#maischberger
Jetzt bestreitet von Storch #noafd , dass es einen Sturm auf das Kapitol gegeben habe.
Und wieder benutzt sie den Jargon der Eigentlichkeit, um Tatsachen zu bestreiten und eine „parallele Erzählung“ zu etablieren.
Wie erbärmlich ist dieses faschistische Verhalten?

@gruebler Es mag noch so erbärmlich sein. Es funktioniert viel zu oft und dies zählt in der Politik.

Ich halte es für wenig zielführend sich über die #Faschisten der #Noafd und Konsorten moralisch aufzuregen, hiermit retten wir nicht unsere Demokratien

@Secunergy @gruebler Stimmt, dann ist es bestimmt zielführender FaschistInnen eine Bühne für ihre Propaganda zu geben und dem Publikum den Mund zu verbieten, wenn sie den Schwachsinn nicht so stehen lassen wollen.

Klasse Strategie 👍
😮‍💨🤦🤮
(Achtung Sarkasmus - wenn nicht bekannt, eine Suchmaschiene bemühen!)

@yazumo @gruebler Das ist nicht mein Argument. Der deutsche #Primitivjournalismus sollte den Faschisten überhaupt keinen Raum geben (aber es bringt ja offensichtlich Quote)

Sich in der nichtfaschistischen Bubble über die Unsäglichkeiten von #noafd und #bsw zu echauffieren, ist aber Nabelschau. An ein #afdverbotjetzt oder Lösungen für die Probleme in Deutschland traut sich keiner ran. Auch die #gruene überzeugen hier kaum

@Secunergy @yazumo
Deine häufig geäußerte Phrase vom deutschen #primitivjournalismus wirkt ausgesprochen pauschal. Leider begründest du wiederholt nicht, warum dem so sein soll, sondern behauptest es nur.
Dieses Verhalten wird im professionellen Journalismus als Troll-Verhalten bezeichnet, dass sich dadurch auszeichnet, ohne fundierte Recherche und klare Begründung Meinungen zu verbreiten und so Vorurteile zu schüren.

@gruebler @yazumo

Warum bescheinige ich den deutschen Qualitätsmedien (OERR, landesweite Zeitungen wie SZ, FR, FAZ, Die Zeit, Welt) in Fernsehen, Print und Podcasts eine solch schlechte journalistische Arbeit?

An der Berichterstattung zum Ukraine-Krieg lässt dies sich gut veranschaulichen und hier habe ich selbst auch die meisten Erfahrungswerte, sprich meine Einschätzung mag für andere Themengebiete weniger oder nicht zutreffen

@gruebler @yazumo

1. Talkshows im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, wo systematisch Personen eingeladen werden, die zum Diskussionsthema keinerlei Expertise mitbringen, aber zu allem eine Meinung haben. Hier werden polarisierende Talking Points platziert, teilweise Lügen verbreitet und so seitens der Medien eine False Balancing hergestellt.

@gruebler @yazumo
2. Die Berichterstattung erfolgt sprachlich meist in maximalen Aussagen, wenn über Entscheidungen Ereignissen geschrieben wird. Einzelne Waffensysteme sind keine Game Changer, einzelne Geschehnisse in Konflikten entscheiden so gut wie nie ganze Kriege oder das Schicksal von Ländern. Die Medien hierzulande reden oft in solchen extremen Schwarz und Weiß-Aussagen und hantieren mit Suggestivfragen "Ist dies das Ende von xxx / Steht Russland vor yyy?"
Journalismus geht besser
@gruebler @yazumo
3. Auf relevante Details gehen die Journalisten dann äußerst selten ein, wie welche politisch-militärischen Auswirkungen spezifische Fähigkeiten von Waffensystem haben, oder aber politische Entscheidungen sich auf die militärische Lage auswirken. Der vielfach zitierte Fauxpas der "Luftverteidigung" veranschaulicht beispielhaft die fehlende Fachkompetenz vieler deutscher Medien.
@gruebler @yazumo
Positive Gegenbeispiele sind Beiträge von Michael Koffmann, Mike Ryan und Gustav Gressel, insbesonders letztere zeigt, dass man solche Zusammenhänge verständlich erläutern kann, ohne in ein nerdiges Rabbit Hole abzutauchen.
@gruebler @yazumo
4. Auch der Vergleich zum "öffentich-rechtlichen" Rundfunk Frankreichs ist sehr aufschlussreich, wie es besser geht. Die eingeladenen Gäste in Diskussionen, bzw. ihre Kommentarbeiträge zeigen deutlich höhere Fachkompetenz auf, als entsprechende Medienangebote in Deutschland (SWR Kultur). In jenen franz. Medien werden auch unterschiedliche Meinungen geäußert, aber nie polarisierend.
@gruebler @yazumo
Zweitens befasst sich der dortige Journalismus vielmehr mit den langfristigen Auswirkungen von Ereignissen in der Weltpolitik, während Medien hierzulande meist bei einer Nabelschau verbleiben. Journalismus in Deutschland (ich beziehe mich auf anfangs erwähnte Medien, es gibt definitiv Ausnahmen) beschäftigt sich in erster Linie mit den kurzfristigen (oft materiellen) Folgen für ihre Leser- / Hörerschaft, die mittel- bis langfristige Perspektive ist abwesend.

@gruebler @yazumo
Hierbei gewinnt man den Eindruck, dass die Medien hierzulande vor allem der Logik der Aufmerksamkeitsökonomie folgen mit der bereits erwähnten Vorgehensweise, möglichst konträren, kontroversen Meinungen (und seien sie noch so Randphänomene) Raum zu geben.

