Erneuerbare Friedensenergien wie Solar- und Windenergie sind durch sieben Vorteile definiert:

• Erneuerbar.
• Dezentral (Lokal produziert)
• Sparsam (Wertschöpfung vor Ort).
• Verfügbar.
• Nachhaltig.
• Mitweltschonend.
• Demokratisch bzw. demokratie-stärkend

Dagegen gehen fossile Gewaltenergien wie Kohle, Erdöl, Erdgas & Atomkraft mit sieben Nachteilen einher:

• Werden verbraucht.
• Zentralistisch (Konzern-produziert).
• Teuer (Mittel fließen ab.)
• Von Kartellen abhängig.
• Verbrauchsgüter.
• Mitweltbelastend.
• Autoritäre Rentiers-Regime fördernd.

Aus all diesen Gründen lassen sich #Erneuerbare auch als Freiheits-, Wohlstands- und Heimatenergien bezeichnen.

#Solarstrom #Windstrom #Batteriespeicher #Friedensenergien #Wohlstandsenergien #Freiheitsenergien #Heimatenergien #Solarpunk #Mitwelt #Energiedemokratie #Fossilismus #Gewaltenergien #Rentierstaat #Politikwissenschaft #Wirtschaft #Deutschland #Russland #USA #Iran #Israel #Australien https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-waermepumpe-memes-und-lob-dem-spd-oekosozialen-hermann-scheer-1944-2010/

Solarpunk - Wärmepumpe - Memes und Lob dem SPD-Ökosozialen Hermann Scheer (1944 - 2010) » Natur des Glaubens » SciLogs - Wissenschaftsblogs

Immer wieder fragen mich Menschen, wie ich es angesichts rechtslibertärer und fossiler Engführung der Bundespolitik in „meiner“ CDU aushielte. Die Antwort liegt in meiner Jugend als Orts- und Kreisvorsitzender der Jungen Union, in der sich meine christlich-ökologischen Grundüberzeugungen herausbildeten. Die Union war damals noch eine breit aufgestellte Volkspartei, in der sich auf der Basis des christlichen Menschenbildes soziale und liberale, konservative und ökologische Strömungen verbanden. Zu meinen frühen, christlich-demokratischen Vorbildern, denen ich auch begegnen durfte, gehörten Rita Süßmuth (1937 – 2026), Heiner Geißler (1930 – 2017) und Klaus Töpfer (1938 – 2024). Erinnerung an die große Rita Süßmuth beim CDU-Bundesparteitag …

Natur des Glaubens

@BlumeEvolution
Hast Du gar keine Sorge, dass national-völkische Menschen bei Energiemangel (gefühlt oder tatsächlich) daraus ganz schnell machen könnten: Wir brauchen mehr Boden oder Küste oder sonnige Gebiete?

Oder „Deutscher Strom nur für Deutsche!“

Ich hab die ganze Zeit Viktor Klemperer im Ohr und dessen Analyse, wie Sprache verschoben wird und Dinge normalisiert werden, die besser unsagbar geblieben wären.

(Bezogen auf die Abbildung)

@Chaotica

Genau das.
Ich halte auch dieses Framing von Friedensenergie für komplett irreführend.
Eben genau aus den von Dir genannten Aspekten.

Und: dieses Frieden oder Gewalt Ding... Da schüttelt es mich jedes Mal wenn ich solche Ausdrücke lese.
Du kannst auch Öl als Friedensenergie bezeichnen, wenn man den Sinn dem Wort anpasst. Warum sagt man nicht einfach: Energie und definiert dann nach umweltfödernd bzw klimazerstörend.

Dann hat man auch endlich dieses Krieg und Frieden Framing endgültig vom Tisch.

@BlumeEvolution
@nocci Aber Fakt ist nunmal, dass etliche Kriege um dieses Öl kreisen. Das 'schwarze Gold' ist leider immer noch so begehrt als Rohstoff, dass z.B. der gierige Trump & MAGA nicht die Finger von lassen kann. Siehe Venezuela, siehe jetzt Iran. Diesen bisher immer noch zu wertvollen (da Marktnachfrage hoch) Rohstoff zu ersetzen mit dezentraler erneuerbarer Energie wird den Grund für Invasionskriege schrumpfen. Es wird aber Kriege um andere Rohstoffe nicht verhindern. @Chaotica @BlumeEvolution

@energisch_
Da hast Du völlig Recht.

