Gestern war der Himmel klar, was mich direkt dazu verleitete gegen 7 nochmal das Haus zu verlassen. Außerdem musste ich ja noch meine neue Nachführung, den MSM Nomad, ausprobieren.
Durch den nach wie vor sehr hellen Mond fiel mein eigentlich geplantes nächstes Projekt, die Plejaden, weg, die wurden vom Mond gnadenlos weg geleuchtet. Ich testete erst ein altes 85mm Objektiv (Tageslicht: top, nachts eher nicht so) und schraubte dann mein bewährtes 16mm drauf und zielte grob auf den Nordamerikanebel. Ich brauchte nur irgend ein Motiv um den Effekt des Nomad zu testen und ein beliebiger Teil der Milchstraße geht eigentlich immer. Plus: Es musste möglichst weit weg vom Mond liegen. Was der Erdtrabant für ein Scheinwerfer war, das seht ihr auf Bild 3 ganz gut.
Es kamen insgesamt 52 Bilder mit je 30s Belichtungszeit zusammen. Gestapelt und nachbearbeitet kann sich das schon sehen lassen. Ich bin überrascht, dass man besagten Nebel sogar mit dem 16mm f1.8 schon erkennen kann.
Fazit zum ersten Einsatz des Nomad: Easy einzunorden und lief richtig gut durch. Das erspart das Nachjustieren alle 15 Minuten und man kann deutlich länger belichten. Das Ding wird noch Spaß machen. 😀 Bild 1 ist die Region um den Nordamerikanebel im Detail, Bild 2 das Gesamtergebnis der gestrigen Nacht. Wenn man so arg Weitwinklig unterwegs ist wie ich, darf man keine Details einzelner Objekte erwarten. Dafür finde ich Bild 1 dann aber schon recht geil. Bild 3 zeigt mein Setup auf dem Feld wie es ne Stunde vor sich hin knipste und Nr. 4 ein Rotlichtselfie als es auf dem Acker langsam kalt und zunehmend langweilig wurde.
Mal Daumen drücken fürs nächste Shooting. Wenn Wetter und Mond mitspielen, dann aber wirklich mit den Plejaden. Auf meiner Liste der Anfängerobjekte stehen die ganz oben. Man kann sie sogar mit bloßem Auge erkennen… zumindest wenn kein „Supermond“ scheint.
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