For my English-speaking friends:
The preprint of my article here covers the founding history and backgrounds of the #DataRescue collective @SafeguardingResearch and its #OpenSource platform #SciOp + includes an IT librarians take on this project: https://doi.org/10.5281/zenodo.19218030

This is #Fediverse history not to be forgotten, that's why it is also uploaded to SciOp itself, so feel free to seed: https://sciop.net/datasets/safeguarding-research-and-culture-sciop-article-2026-german-preprint
Thanks to @jonny for helping me out on this one :))

This paper is submitted to be published with the special issue "Out of Order: Queer, Critical and Inclusive Perspectives on Order and Disruption" of the German library journal "Bibliothek Forschung und Praxis" later this year. CfP by @fuzzyleapfrog et al. is still open until mid June if you want to contribute as well: https://doi.org/10.1515/bfp-2025-0060

If any German-speaking person has the time to translate my article, go for it, it's under CC-BY-SA-NC.

Happy #WorldBackupDay everyone :)

#SafeguardingResearch #DEI #ResearchData #FAIRdata #RDM #ResearchDataManagement #DigiPres #DigitalPreservation #OpenScience #Science #OpenAccess #GLAM #Libraries #DigitalHumanities #CulturalHeritage #AcademicChatter #Research #UnplugBigTech #UnplugTrump #LIS #InformationScience #LibraryScience
Safeguarding Research & Culture und SciOp: Datenrettung in Zeiten digitaler Bücherverbrennungen

Anfang 2025 sah sich die Scientific Community in den USA einer bisher in diesem Umfang nie dagewesenen politisch motivierten Datensäuberung durch die dort neu gewählte Regierung ausgesetzt. In einem Teil des alternativen sozialen Netzwerks Fediverse organisierte sich zu dieser Zeit eine Gruppe engagierter Freiwilliger, um letztendlich ein Guerillakollektiv zur Datenrettung zu bilden, das heute unter den Namen Safeguarding Research & Culture (SRC) bekannt ist. Aus dem SRC-Kollektiv heraus entstand wenig später auch die Open-Source-Software und Plattform SciOp. Diese ermöglicht mittels einer Integration von Datenkatalog und BitTorrent-Tracker eine dezentral verteilte und koordinierte Datenhaltung, an der jede Person mit der Bereitstellung von eigenem Speicherplatz und Bandbreite teilnehmen kann, um eine bessere Verfügbarkeit und zensurresistente Bereitstellung der geretteten Daten zu gewährleisten. Dieser Beitrag zeichnet die Entstehungsgeschichte des Projekts nach und stellt dessen Besonderheiten im Vergleich zu konventionellen Ansätzen und Softwarelösungen im Bibliotheksbereich heraus. Es kann aufgezeigt werden, dass im begrenzten Umfang bekannte bibliothekarische Praktiken adaptiert wurden. Im Gegensatz zu traditionellen Bibliotheken bestehen jedoch neben dem besonderen technologischen Fundament des Projekts auch deutliche Unterschiede hinsichtlich dem Sammelschwerpunkt, der Organisationspraxis und den Partizipationsmöglichkeiten.

Zenodo
Vor einem Jahr hat das #Fediverse Geschichte gemacht: Hier gründete sich die Datenrettungsinitiative @SafeguardingResearch (SRC) und #SciOp als in den USA die wieder an die Macht gekommene Trump-Regierung systematisch Websites von Wissenschaftseinrichtungen und #Forschungsdaten verschwinden ließ, die nicht ihrem politischen Weltbild entsprachen.

Ich habe nun die Entstehungsgeschichte des SRC-Kollektivs in einem Artikel nachgezeichnet und deren #OpenSource-Software und Plattform SciOp aus (IT-)bibliothekarischer Perspektive analysiert. Das Paper ist bereits jetzt frei und offen als Preprint abrufbar: https://doi.org/10.5281/zenodo.19218030
Weil dieses Zeitdokument nicht verloren gehen soll, ist es auch über SciOp selbst geteilt. Werft gerne euren Torrent-Client an und unterstützt beim Seeden: https://sciop.net/datasets/safeguarding-research-and-culture-sciop-article-2026-german-preprint

Der Artikel soll dann später im Themenheft "Out of Order: Queere, kritische und inklusive Perspektiven auf Ordnung und Abweichung" der Bibliothekszeitschrift "Bibliothek Forschung und Praxis" erscheinen. Der Call von @fuzzyleapfrog et al. ist übrigens noch bis Mitte Juni offen, wer auch etwas beitragen möchte: https://doi.org/10.1515/bfp-2025-0060

Wenn sich jemand berufen fühlt, meinen Text auf Englisch zu übersetzen, würde ich mich auch sehr freuen, er steht auch unter CC-BY-SA-NC.