Aber ich möchte halt nicht in eine Zukunft stolpern, in der wieder Kriege geführt werden um „Boden“ bzw. Gegenden in denen die Generierung erneuerbarer Energien leichter ist als in anderen.
Das ist ja nun mal Fakt, dass es auch hierzu Gunsträume gibt.
@nocci @BlumeEvolution

@Chaotica
Das ist ein echter blinder Fleck im Friedensenergie-Framing – und ein wichtiger.

Zwei Gegenargumente, keine Entwarnung:

Die Technologie ist transferierbar. Öl ist wo es ist. Panels und Turbinen kann man bauen und liefern.

Dezentralität verteilt Macht breiter als jedes Öl- oder Gasfeld es je konnte.

Das nimmt deinen Einwand nicht vom Tisch. Er gehört in jede ehrliche Debatte über Energiegeopolitik.

@energisch_ @nocci @BlumeEvolution

@Sylviaborin
Genau so meinte ich es.

Natürlich ich eine dezentrale Energieversorgung für #BigOil und alle zentralistischen Gedanken eine echte Gefahr.
Aber Begriffe wie „Heimatenergie“ oder „Deutscher Boden“ können halt trotzdem missbraucht werden.
Zusätzlich normalisieren sie eine Gedankenwelt, die ich überwunden hoffte.
@energisch_ @nocci @BlumeEvolution

P.S.: Ich selbst bin schon lange #Solarpunk

@Chaotica

@energisch_ @nocci @BlumeEvolution

Richtig, der Missbrauch ist real „Heimatenergie" und „Deutscher Boden" haben eine giftige Konnotation, die ich nicht kleinrede.
Aber „Friedensenergie" ist kein Heimat-Begriff. Er ist ein geopolitischer. Der Gegner ist Abhängigkeit und nicht der Fremde.
Den Unterschied klar zu benennen ist die Antwort auf den Missbrauch, nicht der Verzicht auf das Framing.
🖖
#BigOil #Solarpunk

@Sylviaborin
das ist m.E. n gefährlicher aber nötiger Spagat. ein 'patriotisches' Erzählmuster, das Leute von fossiler Energie wegbringt, ist mir ganz utilitaristisch erst mal recht. Nur hast du Recht, dass das nicht zu Expansionsbestrebungen fuhren darf.

Das Framing als 'Friedensenergie' sehe ich dahingehend als unproblematisch.
@Chaotica @energisch_ @nocci @BlumeEvolution

@jakob_thoboell
Und wenn die „patriotische Energie“ dann nur noch von „echten Deutschen“ benutzt werden darf?
Dieser Gedankenschritt ist doch nun echt nicht sooo riesig, oder?

@Sylviaborin @energisch_ @nocci @BlumeEvolution

@Chaotica

Ich habe es nun mehrfach freundlich erklärt & empfinde das Insistieren hier auf „echte Deutsche“ auch als Teil einer deutsch-türkischen & christlich-muslimischen Familie als übergriffig. Wollen mir hier manche pseudonyme Accounts sagen, meine Familie wäre nicht „echt deutsch“? Was soll denn das?

Auch umgedrehter (antideutscher) #Rassismus bleibt rassistisch. Taugt für mich nicht. Danke.

#Mastodon #Fediverse #Dualismus #deutsch #antideutsch

@jakob_thoboell @Sylviaborin @energisch_ @nocci

https://chrismon.de/artikel/2019/42709/christlich-muslimische-familie

Christlich-muslimische Familie

Zehra und Michael Blume - die Geschichte ihrer Liebe

@BlumeEvolution
Ich möchte nicht, dass irgendein Mensch auf Grund seiner Nationalität ausgegrenzt wird. Weder als „anti-deutsch“ noch als „deutsch“ (was immer das jeweils sein mag), noch als sonst was!

