Unser Verkehrsminister versucht, sich zu profilieren, indem er das Thema #magnetschwebebahn vor sich her trägt und viele reagieren reflexhaft ablehnend.

Aber wenn man genauer hinschaut, so wie das David Harder schon seit Jahren tut, fällt einem auf: nicht die Technologie ist das Problem (die hat Vor- und Nachteile, wie alles andere auch), sondern der politische Umgang damit!

https://magnetbahn.de/news/schluss-mit-magnetbahn-luftschloessern/

#transrapid #magnetbahn #technologieoffenheit #öffentlicherNahverkehr

Schluss mit Magnetbahn-Luftschlössern! - magnetbahn.de

Magnetbahn-Projekte tauchen in der Regel nicht in der Öffentlichkeit auf, weil es eine breite gesellschaftliche Forderung gibt, sondern weil Planungen oder

MagnetBahn

„Die Technologie selbst ist leistungsfähig und ernstzunehmend. Leise, wartungsarm, effizient, zukunftsfähig. Die Probleme beginnen dort, wo aus Technik politische Realität werden soll.“ @MagnetBahn

https://magnetbahn.de/news/schluss-mit-magnetbahn-luftschloessern/

#magnetbahn #magnetschwebebahn #transrapid

Schluss mit Magnetbahn-Luftschlössern! - magnetbahn.de

Magnetbahn-Projekte tauchen in der Regel nicht in der Öffentlichkeit auf, weil es eine breite gesellschaftliche Forderung gibt, sondern weil Planungen oder

MagnetBahn

Magnetbahn-Zweifel liegen nicht an Innovationsfeindlichkeit

In Reaktion auf eine Zuschrift, die uns Innovationsfeindlichkeit wegen unserer Position zu Magnetschwebebahnfantasien der Berliner CDU vorwarf, haben wir hier noch zu einzelnen Aspekten etwas ausgeführt.

Wenn man in die Geschichte von Innovationsversuchen mit gänzlich neuen Verkehrssystemen blickt, sieht man, dass nahezu alle mit Bestandssystemen inkompatiblen Systeme nie abseits von Teststrecken realisiert worden sind, ein Torso blieben oder sogar wieder abgebaut worden sind.

Ausnahmen davon sind mehr oder minder interne Systeme: Campus- oder Flughafenbahnen. Vor allem in Japan gibt es in nennenswertem Umfang städtische Einschienenbahnen. Hier sind extrem geringe verfügbare öffentliche Flächen oft ausschlaggebend gewesen. Zudem scheint eine grundlegend andere Philosophie als in Deutschland und Europa vorzuherrschen. Man hat keine Angst vor singulären Systemen, wo ein einzelner Hersteller vielleicht eine niedrige zweistellige Anzahl von Fahrzeugen für ein technisch einmaliges System produziert. Auch Straßenbahnfahrzeuge werden dort oft in Kleinstserien von nur drei Stück bestellt.

Kleinstserien und Herstellerabhängigkeit

Das sind Größenordnungen, bei denen sich in Europa praktisch kein Hersteller finden lassen würde. Siemens hat gerade die Straßenbahnfertigung bis auf die Abarbeitung von Restaufträgen aufgegeben, weil man sagt, dass die Fertigung von Manufakturware für den Konzern nicht wirtschaftlich ist. Die drei Brandenburger Trambetriebe in Frankfurt (Oder), Brandenburg/Havel und Cottbus haben sich für ihre Bestellung von Neufahrzeugen zusammengeschlossen, um auf eine Menge zu kommen, die angesichts der Entwicklungskosten einen akzeptablen Stückpreis ergibt.

Kleinstserien UND proprietäres System allein sind für die Beauftrager und Betreiber ein nicht zu unterschätzendes wirtschaftliches und Weiterbetriebs-Risiko. Sehr oft stellen die Hersteller die Weiterentwicklung der Technologie ein, wenn die Verkaufszahlen weit unter den Erwartungen liegen. Hin und wieder geht der Hersteller auch pleite. Das wird ein Problem bei Erweiterungen, Instandhaltung oder auch irgendwann nötigen Ersatzbeschaffungen von Fahrzeugen.

