#FolkloreThursday #Celtic: Among the talismans #Lugh demanded from Tuireann's three sons as
punishment for the murder of his father #Cian were three apples (according to the tale, from the Hesperides Garden in the East of the World). `Only these apples will satisfy me, as they are the best and most beautiful in the world. This is what they are made of: Their colour is that of polished gold, and the head of a one-month-old child is no larger than any one of these apples. When you dine on them, they taste like honey, and bleeding wounds and the most malignant diseases disappear. The apples do not diminish when eaten, even if one eats from them for a long time and constantly. Whoever succeeds in taking one of these apples has accomplished his greatest feat, since he will never lose it again.`
Source: Guyonvarc'h/Le Roux `Die #Druiden`

Kelten unterwegs

Die Kelten sind wieder unterwegs. Asterix und Obelix, von den Römern Gallier genannt, reisen diesmal nach Lusitanien (heute Portugal), um dort die Korruption zu bekÀmpfen. Doch auch anderswo sind die Kelten weder vergessen noch völlig verschwunden. Da gibt es Entdeckungen und Ausgrabungen, Ausstellungen und Festungsanlagen, die uns die Welt der Kelten nahebringen. Und es gibt auch heute noch ein keltisches Selbstbewusstsein und organisatorische Gemeinsamkeiten.

Dies belegt die Keltische Liga. Sie entstand 1961 durch den Zusammenschluss verschiedener keltischer Organisationen. Die Liga setzt sich fĂŒr die keltische Kultur und die Sprache ein und strebt eine Vernetzung der verschiedenen keltischen Bewegungen an. Die Zielvorstellungen sind breit; sie reichen von einer lockeren Allianz bis zu einer tatsĂ€chlichen Vereinigung. Mitglieder sind die keltischen Bewegungen in den modernen keltischen Staaten bzw. Regionen von Irland, Schottland, Wales, Bretagne, Cornwall (im SĂŒdwesten Großbritanniens) und der Isle of Man. Der Status von Galicien und Asturien als keltische Nationen ist umstritten, da die keltische Sprache dort nicht mehr lebendig ist. Asturien und Galicien sind autonome Gemeinschaften im Norden bzw. Nordosten Spaniens.

Der politische Status der keltischen Regionen ist unterschiedlich: Die Republik Irland mit 5,3 Mio. Einwohnern ist selbstĂ€ndig. – Nordirland mit 2 Mio. EW ist Teil Großbritanniens mit begrenzter Autonomie (eigenes Parlament). – Schottland (5,5 Mio. EW) ist Teil Großbritanniens mit begrenzter Autonomie (eigenes Parlament). – Wales (3,2 Mio. EW) ist Teil Großbritanniens mit begrenzter Autonomie (eigenes Parlament). – Die Isle of Man (85.000 EW) hat ein eigenes Parlament mit begrenzten Befugnissen. – Cornwall (570.000 EW) ist Teil Großbritanniens. – Die Bretagne (3,4 Mio. EW) ist ein Teil Frankreichs. – Viele Bewohner dieser Regionen fĂŒhlen sich als unmittelbare Nachfahren der Kelten.

Der Zielkatalog der Celtic League ist anspruchsvoll. SelbstverstĂ€ndch geht es um die Förderung der keltischen Zusammenarbeit, die Entwicklung eines gemeinsamen Bewusstseins – u.a. fĂŒr eine keltische UnabhĂ€ngigkeit – und die SolidaritĂ€t zwischen den Volksgruppen. UnabhĂ€gig von der Verschiedenartigkeit innerhalb der Keltischen Liga wird fĂŒr eine formale Vereinigung der keltischen Nationen geworben, sobald zwei oder mehr von ihnen die UnabhĂ€ngigkeit erlangen.

Grob gerechnet leben heute rund 20 Millionen Personen keltischen Ursprungs. In der Vergangenheit war dies ganz anders. Die Kelten waren einst zwischen dem Schwarzen Meer, dem Norden der Iberischen Halbinsel und den britischen Inseln verbreitet und haben Europas Kultur nachhaltig mitgeprÀgt. Die Anzahl der damaligen Kelten ist ungewiss, sie wird auf mehrere Millionen Menschen geschÀtzt. WÀhrend sich im Mittelmeerraum die griechische und die römische Lebensform entfaltete, entwickelte sich die der Kelten nördlich der Alpen. Norddeutschland und Nordosteuropa gehörten nicht zum keltisches Einflussgebiet.