Und ich möchte auch nicht, dass irgendeine Ressource mit einer Nationalität verknüpft wird. Egal welche. Weil das in meinen Ohren den Keim des „wem gehört es und wer darf es nutzen“ schon in sich trägt.
https://digitalcourage.social/@BlumeEvolution/116356299929408024@[email protected] @energisch_ @nocci

@Chaotica @BlumeEvolution @energisch_ @nocci ich kann das verstehen, nur wer sollte denn sonst darüber entscheiden, wenn nicht eine demokratische Einheit, auf welche Ebene auch immer?
@Chaotica @BlumeEvolution @energisch_ @nocci die Nation ist eine demokratische Verantwortungsgemeinschaft, wenn du sie ablehnst was ist deine Alternative?

@Lykanthrop_
Ich lehne nicht die Nation ab. Schon gar nicht als Verwaltungseinheit.

Aber ich sehe wirklich keinen sinnvollen Grund, natürlichen Ressourcen wie Wind, Boden oder Sonne eine „Nationalität“ anzuhängen.

Dagegen sehe ich in solch einem Vorgehen mehrere Gefahren, die ich ich versucht habe aufzuzeigen.
@BlumeEvolution @energisch_ @nocci

@Chaotica @BlumeEvolution @energisch_ @nocci Nationalität hängt mit demokratischer Legitimation zusammen, irgendwer wird darüber bestimmen, eine demokratische Gemeinschaft ist für mich die beste Alternative.

Ganz nach Winston Churchill

Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – ausgenommen all jene anderen Formen, die man von Zeit zu Zeit ausprobiert hat

@Lykanthrop_
Schon.

Aber warum muss man Boden „deutsch“ nennen?
Erschließt sich mir einfach nicht, was daran der Vorteil sein soll.
Insbesondere nicht in Abwägung der von mir genannten möglichen Entwicklungen, die daraus entstehen können.

Magst Du darauf eingehen?

@BlumeEvolution @energisch_ @nocci

@Chaotica @BlumeEvolution @nocci
Weil nationale Identitäten nicht willkürlich sind, wenn man versucht sie willkürlich herzustellen, wie nach dem Kolonialismus in Afrika endet das meistens nicht gut.

Ich glaube linke sind in der Schuld extrem national, rechte in ihrem Stolz, ich wünschte es gäbe mehr als diese beiden Pole.

Deutsche sind in ihrem verkrampften Verhältnis zu sich selbst international extrem national.

@Lykanthrop_
Lass mich versuchen zu verstehen.

Du meinst, es gibt so etwas wie eine nationale Identität, die aus sich selbst heraus entstehen?

Das kommt mir komisch vor. In NRW sozialisiert bin ich den meisten Niederländern, Belgiern und Franzosen kulturell gefühlt näher als zum Beispiel Bayern oder Schleswig-Holsteinern.

Mit Schuld hat das mMn gar nichts zu tun. Mehr mit einem weiteren Blickwinkel.
@BlumeEvolution @nocci

@Chaotica @BlumeEvolution @nocci das ist was ich meine, damit bist du sehr deutsch, kaum ein Franzose, Holländer etc.. würde das von sich behaupten.

@Lykanthrop_
und dann gehst du nach Schleswig Holstein, in die Lausitz oder ins Elsass und stellst fest: in den Grenzgebieten wird dieser Ansatz scheitern.

Und nebenbei bemerkt: als Norddeutscher fühle ich mich Friesen, Dänen und Niederländern mehr verbunden als Bayern.
Welcher Stand der Willkürlichen Grenzziehungen ist dann identitätsstiftend?
@Chaotica @BlumeEvolution @nocci

@jakob_thoboell
Was mich wieder mal zu der Frage führt:
Was verbindet, in Bezug auf Europa oder ein "Europa der Bundesländer", zB eine Dänin mit einem Spanier?
Oder einen Slowenier mit einer Lettin?

Generell, nicht auf jeweilige Einzelschicksale bezogen, versteht sich.

@Lykanthrop_ @Chaotica @BlumeEvolution @nocci
@fasnix
einfache Antwort: nahezu genau so viel, wie mich mit einem Bayern: die gleiche Währung (na gut, Dänemark jetzt nicht). Gemeinsame Geschichte? hab ich persönlich erheblich mehr mit Dänemark als mit Bayern.
Thematische Schnittmenge hab ich mit einem Norweger, einem Bretonen und einem Italiener, die alle an der Küste wohnen, mehr, als mit einem Brandenburger.
Hansestädte seien noch erwähnt, Völkerwanderung und Minderheiten in den Grenzgebieten.
@fasnix
Der gleiche Planet. Das gleiche Wasser. Die gleiche Atmosphäre.
@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_
@Chaotica
Das stimmt zwar, meinte ich aber nicht (wie dir sicherlich bewusst ist).

