@tomsgedankenblog.social #Konsent mit „t“ ist anders. Konsent fragt nach jener Option, mit der niemand nicht leben kann, also nach der Option mit dem geringsten Widerstand. Mit der Signalfrage „Ist es sicher genug, es auszuprobieren?“ erhält der Bedenkenträger gewissermaßen die Hoheit, allein über eine im Raum stehende Option zu entscheiden, denn er darf die Frage beantworten, ob sie „sicher genug“ ist oder nicht.

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#GEDANKENBLITZ | Mehr Konsent statt Konsens wagen

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Mir fällt immer wieder – in der Politik, im Ehrenamt und im Beruf – auf, dass wir stark auf „Konsensentscheidungen“ fokussiert sind und uns dabei immer wieder selbst im Weg stehen. Im Weg stehen im Sinne endloser Diskussionen, die irgendwann in Kompromisslösungen münden, die nicht wirklich tragfähig sind. Nicht tragfähig, weil sie auf taktischen Spielen beruhen: Taktische Spiele, die auf „Gibst du mir hier, dann gebe ich dir dort nach“ beruhen. Am Ende wird die jeweilige Lösung nur von einer Seite wirklich mitgetragen. Die Karten über die wahren Gründe werden oft nicht auf den Tisch gelegt. Die Lösungen sind wenig ausgegoren, passen nicht zusammen.

Mein Gedanke ist daher: Wir sollten mehr in Richtung Konsentsentscheidungen denken. Weg vom Konsens im Sinne von Zustimmung, hin zum Konsent im Sinne: „Welche Alternative erzeugt den geringsten Widerstand bei allen Beteiligten?“

Definition Konsens/Konsent

Ein kleiner Einschub, damit auch klar ist, was ich unter Konsens bzw. Konsent verstehe:

Definition Konsens

Konsens bedeutet, dass alle Beteiligten einer Entscheidung vollständig zustimmen. Es wird so lange diskutiert und verhandelt, bis eine Lösung gefunden wird, die für alle akzeptabel ist.

Merkmale:

  • Einstimmigkeit: Jede Person in der Gruppe muss der Entscheidung zustimmen.
  • Kooperation: Erfordert intensive Kommunikation und Kompromissbereitschaft.
  • Zeitaufwendig: Kann lange dauern, da alle Bedenken und Perspektiven berücksichtigt werden müssen.
  • Blockaderecht: Eine einzelne Person kann den Prozess blockieren, wenn sie nicht einverstanden ist.

Definition Konsent

Konsent (von lateinisch consentire = „übereinstimmen“) bedeutet, dass eine Entscheidung getroffen wird, solange niemand einen schwerwiegenden Einwand hat. Es geht nicht um volle Zustimmung, sondern darum, dass die Entscheidung „gut genug“ ist, um voranzukommen.

Merkmale:

  • Keine schwerwiegenden Einwände: Die Entscheidung wird akzeptiert, wenn niemand einen begründeten, gravierenden Einwand vorbringt.
  • Effizienz: Schneller als Konsens, da nicht alle vollständig überzeugt sein müssen.
  • Pragmatisch: Fokus auf „gut genug“ statt „perfekt“.
  • Kein Blockaderecht: Einwände müssen sachlich und relevant sein, um den Prozess zu stoppen.

Weshalb Konsententscheidungen?

Die Frage, die sich jetzt zurecht stellt, ist: Warum ich der Meinung bin, dass Konsententscheidungen uns weiterbringen.

Aus meiner Sicht und Erfahrung verschiebt sich der Fokus auf das Erkunden der Ablehnungsgründe und weg von taktischen Spielereien. Entscheidungen werden tragfähiger, weil wir beim Erkunden der Widerstände zu Lösungen kommen, die die Bedürfnisse aller Beteiligten gerecht werden lassen. Mein Eindruck ist immer wieder auch, dass wir schneller und zu nachhaltigeren Entscheidungen kommen, weil wir uns nicht daran versteifen, die Gegenseite unbedingt überzeugen zu müssen, sondern den Blick auf Lösungswege richten.

Faule Kompromisse? Fehlanzeige. Methodisch haben wir mit dem systemischen Konsensieren sogar ein bewährtes „Werkzeug“ zur Hand.

Mein Fazit

Wir sollten mehr Konsent statt Konsens wagen. Der Fokus verschiebt sich auf echte Zusammenarbeit. Auf die Suche nach Lösungen. Weniger auf Konkurrenzkampf.

