht zu unseren Lebzeiten.

Entschuldigt bitte, wenn euch die Formulierung als aggressiv aufstößt, war nicht von mir beabsichtigt.

@Chaotica @jakob_thoboell @nocci

@fasnix
Naja, jemanden aufzufordern, woanders hin zu ziehen, wirkt halt merkwürdig in diesem Zusammenhang. Warum sollte ich das tun?

Wir sind uns völlig einig, dass jeder außerhalb (und auch viele innerhalb) Deutschlands mich als deutsch wahrnehmen werden.

Aber deswegen muss ich mir das doch noch lang nicht zu eigen machen.

@jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_

@Chaotica @fasnix @jakob_thoboell @nocci ich denke die Selbstwahrnehmung ist wichtig, dass macht die Außenwahrnehmung nicht irrelevant. Manchmal sieht man die Dinge von außen anders wie von innen, gerade in Bezug auf strukturelle Gemeinsamkeiten.
@Chaotica
Hier überschneiden sich mehrere Gesprächsstränge.

In einem ging es darum, dass Menschen verschiedener Nationalitäten in einem Hotel "im südlichen Mittelmeer-Raum" als "Europäer" wahrgenommen würden.
Dann ging es darum, mal dorthin zu "gehen", woraufhin ich anmerkte, nicht nur hingehen, sondern für eine Zeit zu leben.

Darauf bezog sich dann mein Beitrag, dort mal hinzuziehen.
Aber natürlich nicht als "Aufforderung", sondern als Gedankenspiel, das ja Jakob angeführt hat (glaube ich).

Unabhängig von dem Strang wiederum, in dem es um "antideutsch" und "deutsche Identität" ging.

Phanpy stellt die Gesprächsstränge leider nicht als solche dar und ich verliere ggf. den Überblick.

Daher bitte ich nochmal um Entschuldigung, das sollte nicht so aggressiv rüber kommen, wie es es tat.

@jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_
@Chaotica
Das ist überhaupt nich aggressiv gemeint.
Sorry, wenn das bei dir so ankommt.

@jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell
Ich korrigiere:
Nimm ein Hotel in Ägypten oder Tunesien und frage, ob dort Urlaubende aus Deutschland oder England unterschieden werden können, oder ob die alle als "Europäer.innen" betrachtet werden.

@BlumeEvolution @Chaotica @Lykanthrop_ @nocci

@fasnix
kontextabhängig. Wenn ich mit dem Engländer an einem Tisch sitze, sind wir 'die Europäer' oder 'Das Hotelcin dem die europäischen Touris absteigen'. Wenn man die eine Familie von der andren Unterscheiden will, ist schon wieder was andres.

Und das ist ja gerade mein Kernpunkt: Identität ist Kontextabhängig.

Und Identität ist auch nicht nur die Frage, als was mich außenstehende als Gruppenzugehörigkeit beschreiben.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_

@fasnix

Wie kann ich diese Frage beantworten? Mein ganzes Leben lebe ich in Deutschland. Wie es sich anfühlt Franzose, Däne, Pole zu sein, weiß ich nicht (genaugenommen weiß ich noch nicht mal wie es ist, Nordhesse zu sein).
Aber dennoch: Außerhalb Deutschlands bin ich Deutscher; außerhalb Europas bin ich Europäer und vermutlich bin ich außerhalb der Erde Erdenwesen.

@BlumeEvolution @jakob_thoboell @Chaotica @nocci @Lykanthrop_

@fasnix
Wenn du mich einer Münchener Fusgängerone fragst, ob ich mich als deutscher oder als Bayer oder Bewohner andren Bundeslandes fühle, ware meine Antwort 'Norddeutscher'. Die Frage beeinflusst schon die Antworten.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell
Wenn der Fragebogen exakt zwei mögliche Antworten zulässt:
- Deutsch
- Europäisch

dann scheidet "Norddeutscher" als Lösung leider aus.

Klar beeinflusst die Frage die möglichen Antworten.
Daher in meinem Beispiel auch nur diese beiden möglichen Antworten.

(Macht diese ganze Diskussion doch nicht noch komplizierter, als sie ohnehin schon ist.)

@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
vielleicht vereinfachst du sie auch unzulässig. Meine erste Empfindung in einer bayrischen Stadt ist die des Fremden, des Touristen. Und daran andert auch die gemeinsame Sprache nichts.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell
Ich vereinfache, weil wir hier nicht *alle* Facetten einer Persönlichkeit und eines gesellschaftlichen Miteinanders, das so viel mehr umfasst, als "lediglich" Sprache, sezieren können.

Ich meine, klar *können* wir das in allen Einzelheiten sezieren, aber dann wird das hier eine monatelange Unterhaltung.
Dafür ist Social Media nicht geeignet.

Daher würde ich diese Frage jetzt auch ruhen lassen.

@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell
PS: Mich irritiert immer wieder, wenn in einer Diskussion über allgemeine Aspekte (ich definiere hier "gesellschaftliches Miteinander" mal als Überbegriff) mit "Ich" argumentiert wird, weil das für die allgemeine Betrachtung mE überhaupt keine Rolle spielt, was eine einzelne Person dazu für eine Einstellung hat.

@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
'ich' ist erst mal eine Stichprobe von 1. Und in einer Thematik, in der wir alle keine quantitativen Studien haben, erst mal ein Beispiel, um Annnahmrnnzu untermauern oder infrage zu stellen. Und wenn ich nicht weiß, wie sich das statistisch verhält, betone ich lieber, dass das das individuelle Beispiel ist.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell @fasnix
Weil es von einer individuellen Zuschreibung ausging.
@BlumeEvolution @nocci @Lykanthrop_