@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
Ich meine das aber.
Und zwar, weil ich das für realer und beachtenswerter halte als andere Dinge, wie Sprache oder Kultur, die man sich aneignen kann.
@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_
@Chaotica
Und Sprache, Kultur und Co. kann man halt auch schlecht an Grenzen festmachen.
@fasnix @BlumeEvolution @nocci @Lykanthrop_
@Chaotica
Ok, dann mache ich es etwas konkreter und konstruiere mal ein Beispiel:

Nehmen wir an, ein "europäisches Bundesland" / eine Region hat ein Modellprojekt - sagen wir, aus dem Bereich Bildung - erfolgreich in ein dauerhaftes Projekt überführt und flächendeckend ausgerollt.
Nehmen wir dafür beispielhaft mal das derzeitige Bundesland Schleswig-Holstein.

Nun erfährt eine lokale Poltiker:in, zB in Bulgarien, von diesem erfolgreichen Projekt und möchte es in ihrer Region einführen, wo es bislang keinerlei vergleichbare Erfahrungen oder Strukturen gibt.

"Hei, im europäischen Bundesland Schleswig-Holstein wurde 'Projekt xy' erfolgreich eingeführt, wie können wir das hier bei uns gestalten und ebenso erfolgreich einführen?"

Meine Frage ist also:
Was *verbindet* hier die jeweils lokale Politik, in diesen zwei völlig verschiedenen Regionen, bzw. eben die Menschen, die die jeweilige Politik gestalten?

Häshtäg: Miteinander / Identifikation

@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_

@fasnix
In deinem Beispiel: Dass alle Menschen auf der Welt ziemlich ähnlich lernen bzw ziemlich ähnliche Faktoren haben, die Lernen begünstigen oder behindern.

Meinst Du das?

@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_

@Chaotica
Jein, auch.

Ich meine das *voneinander Lernen*, eben im *gemeinsamen* Austausch.
Nicht nur "kopieren", sondern *miteinander* (also im Beispiel die Lokalpolitiker:innen *mit* denen aus S-H).

Nicht jede:r im "stillen Kämmerlein" für sich.
Dadurch (u.a.) nämlich entstehen 400 inkompatible Gesundheitsämter, wie beschrieben ...

@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_

@fasnix
Ja, im besten Fall natürlich das. Aber dann kann ja die Bulgarin zum Holsteiner fahren - oder umgekehrt.
Die gemeinsame Basis ist doch dann immer noch, dass überall auf der Welt Kinder gewisse Umgebungsbedingungen brauchen um optimal lernen zu können.

Mir ist nicht ganz klar, worauf Du hinaus willst.

@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_

@Chaotica
"Was verbindet ..." war eine offene Frage.
Ich wollte damit nicht auf etwas Konkretes hinaus, sondern lediglich schauen, wie ihr das betrachtet und was für Antworten dazu kommen.

"..., dass überall auf der Welt Kinder gewisse Umgebungsbedingungen brauchen um optimal lernen zu können."

DAS stelle ich ja auch überhaupt nicht in Abrede (außer, dass "Bildung" mehr umfasst als "Lernen in der Kindheit").

@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_

@fasnix
Okay.
Also solche Dinge verbinden mMn global. Alle Menschen haben die gleichen/ähnliche Bedürfnisse nach sozialem Eingebundensein, Bildung, Kultur, Stabilität,…

Ich finde das ist eine sehr stabile Basis um sich miteinander verbunden zu fühlen und sich darüber auszutauschen.
Eine gemeinsame Sprache, Kultur, Religion braucht es dafür nicht.

@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_

@Chaotica
Naja, es wäre schon hilfreich, wenn die Menschen eine gemeinsame Sprache sprechen, die sie verstehen, sei es nun Englisch oder Esperanto, oder ...
Sonst wird das mit dem Austausch ggf. schwierig.

Wichtig dabei: nicht *nur* diese eine Sprache, selbstverständlich!

