Habt ihr jemals eine weibliche Vortragende gehört, die „Totgeburt“ , „Fehlgeburt“ und/oder „Missgeburt“ im übertragenen Sinn (also z.B. für ein schlecht gelaufenes Projekt) verwendet hat? Mir fiel gerade auf:Ich nicht.
Unabhängig vom Geschlecht:
Falls ihr das so auch im #Sprachgebrauch habt, überdenkt das bitte. Es gibt so viele Menschen da draußen, bei denen das Wunden aufreißt. Auch Männer, auch Leute, von denen ihr es nicht wisst, auch junge Menschen, die z.B. ein Geschwisterchen verloren haben. #Trauma

„Ich bin eine Dänemarkerin“

Neulich hat Kollege nömix angemerkt, dass bei Sprache oft keine Logik ersichtlich ist. Da ging es um die österreichische Formulierung von Richtungsangaben.

Ich bin sicher, diese willkürlich wirkenden Verschiedenheiten folgen durchaus einer gewissen Logik bzw. der einen oder anderen Regel. Was es für den Umgangssprecher undurchsichtig macht ist, dass natürlich ganz viele verschiedene Regeln und Effekte unterschiedlichster Herkunft parallel aktiv sind und man als Laie nicht weiß, welche Regel wo warum zum Tragen kommt oder welcher Kaskade von Entwicklungen die eine oder andere Erscheinung ihr Dasein verdankt. Diese vielfältigen Regeln und sprachlichen Entwicklungsprozesse sind oft sehr kleinteilig wirksam, ich stelle mir das vor wie die wild verquirlten Farben in einer Wanne, die man zum Marmorieren von Papier nimmt.

Wenn man das Papier auf die Oberfläche legt, kann man vorher nicht genau sagen, welche Farbe an welcher Stelle des Papiers landet. Jede einzelne Farbe in der Mischung ist ein sprachwissenschaftliches Prinzip, eine Regel, ein Gesetz, und wo sie mit Papier in Berührung kommt, färbt sie es entsprechend. Soweit ganz einfach. Nur sind die Farben in der Marmorierwanne nicht sauber in klar umrissene Felder aufgeteilt, sondern je nach Idee des Marmorierers mehr oder weniger systematisch verrührt, und es ist nicht immer ersichtlich oder vorhersehbar, wo diese oder jene Farbe nun in Reinform auftritt, wo sie sich vielleicht mit einer anderen vermischt hat, und wo sie gar nicht vorhanden ist. Dementsprechend bunt und unübersichtlich ist nicht nur das resultierende Marmorpapier, sondern eben auch die Sprache, wie sie gesprochen und geschrieben wird.

Zu diesen der Sprachentwicklung zugrundeliegenden Prinzipien und Regeln kommen dann noch kulturelle Effekte – was gilt in welcher Sprache oder in welcher Kultur, Gegend, gesellschaftlichen Schicht, Berufsgruppe o.ä. als akzeptabel, was ist tabu, welche Konnotationen schwingen wo mit, welche versteckten Hintersinne gibt es wo, vielleicht auch abhängig davon, wer gegenüber wem eine bestimmte Äußerung macht. Das ist nochmal so eine Marmorierwanne mit verrührten Farben. Insgesamt haben wir sozusagen einen dreidimensionalen Marmorierapparat, wo sich mehrere Dimensionen überlagern und gegenseitig durchdringen und das Ergebnis noch unvorhersehbarer machen.

Sprache ist deshalb – nicht nur für den Fremdsprachenlernenden – ein Minenfeld, über dem ein Labyrinth aus übermannshohen, undurchdringlichen Hecken steht, durch das man nachts bei Nebel ohne Lampe den Weg finden soll.

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Die Überschrift dieses Beitrags – ein Zitat aus dem Film Wir Wunderkinder, mit dem Johanna von Koczian als Kirsten dem Protagonisten erklärt, wieso sie so spricht wie sie spricht – leitet elegant zum eigentlichen Thema dieses Beitrags über, nämlich den Bezeichnungen für die Einwohner von Ländern und wie sie sich von den Namen des jeweiligen Landes ableiten. Das ist ein halbwegs überschaubares und schön isolierbares Gebiet, und auch hier geht es kunterbunt durcheinander.

Ich beschränke mich darauf, Ländernamen und die von ihnen abgeleiteten Einwohnerbezeichnungen aufzuführen. Ich gruppiere die Ländernamen nach ähnlichem Erscheinungsbild (v.a. der Endung) und suche nach unterschiedlich gebildeten Einwohnerbezeichnungen zu ähnlich aussehenden Ländernamen. Die betonte Silbe formatiere ich fett, denn auch da geht es nicht ganz einheitlich zu.

Ich erspare mir die mühsame Suche nach zugrundeliegenden Regeln und deren Verwandtschaftsverhältnissen. Soviel Sprachwissenschaft habe ich grad nicht greifbar, und bestimmt hat jemand da sowieso schon ein ganzes Buch drüber geschrieben.