Schönen #WorldBackupDay euch allen :)

#SafeguardingResearch #DataRescue #FDM #FAIRdata #OpenScience #Wissenschaft #Forschung #OpenAccess #GLAM #Bibliotheken #DigitalHumanities #AcademicChatter #DigitaleSouveränität #UnplugBigTech #UnplugTrump #Informationswissenschaft #Bibliothekswissenschaft
Safeguarding Research & Culture und SciOp: Datenrettung in Zeiten digitaler Bücherverbrennungen

Anfang 2025 sah sich die Scientific Community in den USA einer bisher in diesem Umfang nie dagewesenen politisch motivierten Datensäuberung durch die dort neu gewählte Regierung ausgesetzt. In einem Teil des alternativen sozialen Netzwerks Fediverse organisierte sich zu dieser Zeit eine Gruppe engagierter Freiwilliger, um letztendlich ein Guerillakollektiv zur Datenrettung zu bilden, das heute unter den Namen Safeguarding Research & Culture (SRC) bekannt ist. Aus dem SRC-Kollektiv heraus entstand wenig später auch die Open-Source-Software und Plattform SciOp. Diese ermöglicht mittels einer Integration von Datenkatalog und BitTorrent-Tracker eine dezentral verteilte und koordinierte Datenhaltung, an der jede Person mit der Bereitstellung von eigenem Speicherplatz und Bandbreite teilnehmen kann, um eine bessere Verfügbarkeit und zensurresistente Bereitstellung der geretteten Daten zu gewährleisten. Dieser Beitrag zeichnet die Entstehungsgeschichte des Projekts nach und stellt dessen Besonderheiten im Vergleich zu konventionellen Ansätzen und Softwarelösungen im Bibliotheksbereich heraus. Es kann aufgezeigt werden, dass im begrenzten Umfang bekannte bibliothekarische Praktiken adaptiert wurden. Im Gegensatz zu traditionellen Bibliotheken bestehen jedoch neben dem besonderen technologischen Fundament des Projekts auch deutliche Unterschiede hinsichtlich dem Sammelschwerpunkt, der Organisationspraxis und den Partizipationsmöglichkeiten.

Zenodo
Hier ist ein heute ausgestrahltes Interview, das ich Deutschlandfunk Kultur über mein neues (von der @[email protected] gefördertes) Projekt zur Rettung von US-Forschungsdaten gegeben habe: www.deutschlandfunkkultur.de/warum-wir-fo... #DLFkultur #Bittorrent #SafeguardingResearch #Bibliotheken #Trump

Warum wir Forschungs-Daten aus...
Warum wir Forschungs-Daten aus den USA für die freie Wissenschaft retten müssen

Deutschlandfunk Kultur
Habe gerade für die heute gestartete #OLSPub Initiative der @ZBMED gespendet und damit für die Schaffung einer offenen, gemeinwohlorientierten Publikationsdatenbank für die Lebens­wissen­schaften, komplementär zu #PubMed: https://www.zbmed.de/forschen/laufende-projekte/olspub/olspub-fundraising

Denn: Die Lebens­wissen­schaften retten Leben. Medizinische Forschung benötigt verlässliche Informationen und wissenschaftlichen Austausch. Dieser findet maßgeblich über Publikationen statt, die idealerweise offen, frei zugänglich und nachnutzbar sein sollten. Dafür unverzichtbar ist in der Medizin die Fachdatenbank PubMed.

Anfang Januar 2025 haben wir mit dem Amtsantritt der Trump-Regierung II unter anderem eine bisher nie dagewesene ideologisch motivierte Datensäuberung aller durch die US-Regierung finanzierten Behörden und Organisationen erlebt, die zuerst die Gesundheits-, Sozialwissenschaften und die Klimaforschung betraf und dann auch Auswirkungen auf die gesamte Wissenschaftsgemeinschaft nach sich zog. Dabei kam es Anfang März 2025 zu kurzzeitigen Ausfällen von PubMed, denn die Datenbank ist auch anhängig an eine US-Behörde. Diese Welle an Datensäuberungen, von manchen auch als "Digitale Bücherverbrennungen" bezeichnet, hat nun auch der Scientific Community vor Augen geführt, wie fragil die weltweite Forschungsdateninfrastruktur eigentlich ist, wenn politische Akteure auf sie einwirken wollen.