@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_

@fasnix
Hilfreich, ja.
Schwierig, auch ja.

Unmöglich, ganz entschieden nein! Ich hab mich schon häufiger im Leben mit Menschen ausgetauscht, mit denen ich keine gemeinsame Sprache hatte.

Und moderne Technik reduziert da die Hindernisse noch ganz erheblich.

@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_

@Chaotica
Von "unmöglich" habe ich ja auch gar nicht geschrieben und auch nicht gemeint.

Und ja, moderne Technik kann da assistieren.

Wenn es aber um fachliche Details geht, wie zB in meinem Beispiel, ist es schon besser, wenn die Beteiligten die nötigen Begriffe auch *kennen* und sich nicht ausschließlich auf Technik verlassen wird oder "mit Hand und Fuß" kommuniziert wird (Gebärdensprache mal außen vor gelassen).

@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
Eine Fachsprache zwischen den Akteuren braucht es. stimmt. Die muss aber auch ein Muttersprachler sich im Rahmrn der Ausbildung aneignen. Aber setzt das voraus, dass auch die Kinder, die am Ende mit den Methoden lernen, in beiden Orten die gleiche Sprache sprechen?
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell
Nicht unbedingt, nein, aber vielleicht würde es das Miteinander fördern.

@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
warum? Ob ich als Lehrkraft jetzt die in schleswig Holstein gelernte Methode ins bayrische oder ins bulgarische adaptiere, macht für den Lernerfolg wenig Unterschied.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
und was ist an deinem Beispiel anders, wenn man Bulgarien durch Bayern ersetzen würde?
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell
Wenn es um ein "Europa der Regionen" gehen soll, dann genügt es mE nicht, nur auf BY und SH - also "innerdeutsch" - zu vergleichen, oder?

@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
um dein Argument zu verstehen brauche ich diesen Vergleich: Inwiefern ware der Fall anders gelagert, ob jetzt eine bulgarische oder eine Bayrische Schulbehörde den Holsteiner Plan adaptieren will?
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell
Das kann ganz verschiedene Aspekte betreffen:
Sprache: Bayern und Schleswig-Holstein = beide deutsch, keine Verständigungsprobleme (von regionalen Dialekten mal abgesehen und sofern beide die selben Fachtermini kennen)

Finanzen: Wie sind die Budgets in beiden Regionen augestattet?

Kultur: Ist das, was in einem Bundesland / einer Region erfolgreich umgesetzt wurde, in einer anderen überhaupt sinnvoll anwendbar (nicht nur auf mein Beispiel Bildung bezogen, sondern allgemein)?

Usw. usf.

@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
Sprache: Dein Ansatz setzt Kulturelle und soziodemographiscje Homogenität innerhalb des Landes voraus.
Finanzen:
Der Ansatz eines Europa der Regionen wurde ja gerade nationale Budgetunterschiede verringern.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell
Sprache: Können wir uns darauf einigen, dass Deutschland *eine* offizielle Sprache hat? Deutsch.
Nicht, wie zB in Uganda oder Indien Dutzende.
Innerhalb des Deutschen gibt es dann verschiedene Dialekte.
Dennoch wird sich ein Bayer und ein Berliner in "verständlichem Deutsch" (zB Hochdeutsch) unterhalten können, ohne dass es eines Dolmetschers bedarf.

Soziodemographische Homogenität? Inwiefern?

Finanzen: "verringern" ja, aber auch 1:1 flächendeckend die gleiche finanzielle Ausstattung erreichen?
(Vergleich: Wie viele "iPad-Klassen" gibt es derzeit in Deutschland ggü. zB Bulgarien, oder "Smarte Tafeln"? Wie hoch wäre der Finanzbedarf Bulgariens, um 1:1 identische technische Ausstattung an allen Schulen zu erreichen, wie das in deutschen Schulen der Fall ist?)

Die Fragen sind mE so vielschichtig und verschieden, dass wir die hier nicht ausklamüsern oder gar lösen werden.

@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
deine Annahmen zu den Finanzen setzen voraus, dass die Strukturen weiter nationalstaatlich sind. Das wäre ja gerade anders bei einem föderalen Europa.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell
Verständlich, dennoch muss es nachvollziehbare Kriterien geben, wie eine möglichst homogene wirtschaftliche Verhältnisse in den vielfältigen Regionen hergestellt werden kann, um Konkurrenzdenken gar nicht erst aufkommen zu lassen.