Die Kenntnisse ĂŒber den Siedlungsraum der Kelten und ihr Leben sind begrenzt. Die Kelten kannten nĂ€mlich keine Schrift; deshalb stammen Darstellungen weitgehend aus Berichten auslĂ€ndischer Chronisten und aus geographischen und materiellen Quellen der Kelten. Daraus wird u.a. erkennbar, dass die Kelten kein zentrales, einheitliches Reich geschaffen hatten und auch nicht zwangslĂ€ufig der gleichen Ethnie angehörten. Sie bildeten eine gesellschaftliche Kultur vieler StĂ€mme, mit einer gemeinsamen Sprache und denselben GebrĂ€uchen und Glaubensvorstellungen.

Keltische Texte wurden mĂŒndlich weitergegeben, vermutlich war der Verzicht auf eine  Schrift  eine gesellschaftliche oder religiöse Tradition. Da insbesondere wirtschaftliche Belange nicht ohne ein gewisses Maß an Schriftlichkeit verwaltet werden konnten, nutzten  die Kelten fremde Schriften (iberisch, etruskisch, lateinisch). Nur aus dem Noricum – ein keltisches Königreich auf dem Gebiet des heutigen Österreichs – ist eine eigene Schrift bekannt. Sie Ă€hnelt der etruskischen und wurde von rechts nach links geschrieben.

Der Zusammenhalt wurde stark durch die gemeinsame Sprache bewirkt. Keltisch gehört zu den indogermanischen Sprachen. Sprachanalysen haben ergeben, dass es große Übereinstimmungen im Grundwortschatz gibt. Beim Germanischen gilt dies fĂŒr 60% der Sprache, doch auch mit anderen Sprachgruppen gibt es erhebliche Gemeinsamkeiten: Lateinisch/Italienisch 55%, Indoiranisch 52%, Griechisch 51%, Baltisch 45%, Slawisch 43% und Armenisch 35%. Die festlandkeltischen Sprachen sind ausgestorben. Das in der Bretagne gesprochene Keltisch stammt von Einwanderen, die im 5. Jahrhundert von den britischen Inseln kamen.

In der Eisenzeit (ab 1000 v.Chr.) etablierte sich in Mitteleuropa (SĂŒddeutschland, Österreich, Schweiz, Ungarn) die Volksgruppe der Kelten. Nördlich davon siedelten Germanen. Der Begriff Kelten stammt von griechischen Autoren, die diese StĂ€mme als ‘Keltoi’ bezeichneten. Von 650 v.Chr. an entwickelte sich dort die sogenannte Hallstattkultur, benannt nach einer der bedeutendsten keltischen FundstĂ€tten, gelegen in Österreich. Die damalige Epoche der Kelten – nach dieser historischen FundstĂ€tte Hallstattkultur genannt – prĂ€gte diese Gegend von 800 bis 450 v.Chr. Der Einflussbereich erstreckte sich ĂŒber Slowenien, die Slowakei, Tschechien und Böhmen bis nach Ostfrankreich.

Schon ab dem 6 Jh. v.Chr. setzten keltische Wanderungen nach Norditalien und Nordspanien ein – bis hin nach Portugal. Dabei passten sich die Kelten zumeist den örtlichen Lebensgewohnheiten an. Um 280 v.Chr. unternahmen sie EroberungszĂŒge bis nach Griechenland und Kleinasien, wurden jedoch zurĂŒckgeschlagen. Um 387/388 v.Chr. griffen sie unter dem HeerfĂŒhrer Brennus Rom an, eroberten die Stadt und plĂŒnderten sie. Nach sieben Monaten Besatzung zogen die Kelten wieder ab. In Rom hinterließen sie. Entsetzen und Selbstzweifel, aber auch die Bereitschaft zu MilitĂ€rreformen. Nachfolgende Siege der Römer fĂŒhrten dazu, dass sich die Kelten in die Regionen nördlich der Alpen zurĂŒckzogen. 