Aus diesem Grund habe ich heute gespendet. Kein großer Betrag, denn mir erschließt sich bis heute nicht, wieso die @dfg_public auch nach mehreren Anläufen ein solch wichtiges Projekt nicht fördern wollte. Ich habe als Zahlungsart SEPA genutzt (schade, dass noch kein #Wero angeboten wird), denn ich will hier auch das digitalsouveräne Zeichen setzen, dass ich gerade bei einer solchen Spende keine US-Zahlungsdienstleister wie PayPal oder VISA, MasterCard, American Express nutzen will. Mir ist bewusst, dass ich mit diesem öffentlichen Post meine Einreisemöglichkeit in die USA unter Trump verwirkt habe.

Für die technische Infrastruktur würde ich mir wünschen, dass die ZB MED mit OLSPub nicht einen zweiten Single Point of Failure aufbaut und auch Erfahrungen von Projekten aufgreift, die dezentrale Technologien verwenden, um Daten verteilt auf voneinander unabhängigen Peers zu sichern, wie es etwa #SciOp im Rahmen von @SafeguardingResearch gelungen ist.

Genauso wäre es mE wichtig, in Bezug auf das Thema KI auch zu berücksichtigen, wie sehr das aggressive Crawling durch KI-Firmen gerade auch der Informationsinfrastruktur im gesamten #GLAM Bereich zusetzt. Diese Entwicklung lässt sich nämlich ebenso zurückführen auf politisch fragwürdige und mit der Trump-Regierung verbandelte US-Firmen, aber auch Tech-Konzerne in anderen Ländern, die Profit über alles stellen, auch über Wissenschaftsfreiheit, Urheberrecht und die Grenzen unserer planetaren Ressourcen.

Ich drücke euch jedenfalls die Daumen, dass ihr das Geld zusammen bekommt. @kuf

#SafeguardingResearch #DigiPres #DigitalPreservation #OpenScience #Science #AcademicChatter #Research #DUTgemacht #DIDit #UnplugTrump
Looking back exactly one year ago, a certain part of the #Fediverse was involved with crucial data rescue operations. This was because the political data cleansing in the US started to unfold and a group of dedicated people chose to form a guerilla data rescue collective, which we now know as @SafeguardingResearch and #SciOp.

Today, I took the opportunity to take a look back at 2025's events while also covering present and future developments of this movement in the form of a lecture and hands-on within my #LIS studies course on e-Publishing.

It was such a relief to once again talk about positive movements in those dark times utilizing decentralized technologies for social impact, and to pay tribute to the marginalized groups who are keeping up their fights every day.

In the discussion afterwards, among Master students of Library and Information Sciences (most of us do also already work in libraries) we talked about how one can publish scientific works in order to prevent getting taken down due to ideological data cleansing.

We all agreed up on that FAIR #OpenAccess should be mandatory for all publications. I proposed a three-way approach for actually storing the publication data simultaneously: 1. on a repository of a trustworthy organization, 2. on a (own) publicly accessable website, and 3. on a repository powered by decentralized technologies of ones choice. I reflected up on a thread I read here back in April 2025, where among others @jonny and @nichtich had talked about this topic: https://neuromatch.social/@jonny/114310419885059486. Another take-away was to publish files as raw as possible, e.g. in plain text, Markdown or HTML. In addition to that, I would add that files (and metadata) should be stored tamper-resistant to ensure data integrity, and PDF files should be PDF/A of that kind that #DigiPres organizations currently recommend to be at least a bit more future-proof.

To take myself for an example, back a couple of years ago, starting with my bachelor thesis, I began to mirror all my publications to the decentralized storage network #IPFS, which also gives me data integrity and tamper resistance by content-addressing. Depending on the type of work I do also upload my stuff to my own website or Zenodo. I at least dual-store my work in raw text and PDF. The first setting or config I adjust with my word processing software is the PDF/A export setting, so that it will save files to PDF/A per default.

