Kannste Dir nicht ausdenken 🤦‍♂️
1930

Und heute #hetzt die #CDU #CSU #gegen
#Antifa = Antifaschismus 🤦‍♂️🤬🤬

Antimuslimische #ÖVP-Kampagne löst breite Empörung aus

In #Österreich #hetzt die Volks­par­tei mit Slogans wie „Null Toleranz“ gegen Muslime. SPÖ und Neos di­stan­zie­ren sich von ihrem Ko­a­li­ti­ons­part­ner

Aus Wien #FlorianBayer

„Wusstest du, dass zwei Drittel das Zusammenleben mit Muslimen als schwierig empfinden?“
https://www.taz.de/!6140981

Konservative in Österreich: Antimuslimische Kampagne löst breite Empörung aus

In Österreich hetzt die Volkspartei mit Slogans wie „Null Toleranz“ gegen Muslime. SPÖ und Neos distanzieren sich von ihrem Koalitionspartner.

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#Merz hat

- 0 Regierungserfahrung
- War in keinem Bundesland Ministerpräsident
- War noch nicht mal Bürgermeister
- #Bejubelte aber seinen #rechten Großvater
-Hetzt seit 1 Jahr gegen #Flüchtlinge & #Arme
-Schreibt von der #AFD ab
- #Hetzt und #spaltet wie die #AFD
-Hält #Klimaschutz für überbewertet

Das zeigt den #Fachkräftemangel im #Kanzleramt❗️

Guten Morgen zusammen ☕️

#HaltDieFresseSpringerPresse

Startet angenehm in die neue Woche  

#springerpresse
#Hetzjagd
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Chemnitz: Müll-Video hetzt mit falschen Angaben gegen Migranten

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Faktencheck

Chemnitz: Müll-Video hetzt mit falschen Angaben gegen Migranten

Ein Video aus Chemnitz soll angeblich die Vermüllung eines Hinterhofs durch Migranten zeigen. Doch das stimmt nicht. Der Müll entstand bei Wohnungs-Räumungen.

von Kimberly Nicolaus

28. März 2025

Ein Ausschnitt des Videos aus Chemnitz, das laut Beiträgen in Sozialen Netzwerken eine Vermüllung durch Migranten zeigen soll. Doch der Müll entstand bei Räumungsarbeiten der Hausverwaltung. (Quelle: X; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck) Behauptung

Ein Video zeige, wie „die Kulturschaffenden Ali, Mohammed und Mustafa“ den Hinterhof eines Wohnhauses in Chemnitz vermüllt hätten.

Aufgestellt von: Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum:
22.02.2025

Quelle

Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Der Müll entstand Ende Februar 2025 durch Räumungsarbeiten der Hausverwaltung. Das bestätigten Mitarbeiter der Hausverwaltung gegenüber der Regionalzeitung Freie Presse sowie die Stadt und Mitarbeitende zweier ortsansässiger Vereine.

Ein „überwältigender Kulturbeitrag“ sei das, sagt eine Frauenstimme zu Beginn eines Videos. Zu sehen sind darin Sofas, die sich übereinander türmen und weiterer Sperrmüll im Hinterhof eines Gebäudes. Sie wolle sich für diesen Beitrag zur Kulturstadt Chemnitz „ganz herzlich“ bei den „Kulturschaffenden Ali, Mohammed und Mustafa“ bedanken. 

In den Videobeschreibungen stehen Hashtags wie Asylbewerber, Migration, Kriminelle und Rückführung. Auch Kommentare zu dem Video zeigen, wie gegen Migrantinnen und Migranten gehetzt wird.

Das Video verbreitet sich seit Ende Februar 2025 bei Tiktok, Youtube und X. Allein auf Instagram erreichte es fast 800.000 Aufrufe und rund 23.000 „Gefällt mir“-Angaben. Personen baten uns mehrfach über den Whatsapp-Chatbot um eine Aufklärung. 