20.000 Kelten sind bis nach Asien gelangt. Es waren Söldner, die 275 v.Chr. vom bithynischen König Nikomedes I nach Zentralanatolien eingeladen waren, dort verblieben und ein eigenes Reich grĂŒndeten. Ihr Siedlungsgebiet lag bei Gordion und Ankyra (heute Ankara), es wurde nach ihnen Galatien genannt. Ausstellungen in diesen beiden StĂ€dten berichten von der Geschichte des am weitesten östlich gelandeten keltischen Stammes. In der SpĂ€tantike gab es eine wissenschaftliche Überraschung: In Orten in Anatolien wurde ein Ă€hnlicher Dialekt gesprochen wie in der Gegend um Trier. 

Der Hallstattkultur folgte von etwa 480 bis 50 v.Chr. die Latene-Epoche, benannt nach einem Ort in der Westschweiz. Sie war eine weitere BlĂŒtezeit der Kelten, auch dank des kulturellen Austausch mit Grenzvölkern. Hier sind vor allem Etrusker, Griechen, Traker, Skythen, Germanen und Römer zu nennen. Der Austausch erstreckte sich bis nach Persien. Die Beziehungen zu den Römern waren zumeist konfliktreich. Einige der Nachbarvölker gingen spĂ€ter im Römischen Reich und dessen Kultur auf.

Im 3. Jahrhundert n.Chr. bauen die Kelten sogenannte Oppida, also große befestigte Siedlungen fĂŒr bis zu 10.000 Einwohner. Der Name stammt aus dem Römischen. Eine Reihe solcher Oppida in Deutschland ist bekannt. Dort finden wir hochqualifizierte Betriebe des Handwerks-, der Kunst- und des Fernhandels. Offenbar hat jedoch das Fehlen einer Schrift die Entwicklung beeintrĂ€chtigt; Grund fĂŒr diese Besonderheit mögen kulturelle der relgiöse Gepflogenheiten gewesen sein.

Zwischen 250 und 200 v.Chr. erlebten die Kelten im Nordwesten ihres Siedlungsgebietes, also in den nördlichen rechtsrheinischen Mittelgebirgen noch einmal einen Aufschwung. Danach verschwand die Keltische Kultur allmĂ€hlich, wahrscheinlich als Folge des VorrĂŒckens germanischer StĂ€mme. Letztlich wurden sie von den Germanen und den Römern verdrĂ€ngt und entweder assimiliert oder auf kleinere FlĂ€chen und Randgebiete zurĂŒckgeworfen.So bildeten sich rechtsrheinisch keltisch-germanische Mischkulturen, z.B. um 50 n.Chr. die Ubier.

In den von Rom eroberten Gebieten sĂŒdlich der Donau und in Frankreich, dem Saarland und dem heutigen Rheinland-Pfalz verschmolzen die keltischen und römischen Elemente zu einer relativ eigenstĂ€ndigen gallorömischen Kultur. Diese verschwand im Laufe der folgenden Jahrhunderte weitgehend, vor allem durch den Zusammenbruch des Weströmischen Reiches, die dem folgende Germanisierung und die Christianisierung. Zahlreiche Orts-, GelĂ€nde- und Wassernamen zwischen Mittelrhein und Alpen gehen jedoch unverĂ€ndert auf keltische Bezeichnungen zurĂŒck – vor allem in der Moselregion.

Die Kelten waren ein kriegerisches Volk, zumeist sesshaft, religiös, bĂ€uerlich. naturnah und sozial hoch entwickelt. Sie waren geschickte Handwerker, vor allem in der Metallverarbeitung, und betrieben Landwirtschaft und Handel. Ihre FĂ€higkeiten zeigten sich bei der Herstellung von Waffen, Keramik, Glas- und Steinmetzarbeiten. Schmuck und Kunst, z.B. Kessel und Schalen, zeigen eine hervorrangende QualitĂ€t und waren offenbar von Griechen, Römern, Skythen und Kimmerern beeinflusst. Holzskulpturen zeugen von hoher technischer und kĂŒnstlerischer FĂ€higkeit. Beliebt war das keltische Bier. FĂŒr Gutsituierte gab es ein Weizenbier mit Honig, fĂŒr die anderen ein Gerstenbier. Wein wurde importiert.