#SafeguardingResearch #DataRescue #DigitalPreservation #OpenScience #Science #GLAM #Libraries #DigitalHumanities #AcademicChatter #Research
jonny (good kind) (@[email protected])

to any academics who want their work to outlast their current hype cycle, the next publisher downsizing, or government book burning: - make your work available for free. - as a PDF or HTML document (or, fine, JATS) - from a URL that requires no login or javascript to access. having your work only available behind some heinous publisher paywall or 'enhanced reader' is a straightforward statement that you don't care about your work being part of the shared pursuit of human understanding. it is, in fact, your job to make sure that your work available. sincerely, someone trying to preserve your work.

neurospace.live
👩🏻‍💻 Checking the Day 2 Wed. 23Oct programme at #OpenEngaged #OAWeek:
🌟Lightning talks: #SafeguardingResearch #Datarescue #CARE #OpenGLAM #Accessibility
🌟Technology, Power, and Equitable Design session. #LocalContexts #OpenCitations #OpenMetadata
✅ Register https://openscholarship.gitbook.io/open-and-engaged-2025/day-2-wednesday-22-october
Day 2💫 Wednesday, 22 October | Open and Engaged 2025

British Library's Open and Engaged 2025 Conference

Join the Open Science Conference 2025 (#OSC2025) in Hamburg or online! Explore Open Science and AI with keynotes, discussion and solution sessions, poster and demos, and a panel on "The role of Open Science in safeguarding the research enterprise". #OpenScience #Research #SafeguardingResearch

👉 Register now: https://open-science-conference.eu

The slides of my talk at #WHY2025 "Safeguarding Research & Culture: Save public data from the digital bookburnings!" are now online:
https://hu.berlin/SRC-WHY2025

Recording here (27min):
https://media.ccc.de/v/why2025-238-safeguarding-research-culture-save-public-data-from-the-digital-bookburnings
(Wow, awesome work by @c3voc 💜)

More context: https://program.why2025.org/why2025/talk/B8DANE/

#SafeguardingResearch #SciOp @SafeguardingResearch

2025-08-09_WHY2025_publish.pdf

Share link for 2025-08-09_WHY2025_publish.pdf.

HU-Box

@nb @RenkeSiems

Au weia! Was soll man da noch sagen 🙄😬

Ich teile die Frustration! Ich persönlich habe seit mehr als 12 Jahren versucht, Bewusstsein für das was jetzt #safeguardingresearch heisst zu wecken, z.T explizit mit PubMed als Beispiel. Ich kann nur feststellen, dass ich damit vollständig versagt habe. Auch im Nachhinein fällt mir aber auch nichts ein, was ich ausser trommeln und schreien hätte machen können?

@brembs

Wie immer ein sehr wertvoller Beitrag, danke für den Hinweis und danke an den Autor für die Aktualisierung.

Ich beobachte wie viele andere auch die aktuellen Entwicklungen overseas und hierzulande mit Besorgnis. Parallel frage ich mich schon seit Jahren, wann die #OpenAccess, #FDM und #NFDIrocks Communites dann auch mal auf breiter Basis konkret Konsequenzen aus solchen Ausführungen wie die von @RenkeSiems in ihrem eigenen Handeln und ihrer Nutzung von Tools und Plattformen ziehen.

Auch jetzt blicke ich in diese Communities und sehe eine Dichte an Abhängigkeit von US-basierten Plattformen und Anbietern, eine unkritische Nutzung und Bewerbung von eben jenen und auch den im Artikel kritisierten Technologien (aktuell sticht mir da noch der Hype speziell um #generativeKI und #LLMs hervor, auf den der Beitrag leider nicht eingeht) und dann ist da noch die überwiegende Beschäftigung mit sich selbst.

Auch dieser Artikel enthält wieder viele textuelle Bekundungen und Hoffnungen aus und hinsichtlich dieser Communities, doch wenn ich mir das, wie beschrieben, im praktischen Alltag anschaue, manifestieren sich diese dort nicht, obwohl es Statements dieser Art schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten gibt.

Entsprechend überrascht es mich nicht, dass zuletzt als es mal mehr als Ernst wurde, nämlich bei #SafeguardingResearch, einzelne Forschende, Aktivist*innen und andere engagierte Einzelpersonen wie üblich alles selbst in die Hand nehmen mussten. Eigentlich ist dieses Versagen institutioneller Player hierzulande, was Anfang dieses Jahres 2025 angeht, schon unverzeihlich. In jedem Fall hat es mein Vertrauen, meine Hoffnung in diese Communites dauerhaft erschüttert.

Noch ein Bonus Fact für alle, die so weit gelesen haben: Die Plattform des luxemburgischen Diamond-Open-Access-Verlags, auf der dieser Beitrag bzw. dieses Buch veröffentlicht ist, wird bei dem US-Hyperscaler DigitalOcean gehostet.

#OpenScience #Wissenschaft #Forschung #Privacy #Tracking #Datenschutz #AcademicPublishing #AcademicMastodon #AcademicChatter