"Warum bekommen die Regionen dort so viel mehr Geld, als wir hier? Wir fühlen uns abgehängt!"
würde die Idee eines nicht nur föderalen, sondern tatsächlich vereinten Europas ganz schnell wieder beerdigen.

@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_

@fasnix
Nö, ich glaube nicht, dass es Homogenität bedarf.
„Nur“ nicht zu große Unterschiede.
Oder zumindest nicht als unfair wahr genommene Unterschiede.

@BlumeEvolution @jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_

@fasnix
im vereinten Europa wäre dieses Beispiel sogar noch angenehmer: Die Ideen ließen sich erheblich einfacher migrieren, weil die Antragslandschaft für Fördergelder konsistent wäre und der Austausch erleichtert, als wenn die Zwischenstufe verschiedener Nationalstaaten dazwischen steht.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell @fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci ich halte eine weitere europäische Integration für wünschenswert, leicht utopisch, aber aus einer europäischen Öffentlichkeit heraus, nicht als deutsche Übersprunghandlung um der deutschen Identität zu entkommen. Das finde ich sehr deutsch zentriert, ohne sich dafür zu interessieren was außerhalb passiert.

@Lykanthrop_
Du interpretierst da was rein, was einfach nicht vorhanden ist.

Ich muss einer deutschen Identität (was immer das sein mag) nicht entkommen, weil ich sie gar nicht fühle.

@jakob_thoboell @fasnix @BlumeEvolution @nocci

@Lykanthrop_
was ist 'deutsche Identität'?
Gibt es die überhaupt?

Mein Familienname kommt aus Dänemark. Den dies betreffenden Teil meiner Familie verbindet die Seefahrt über 100 Jahre. Von Esbjerg über die Halligen bis zur Flensburger Förde. Die Insel-Friesen und die dänische Insel Ærø haben diesbezüglich sehr ähnliche Historien in einigen Aspekten.

(1/2)
@fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci

@Lykanthrop_
ich habe auf Finkenwerder Kutterewern, dänischen Marstalschonern, deutschen Heringsloggern und holländischen Plattbodenschiffen die Traditionsschifffahrt gelernt und bin privat auf dänischen Motorseglern und bretonischen Schwertkreuzern in den dänischen Inseln gesegelt.
Was sagt, dass ich zum Bayern oder zum Kohlekumpel mehr Schnittmenge habe, als zum dänischen Fischer?
@fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci

@Lykanthrop_
was ich auf diesen Schiffen gelernt habe, ist, dass Geschichten und Erfahrungen die beispielsweise die Industrialisierung der Schifffahrt mitbrachte, sich zwischen Marstal und Fedderwardersiel nur begrenzt unterscheiden.

Ein gutes Beispiel ist ein Schiff dänischer Bauart, das unter deutscher Flagge fuhr und keins der Länder wollte den Erhalt des historischen Schiffes unterstützen, weil sich keine Seite für zuständig hielt.
@fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci

@jakob_thoboell @fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci frag die dänischen Fischer ob sie dich für deutsch halten, ich vermute schon. Spätestens im Ausland werden wir zu Deutschen, damit müssen wir schon irgendwie klar kommen.

@Lykanthrop_
Dann spinnen wir das weiter und gehen mit einem.Engländer, einem Dänen und einem Deutschen in einer Hafenstadt am südlichen Mittelmeer in eine Lokalität. Man wird uns alle gemeinsam als 'Europäer' definieren.

Was nutzt jetzt dein Ansatz? er beschreibt kein vernünftiges gemeinsames.
@fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci

@jakob_thoboell @fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci deutsch und europäisch zu sein ist doch kein Widerspruch. Geh mal nach Israel, du wirst, du kannst deiner deutschen Identität nicht entkommen, so sehr du dich auch bemühst..
@Lykanthrop_
Nicht nur "gehen", sondern "leben".

