(SRF) Homophober Eklat im Herbst 24 – Der Regenbogen scheint auch in Lugano für Neuzuzug Behrens

Der FC Lugano holt Kevin Behrens aus Wolfsburg. Der Stürmer sorgte im letzten Herbst für Negativ-Schlagzeilen.

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Homophober Eklat im Herbst 24 - Der Regenbogen scheint auch in Lugano für Neuzuzug Behrens

Der FC Lugano holt Kevin Behrens aus Wolfsburg. Der Stürmer sorgte im letzten Herbst für Negativ-Schlagzeilen.

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Am 6. Oktober war ein guter Tag für erneuerbaren Strom. Knapp 70 % des Stroms am Sonntag waren erneuerbar, davon 17,0 % durch Solarenergie. Auch nach Sonnenuntergang, um 19 Uhr, war 60 % der Energie erneuerbar. Ein guter Teil davon, weil die Pumpspeicher tagsüber durch einen großen Solarstromüberschuss gut gefüllt waren. Und ausgerechnet diesen Moment suchte sich dieser AfD-Politiker heraus, um so zu tun, als würde die Energiewende nicht bestens funktionieren, in dem er sich empörte, dass nachts die Sonne nicht scheint.

So gut läuft die Energiewende!

Der 6. Oktober 2024 war mal wieder ein prächtiger Tag, der zeigt, wie schnell man die Stromproduktion erneuerbar bekommt, wenn man es denn wollte. Zurzeit wird ohnehin ein Rekord nach dem anderen gebrochen: Onshore-Windkraftanlagen (also auf dem Land und nicht im Meer) und Photovoltaik-Anlagen sind bereits die günstigsten Arten, um Energie zu produzieren, nie gab es so wenig Stromausfälle, Strompreise sinken immer weiter, 2023 war ein Rekordjahr für Erneuerbare: Fast 60 % wurde nachhaltig produziert, die Menge Fossiler sank auf das Niveau der 1960er Jahre.

Man könnte das als Erfolg feiern und erkennen, dass wir uns rapide auf einem richtigen Weg befinden, der Energie spart, Geld und das Klima schont. Oder man könnte, wie die Rechtsextremisten von der AfD in seiner eigenen Parallelwelt leben und beklagen, dass nachts die Sonne nicht scheint. Schachmatt, Grüne! Äh … was?

Ja, dieses peinliche Eigentor schoss der AfD-Politiker Miguel Klauß, als er sich auf seiner Facebook-Seite empörte, dass nach Sonnenuntergang … keine Sonne mehr scheint. Und nun mal keine neue Solarenergie eingespeist werde. Offenbar hielt er das für einen ganz cleveren Beitrag.

Satte 673,71 GWh erneuerbarer Strom

Natürlich würde er sich damit verteidigen, dass sein Beitrag zur Sonne doch nicht so dumm sei. Doch das ist er auch beim näheren Hinsehen. Zudem er sich ausgerechnet mit dem 6. Oktober einen Tag und eine Uhrzeit herausgesucht hatte, die ganz und gar nicht das zeigen, was er zeigen wollten. Knapp 70 % des Stroms am Sonntag waren erneuerbar, davon 17,0 % durch Solarenergie.

Auch zu seinem willkürlich herausgepickten Zeitpunkt war der Mix nicht in seinem Sinne. Auch um 19 Uhr war 60 % der Energie erneuerbar. Ein guter Teil davon, weil die Pumpspeicher tagsüber durch einen großen Solarstromüberschuss gut gefüllt waren. Sprich: immer noch 12,5 GWh Grundlast, und immer noch zu einem guten Anteil aus Energie von der Sonne – ups!

Es ist nun mal glatte Täuschung, gegen Erneuerbare zu wettern und dabei nur auf die Sonne zu gucken, und Wind zu vertuschen. Denn es tatsächlich ziemlich genau so, dass der Wind meistens dann weht, wenn die Sonne nicht scheint und umgekehrt.

Politikwissenschaftler Erik Flügge, der den Beitrag des AfD-Politikers zuerst entdeckte und sich zu Recht darüber lustig machte, kommentierte das so:

“Mittlerweile kommt fast 60 Prozent unseres Stroms aus erneuerbarer Energie und das obwohl der Wind manchmal nicht bläst und obwohl es nachts immer dunkel ist.