Wir konnten den Ort der Aufnahme verifizieren und schickten Anfragen an die Stadt Chemnitz sowie an Vereine, die in der Nähe aktiv sind. Daraus zeichnet sich ein anderes Bild als im Video dargestellt. Zuvor berichtete die Freie Presse, die Regionalzeitung in Chemnitz.

Mit diesem Video wird in Sozialen Netzwerken Stimmung gegen Migranten gemacht. Anders als behauptet, entstand der Müll jedoch bei Räumungsarbeiten durch die Hausverwaltung. (Quelle: Instagram; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Chemnitzer AfD-Politiker Köhler suggeriert fälschlich, Geflüchtete hätten Müll hinterlassen  

Der Ursprung des Videos lässt sich nicht eindeutig feststellen. Doch auf der Suche danach begegnet man auch Beiträgen von Nico Köhler auf Tiktok. Er ist AfD-Politiker und sitzt im Stadtrat von Chemnitz. In seinem Video, veröffentlicht am 28. Februar 2025, sind die gleichen Szenen sichtbar, sowie ein Schild mit der Aufschrift der genauen Adresse. Ein Abgleich mit Aufnahmen von Google Maps bestätigt, dass die Videos dort aufgenommen wurden. 

Köhler sagt in seinem Video, er werde der Sache nachgehen und sich beim Ordnungsamt erkundigen. Er sagt, der Verein Domizil e.V. und die Bürgerplattform seien für dieses Stadtgebiet zuständig „und irgendwie passiert hier nichts“. Er fügt hinzu, „das haben wir vor 2015 hier in unserem Land nicht erlebt“ – offenbar eine Anspielung auf Geflüchtete, deren Zahl in diesem Jahr besonders hoch lag. 

Doch wer hat überhaupt den Müll im Hinterhof abgeladen? 

Stadt Chemnitz und Mitarbeiter der Hausverwaltung Atlas sprechen von Räumungsarbeiten

Aufschluss darüber gibt das öffentlich einsehbare Antwortschreiben des Bürgermeisters Knut Kunze (PDF, Download) zu einer Anfrage von Köhler (PDF, Download). Demnach gab es bereits am 25. Februar eine Kontrolle in der Straße. Dabei wurden Mitarbeiter der zuständigen Hausverwaltung Atlas angetroffen, die Container mit Möbel- und Sperrholz beluden. Einer von ihnen erklärte, dass etwa hundert Wohnungen geräumt und vorhandene Sperrmüllanteile im Hofbereich abgelagert würden.

Die Pressestelle der Stadt Chemnitz schreibt auf Anfrage: „Es handelt sich dementsprechend nicht wie in verschiedenen sozialen Medien dargestellt um eine wilde Ablagerung von unterschiedlichen Verursachern, sondern um eine Aktion der vom Eigentümer beauftragten Hausverwaltung.“

Gegenüber der Freien Presse bestätigte ein Atlas-Mitarbeiter Anfang März: „Das wird auf irgendwelche bösen Ausländer geschoben, aber das stimmt so nicht.“ Auch ein anderer Mitarbeiter sagte: „Das waren wir.“ Die Zustände im Hinterhof seien wegen der Vorbereitungen für anstehende Modernisierungsarbeiten. 

Mitarbeitende ortsansässiger Vereine bestätigen Räumungsarbeiten durch Hausverwaltung

Gleiches berichten Annett Illert und Antje Richter aus dem Bürgerzentrum und  der Bürgerplattform Chemnitz Mitte-West sowie Stephan Kämpf, Mitarbeiter des Projekts Mobile Jugendarbeit im Verein Domizil e.V. Ihre Büroräume liegen auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Hinterhofs. 

Illert und Richter schildern: Zum Zeitpunkt, als die Videos in Sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden, hätten sie den Sperrmüll auch gesehen, der sei aber nach und nach abtransportiert worden. Sie hätten vor Ort mit dem Hausmeister gesprochen. Laut ihm soll das Gebäude saniert und die freistehenden Wohnungen ausgeräumt werden. Es sei ersichtlich gewesen, dass nicht Mieter, sondern Mitarbeitende der Hausverwaltung in entsprechender Arbeitskleidung die Altmöbel rausstellten. So erinnert sich auch Kämpf: „Für mich war das zu erkennen, dass da nicht einfach Bewohner ihren Müll rausstellen, sondern dass dort großflächig gearbeitet wird.“ Auch Mitarbeitende des Ordnungsamts seien vor Ort gewesen. 

