Heute ist der Trans* Day of Visibility, aber eigentlich möchte ich heute keine Phrasen darüber dreschen. Warum? Weil trans* Menschen aktuell relativ viel Sichtbarkeit erfahren, nur leider die völlig falsche. Es wird gefühlt permanent über uns gesprochen, statt mit uns.⬇️

#TransDayOfVisibility #TDOV2026 #TDOV #Selbstbestimmung #GegenRechts #Systemkritik #TransRightsAreHumanRights #Widerstand #Queer #Trans #Politik

Vom Rauschen des Windes und dem Lärm der Welt

Wenn die Nachrichtenflut zu viel wird: Warum ein Gang in die Natur mehr heilt als jede digitale Entgiftung. Eine Einladung zum Abschalten und Wiederankommen.

https://thomas-hitz.ch/vom-rauschen-des-windes-und-dem-laerm-der-welt/

Vom Rauschen des Windes und dem Lärm der Welt – Thomas Hitz

Das Bild propagiert einen digitalen Ausstieg, indem es Icons von bekannten Online-Plattformen mit Verbotsschildern versieht und eine Botschaft der Selbstbestimmung vermittelt.

Das Bild zeigt eine digitale Illustration mit einem Hauptmotiv, das einen Mann zentral im oberen Bereich darstellt. Der Mann hat eine Glatze und trägt eine Brille. Auf seinem Kopf sind feine, helle Linien zu sehen, die an Haarrisse erinnern. Er trägt einen blauen Kapuzenpullover. Um seinen Kopf herum sind zahlreiche runde Symbole mit einem roten Rand und einem diagonalen roten Balken angeordnet, was auf ein Verbot hinweist. Diese Symbole repräsentieren verschiedene bekannte Online-Dienste und Apps wie Google, Facebook, TikTok, Apple, Amazon, WhatsApp, Telegram, Twitter (X) und Microsoft.

Über dem Mann steht in großer, weißer Schrift auf einem blauen Himmel mit Wolken die Überschrift „Ich bin nicht dumm – ich bin raus.“ Darunter in kleinerer, cremefarbener Schrift steht „(Status 410 | Gone)“.

Im unteren Bereich des Bildes steht ein Textblock in weißer Schrift auf einem orange-braunen Hintergrund mit dunkleren, strukturierten Streifen, die an Holz erinnern: „Man muss nicht alles mitmachen, nur weil es existiert. Man muss nicht alles verstehen, nur weil es laut ist. Man darf auch einfach gehen.“

Rechts unterhalb des Mannes befindet sich ein geöffneter, hellgelber Umschlag, aus dem ein weißes Blatt Papier ragt. Unter dem Umschlag liegt ein weißes Kennzeichen-ähnliches Schild mit schwarzer Schrift, das „::NOT4BFLU55::“ anzeigt.

Ganz unten im Bild sind verschiedene Hashtags aufgelistet, ebenfalls in weißer Schrift: #Status410 #Gone #DigitalExit #Infologie #Filterblasen #Selbstschutz #Aufmerksamkeit #Systemkritik.

Die Farbpalette ist insgesamt eher düster und kontrastreich, mit dem hellen Blau des Himmels und dem dunkleren Orange-Braun des unteren Bereichs. Die Atmosphäre wirkt mahnend und ermutigend zugleich; sie soll dazu anregen, sich von übermäßiger digitaler Präsenz zu distanzieren und einen eigenen Weg zu gehen. Die Symbole und die Botschaft zielen auf Selbstbestimmung im digitalen Zeitalter ab.

Die Forderung, Dummheit zu verbieten, ist selbst schon der Beweis ihrer Unverbietbarkeit.
Denn wer sollte sie definieren? Wer dürfte sie feststellen? Und vor allem: Wer wäre sicher, nicht selbst darunter zu fallen?

Dummheit ist kein Gesetzesverstoß.
Sie ist ein Zustand, ein Prozess, ein Nebenprodukt von Bequemlichkeit, Angst und systemischer Überforderung.
Und manchmal ist sie sogar gewollt.

Denn ein System, das auf Zustimmung angewiesen ist, aber die Voraussetzungen für informierte Entscheidungen systematisch untergräbt, produziert genau das, was es später beklagt:
Entpolitisierte, überforderte, vereinfachende Wahrnehmung.
Oder kürzer: funktionale Dummheit.