Einfach mal zB ein oder zwei Jahre nach Island, nach Uganda oder Singapur ziehen und sich als Deutsche:r in die jeweilige Kultur (!) einleben.
Das umfasst auch, die lokale Sprache zu erlernen.
Die kann eben auch unterschiedlich schwierig sein.
Swahili vielleicht eher schwierig, Finnisch auch.
Asiatische Sprachen, die ganz andere Schriftsysteme nutzen, wohl auch.

Esperanto hingegen, relativ einfach (auch wenn nirgendwo eine offizielle Landessprache).

Selbstverständlich sind die meisten Deutschen da eben auch "deutsch geprägt".

Die Unterschiede berichten auch unisono viele "Digitalnomad:innen", die sich zB auf Bali niederlassen, um dann festzustellen, dass sie "als Deutsche" keinen Anschluss an die lokale Bevölkerung finden, weil eben der kulturellen Unterschiede wegen, usw.

@jakob_thoboell @BlumeEvolution @Chaotica @nocci

@fasnix
@Lykanthrop_
Aber es ist doch ein Unterschied, ob eine deutsche Identität mir von *anderen* zugeschrieben wird - auch in dem sehr menschlichen Bedürfnis zu kategorisieren.

Oder ob ich dies selbst als wesentlichen Aspekt zur Beschreibung meiner Identität betrachte.
@jakob_thoboell @nocci

@Chaotica
Klar, aber nur weil du dich selbst nicht als "deutsch" wahrnimmst, bedeutet es nicht, dass auch du "typisch deutsche Eigenschaften" - ob bewusst oder unbewusst - verkörperst.

Behaupte ich jetzt einfach mal.

@Lykanthrop_ @jakob_thoboell @nocci

@fasnix
Bestimmt.

Nur die Ausgangsfrage war ja nicht, ob irgendwer typisch deutsche Eigenschaften verkörpert, sondern ob die Tatsache, dass man für sich selbst "deutsch" nicht als relevante Eigenschaft der eigenen Identität betrachtet, als "antideutsch" bezeichnet werden kann oder muss.
@jakob_thoboell @nocci @Lykanthrop_

@fasnix
wäre es für die Digitalnomaden auf Bali groß anders, wenn sie statt aus Deutschland aus den Niederlanden kommen? Identität bestwht aus vielen Teilen und welcher Teil relevant ist, ist Kontextabhängig. Und das kann von 'Nachbardorf' bis 'globaler Norden' sein, was mich vom gegenüber trennt oder verbindet.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell
Vermutlich nicht, nein.

"welcher Teil relevant ist, ist kontextabhängig".
Dennoch ist man immer und überall seine "gesamte Identität" oder "Persönlichkeit".
Man kann ja nicht einzelne Teile der Identität zu Hause lassen, wenn man zB auf Reisen ist, erst recht nicht, wenn man ins Ausland zieht.

@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
genau. Hier wurde aber die ganze Zeit die Nationalität (deren Verständnis sich ja in einem föderalen Europa andern würde) als zentraler Teil der Identität propagiert.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@fasnix
Und umgekehrt die nationale Identität als wichtig und als Gegenargument gegen ein föderales Europa. Dafür sehe ich jetzt noch keine Argumente.
@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@jakob_thoboell
*Ich* will ein föderales Europa überhaupt nicht schlechtreden!

Was würde wohl eine zB bulgarische Bäuerin, die in einem entlegenen Bergdorf lebt und ihr Leben lang das Dorf nicht verlassen hat (ja, soll es immer noch geben) auf die Fragen antworten:
"Fühlen Sie sich als Bulgarin oder als Europäerin?"

Ich glaube, wir diskutieren hier auf einem hohen akademischen Level, mit dem die meisten "einfachen Leute" nichts anfangen können.

@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_
@fasnix @BlumeEvolution @jakob_thoboell @Chaotica @nocci @Lykanthrop_ Wer sind "die meisten einfachen Leute"? Und woher wollen wir wissen, wer "die meisten" sind?
@fasnix @BlumeEvolution @jakob_thoboell @Chaotica @nocci @Lykanthrop_ Die Frage ist, warum du ein so extremes Beispiel nimmst? Und dann natürlich eine Frau. Bäuerin. Bulgarien.
Was genau willst du uns damit sagen? Dass wir die EU in die Tonne treten sollen?
@fasnix @BlumeEvolution @jakob_thoboell @Chaotica @nocci @Lykanthrop_ Ich glaube, du hälst die bulgarische Bäuerin dann für dümmer, als sie ist.