Die AfD ist eine Maschine der Volksverblödung. Man möchte die Leute für dumm verkaufen, man skandalisiert, wo es keinen Skandal gibt und erntet am Ende genau die gesellschaftliche Wut, die den Nährboden für extreme Wahlentscheidungen bietet.

Wie immer gilt: Fallen Sie nicht drauf rein!”

Ja, wir wissen, dass nachts die Sonne nicht scheint und dass die Leute, die der ständigen Desinformation der Rechtsextremisten immer noch glauben, anscheinend nicht die hellsten sind.

Artikelbild: canva.com

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https://www.bachhausen.de/kein-scherz-afd-politiker-empoert-dass-nachts-die-sonne-nicht-scheint/

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Report-K

Großmarktgelände Köln-Raderberg am 9. April 2024

Köln | Das Ratsbündnis aus Grünen, CDU und Volt sowie die Oberbürgermeisterin Reker votierten in der 33. Sitzung des Rates am heutigen 27. Juni 2024 für eine endgültige Schließung des Großmarktes zum 31. Dezember 2025. Eine Alternative in Form eines Frischemarktes oder eines Food Hubs gibt es aktuell nicht und wird nicht für einen nahtlosen Übergang zur Verfügung stehen. Die Debatte scharf und sehr emotional. Christiane Martin, Grüne, und nicht die CDU, überbrachte die schlechte Nachricht: Der Großmarkt schließt zum Ende 2025.

Ratsentscheidung mit Folgen

Der Großmarkt ist ein Markt für Wiederverkäufer, Großverbraucher und Betriebe. Das steht sogar an der Markthalle in Köln-Raderberg. Seit drei Jahrzehnten wird um den Standort und eine Alternative für den Kölner Großmarkt gerungen. Jetzt wird am 31. Dezember 2025 in Köln-Raderberg Schluss sein, für den Markt, der 1940 eröffnet wurde und heute zu den größten Märkten Deutschlands in der Metropolregion Köln zählt. Der heutige Ratsbeschluss stellt eine Zäsur da. Nicht weil in Raderberg das Licht für den Großmarkt ausgeht, sondern weil heute das gestaltende Ratsbündnis aus Grünen, CDU und Volt keine Alternative vorlegte. Es war die grüne Fraktionsvorsitzenden Christiane Martin, die wahrheitsgemäß offenlegte, dass es ab dem 1. Januar 2026 keine Alternative in Form eines Frischezentrums für den Kölner Großmarkt geben werde.

Rund 100 Betriebe agieren noch auf dem Gelände des Kölner Großmarktes und rund 700 Menschen stehen dort in Lohn und Brot. Der heutige Ratsbeschluss lässt diesen Betrieben nicht mehr viel Spielraum. Ob das allen Kommunalpolitiker:innen heute klar war? Wir wissen es nicht. Aber die Betriebe haben nicht mehr viele Optionen: Sie müssen sich einen neuen Standort suchen und zwar alleine. Sie müssen ihren Handel komplett neu strukturieren, denn wie es heute ist, ein großer Lkw fährt vor, die Großhändler teilen sich die Fracht und verkaufen dies an Distributoren, etwa für die Gastronomie in der Region, weiter oder Händler auf den Märkten in den Veedeln, das wird es ab Januar 2026 nicht mehr geben. Wird der Betrieb an einem anderen Standort wirtschaftlich zu führen sein? Oder ist es besser eine Insolvenz oder geregelte Geschäftsaufgabe also Liquidation einzuleiten. Denn bei einer Liquidation per Gesellschafterbeschluss bei einer GmbH liegt die Abwicklungsdauer bei rund 13 Monaten. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Händler warten werden. Gleiches gilt für ihre Kund:innen. Auch diese wissen jetzt; am 31. Dezember 2025 gibt es keinen Großmarkt mehr. Orientieren sich diese neu? Nach der heutigen Ratssitzung vor der Sommerpause dürften sich nicht nur die Händler, Dienstleister, sondern auch die Kunden viele Gedanken machen und neu planen. Was aus den gewachsenen Strukturen wird, thematisierten Redner in der Debatte.