Hier beginnt die eigentliche Ironie:
Die gleichen Kräfte, die sich lautstark über „Dummheit“ beschweren, haben oft selbst an ihrer Infrastruktur mitgebaut.
Durch Marktlogik über Bildungslogik.
Durch Aufmerksamkeit statt Erkenntnis.
Durch Tempo statt Tiefe.

Dummheit wird nicht verboten, weil sie gebraucht wird.
Als Schmiermittel.
Als Puffer.
Als Resonanzraum für einfache Antworten auf komplexe Fragen.

Und doch trägt sie ihre eigene Grenze in sich.
Denn Systeme, die auf dauerhaft reduzierter Komplexität basieren, verlieren irgendwann ihre Fähigkeit zur Selbstkorrektur.
Sie kippen nicht plötzlich.
Sie erodieren.

Parteien verschwinden nicht, weil Dummheit verboten wird.
Sondern weil ihre eigenen Narrative irgendwann nicht mehr tragen.
Weil die Realität sich nicht dauerhaft in Slogans pressen lässt.
Weil selbst die bequemste Vereinfachung irgendwann an ihren Widersprüchen reibt.

Das ist kein moralischer Sieg.
Es ist ein struktureller Verschleißprozess.

Die Frage ist also nicht:
„Warum verbieten wir Dummheit nicht?“

Sondern:
„Warum erzeugen wir Bedingungen, unter denen sie zur dominanten Strategie wird?“

Solange diese Frage nicht gestellt wird, bleibt alles beim Alten:
Man zeigt auf Symptome und nennt es Analyse.
Man beklagt Ergebnisse und ignoriert Ursachen.
Man ruft nach Verboten, wo eigentlich Verständnis nötig wäre.

Und so bleibt am Ende nicht viel mehr als ein leises Echo:
Dummheit erledigt sich nicht von selbst.
Sie wandelt nur ihre Form.

#Politik #FDP #Gesellschaft #Demokratie #Dummheit #Systemkritik #Aufmerksamkeit #Infologie #Filterblasen #Medienkritik #Struktur #Selbstauflösung

Pleroma

#Systemkritik verliert ihre ethische Kraft, … wenn sie sich selbst für unfehlbar hält. Wirklich lernfähig bleibt nur, wer klar positioniert ist … und zugleich bereit, sich vom besseren Argument verändern zu lassen. Diesem Anspruch sollte sich jeder jederzeit stellen. Gilt für mich selbst auch!🖖

⚠️ Arbeitsrecht als "Option"? 🛠️

In der Theorie hat Deutschland starken Arbeitnehmerschutz. In der Praxis herrscht oft eine „Selbstjustiz der Arbeitgeber“. 📉

Das Gesetz scheitert am Machtgefälle: Wer sein Recht einfordert, riskiert oft zu viel. Zeit, die epidemischen Rechtsbrüche in unserer Arbeitswelt klar zu benennen! ✊

https://taz.de/Willkuer-von-Arbeitgebern/!6155693/

#Arbeitsrecht #Arbeitswelt #Gewerkschaft #Ausbeutung #Arbeitnehmerschutz #SozialeGerechtigkeit #Wirtschaft #Politik #Systemkritik #Prekariat

Willkür von Arbeitgebern: Sie machen, was sie wollen

Manche Arbeitgeber enthalten Lohn vor, kündigen nach Lust und Laune, verbieten Betriebsräte. Und die Arbeitnehmer? Fühlen sich machtlos.

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH
Polizei - eine Institution ohne Alternative? - Klassenbildung

Spätestens seit dem G20 Gipfel in Hamburg ist die Debatte um Polizeigewalt wieder ins Rollen gekommen. Jetzt mit Black Lives Matter hat die Diskussion nochmal an Fahrt aufgenommen. In den USA, aber auch hier in Deutschland, fordern viele Menschen ein Ende der Gewalt. Was das Problem mit der Polizei ist und wieso sie nicht reformiert […]

Klassenbildung

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* 1.2.4 – Der stille Zwang *
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Kontrolle erreicht ihre stabilste Form dort, wo sie nicht mehr als Eingriff erscheint. Solange Zwang sichtbar ist, erzeugt er Reibung: Widerstand, Umgehung, Solidarität gegen den Druck. Der stille Zwang arbeitet anders. Er setzt nicht auf Verbote, sondern auf Pfade. Er zwingt nicht durch eine Wand, sondern durch eine Landschaft, in der manche Wege immer steiler werden, bis nur noch der gewünschte Weg bequem bleibt.