Die Stimmung gegen Migrantinnen und Migranten, die durch das Video in Sozialen Netzwerken geschaffen wird, beruht also auf falschen Angaben. Auch die Schilderungen des AfD-Politikers Nico Köhler hinterlassen einen falschen Eindruck. In keinem seiner Tiktok-Videos hat er bislang darüber aufgeklärt, dass die Hausverwaltung den Müll verursacht hat. Lediglich in einem Beitrag teilte er in der Videobeschreibung kommentarlos die Antwort des Bürgermeisters. Auf unsere Fragen dazu reagierte Köhler ausweichend, indem er andere Aspekte anführt. Er schreibt: Die Hausverwaltung hätte den Müll auch sofort in Containern entsorgen können. Seiner Ansicht nach seien darunter Elektrogeräte gewesen – eine potenzielle Gefahr für die Umwelt. Dass die ortsansässigen Vereine nichts weiter unternommen haben, könne er weiterhin nicht nachvollziehen.   

Redigatur: Max Bernhard, Gabriele Scherndl

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Author: Kimberly Nicolaus

#angaben #chemnitz #falschen #gegen #hetzt #migranten #video

... denn sie wissen was definitiv keine #Wissenschaft ist. Nämlich das, was ihnen nicht passt. Und so wünscht man sich schonmal die #Schließung des Hannah-Arendt-Instituts für #Totalitarismusforschung herbei. Eure Forschung betrifft das nicht? Sicher. Am besten #hetzt ... 3/5

Endlich die #Wahrheit , allerdings von KI erzählt .
#CDU #CSU #FDP #AFD unwählbar❗️

Die #Deutsche #Gesellschaft muss jetzt endlich #zusammenhalten❗⬇️

- #CDU #CSU unwählbar❗
- #FDP vergesst es ❗
- #AFD NIEMALS❗
- #SPD mit Scholz , NEIN ❗

Bleibt für einen #absoluten #Neuanfang, nur noch ein #Kanzler, der #nicht #schläft, #nicht #hetzt, #nicht #populistisch ist, der #anbietet #statt #fordert, und der #selbstkritisch und #nicht #perfekt ist: #habeck4kanzler

Die #Deutsche #Gesellschaft muss jetzt endlich #zusammenhalten❗⬇️

- #CDU #CSU unwählbar❗
- #FDP vergesst es ❗
- #AFD NIEMALS❗
- #SPD mit Scholz , NEIN ❗

Bleibt für einen #absoluten #Neuanfang, nur noch ein #Kanzler, der #nicht #schläft, #nicht #hetzt, #nicht #populistisch ist, der #anbietet #statt #fordert, und der #selbstkritisch und #nicht #perfekt ist: #habeck4kanzler

#Habeck #Kinderbuchautor 🤔
Damit kann #Habeck schon mehr als @merzcdu ⬇️

Kann Merz Kanzler? Nein!

- 0 #Regierungserfahrung

- War in #keinem #Bundesland #Ministerpräsident

- War noch #nicht mal #Bürgermeister

- #Bejubelte aber seinen #rechten #Großvater

- Hetzt seit 1 Jahr gegen #Flüchtlinge & #Arme

- #Schreibt von der #AFD ab (Flüchtlingspolitik)

- #Hetzt und #spaltet wie die #AFD

- Hält #Klimaschutz für #überbewertet

Also eine Fachkraft ist er nur #BlackRock 🤦‍♂️🤬

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln


Justiz

Schöffin am Amtsgericht Essen hetzt gegen Migranten und zweifelt an Unabhängigkeit der Justiz