@fasnix
wenn Nation nicht die politisch entscheidende Handlungsebene ist, würde sich alleine shon durch die mediale Berichterstattung viel andern. Wäre es beispielsweise bei gleicher Sprache noch wichtig, ob ein benachbartes Dorf deutsch oder österreichisch ist?

@BlumeEvolution @Chaotica @nocci @Lykanthrop_

@Lykanthrop_
du bringst noch immer kein Beispiel, was eine Deutsche Identität ausmacht, und ob sie sinnvoll ist. Du bringst nur Außenzuschreibungen.
@fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci
@jakob_thoboell
Die Frage nach "typisch deutsch" wurde schon zigmal gestellt und analysiert.

Bsp. https://www.kulturgueter.ch/typisch-deutsch/

Es ist schön, dass "Deutschsein" für euch keine identitäststiftende Eigenschaft sei, aber dass es "typisch deutsche" Eigenschaft, scheint mir unbestritten.

@Lykanthrop_ @BlumeEvolution @Chaotica @nocci
Typisch Deutsch: Ein umfassender Leitfaden zu Kultur, Alltag und Missverständnissen - Kulturgueter.ch

Der Begriff typisch deutsch klingt nach einem ganzen Spektrum von Vorstellungen: Pünktlichkeit, Ordnung, klare Strukturen, effiziente Abläufe und eine besondere Art der Höflichkeit. Doch hinter diesem Schlagwort verbergen sich viel mehr als stereotype Bilder. Dieser Artikel nimmt das Phänomen Typisch Deutsch aus verschiedenen Blickwinkeln unter die Lupe: Geschichte, Sprache, Werte, Alltagshandlungen, Wirtschaft, Kunst und schließlich […]

Kulturgueter.ch
@Lykanthrop_
vermischt du da nicht Identität und Außenzuschreibung?
Und Identität und Thematisierung ist immer Kontextabhängig. Uns auf 'deutsch'' zu reduzieren macht halt nur in bestimmtem Kontext Sinn, wie meine Beispiele lokaler Identität aufzeigen sollten.
@fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci
@jakob_thoboell @fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci wenn du nach Israel fährst und die Israelis sehen dich als Deutschen, meinst du das ist dann eine Außenzuschreibung und nicht ein Teil deiner Identität? Ich glaube nicht, dass sich das trennen lässt.

@Lykanthrop_
Ich finde es macht schon einen Unterschied, ob jemand von außen eine Kategorie benutzt um mich in gewisser Weise "einzusortieren".

Oder ob ich mich selbst einer Kategorie zugeordnet fühlen möchte oder nicht.

Wenn mich jemand von außen als "deutsch" betrachtet, nehme ich das recht achselzuckend zur Kenntnis.
Für mich selbst ist "deutsch" aber kein Merkmal, das ich nennen würde um meine Identität zu beschreiben.
@jakob_thoboell @fasnix @BlumeEvolution @nocci

@Lykanthrop_
Teil meiner Identität: ja.
Du machst es dir aber etwas einfach, wenn du diesen Teil als gesamtes interpolierst. Ein Deutscher Nationalbegriff existiert m.E. erst seit ca. 1800 und ist seitdem - da hast du Recht - sehr durch das negative geprägt worden.

Zurück kommend zum Ursprung: Welchen Sinn hat ein Identitatsbegriff und warum brauchen wir einen, der von der Nation als ganzes geprägt ist?
@fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci

@jakob_thoboell @fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci an dem Punkt waren wir heute schon einige Male, ich habe keine Lust mich zu wiederholen..
@Lykanthrop_
Ich nehme hier viele Beispiele aus dem Norden Deutschlands, weil ich da zuhause bin. Aber von Friesen über Südschleswiger, bis zu Sorben gibt es einige Gruppen innerhalb der deutschen Grenzen, deren Sprachen nicht nur von regionalen Dialekten erzählen, sondern auf ganz andere Geschichte und Identität verweisen. Du hast vorhin von willkürlichen Nationsbegriffen gesprochen. Ich würde sagen: die haben wir auch in Deutschland.
@fasnix