Schnauze voll von Schuldumkehr!
Shiri, Ariel und Kfir sind tot, von der Hamas ermordet. Eine junge Frau und zwei kleine Kinder, die einfach nur Musik hören und tanzen wollten. Jarden Bibas, Ehemann und Vater, muss mit dieser Last und der Traumatisierung durch lange Gefangenschaft leben.
Auch der Leichnam des bei der Geiselnahme 83jÀhrigen Oded Lifshitz wurde nach Israel gebracht. Er war Journalist und Menschenrechtsaktivist und fuhr palÀstinensische Kranke in israelische KrankenhÀuser. Seine Frau Jocheved kam bei der ersten Geiselbefreiung am 23. Oktober 2023 frei. Sie hat vermutlich bis vor kurzem noch gehofft, ihren Mann lebendig wiederzusehen.
Die Hamas behauptet, wie immer, das war sie nicht. Die seien durch israelische Bomben getötet worden. Mal angenommen, die Hamas hĂ€tte hier ausnahmsweise die Wahrheit gesagt â Israel hĂ€tte nicht bombardiert, wenn die Hamas nicht ein unbeschreibliches Massaker unter friedlich feiernden Israelis angerichtet hĂ€tte und zahlreiche Geiseln genommen hĂ€tte, um in israelischen GefĂ€ngnissen sitzende verurteilte Gangster freizupressen. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass die Hamas lĂŒgt wie ĂŒblich.
Und unter jeder Meldung, in der es irgendwie um Israel geht, selbst unter der Nachricht vom Tod kleiner Kinder, tummeln sich antisemitische Kommentatoren. Ich bin inzwischen so weit, dass ich bei denen mit arabischen Namen schon denke, die können nicht anders, die sind von frĂŒher Kindheit an miserabel erzogen. Aber gleich verlogene und boshafte Kommentare kommen auch von Menschen, die in der westlichen Welt aufgewachsen sind, eine gute Schulbildung haben und keine arabischen Wurzeln haben.
Und es ist nicht nur im Internet so. Ich habe innerhalb einer Woche zweimal erlebt, dass mein ganz harmloser Ausdruck der Freude ĂŒber die Befreiung einiger Geiseln der Hamas sofort beantwortet wurde mit dem Aufruf, doch auch an die armen PalĂ€stinenser zu denken. Beim ersten Mal noch mit dem Zusatz, Israel habe ja auch Dreck am Stecken.
Beide Male sagte ich, Israel hat niemals friedlich feiernde PalĂ€stinenser ĂŒberfallen, viele von ihnen ermordet, Schwangere aufgeschlitzt, Kinder enthauptet, Erwachsene verstĂŒmmelt, Lebende und Tote vergewaltigt und Geiseln genommen, von denen mittlerweile auch zahlreiche ermordet wurden, darunter Kinder. Beide Male wurde dieser Einwand ĂŒbergangen.
Das ist giftig, boshaft, ungerecht, widerlich. Nein, ich denke nicht an die âarmen PalĂ€stinenserâ, wenn ich an die abgemagerten, traumatisierten Israelis denke, die lange Zeit ohne jede Information ĂŒber ihre Lieben gefangen waren und an die unfassbare Trauer der Ăberlebenden. Sondern ich denke dann allenfalls an ihre teuflisch bösen palĂ€stinensischen EntfĂŒhrer.
Ich habe auch kein Mitleid mit ĂŒberfĂŒhrten GewalttĂ€tern, darunter Terroristen, die aus israelischen GefĂ€ngnissen freigepresst wurden. Ich finde es auch nicht schlimm, jugendlichen GewalttĂ€tern den Prozess zu machen und sie einzusperren. Wer als 16JĂ€hriger mehrfach Menschen absichtlich schwer verletzt, kommt auch in Deutschland zu Recht hinter Gitter. Soviel zum hĂ€ufigen Vorwurf, die Israelis sperren palĂ€stinensische Kinder ein.
Ja aber das sind doch auch Menschen, mit Menschenrechten, und da muss man doch Mitleid habenâŠ
Nein, muss man nicht. Wenn alle Geiseln befreit sind, alle PalĂ€stinenser Gaza verlassen haben und alle Terroristen fĂŒr den Rest ihres Lebens in HochsicherheitsgefĂ€ngnissen sitzen, dann habe ich Zeit, fĂŒr ihre Seelen zu beten. Vorher tue ich das nur sehr selten und kurz, und immer mit einem leisen Unbehagen.
Mit dem Geld, das von Israel, Deutschland und den USA nach Gaza gepumpt wurde, hĂ€tte Gaza zu einem blĂŒhenden Land werden können mit solider Infrastruktur, zauberhaften Naturschutzgebieten und schönen Hotels, mit guten BildungsstĂ€tten und KrankenhĂ€usern. Statt zu terrorisieren, hĂ€tten die PalĂ€stinenser sich von Israel zeigen lassen können, wie man eine HalbwĂŒste blĂŒhen lĂ€sst und ein Urlaubsparadies aus dem Gazastreifen macht. Stattdessen benutzte die Hamas das Geld fĂŒr Tunnelbau, Waffen und den Luxus ihrer FĂŒhrer.
Die Möglichkeit der friedlichen Koexistenz von Israel und PalĂ€stina bestand jahrzehntelang. Am 7. Oktober 2023 wurde diese Möglichkeit fĂŒr immer zerschlagen von einer barbarischen Horde Irrer, die sich កarakat al-muqÄwama al-islÄmiyya, Islamische Widerstandsbewegung, kurz Hamas nennt.
Ich bin als Christin aufgefordert, meine Feinde zu lieben. TatsĂ€chlich wĂŒnsche ich jedem Terroristen und jedem Hamas-Sympathisanten Reue und Umkehr, schon weil dann Frieden wĂŒrde. Mehr Feindesliebe steht mir nicht zur VerfĂŒgung.
Ich bete fĂŒr Israel, fĂŒr die Geiseln der Hamas, fĂŒr die von der Hamas Ermordeten und deren Angehörige und Freunde, auĂerdem fĂŒr die verfolgte Christenheit (da gehtâs meist um muslimische und auch um sozialistische und kommunistische LĂ€nder), um Frieden und Gerechtigkeit. Mehr kann ich nicht.
Der Herr nehme Shiri, Ariel, Kfir und alle Ermordeten in Sein Reich auf. âDer Frieden schafft in den Höhen, Er schaffe Frieden unter uns und in ganz Israel.â
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