Demos mit Rechtsextremen, rassistische Posts, Zweifel am Rechtsstaat: Obwohl Leen K. seit Jahren fragwürdige Positionen öffentlich teilt, wurde sie als Schöffin gewählt. Der Fall zeigt, wie leicht eine extremistische Unterwanderung der Justiz möglich ist.

von Miriam Lenz
, Jonathan Sachse
, Tim Wurster

04. Juli 2024

Schöffen müssen unparteilich und unabhängig urteilen. Foto: Christoph Hardt/ Geisler-Fotopress/ picture alliance

„Die Brandmauer fällt. Ich wurde zur Schöffin gewählt. In Essen wurden nun zwei AfD-Mitglieder zum Schöffen gewählt“, schreibt Leen K. am ersten Weihnachtstag 2023 auf Facebook. Darunter setzt sie den Eid für Soldaten. Sie schwört, der Bundesrepublik treu zu dienen und „das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“.

Seit Januar 2024 ist K. Ersatzschöffin am Amtsgericht Essen. Schöffen, wie K., haben als Laienrichter viel Macht, da sie gemeinsam mit den Berufsrichterinnen über die Schuld und die Strafe von Angeklagten entscheiden.

In Deutschland gibt es rund 60.000 Schöffinnen und Schöffen. Alle fünf Jahre werden sie gewählt. Ihre Stimmen zählen so viel wie die der ausgebildeten Juristen. Sie sollen unparteilich und unabhängig urteilen und nur Recht und Gesetz verpflichtet sein. Nach Recherchen von CORRECTIV ist fraglich, ob Leen K. diesem Anspruch gerecht wird.

Der Facebook-Post im Dezember 2023 ist nicht das erste Mal, dass K. mit fragwürdigen Äußerungen auffällt. Seit Jahren hetzt sie in den sozialen Netzwerken gegen Migranten und Menschen, die trans sind, sich also nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Sie nahm an Demonstrationen mit Rechtsextremen teil. Im Jahr 2020 schloss sie der Essener Jugendamtselternbeirat wegen hetzerischen und rassistischen Inhalten in sozialen Netzwerken aus. Das Gremium vertritt die Kita-Eltern in der Stadt.

Leen K. äußerte sich auf Anfrage von CORRECTIV.Lokal nicht zu den Vorwürfen.

Schöffen müssen verfassungstreu sein

Zwei Rechtsexperten, denen CORRECTIV.Lokal die Posts von K. vorlegte, haben große Zweifel daran, dass sie für das Amt der Schöffin geeignet ist: Sie sehen Aussagen wie die zur „Brandmauer“ als Hinweis darauf, dass K. grundsätzlich die Unabhängigkeit der Justiz in Frage stellt. Und sie befürchten, dass ihre politischen Ansichten ihre Urteile als Schöffin beeinflussen könnten.

Im Idealfall sollten Bewerberinnen und Bewerber, die für das Schöffenamt ungeeignet sind, bereits im Wahlverfahren ausgeschlossen werden, um nicht ins Amt zu gelangen. Etwa wenn befürchtet wird, dass sie den Rechtsstaat und die Verfassung ablehnen.

Doch das funktioniert nicht immer: Eine kürzlich veröffentlichte Recherche von CORRECTIV.Lokal zeigt, dass in der vergangenen Amtszeit mindestens elf verfassungsfeindliche Schöffen ins Amt kamen. Und dass dies durch das intransparente Wahlverfahren und die Überlastung der zuständigen Institutionen weiter möglich ist. Denn die Gemeinden, die oft hunderte Bewerberinnen überprüfen sollen, verfügen häufig nicht über die nötigen Ressourcen.

Die Wahlausschüsse an den Amtsgerichte verlassen sich oft auf die vorherige Überprüfung durch die Gemeinden. Es gibt jedoch gute Gründe, die Kandidierenden genauer zu prüfen, denn Rechtsextreme haben in der Vergangenheit wiederholt zur Unterwanderung der Schöffenwahlen aufgerufen.