Parkstadt Süd gegen Großmarkt in Stellung gebracht

Das Ratsbündnis aus Grünen, CDU und Volt rechnen einfach vor: Rund 3.000 neue Wohnungen, rund 4.000 neue Jobs, Kindergarten, Schule, Sport und Grüngürtel gegen die 100 Betriebe und die 700 Mitarbeitenden. Also Parkstadt Süd gegen Großmarkt. Die Parkstadt Süd und deren Zahlen sind Konzept, es gibt noch nicht einmal eine rechtsverbindliche Planung. Und auch bei den Jobs handelt es sich um Prognosen. Das andere sind 100 kleine und mittelständische Betriebe mit 700 Mitarbeiter:innen, die täglich funktionieren, arbeiten und Steuern bezahlen. Also vorhanden.

Die Antragsteller

Die SPD, die Linke, die FDP und das Ratsmitglied Zimmermann sprechen sich in ihrem Antrag gegen ein Ende des Großmarktes zum 31. Dezember 2025 in Köln-Raderberg aus. Sie wollten, da kein Ersatzgelände für die Händler vorhanden ist, diesen die Chance geben, bis zu 5 Jahre länger auf dem Großmarktgelände in Raderberg zu bleiben. Die Strukturen sollten erhalten werden, bis es eine Alternative als Gelände für den Großmarkt gibt. Parallel sollten die Entwicklungsarbeiten rund um das Großmarktgelände für die Parkstadt Süd beginnen. Das Argument der Antragssteller: es werde Jahre dauern bis sich dort Kräne drehen, da der Planungsstand noch nicht weit genug fortgeschritten sei. Das lehnt das Ratsbündnis kategorisch ab. Es folgt den Ausführungen des Baudezernenten Greitemann, der die Händler vom Gelände haben will. Grüne und CDU loben Greitemann für seine Darstellung.

Greitemanns Fakten

Der Kölner Baudezernent Greitemann, der auch einmal für Wirtschaft in der Stadt verantwortlich war, zeigte auf welcher Seite er steht. Zu Beginn seiner Ausführungen sagte Greitemann: „Jeder Tag, den der Großmarkt länger in Raderberg ist, ist ein Tag später an dem die Parkstadt Süd entwickelt wird.“ Das Narrativ heißt im Klartext: Die Händler müssen so schnell wie möglich weg, damit es mit der Parkstadt Süd vorangeht, den Wohnungen, den neuen Jobs und so weiter.

Zwar hat der Baudezernent noch keinen einzigen Bebauungsplanentwurf ausgearbeitet, um einen Satzungsbeschluss herbeizuführen, aber er trifft diese Aussage. Ein Bebauungsplanentwurf nehme in Greitemanns Behörde im Durchschnitt 39 Monate in Anspruch. Zudem hat Greitemann zu wenig Personal. Daher habe seine Behörde zunächst den Deutzer Hafen priorisiert. Aber jetzt würden die über 30 Mitarbeiter das Projekt Parkstadt Süd in Angriff nehmen. Geht es nach Greitemann wird der Großmarkt am 31. Dezember 2025 geschlossen. Greitemann rechnet nicht damit, dass alle Händler bis dahin ausgezogen sind und plant mit einem Jahr Puffer. Bis Ende 2026 sollen alle Gebäude frei sein. Dann solle, wenn möglich, auch früher der Abriss der Gebäude beginnen. Zudem sollen auf dem Gelände die Altlasten entsorgt werden. Denn dort befand sich ein Güterbahnhof und es ist mit entsprechenden Problemen zu rechnen. 2030 will Greitemann die Arbeiten an der Infrastruktur beginnen, wie Kanalisation, Straßen oder Grünflächen. Die Bebauungspläne für die Wohnbebauung sollen 2028/29 reif für den Satzungsbeschluss sein. Was Greitemann nicht sagen kann: Wer soll dort bauen, also welche Investoren.

Die Debatte im Rat

Christian Joisten, SPD, machte von Anfang an deutlich, dass wenn das Ratsbündnis der Verlängerung der Nutzung für die Großhändler nicht zustimme, dann bedeute dies das Aus für den Kölner Großmarkt. Damit werde eine 2000-jährige Tradition gebrochen und die Handelsstruktur für die Wochenmärkte oder die Frischeversorgung in den Veedeln zerstört. Gewerbesteuer und Arbeitsplätze werden ins Umland abwandern und das bei der desolaten Kölner Haushaltslage. Joisten nannte dies Wahnsinn. Joisten wettete darauf, dass sich bis 2030 auf dem Plangelände der Parkstadt Süd kein Kran drehen werde. Joisten sprach sich für eine Parallelität aus: Auf den Flächen, die der Großmarkt nicht mehr benötige mit Abriss und Bau zu beginnen und parallel den Großmarkt weiter zu betreiben bis eine Alternativfläche zur Verfügung steht. Joisten appellierte an die Ratsvertreter Vertrauen in die Ratspolitik zu schaffen.