Es wäre schön, wenn uns das gelingt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir damit viele Blockaden auflösen und die Qualität unserer Entscheidungen erhöhen können. Das wäre doch mal was

#Entscheidungen #Konflikt #Konsens #Konsent #Lösungen #Zusammenarbeit

2. Tipp von Maike im aktuellen #changement Magazin
Testfrage: "Safe enough to try"
Konsent Verfahren, statt ewige Nein-Sager 😁

Oberthema
Interventionen, um die Veränderungsmuskel zu trainieren
Oder
Think Big, Start small - Kleine Schritte, in kleinen Teams, statt teurer Programme für alle alle

#Konsent #change #agile

@MaiKueper

1. Tipp von Maike im aktuellen #changemanagement Magazin
Testfrage: "Safe enough to try"
Konsent Verfahren, statt ewige Nein-Sager 😁

Oberthema
Interventionen, um die Veränderungsmuskel zu trainieren
Oder
Think Big, Start small - Kleine Schritte, in kleinen Teams, statt teurer Programme für alle alle

#Konsent #change #agile

@MaiKueper

#GEDANKENBLITZ | Schweigen ist keine Zustimmung

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„Schweigen gilt als Zustimmung.“ Diese Formulierung überzeugt mich nicht, und ich halte sie für problematisch. Zustimmung ist für mich etwas, das aktiv und bewusst signalisiert wird. Im besten Fall deutet Schweigen darauf hin, dass niemand Einspruch erhebt. Deshalb frage ich persönlich lieber direkt nach, ob jemand Einwände gegen einen Vorschlag hat. Ich fordere die Teilnehmer explizit auf, sich konkret zu äußern.

Warum? Schweigen kann ein Zeichen für „Gruppendenken“ sein. Es fehlt dann oft an Offenheit und Vertrauen, Bedenken offen zu äußern. Kritik wird zurückgehalten, weil niemand als Störfaktor gelten oder jemandem „auf den Schlips treten“ möchte.

Aber ist der Widerstand gegen einen Vorschlag wirklich so gering, dass niemand Einspruch erhebt? Das bleibt spekulativ. Der Einfachheit halber gehe ich zunächst davon aus. Allerdings werde ich hellhörig, wenn es häufiger vorkommt: Niemand erhebt Einwand? Bei einfachen Entscheidungen, etwa einem Terminvorschlag, mag das unproblematisch sein. Doch wenn ich immer wieder erlebe, dass gar kein Widerspruch kommt, werde ich misstrauisch.

Misstrauisch werde ich, wenn ich den Verdacht habe, dass die Rahmenbedingungen für einen offenen Austausch nicht gegeben sind. Dann höre ich genauer hin und beobachte aufmerksamer. Wenn ständig kein Widerstand gegen Vorschläge kommt, stimmt irgendetwas nicht. Das ist meine persönliche Erfahrung.

#Gruppendenken #Konsent #Offenheit #Schweigen #Vertrauen #Widerstand #Zustimmung

Chcete ukázat, jestli jsou u vás velikonoční koledníci vítáni, nebo si mají dát odchod? Do 13. března je možnost bezplatného objednání samolepek a visaček na dveře.

https://actionnetwork.org/forms/velikonoce-s-konsentem/

Podle mě je (nejen) velikonoční mlácení přežitek a patří do minulosti (nebo spíš do hajzlu). #konsent #velikonoce

Im zweiten Teil geht es um den Serbski Sejm, die politische Arbeit mit Konsent und den Umgang mit rechtsextremen Meinungen.
Swoboda kiwa!
#SerbskiSejm #konsent #konsens #ostdeutschland
https://anchor.fm/s/fff4eed0/podcast/play/113929193/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2026-0-13%2Fc9848e20-68c2-9ff3-1870-fb8490246267.mp3

Jak bychom se měli postavit proti jmenování Filipa Turka ministrem životního prostředí?
#Konsent

https://actionnetwork.org/forms/jak-bychom-se-meli-postavit-proti-jmenovani-filipa-turka-ministrem-zivotniho-prostredi/

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„Ich will keinen grünen Empfang“ und plötzlich diskutiert das ganze Unternehmen. Der Bike-Shed-Effekt zeigt, wie viel Zeit wir mit Nebensächlichkeiten verschwenden. Der Artikel erklärt, wie Konsent und Co. Entscheidungen effizienter machen
➡️ Zum Artikel: https://www.projektmagazin.de/artikel/effizient-entscheiden-im-team

#Selbstorganisation #Konsent #Agilität #projektmagazin

📸: Stella Willborn / Mariola Wittek