Demos mit Rechtsextremen

Leen K. tritt seit Jahren öffentlich auf. Es gibt Artikel in der lokalen Presse über sie und Veröffentlichungen eines örtlichen antifaschistischen Bündnisses. Dennoch scheinen die Stadt Essen und das Amtsgericht Essen nichts von ihren problematischen Aussagen gewusst zu haben, als sie als Bewerberin zugelassen und als Schöffin gewählt wurde.

Bereits 2018 wurde K. zum ersten Mal einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Da veröffentlichte sie ein Video auf Facebook, das viral ging. Darin beklagte sie eine angebliche drohende Islamisierung ihres Kindes in einer Essener Kita. Die Lokalzeitung WAZ und überregionale Medien wie Stern und Welt berichteten.

Im selben Jahr trat sie als Rednerin auf einer Demo der „Mütter gegen Gewalt“ auf – einem Bündnis mit Verbindungen in die rechtsextreme Szene. Von diesen Verbindungen will K. später nichts gewusst haben.

Im Oktober 2020 forderte sie auf Facebook, dass persönliche Informationen von pädokriminellen Verurteilten veröffentlicht werden sollten. Sie befürwortete Lynchjustiz als abschreckende Maßnahme. Ihre Äußerungen wurden von dem lokalen antifaschistischen und antirassistischen Bündnis „Essen stellt sich quer“ dokumentiert.

Wahlkampf für die AfD

Inzwischen ist K. umtriebiges Mitglied der AfD. Auf Facebook betreibt sie ein eigenes Gesprächsformat, in dem sie AfD-Politiker aus der Bundes- und Landespolitik interviewt. Vor der Europawahl warb sie an einem Stand für die AfD und hängte Plakate für die Partei auf.

Und K. hetzt weiter in den sozialen Netzwerken: Im März schreibt sie auf Facebook mit Bezug zu einem Bericht der Bild von einer „Migranten Bande“, die einen Jugendlichen gequält haben soll: „Es werden immer mehr: Kinder, 12-Jährige, sie hassen Deutsche und sie haben verstanden, ihre Opfer sind wehrlos, so wehrlos, wie der „Rechts“staat, der ihnen ihr warmes Nest bereitet.“

Ein paar Wochen später teilt sie einen Bericht der Bild auf Facebook, der besagt, dass ein Angeklagter namens Fadi in einem Verfahren am Landgericht München eine Frau als Verteidigerin abgelehnt habe. Sie likt Kommentare, in denen „körperliche Überzeugungsarbeit“ gegen den Angeklagten vorgeschlagen wird und dass er gleich ins Gefängnis gehen könne, wenn er keine Verteidigung brauche. Und ihr, der Schöffin, gefällt dieser Kommentar eines anderen Nutzers: „Unfassbar, wie die unser Rechtssystem ausnutzen und missbrauchen und wir schauen wie gelähmt zu“.

Experten haben Zweifel an K.s Eignung

Ulrich Battis, emeritierter Professor für Staats- und Verwaltungsrecht der Berliner Humboldt-Universität und Autor des Standardkommentars zum Bundesbeamtengesetz, ist einer der Experten, die CORRECTIV.Lokal um eine Einschätzung des Falls von Leen K. gebeten hat. „Sie stellt die Unabhängigkeit der Justiz grundsätzlich in Frage“, sagt Battis, der inzwischen als Anwalt arbeitet. K. unterstelle der Justiz, parteiisch zu sein.

Als Anwalt würde er sofort einen Befangenheitsantrag stellen, wenn K. als Schöffin im Gericht sitzen würde, da sie seiner Meinung nach ungeeignet sei. „Der würde mit Sicherheit durchgehen.“ In Verfahren, an denen Migranten beteiligt seien, sei ein Befangenheitsantrag gegen K. aufgrund ihrer rassistischen Äußerungen auch gerechtfertigt.