Jörg Detjen, die Linke, traf die Aussage, dass es keine Metropolregion gebe in Deutschland ohne Großmarkt. München, Frankfurt am Main, Hamburg oder Stuttgart – alle haben einen Großmarkt, sagte Detjen. Das Ratsbündnis mache Köln zur Provinzstadt. Der CDU und der Verwaltung unterstellte Detjen sich für Lebensmittelkonzerne zu engagieren und zählte von 2020 an auch die neue grüne Ratsfraktion dazu. Köln baue die Monopolstellung von REWE aus und die Schließung des Großmarktes bedeute das Ende der Kölner Wochenmärkte prophezeite der Linke. Er erinnerte vor allem die Grünen an den Kölner Ernährungsrat und deren Entscheidung 2021 die Fläche in Marsdorf für den Großmarkt zu beschneiden.

Detjen spielt darauf an, dass die Fläche für den neuen Frischemarkt in Marsdorf auf 10 Hektar begrenzt wurde, da vor allem die Grünen einen Umzug des 1. FC Köln nach Marsdorf priorisierten und der Fußballverein eine größere Fläche für sich reklamierte. Diese Option zog der 1. FC Köln aber nicht. Die 10 Hektar für das Frischezentrum waren aber zu klein. Denn ein neuer und moderner Großmarkt wäre nicht nur Handel, Logistik und Distribution, sondern auch Weiterverarbeitung der Produkte für Großküchen und andere. Es geht also nicht nur darum, Kartoffeln zu dealen, sondern sie auch zu schälen und waschen und dann zu verkaufen. Dafür hätte der Frischemarkt mindestens eine Fläche von 14 Hektar benötigt. Die Stadt hätte die Infrastruktur zur Verfügung stellen können und verpachten, zu einem Preis den die Händler auch zahlen hätten können. Diese Entscheidungen rund um Marsdorf fallen in das Jahr 2021. Ein Jahr vor der Landtagswahl. Bei der CDU und den Grünen im Bezirk Lindenthal war die Idee eines Frischezentrums in Marsdorf wegen der verkehrlichen Anbindung zumindest in Teilen nie wirklich beliebt.

Detjen forderte in seiner Rede, dass die Stadt Köln für den Großmarkt ein gedeckeltes Budget von einer Million Euro pro Jahr zur Verfügung stelle und die 14 Hektar zu günstigen Pachtkonditionen.

Volker Görzel, FDP, kramte im Archiv und fand eine Verwaltungsvorlage vom 30. April 2001, also noch zu Zeiten als in Deutschland mit der DM bezahlt wurde. Oberbürgermeister war damals Fritz Schramma. 22 Standorte für den Großmarkt seien damals untersucht worden. Er nannte die Art und Weise wie die Kommunalpolitik mit dem Großmarkt umgehe ein totales Versagen des Kölner Rates. In Richtung Ratsbündnis und zu deren Ankündigung eines Food Hub spricht Görzel von Nebelkerzen. Vor allem mit den Grünen ging Görzel hart ins Gericht und zeigte an einem Beispiel auf, was in Köln drohe, wenn es keinen Großmarkt mehr gebe. Wenn ein Lebensmittelkonzern im November 10 Lkw Wassermelonen bestelle und diese dann im Frühsommer nicht abnahm, dann wurden diese Produkte auf dem Großmarkt angeboten und verkauft. Gibt es keinen Großmarkt mehr, landen die Lebensmittel im Müll. Es drohe Essensverschwendung. Görzel rief: „Sie die Ratsmehrheit veräppeln die Händler und die Arbeitnehmer:innen“.

