Später saßen sie in der Küche.
Der Kaffee dampfte zwischen ihnen. Zwei Tassen. Zwei Löffel. Ein kleiner Teller mit Keksen, die niemand berührte.
Die Welt hatte sich auf eine seltsame Weise wieder zusammengesetzt:
Tisch.
Stühle.
Licht über der Arbeitsplatte.
Das leise Summen des Kühlschranks.
Alles war gewöhnlich.
Gerade das machte es schwer.
Er hielt die Tasse mit beiden Händen. Nicht, weil sie heiß war. Eher, weil seine Finger etwas brauchten, woran sie sich festhalten konnten.
Sein Hemd war geschlossen, ordentlich bis oben hin.
Die Haut darunter brannte noch, aber das Brennen hatte keine Sprache mehr.
Es war nur noch eine Erinnerung des Körpers an etwas, das die Seele nicht erreicht hatte.
Sie saß ihm gegenüber.
Einmal hob sie den Blick.
Dann senkte sie ihn wieder.
Keiner von beiden trank wirklich.
Der Kaffee wurde langsam kälter.
Es war keine friedliche Stille.
Es war eine gedrückte Stille, schwer und niedrig, als hätte sich etwas Unsichtbares über den Tisch gelegt.
Kein Streit.
Kein Vorwurf.
Keine Tränen.
Nur diese erschöpfte Vorsicht zweier Menschen, die einander nicht verletzen wollen und deshalb gar nichts mehr berühren.
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