Schöne Ausnahme sind Beiträge der Mitglieder des Ostausschusses der Salonkolumnisten oder des Podcasts Sicherheitshalber

@gruebler @yazumo
5. Am Beispiel Berichterstattung Ukrainekrieg ist immer bemerkenswert zu beobachten, dass deutsche Medien die Erkenntnisse von Spieltheorie und Signalling-Ansätzen völlig ignorieren. Die Frage, ob und wann D Kriegspartei wird, wird für sie nie genug ausdiskutiert sein, auch wenn noch so viele Rechts- und Politikexperten hierauf eine klare Antwort gegeben haben.
@gruebler @yazumo Auf der einen Seite thematisieren Medien, wieviel Angst "wir uns in Deutschland" selbst machen, dies wohl wenig begründet ist, und dass dies unsere Politik lähmt. Zugleich wird dann immer wieder suggestiv in Beiträgen und Diskussion gefragt, wieviele Angst und Sorgen wir, sprich die Kunden der Medien sich machen müssen. Das passt nicht zusammen
@gruebler @yazumo
6. Hinsichtlich der aktuellen innenpolitischen Situation, in welcher rechtspopulistische und faschistische Kräfte wachsende Zustimmung in Teilen der Bevölkerung erfahren. Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung beruht ja gerade darauf, dass menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Ideen und ihren Vertretern im öffentlichen Diskurs kein Raum gegeben wird.
@gruebler @yazumo
Als Demokratie können wir und die Medien Intolerante nicht tolerieren, das Gegenteil passiert in weiten Teilen unserer Medienlandschaft, die immer wieder jenen Gruppen eine Stimme geben und sie Lügen und Hetze verbreiten lassen. Auf die Frage, woher AfD und BSW derartige Zustimmung bekommen, gibt es viele Antworten. An keiner Stelle fragen sich unsere Medien selbstkritisch, welchen Beitrag sie mit ihrem Journalismus zum Erstarken der Demokratiefeinde liefern.
@Secunergy @yazumo
Ich stimme dir zu, als dass unreflektierte naive Toleranz des #populismus und #faschismus inakzeptabel ist. Umgekehrt finde ich es aber wichtig, dass kritische Berichterstattung geschieht und auch #noafd #Weigel in einem aktuellen Interview dazu gebracht wird, dass sie das neoliberale 18-Punkte-Papier von #lindner als noch nicht weitgehend genug bezeichnet, mit seinen Kürzungen beim #bürgergeld #renten etc. , was viele #noafd -Wähler beträfe.

@gruebler @yazumo

Stimme Dir vollkommen zu
Das absurd perverse ist ja, dass die Wähler von #Noafd und auch #Trump für Parteien bzw. einen Fascho-Narzisten stimmen, deren Politik ihnen selbst massivst schaden wird. De facto Abschaffung des Sozialstaates, Umverteilung von Unten nach Oben

@gruebler @yazumo
Allerdings halte ich es für mehr als zweifelhaft, ob AfD / BSW-Anhänger mit Argumenten zu erreichen sind. Bei denen geht es nicht mehr Interessen und Logik, sondern um Emotionen. Daher denke ich nicht, dass man die Faschisten "inhaltlich" stellen kann. Trump, BSW und AfD zeigen, dass es nicht mehr Inhalte geht, sondern um Parolen und Gefühle
@Secunergy @yazumo
Es ist sicherlich so, dass man einen Teil der #noafd - Wähler nie wird erreichen können, weil sie im Kern noch mythisch denken bzw. unfähig zum bewussten und selbstständigen Denken sind und so einfach noch demokratieunfähig sind.
Allerdings ist dies nur ein kleiner Teil, dem die frustrierten Protestwähler entgegenstehen, die ein kritischer Journalismus in den seriösen Medien erreichen kann.

@gruebler @yazumo

Bin ich mir nicht so sicher, ob es sich hier nur um einen kleinen Teil handelt. Viel effektiver als die Medien halte ich eher unsere Politik, der erstens ernsthafte, ehrliche und sinnvolle Lösungsvorschläge für die Probleme Deutschlands erarbeiten müssten, anstatt lieber sich parteipolitisch gegenseitig ständig zu bekämpfen. #Noafd und #BSW nutzen die mangelnden Ergebnisse ja für ihre Propaganda gegen die Demokratie aus.

@gruebler @yazumo Auch würde kompetenteres Personal helfen, hier ist der Frust in der Bevölkerung groß. Die Kanzlerkandidaten von #CDU und #SPD sind nicht von ungefähr zu unbeliebt

Leider haben wir, und nicht nur in Deutschland, aufgrund parteiinterne Logiken eine adverse Selektion, was die Auswahl der politischen Elite betrifft

@Secunergy @yazumo
Dass die #politik wichtiger sei als die #medien bezweifle ich am folgenden Beispiel: In den #USA ist unter der #biden - #regierung die #kriminalitat zurückgegangen und die #wirtschaft hat zugelegt. #trump hat in seinem Wahlkampf immer wieder das Gegenteil behauptet. Mit diesen #luegen bzw. Falschaussagen hat er die Wahl gewonnen. Die #faktizität hat keine #geltung erreicht, weil die „Medien“ insgesamt einem falschen Bild Geltung verschafften.

@gruebler @yazumo Fair point.

Nur, wie können Medien ausbleibende Ergebnisse oder politische Fehlleistungen in Deutschland als positive Aspekte der Demokratie verkaufen?
#InvestitioneninInfrastruktur #Bildung #Sozialstaat #Deutschlandticket #Vermoegenssteuer #Cumex #Nordstream etc.