Thor Zimmermann, sprach über die kommunale Daseinsvorsorge und das kommunale Politik gestalten müsse: Also den Großmarkt besser machen, mehr regionale Produkte anbieten, um die Ernährung in der Stadt zu verbessern. Vom Ratsbündnis forderte Zimmermann sich ehrlich zu machen und klar zu sagen, dass es bei Ablehnung des Antrages zum Erhalt in Raderberg, dann keinen Großmarkt mehr geben werde.

Christiane Martin, Grüne machte sich ehrlich, warf aber den Antragsteller:innen vor, die Fakten zu verdrehen. Der Großmarkt muss der Parkstadt Süd weichen, so Martin. Martin führte auf, dass die Stadt bei ihrem Markterkundungsverfahren keinen Investor gefunden habe, der einen Großmarkt in Marsdorf betreiben wollte. Martin ließ allerdings weg, dass es das Ratsbündnis war, das die Fläche in Marsdorf für das Frischezentrum so verkleinert hatte, dass es für Investoren uninteressant wurde. Man habe die Stadtverwaltung beauftragt, ein Food Hub zu planen. Aber dieses Food Hub werde nicht Ende 2025 in Betrieb gehen. Köln werde also zunächst ohne Food Hub auskommen müssen. Das werde eine Zumutung für die Händler und deren Beschäftigten. Die Grünen vertrauten darauf, dass es bei der Parkstadt Süd nicht zu Verzögerungen kommen werde, sagte Martin in Richtung Baudezernent Greitemann. Damit stellte Martin klar und überbrachte als Grüne die schlechte Nachricht: Der Großmarkt schließt am 31. Dezember 2025 und danach wird es keinen Großmarkt mehr im Anschluss geben.

Dabei stellt sich die Frage was die Grünen mit Food Hub meinen? Eine Markthalle, wo Endkunden einkaufen können, wie es sie in vielen Metropolen Europas gibt und wo auch gegessen werden kann. Also eine Eventhalle mit Gastro und Handel für Lebensmittel. Etwa in der alten Großmarkthalle. Das ist aber kein Frischezentrum mit Logistikumschlag unter Händlern, Dienstleistern oder Gastronomen. Das ist einfach eine Markthalle für Endkunden.

Niklas Kienitz, CDU, spielte klar die Karte Parkstadt Süd und deren Entwicklung gegen Großmarkt. Etwas kryptisch sagte Kienitz, dass es vielleicht doch noch eine Zwischenlösung für den Großmarkt geben könnte in der Perspektive eines Food Hub.

Isabell Venturini, Volt stellte sich in die Linie des Ratsbündnisses und rechnet kalt gegen: 4.000 potenzielle Arbeitsplätze gegen 700 bestehende Arbeitsplätze, dazu der Wohnraum. Interessant war eine Äußerung von Venturini auf eine Nachfrage von Christian Joisten, SPD, der sie fragte, ob sie sich selbst informiert habe. Dazu sagte Venturini, dass sie ehrenamtliche Kommunalpolitikerin sei und der Stadtverwaltung und deren Aussagen vertrauen müsse. Dafür bekam sie viel Zustimmung aus den Reihen des Ratsbündnisses. Diese Aussage irritiert insofern, da nach § 55 Gemeindeordnung NRW (GO NRW) der Rat das Kontrollorgan der Verwaltung ist.

In der zweiten Runde der Debatte kam es zu emotionalen Statements

Ralph Sterck, FDP, warf der CDU-Fraktion vor, kein Interesse an Alternativstandorten für den Großmarkt zu haben. Er kritisierte, dass die Parkstadt Süd gegen den Großmarkt gestellt werde, wie es das Ratsbündnis tue. Stadtentwicklung sei nicht ein Gegeneinander, sondern ein ineinander. Also erst der erste Schritt, dann der nächste Schritt. Es sei ein Skandal, dass der Rat nach 23 Jahren keinen alternativen Standort für den Großmarkt benennen könne. Sterck warnte und sagte, dass einmal zerstörte Strukturen des Handels nicht eben wiederhergestellt werden könnten, sondern unwiederbringlich verloren seien. Es sei verwerflich, dass sich das Ratsbündnis nicht gekümmert habe.