Ein Selbstläufer scheint auch das Transport System Bögl nicht zu sein, wenn man sieht, wie massiv Bögl über politische Intervention versucht, endlich einen Erstkunden für das System in Europa zu finden. Nürnberg treibt laut Stadtratsbeschluss weiter die Straßenbahnanbindung des Klinikums voran, weil man laut der vorliegenden Machbarkeitsuntersuchung sich davon mehr Vorteile verspricht.

Das liegt an der Netzwirkung und der Möglichkeit durchgehender Verbindungen in die Innenstadt mit wesentlich höheren Fahrgastzahlen. Dazu kommen noch weitere Nachteile des singulären Systems wie tendenziell nicht finanzierbare Zusatzfahrzeugen für erhöhten Bedarf bei Veranstaltungen. Alles nachzulesen in der Machbarkeitsuntersuchung. Sinngemäß besagt der Nürnberger Stadtratsbeschluss, dass die Magnetbahn nur weiterverfolgt werden soll, wenn der Stadt das System komplett geschenkt wird.

Berliner Eisregendrama bei der Tram

Wir wollen nicht spekulieren, wie die Bögl-Bahn auf Eisregen reagiert. Wir alle wissen es nicht. Festzuhalten ist allerdings, dass der tagelange Zusammenbruch der Berliner Straßenbahn vor allem eine Folge unterlassener Prävention der BVG ist. Wir hatten ja glücklicherweise den Vergleich durch den zweiten Eisregen innerhalb kurzer Zeit. Hier wurde im Vorfeld zusätzliches Personal mobilisiert, um einen erneuten Zusammenbruch zu verhindern – mit Erfolg.

Zudem haben wir den Vergleich mit den Tageslicht-Strecken der Kleinprofil-U-Bahn-Linien U1 bis U3. Beim zweiten Eisregen waren dort die Probleme noch größer als beim ersten. Der Zusammenhang mit nicht ausreichenden Maßnahmen ist recht offensichtlich, wenn man mit der Straßenbahn vergleicht, die dabei ziemlich tadellos durchkam.

Bei beiden Netzen war es einerseits ein Problem mangelnder Personalmobilisierung als auch fehlender Technik, um die Auswirkungen abzumildern. Die Kleinstbetriebe am östlichen Stadtrand, die offenbar im Gegensatz zu Potsdam tatsächlich mit der identischen Wetterlage konfrontiert waren, konnten jedenfalls nach wenigen Stunden, Strausberg als letzter Betrieb am nächsten Tag, den Betrieb teilweise oder ganz wieder aufnehmen.

Weniger Halte wegen hoher Kosten

Ein weiterer Nachteil der Magnetbahn ist, dass der Bau von Stationen teuer ist. Im Vergleich zur Straßenbahn werden also aus wirtschaftlichen Gründen erheblich größere Stationsabstände eingeplant werden müssen. Für die Barrierefreiheit muss immer mindestens ein Aufzug errichtet werden.

Selbst wenn sich die Trasse leichter in den Straßenraum integrieren ließe als die einer Tram, was wir stark bezweifeln, ist die Einordnung von Bahnhöfen ein wesentlich größeres Problem. Es kann sein, dass auch an sehr wünschenswerten Standorten ein Bahnhof ohne Hausabrisse nicht möglich wäre.

So oder so ist die Folge, dass es einen Bus-Parallelverkehr geben müsste, um die Fläche der Stadt wirklich zu erschließen. Das nagt an der Wirtschaftlichkeit und somit der Förderfähigkeit einer Magnetbahn. Wegen des nahezu identischen Haltabstands können Straßenbahnstrecken den vorherigen Busverkehr jedenfalls zu 100 Prozent substituieren.

Neue Umsteigezwänge

Das sind auch die Mechanismen, warum sich zum Beispiel U-Bahn-Verlängerungen ins Märkische Viertel oder auch zur Heerstraße kaum rechtfertigen lassen. Um mit Klimmzügen eine Förderfähigkeit zu erreichen, muss der oberirdische Busverkehr bis auf einen Restbetrieb nahezu komplett eingestellt werden. Fahrgäste werden in die U-Bahn gezwungen, um sie zu füllen.

