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>> »… deren Majestät keine Beleidigung duldet. Vergessen wir nicht, daß jede Medienfigur durch Gehalt und andere Belohnungen und Soldgelder stets einen, mitunter mehrere Herren hat, und um seine Ersetzbarkeit weiß.«
—#GuyDebord, »Kommentare zur Gesellschaft des Spektakels« (1988, Dt. 1996).
Deshalb sind politische Talk-Show-Formate — #Lanz #Illner #Miosga #Maischberger ect pp ff — so, wie sie sind.
https://edition-tiamat.de/books/die-gesellschaft-des-spektakels
Spektakel, drei Geschmacksrichtungen nach #GuyDebord:
1. Konzentriert: Ideologie ballt sich um Führerperson; totalitäre Gegenrevolution (siehe Nazis bzw. Stalinisten).
2. Diffus: bunte Warenvielfalt für Lohnabhängige ermögicht Fortbestehen bürgerlicher Herrschaft traditionellen Typs.
3. Integriert: Hybrid aus 1 & 2:
—ständige Erneuerung;
—Fusion Staat & Wirtschaft;
—generalisiertes Geheimnis;
—Fälschung ohne Replik;
—immerwährende Gegenwart.
Feddich mit 177 Seiten der 221 Abschnitte in 9 Kapiteln* des Hauptteiles von »Die Gesellschaft des Spektakels« (1967; Dt. 1996) von #GuyDebord.
Sein Kommentar von 1988 (92 Seiten, 33 Abschnitte) beginnt mit waschechter moderner Polit-Gnosis, wenn der Autor deutlich sacht, er könne nicht (mehr) so klar und eindeutig schreiben wie 20 Jahre zuvor, weil Erfahrung zeigt, der Feind ließt aufmerksam mit.
* Zu Trennung, Ware, Schein, Proletariat, Geschichte, Zeit, Raum, Kultur, Ideologie.
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Fundstelle #GuyDebord »Die Gesellschaft des Spektakels« (1967/71) für @SheDrivesMobility & @sixtus, Seite 149ff:
»174
Der gegenwärtige Moment ist bereits derjenige der Selbstzerstörung des städtischen Milieus. Die Zersplitterung der Städte auf das Land, das durch ›formlose Massen städtischer Überbleibsel‹ (Lewis Mumford) überwachsen wird, wird unmittelbar von den Erfordernissen des Konsums geleitet. Die Diktatur des Automobils, des Pilotprodukts der ersten Phase des Warenüberflusses, …>
"If [Guy] Debord were alive today, he would almost certainly extend his analysis of the spectacle to the Internet and social media. Debord would no doubt have been horrified by social media companies such as Facebook and Twitter, which monetize our friendships, opinions, and emotions. Our internal thoughts and experiences are now commodifiable assets."
#TiernanMorgan, #LaurenPurje, 2016
https://hyperallergic.com/an-illustrated-guide-to-guy-debords-the-society-of-the-spectacle/
less than 5 mins of “the society of the spectacle” / guy debord. 1974
#GuyDebord #laSocietàDelloSpettacolo #slowforward #societàDelloSpettacolo #societyOfTheSpectacle #theSocietyOfTheSpectacle