Jörg Detjen, die Linke, wunderte sich über die Debatte und welche Wertevorstellungen diese zu Tage brächte. Die Händler würden verdrängt und vertrieben. Diese Wahrheit hätte den Händlern früher mitgeteilt werden müssen, schon als der Plan reifte, den 1. FC Köln in Marsdorf anzusiedeln. Schon damals mit der Zuteilung der 10 Hektar sei der Großmarkt tot gewesen. Detjen erinnerte an die Bemühungen des ehemaligen grünen Fraktionsgeschäftsführers Jörg Frank, den Großmarkt in Marsdorf zu platzieren.

Thor Zimmermann erinnerte ebenfalls noch einmal in der Debatte an das seit 1999 fehlende Ersatzgrundstück. Den Händlern werde die Geschäftsgrundlage entzogen. Er kritisierte das Ratsbündnis und entkräftete dessen Kritik an dem Antrag. Das Ratsbündnis hätte die Schwächen in einem Änderungsantrag ausgleichen können, aber diesen gab es nicht.

Lisa Steinmann, SPD, erinnerte den Rat daran für wen er handelt. Für die Menschen in der Stadt und deren Interessenslagen. Das Handeln des Ratsbündnisses sei ein Armutszeugnis für den Wirtschaftsstandort, vor allem auch die Parkstadt Süd gegen den Großmarkt auszuspielen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass ein stufiger Ausbau der Parkstadt Süd möglich wäre. Die bestehenden Strukturen im Großmarkt würden gesprengt. Eine regionale Vertriebsstruktur sei Teil der Daseinsvorsorge. Ein nice to have Food Hub Konzept sei nicht vergleichbar mit der Vertriebsstruktur eines Frischezentrums. Auch ein Endverbrauchermarkt in der ehemaligen Großmarkthalle sei damit nicht zu vergleichen. Das Ergebnis sei enttäuschend.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker schiebt den Händlern den schwarzen Peter zu, da diesen die 10.000 Quadratmeter in Marsdorf nicht gereicht hätten und die Gründung einer Genossenschaft misslang.

Am Ende stimmte der Rat so:

Für den Antrag zum Interim für die Großmarkthändler und gegen die Schließung am 31. Dezember 2025 stimmten: SPD, Linke, Thor Zimmermann, die Fraktion, FDP und AfD.

Gegen den Antrag und damit für das Ende des Kölner Großmarktes in Köln Raderthal am 31. Dezember 2025 stimmten: Grüne, CDU, Volt und Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Es enthielten sich Gut/Klima Freunde

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https://www.bachhausen.de/emotionale-debatte-im-rat-ende-des-grossmarktes-zum-31-dezember-2025-scheint-endgueltig-besiegelt/

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Emotionale Debatte im Rat: Ende des Großmarktes zum 31. Dezember 2025 scheint endgültig besiegelt - Report-K

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Was die Reaktionen auf das Sylt-Video über die Wahrnehmung des Rechtsextremismus in Deutschland verrät.

Sicherlich: Die Empörung über das Video von Sylt ist vollkommen nachvollziehbar und angemessen; die dort ausgelebte Begeisterung über die eigene Unverfrorenheit, in locker-alkoholisierter Runde rechtsextreme Parolen zu trällern und dabei dem Standesdünkel zu frönen, ist bemerkenswert unangenehm. Gleichzeitig legen die bundesweiten Schlagzeilen den Blick frei auf die Wahrnehmung des Rechtsextremismus. Denn dass auch und gerade Reiche sehr chauvinistisch und rassistisch sein könnten, erscheint in Deutschland offenkundig noch immer als eine besondere Neuigkeit zu sein.

Dabei sind es Mittelständler, Selbstständige und Unternehmer, die das Rückgrat der AfD bilden, es sind Juristen, Ökonomen und Publizisten, die als Wortführer der nationalautoritären bis nationalrevolutionären Bewegung in Deutschland auftreten – und aus dem politischen Kampf gegen das Establishment, zu dem sie selbst gehören, ein einträgliches Geschäftsmodell entwickelt haben.

So stimmt die AfD im Bundestag ab, um dich ärmer zu machen

Je lauter diese Wortführer in den weit verzweigten „alternativen“ Medienkosmos posaunen, dass sie die Wahrheit, „unzensierte Fakten“ oder den Untergang des Abendlandes, Deutschlands oder der Weltwirtschaft verkünden, umso sicherer kann man sein, dass nun eine weitere Abhandlung aus der seit mehr als 100 Jahren bekannten deutschen Untergangsliteratur folgt – auch wenn Literatur hier ein großes Wort ist. Eher tagesaktueller Content, der sich ideologisch aus dieser Gattung bedient und mit immer neuen Buzzwords SEO-tauglich aufbereitet wird.