Hier also meine halbsortierten Funde:

Ghana – Ghanaer
Panama – Panamaer
Sri Lanka – Sri Lanker
Kanada – Kanadier
Korea – Koreaner
Kambodscha – Kambodschaner
China – Chinese
Guatemala – Guatemalteke
Venezuela – Venezolaner
Nicaragua – Nicaraguaner

Spanien – Spanier
Argentinien – Argentinier
Rumänien -Rumäne
Albanien – Albaner
Italien – Italiener
Brasilien – Brasilianer

Polen – Pole
Schweden – Schwede
Norwegen – Norweger
Ägypten – Ägypter
Jemen – Jemenit

Finnland – Finne
Schottland – Schotte
Irland – Ire
England – Engländer
Holland – Holländer

Russland – Russe
Dänemark – Däne
Österreich – Österreicher
Frankreich – Franzose

Nepal – Nepalese
Senegal – Senegalese
Portugal – Portugiese

Iran – Iraner
Pakistan – Pakistaner
Afghanistan – Afghane
Kirgistan/Kirgisistan/Kirgisien – Kirgise
Sudan – Sudaner, Sudanese

Surinam – Surinamer
Vietnam – Vietnamese

Haiti – Haitianer
Malawi – Malawier
Burundi – Burundier, Burunder

Hier noch ein paar schwer einsortierbare Einzelfunde:

San Marino – San-Marinese

Belize – Belizer

Honduras – Honduraner

Libanon – Libanese

Niger – Nigrer
Nigeria – Nigerianer

Mosambik – Mosambiker, Mosambikaner

El Salvador – Salvadorianer

Laos – Laote
Chaos – Chaot

Und zuguterletzt noch das wohl einzige Land, zu dem der Duden keine Einwohnerbezeichnung nennt:

Vatikan

#Sprachgebrauch

Aus der Reihe: “Ösitanisch für Außerösische“

Haben Sie gewusst, dass es für die ostmittelbairischen Direktionaladverbien zuwe und daune keine ent­spre­chenden Vokabeln im Schriftdeutschen gibt? Ösitanisch für Außerösische Insbesondere was das…

#Sprachgebrauch ist eine feine Sache. Wo wir gerade beim Thema waren
😁
#SprachGebrauch

Ich traute mich (WIMRE) nie, einen Kuß zu rauben. Gerne verschenke ich einen Kuß und nehme einen geschenkten Kuß i.d.R. auch gern an.

⚠️ #Neusprech
#Massenmedien #Medien

#Fallbeispiel #Zeitung in #Söder-land #Bayern #Schule #Schulunterricht

#Diskussion : Weist #Sprachgebrauch auf #Rechtsruck hin? schiefe Ebene zum #Faschismus... (Erörterung fehlt im Artikel, blinder Fleck)

❗ »Bundesbeamte der Einwanderungsbehörde ICE« - Eine Behörde hält sich an Gesetze.

‼️ Anmerkung:
diese nicht, US-Kommentare: "#Gestapo"

https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/massenabschiebungen-in-den-usa-so-gnadenlos-ist-donald-trumps-politik-110487424?utm_source=rss-reader

Massenabschiebungen in den USA: So gnadenlos ist Donald Trumps Politik

Migranten, die seit Jahren in den USA ohne Papiere leben und arbeiten, werden von Trumps Einwanderungsbehörde förmlich gejagt und in Lager gesteckt.

Augsburger Allgemeine
#SprachGebrauch ändern:

In Zukunft sage und schreibe ich „Drogen
wie Alkohol” statt Drogen und Alkohol.

Sollten die
#ÖRR Medien auch tun …
Vor Jahrhunderten war es eine stille, aber umso dramatischere #Geste – heute sind ihre Spuren noch in unserem #Sprachgebrauch zu finden. Lesen Sie mehr im Artikel des Tages https://www.dwds.de/wb/das%20Tischtuch%20zerschneiden
das Tischtuch zerschneiden – Schreibung, Definition, Bedeutung, Beispiele | DWDS

DWDS – Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache

DWDS
Die Gefahr der schleichenden Normalisierung rechtsextremer Sprache.
Radikalisierung des Sprachgebrauchs im Deutschen Bundestag über die Jahre 2010 bis 2024
#Radikalisierung des Sprachgebrauchs im Deutschen Bundestag über die Jahre 2010 bis 2024
Die unbedachte Verwendung von Begriffen mit nationalsozialistischer oder faschistischer Herkunft im alltäglichen #Sprachgebrauch birgt erhebliche Gefahren für die demokratische #Gesellschaft.
Mehr: https://www.leuchtturmleuchten.de/denkanstoss-des-tages-die-gefahr-der-schleichenden-normalisierung-rechtsextremer-sprache/
Das zeigt aber gleichzeitig auch, da ich eine untrügliche #Nase für indoktrinierten #Sprachgebrauch habe, dass ich mit meiner #Kritik richtig lag und liege. Auch Feministinnen müssen sich zuweilen #Schubladendenken vorwerfen lassen mit ihrem #JudithButler-#Sprech. Da krieg ich #Pickel vom #Zuhören/ #Lesen.