https://newbooksnetwork.com/archiving-machines
#Computer #Technologie #Technikgeschichte #Lochkarten #Podcast
War er ein #Widerstandskämpfer oder ein #Bürokrat, der mit #Statistik spielte und sich #verstrickte? Am 8.1.1886 wurde #RenéCarmille, der Mann mit den #Lochkarten, geboren.
Zeitzeichen erzählt wie René #Carmille die #Historiker #Frankreichs spaltet, der "#Blitzkrieg" der #Deutschen die Franzosen überrascht und warum Carmilles #Lochkarten für den #französischen #Widerstand und die deutschen #Besatzer gleichermaßen interessant sind.
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-rene-carmille-mit-lochkarten-gegen-hitler-100.html
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Technologie als Machtinstrument
Die Aneignung neuester Technologie als Machtinstrument — oft im Zusammenspiel von Industrie und Politik — ist ein weiteres wesentliches Kennzeichen des Faschismus.
Blicken wir zurück ins 20. Jahrhundert: Ein aufschlußreiches Beispiel bietet die Rolle des US-Konzerns IBM im Verwaltungs- und Vernichtungsapparat der Nazis. IBM war in den 1930er Jahren weltweit führend mit ihrer als »Hollerith« bekannt gewordenen Lochkartentechnologie. Es han-
delte sich dabei um eine Art elektromechanische Computer-
technologie, die dazu eingesetzt werden konnte, verhältnismäßig große Datenmengen automatisiert zu erfassen, zu
sortieren und zu verwalten. Diese Technologie wurde nun
von den Nazis systematisch angeschafft und spielte eine
entscheidende Rolle bei der systematischen Erfassung von
Menschen durch das NS-Regime.
Wie der US-amerikanische Journalist Edwin Black 2002
aufzeigte, beauftragte Hitler IBM unmittelbar nach der Machtübernahme 1933 mit einem umfassenden Zensus der 41 Millionen Einwohner: innen Preußens und später auch in anderen Teilen Deutschlands.
Die Erhebung sollte so viel biographische Details der Einwohner: innen erfassen, dass IBM für diesen lukrativen Großauftrag eigens größere #Lochkarten einführen musste. Der technokratische Drang der Nazis beschleunigte die Weiterentwicklung dieser Technologie erheblich. IBM-Lochkarten wurden daraufhin in ganz Europa zum Standard industrieller Logistik und gleichzeitig im Nationalsozialismus zur Organisation von Verfolgung, Zwangsarbeit und Massenmord
eingesetzt. #IBM war immer dann zur Stelle, wenn es darum ging, passgenaue Maschinen und Dienstleistungen zu entwickeln, die das Nazi-Regime "aus politischen Gründen" (so hieß es in der internen Kommunikation) benötigte.
Tabellier- und Sortiermaschinen kamen in jedem KZ zum Einsatz, um Menschen automatisiert nach zahlreichen Merkmalen zu kategorisieren und in der Folge über ihr weiteres Schicksal zu entscheiden. Ohne diese Technik hätte die nationalsozialistische Vernichtungsmaschinerie nicht
in diesem Ausmaß operieren können.
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Jetzt kleine Führung mit @toroe durchs Retro Computing Lab des Zentrums für Philologie und Digitalität in Würzburg.
Erste Stationen: Unser Logo auf einem #C64 und Torsten zeigt #Lochkarten aus der DDR (aber IBM-Format)
Wusstet ihr? Maximal 80 Zeichen pro Zeile beim #Programmieren stammen noch vom Format verbreiteter #Lochkarten
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lochkarte#/media/Datei%3AHollerith-Lochkarte.jpg
Sinnvoll ists IMHO natürlich trotzdem (oder vll. 100 Zeichen).
Als Nächstes dann bitte #Spieleprogrammierung mit #Lochkarten.
Leute, nix gegen #Lochkarten!
Für einen #Bugfix brauchte man damals kein neues #Release! 😆