Ein neues Kapitel der Untergangsliteratur

Trotz dieser Anpassungen lassen sich diese Texte immer wieder auf eine Grundfrage reduzieren: Wie kann Deutschland noch gerettet werden – sei es vor Sittenverfall, „Gendergaga“ oder Ausländer. Die Recherchen über das Potsdamer Treffen, die für enorme Schlagzeilen sorgten, waren wichtig, die Wucht der Reaktionen überraschte aber wohl auch die Autor*innen selbst, denn die bei dem Treffen diskutierten Konzepte sind alles andere als neu: „Remigration“ – ein Schlagwort aus der „Neuen Rechten“, die ein beachtliches Geschick aufweist, knallharte Deportationspläne für Millionen Menschen sprachlich appetitlich zu verpacken. Rechtsextreme PR können sie – und auch hier waren es Ärzte, Unternehmer und Personen aus dem politischen Betrieb, die sich in gepflegter Runde an Großmachtphantasien ergötzten – und keine saufenden Jugendlichen aus zerrütteten Elternhäusern, die am örtlichen Bahnhof herumhängen.

Neben Großbürgerlichen mischen auch Adelige mit, wenn es um die Rettung Deutschlands geht – aus Tradition. Man denke nur an die Familiengeschichte von Beatrix von Storch. Oder auch an die „Reichsbürger“, die sich seit dem 21. Mai 2024 vor Gericht verantworten müssen. Der Vorwurf: Unterstützung oder Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Die Gruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß soll Selbstständige, Ex-Bundeswehrsoldaten sowie eine ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete zusammengebracht haben, die unter Führung von Heinrich XIII. einen nationalrevolutionären Umsturz geplant haben sollen.

Austern statt Bockwurst

Champagner statt Dosenbier, Austern statt Bockwurst, geknotete Marken-Pullis statt Klamotten aus dem Discounter – wenn nach effektiven Maßnahmen gegen Rechtsextremismus gefragt wird, ist „mehr Bildung“ oder „mehr Gerechtigkeit“ fast immer unter den ersten Antworten. Doch was tun, wenn menschenfeindliche Einstellungen gar nicht durch Unwissenheit entstehen? Oder durch soziale Benachteiligung? Was tun, wenn solche Einstellungen das Resultat sind von Privilegien und Reichtum, die hemmungslos verteidigt werden?

Rechtsextremismus ist kein Problem von armen Menschen und lässt sich ohnehin nicht monokausal erklären, sondern die Gründe für autoritäres Denken, die Abwertung anderer Menschen und die Sehnsucht nach einer idealisierten Vergangenheit sind vielschichtig. Die Gefahr liegt gerade darin, dass dies ausgeblendet wird, denn rechtsextremes Gedankengut beeinflusst in verschiedenen gesellschaftlichen Milieus und Institutionen das Denken und Handeln. Das Sylt-Video ist ein eindrückliches Beispiel dafür – und die Reaktionen zeigen, wie viel Arbeit nötig ist, um die Komplexität und ideologischen Hintergründe des Rechtsextremismus öffentlich zu erfassen.

Zum Thema: Wenn du dich über Sylt-Video aufgeregt hast, solltest du das ansehen:

@volksverpetzer

WARUM DIE AUFREGUNG ÜBER SYLT NACH HINTEN LOSGEHEN KÖNNTE⚠️ #Sylt ist kein Einzelfall. Wir erklären euch, was der Datenwissenschaftler Benjamin Läpple zu der teils performativen Aufregung sagt und was ihr konkret gegen das #Rassismusproblem in Deutschland tun könnt. Link zum Thread von Benjamin Läpple: https://x.com/benjaminlaepple/status/1793986902321930658?s=46&t=Y0mDRv4zH9lh_s2PUlDU5Q #reclaimtiktok

♬ Originalton – volksverpetzer

Gastautor: Patrick Gensing. Artikelbild: Screenshot

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https://www.bachhausen.de/sylt-auch-reiche-koennen-nazis-sein-und-das-scheint-noch-vielen-neu-zu-sein/

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