Dieser Zwang entsteht aus der Summe kleiner Bedingungen. Jede einzelne wirkt rational: eine Frist, ein Nachweis, ein Abzug, eine Priorisierung, eine Sperre, eine Umleitung. Keine davon muss als Strafe benannt werden. Im Gegenteil: Sie werden als Standard verkauft, als Fairness, als Gleichbehandlung. Doch genau die Standardisierung verschleiert den Kern. Wer Standard setzt, setzt Normalität. Und wer Normalität setzt, definiert Abweichung. Damit wird Zwang zur Logik des Alltags, nicht zur Ausnahme.

Stiller Zwang funktioniert vor allem über Zeit. Zeit ist die universellste knappe Ressource, weil sie nicht nachproduziert werden kann. Wer Menschen Zeit nimmt, nimmt ihnen Handlungsspielraum, ohne sichtbar zu nehmen. Wartezeiten, verlängerte Wege, zusätzliche Termine, wiederholte Prüfungen: all das wirkt zunächst wie Bürokratie. In Wahrheit ist es eine Disziplinartechnik. Sie selektiert, wer durchhält, wer aufgibt, wer sich fügt. Und sie tut es, ohne jemals den Anschein von Gewalt zu erwecken.

In dieser Struktur werden Entscheidungen nicht mehr als Zwang erlebt, sondern als Wahl zwischen schlechten Optionen. Das ist entscheidend, weil es die Verantwortung erneut verschiebt. Wer sich fügt, kann sich sagen, er habe gewählt. Wer scheitert, kann das Scheitern sich selbst zuschreiben. Der stille Zwang ist damit nicht nur ein äußerer Druck, sondern ein innerer Mechanismus der Selbstzuschreibung. Er erzeugt die Illusion von Autonomie, während er die Parameter der Autonomie festlegt.

Ein Beispiel: Eine Person möchte aus einem belastenden Arbeitsbereich wechseln. Formal ist das möglich. Praktisch wird es an Bedingungen geknüpft: zusätzliche Qualifikationsnachweise, Wartefristen, eine Prioritätseinstufung, die erst nach vollständigem Ausgleich früherer Verpflichtungen greift. Gleichzeitig wird die aktuelle Zuteilung mit kleinen Anreizen stabilisiert: ein Bonuskontingent, ein schnellerer Zugang zu bestimmten Leistungen, ein besserer Status im Register. Nichts davon zwingt unmittelbar. Aber die Summe formt eine Entscheidung, die sich wie Vernunft anfühlt: bleiben, durchhalten, nicht auffallen.

So entsteht eine Gesellschaft, in der Anpassung nicht mehr als Unterwerfung gilt, sondern als Kompetenz. Wer sich im System bewegt, lernt, seine Wünsche in Anträge zu übersetzen, seine Not in Nachweise, seine Zeit in Fristen. Sprache wird zu Verwaltungssprache, Hoffnung zu Prozess. Und während alles formal offen bleibt, wird es faktisch eng. Der stille Zwang ist damit nicht die Abwesenheit von Gewalt, sondern ihre Verfeinerung: eine Ordnung, die nicht mehr schlagen muss, weil sie Wege so legt, dass Menschen sich selbst dorthin tragen, wo sie gebraucht werden.
#DieHoelle

#Gesellschaftskritik #Kapitalismus #Ungleichheit
#Schuld #Konsum #Kontrolle #Systemkritik

#Pseudomarkt

Welcher Markt eigentlich?

Viele reden von einem großen KI-Markt. Aber schaut man genauer hin, wird es seltsam.

Ein großer Teil des Geldes läuft im Kreis. Firmen verkaufen sich gegenseitig Leistungen. Heute Kunde, morgen Partner, übermorgen Lieferant. Das Geld verlässt den Kreis kaum.

Normale Nutzer sind nicht der wichtigste Teil. Sie bringen wenig Umsatz. Aber sie sind wichtig fürs Bild nach außen: „Alle profitieren“, heißt es dann.

Der Staat zahlt oft mit. Über Forschung, Förderprogramme, Digitalisierung. Am Ende landet das Geld bei denselben großen Akteuren.

Das ist kein freier Markt. Das ist ein System, das sich selbst erhält.

Wenn ein Markt sich selbst bezahlt, verkauft er keine Leistung mehr. Er verkauft seine eigene Unverzichtbarkeit.

Und genau das macht ihn gefährlich.

#Fediverse #LeichteSprache #KritischeInfrastruktur #Digitalpolitik #Systemkritik #Infologie #Dorfzwockel #Marktmythos #Kreislaufgeld #DigitaleSouveränität

Pleroma