Felix Hanschmann, Professor für Verfassungsrecht an der Bucerius Law School in Hamburg, hält K.s Posts zu Pädokriminellen für äußerst problematisch: „Wenn eine Schöffin Posts likt, in denen zu Gewalt gegen Straftäter*innen aufgerufen oder Selbstjustiz gutgeheißen wird, gibt man zu erkennen, dass man das Gewaltmonopol des Staates und die Unschuldsvermutung nicht ernst nimmt.“ Es lasse darauf schließen, dass die Person Strafverfahren nicht für den rechtsstaatlich einzig akzeptablen Umgang beispielsweise mit Fällen des Verdachtes des sexuellen Missbrauchs von Kindern halte.

Wie konnte K. überhaupt Schöffin werden?

Die Stadt Essen äußert sich auf Anfrage von CORRECTIV.Lokal nicht zu K. und ihrer Eignung als Schöffin. Und auch nicht dazu, ob ihr die Berichte über K. zum Zeitpunkt der Wahl bekannt gewesen seien. Stattdessen verweist sie darauf, dass bei der vergangenen Schöffenwahl die rechtlichen Vorgaben eingehalten worden seien. Interessierte hätten sich über ein Online-Formular bewerben können. Dieses beinhalte auch Pflichtangaben zum „Nichtvorhandensein von Tatbeständen“, die eine Wahl ins Schöffenamt ausschließen. Die Eingaben seien überprüft worden. Zudem sei die umfangreiche Vorschlagsliste für eine Woche im Rathaus ausgelegt worden. Es gab keine Einsprüche.

Das Amtsgericht Essen verweist gegenüber CORRECTIV.Lokal auf die Verantwortung der Gemeinde, die Bewerberinnen auf ihre Eignung zu überprüfen. Der zuständige Richter am Amtsgericht, der dem Schöffenwahlausschuss vorsitze, überprüfe die vorgeschlagenen Bewerberinnen nur darauf, ob sie Berufe ausübten, die mit dem Schöffenamt nicht vereinbar seien, sie vorbestraft oder insolvent seien oder gesetzlich betreut würden. All das habe auf K. nicht zugetroffen.

Die Veröffentlichungen der lokalen Presse und von „Essen stellt sich quer“ seien dem Amtsgericht zum Abschluss des Schöffenwahlverfahrens nicht bekannt gewesen. Weiter schreibt das Amtsgericht: „Die von Ihnen angeführten Informationen sind nach Verfahrensabschluss nur teilweise bekannt geworden.“ Warum das Amtsgericht Essen dann offenbar bisher nichts unternahm, obwohl es offenbar Hinweise auf K.s Äußerungen erhielt, bleibt unklar.

In ihrer Rolle als Ersatzschöffin ist K. bisher nur einmal tätig gewesen in einem Verfahren wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs, das im Februar am Amtsgericht Essen stattgefunden hat.

Die Recherche von CORRECTIV.Lokal könnte nun Folgen haben. Die für Schöffen zuständige „richterliche Person“ habe nun die Informationen der Recherche von CORRECTIV.Lokal erhalten. Sie werde darüber entscheiden, wie mit K. umzugehen sei, schreibt ein Sprecher des Amtsgerichts Essen.

Sie haben Hinweise dazu, dass bei Ihnen in der Region verfassungsfeindliche Schöffinnen und Schöffen aktuell im Amt sind? Dann schreiben Sie uns an [email protected] oder für sensible Informationen eine verschlüsselte Nachricht über unseren anonymen Briefkasten. CORRECTIV.Lokal arbeitet bei dieser Recherche mit Lokal- und Regionalmedien in allen Bundesländern zusammen, die in der Lage sind, auch Hinweise auf einzelne Fälle zu verfolgen.

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Author: Miriam Lenz

https://www.bachhausen.de/schoeffin-am-amtsgericht-essen-hetzt-gegen-migranten-und-zweifelt-an-unabhaengigkeit-der-justiz/

#amtsgericht #essen #gegen #hetzt #migranten #schoffin #zweifelt

Schöffin am Amtsgericht Essen hetzt gegen Migranten und zweifelt an Unabhängigkeit der Justiz

Obwohl Leen K. seit Jahren rassistische Inhalte verbreitet und die Unabhängigkeit der Justiz in Frage stellt, wurde sie zur Schöffin gewählt.

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