Direktverbindungen mit Haltestellen teilweise direkt vor der Haustür entfallen. Viele Verbindungen sind nur mit zusätzlichen Umstiegen zu schaffen. Das kostet in erheblichem Umfang Kundschaft, tatsächliche Fahrzeiten mit Zugangswegen in und aus den U-Bahnhöfen und zusätzlichen Umstiegen werden bestenfalls so marginal kürzer, dass durch die zusätzlichen Umstände die Kundschaft keinen Vorteil sieht. Auch die Magnetbahn dürfte für mehr gebrochene Verkehre sorgen als eine Straßenbahn auf gleicher Strecke.

Politische Motivation: Bloß keine Tram

Jenseits dessen ist das offensichtliche politische Ziel dieses Manövers, auf jeden Fall die Straßenbahn zu verhindern. Von dieser Strecke aus könnte nämlich ein Spandauer Netz aufgebaut werden. Die CDU will genau diese Möglichkeit verbauen. Das Vorgehen sorgt zwangsläufig für weitere jahrelange Verzögerungen bei der Lösung der Spandauer Verkehrsprobleme.

Es ist jedem dringend zu empfehlen, mal ein bisschen mit den Spandauer Metrobussen herumzufahren. Die Busse sind überfüllt und unpünktlich. Regelmäßig kommen Menschen mit Kinderwagen, Rollstühlen oder Rollatoren nicht mehr in die Fahrzeuge. Eine Reduktion des Autoverkehrs kann nur mit einem attraktiven öffentlichen Nahverkehrsangebot gelingen.

Innovation als Selbstzweck

Wir haben nichts gegen Innovation. Aber als reiner Selbstzweck taugt sie nichts. Bisher ist es Bögl ja nicht mal gelungen, einen Kunden für sein System in einem traditionellen Anwendungsfeld dafür – Flughafen- oder Campusbahnen – zu finden. Das deutet zumindest darauf hin, dass private oder halböffentliche Betreiber jetzt auch nicht so überzeugt sind von durchschlagenden Vorteilen.

Sowohl in Nürnberg als auch in Berlin ist der politische Ansatz, ein System zu haben und dafür händeringend eine Anwendungsstrecke zu suchen. An diesem Vorgehen ist auch der Transrapid gescheitert. Weil unter dem Strich klassische Systeme durch die Einbindung in das Netz sowie breites Wissen und Lieferanten in einer kühlen Chancen-Risiken-Abwägung die Nase vorn hatten.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen?

Wir haben Zeit und Geld investiert, um ihn zu verfassen. Spenden Sie oder werden Sie Mitglied, um unsere Arbeit zu unterstützen.

      #Autoverkehr #Berlin #BVG #CDU #Magnetbahn #Magnetschwebebahn #Metrobus #Mobilitätswende #ÖPNV #Spandau #Straßenbahn #Tram #TransportSystemBögl #UBahn #UteBonde #Verkehrswende

Ich sehe den nächsten Schaden für die Magnetbahn-Thematik. Irgendwann hat die CDU (Berlin) es geschafft und wird die Technik erfolgreich kaputtgemacht haben, um damit Wähler zu locken. Hier verdient man damit eh kein Geld. Es hat schon seinen Grund, warum das Transport System Bögl seine einzige vernünftige Teststrecke in China hat und nicht hier.

#magnetbahn

@BUNDBerlin
Irgendwo will #Söder die #BöglBahn aber ganz sicher unterbringen, um den Standort #Bayern, bayerisches Know How, die bayerische Industrie und #Bauwirtschaft, und damit auch "Wertschöpfung" und Steruereinnahmen zu fördern - hier eben in Gestalt der Firma #Bögl.
Wir wollen diese #Magnetbahn-Modellstrecke hier in #Nürnberg auch nicht haben - jedenfalls nicht dort, wo bereits #Busse, U- und #Straßenbahnen fahren ...!

Kommt doch noch eine vernünftige Planung einer #Magnetbahn nach Deutschland? Gestern habe ich überraschend mitbekommen, dass nahe Stuttgart das TSB aktuell die beste Option ist – wenn auch knapp. 15-Minuten-Takt mit dem TSB oder 30-Minuten-Takt mit einer Stadtbahn zwischen Nagold und Herrenberg. Deutlich besser als die Nürnbergplanung.

#maglev #magnetschwebebahn #tsb #spnv

https://www.notebookcheck.com/Machbarkeitsstudie-Magnetbahn-TSB-nahe-Stuttgart-wuerde-sich-lohnen.1185065.0.html

Machbarkeitsstudie: Magnetbahn (TSB) nahe Stuttgart würde sich lohnen

Lange wurde der Bau einer Bahnverbindung zwischen Nagold und Herrenberg nahe Stuttgart untersucht. Das Ergebnis: Das Magnetschwebebahnsystem Transport System Bögl wäre die beste Technik, knapp vor einer Mehrsystem-Stadtbahn. Nun werden Prüfschritte für eine vertiefende Untersuchung vorgeschlagen. Die Magnetbahn ist nur knapp vorne, kann aber öfter fahren.

Notebookcheck
Eisenbahn-Bundesamt erteilt Max Bögl Betriebsgenehmigung für Magnetschwebebahnstrecken in Deutschland - Max Bögl

Die TSB Betriebs GmbH, ein Unternehmen der Firmengruppe Max Bögl, hat als erstes Unternehmen in Europa die behördliche Genehmigung zum Betrieb öffentlicher Magnetschwebebahnstrecken erhalten. Diese Genehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt markiert einen entscheidenden Meilenstein für...

Eigentlich eine gute Nachricht für die #magnetbahn: Max Bögl darf über die TSB Betriebs GmbH das eigene #magnetschwebebahn-System TSB betreiben. Dank der Teststrecke in China hat man auch einiges an Betriebskilometern vorzuweisen. Doch kommt eine Strecke, die die Leistungsfähigkeit des Transport System Bögl ausnutzen kann? Eher nicht. Das Projekt in Nürnberg ist gerade mal 200 Meter länger als die Stecke in Chengdu und weitgehend einspurig.

#maglev #verkehrswende #öpnv

https://www.notebookcheck.com/TSB-darf-Magnetbahnstrecken-betreiben-doch-ist-das-realistisch.1167721.0.html

TSB darf Magnetbahnstrecken betreiben – doch ist das realistisch?

Das Transport System Bögl (TSB) darf durch die TSB Betriebs GmbH nun offiziell als Magnetschwebebahn betrieben werden. Es ist ein wichtiger Schritt, den das deutsche Eisenbahnbundesamt nun genehmigt hat. Doch bei der Streckenplanung will Deutschland weiter sparen, wie das TSB-Projekt in Nürnberg zeigt. Selbst reine Teststrecken sind ähnlich lang.

Notebookcheck

Kurz mal überschlagen basierend auf alten Zahlen aus meinem Artikel damals. Eine #Magnetbahn vom ICC zum BER sind grob 30 km (ohne Erschließung Entwicklungsgebiete). Zweispuriger Ausbau ohne Brücken (die es an der Autobahn bestimmt braucht) kostet max. 25 M Euro/km = 600 M. Preisstand 2020. Für einen 5-Minuten-Takt braucht es 6 Fahrzeuge+Reserve (schwer, 2-Teiler = 10M = 80M). Ich gehe von 9 Weichen Minimum aus (18 M). Wir sparen: 3 Stops = 24M

722 Millionen Euro, aber

https://www.heise.de/meinung/Magnetschwebebahn-in-Berlin-Eine-richtige-Weichenstellung-9536036.html

Magnetschwebebahn in Berlin: Eine richtige Weichenstellung?

Berlin will eine Magnetschwebebahn bauen. Der Kostenrahmen hierfür ist aber eng. Kann das mit dem Transport System Bögl überhaupt funktionieren? Eine Analyse.

heise online

Ich sehe mich schon wieder als Magnetbahn-Befürworter einen Artikel gegen Magnetbahn-Pläne zu schreiben, weil Verkehrssenatorin Bonde unausgereifte Ideen hat. *seufz*

#maglev #magnetbahn #magnetschwebebahn