Bergbau war fĂŒr die Kelten von erheblicher Bedeutung. So förderten sie Salz, Kupfer und Eisen. Auch in der Metallurgie waren sie weit fortgeschritten. Die Römer importierten lange Zeit Waffen, vor allem Schwerter, von den Kelten. Ein Spezialprodukt waren Kettenhemden, wahrscheinlich eine Erfindung der Kelten. Bei der Entwicklung von Fahrzeugen waren die Kelten Vorreiter. So erfanden sie die Drehschemellenkung und die Federung. Die Römer ĂŒbernahmen nicht nur technische Details, sondern sogar die Begriffe.

Grabfunde belegen den ausgedehnten Handel der Kelten mit den Völkern des antiken Europa, auch mit Griechenland und den griechischen Kolonien im Mittelmeer. Exportiert wurden zum Beispiel Rohstoffe, Werkzeuge, Waffen, Wolle und Textilien, importiert wurden Glas, Wein und LuxusgĂŒter. Das Geldwesen ĂŒbernahmen die Kelten von den Griechen und Römern, prĂ€gten aber bereits ab Ende des 3. Jahrhunderts v.Chr. eigene MĂŒnzen, und zwar aus Gold, Silber und Potin, einer Bronzelegierung aus Kupfer, Zinn und Blei.

Eine maßgeblich Rolle im gesellschaftlichen Leben der Kelten spielten die Druiden, eine Art Priesterstand und eine angesehene spirituelle FĂŒhrungsschicht. Sie waren zustĂ€ndig fĂŒr kulturelle Angelegenheiten, richteten Opfergaben aus, interpretierten die relgiösen Vorschriften und unterrichteten die jungen MĂ€nner. Zudem waren sie tĂ€tig als Mediziner, Naturforscher und Richter. Die Ausbildung zum Druiden war sehr aufwĂ€ndig und konnte mehr als zehn Jahre dauern. Über die keltische Götterwelt ist wenig bekannt, einerseits wohl wegen fehlender schriftlicher Aufzeichnungen, anderseits wegen römischer „Aneignungen“ und Interpretationen.

Sklaverei war bei den Kelten – wie bei den Römern – ein Gesellschaftsmerkmal. Als Sklaven gehalten wurden Gefangene aus KriegszĂŒgen sowie Personen, deren Arbeitskraft und Freiheit aufgrund ihrer hohen Schulden verpfĂ€ndet waren, oft ohne Aussicht auf Tilgung und unter ausbeuterischen und menschenunwĂŒrdigen Bedingungen. Der Wert eines Sklaven galt als WĂ€hrungseinheit.

Dass die Kelten musiziert haben, ist belegt. Es gibt Bilder von Instrumenten, die Trompeten und Saitensintrumenten Ă€hneln.  Angaben ĂŒber  Art, Harmonie und Klang sind jedoch unbekannt. Die heute als keltisch bezeichnete Musik hat sich erst im 17. Jahrhundert entwickelt.

Es gibt aus keltischer Zeit eine Vielzahl von AusgrabungsstĂ€tten, Museen und anderen Besichtigungsziele. Eine sehenswerte Ausstellung mit dem Titel “Magisches Land – Kult der Kelten” findet man im ArchĂ€ologischen Landesmuseum Baden-WĂŒrttemberg in Konstanz. Sie ist auf einer FlĂ€che von etwa 300 Quadratmetern ausgebaut und wurde im Juli 2021 eröffnet. Die Ausstellung nutzt eine moderne Inszenierung mit stilisierten Felsen, BĂ€umen und hinterleuchteten Landschaftsmotiven, um die Besucher in die keltische Kultur einzufĂŒhren. 

Ein besonder Ort fĂŒr ArchĂ€ologiefans ist der Glauberg (nordöstlich von Frankfurt/Main). Er weist eine 7000 Jahre lange Geschichte auf und war um 400 v.Chr. Sitz keltischer Herrscher mit großer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Macht und die Heimat des ‘KeltenfĂŒrsten’ vom Glauberg. Genetische Analysen haben gezeigt, dass die keltischen FĂŒrsten sowohl durch Vererbung als auch durch Wahlen ins Amt kamen. Die GrabhĂŒgelanlage enthĂ€lt Beigaben aus mehreren reich ausgestatteten KriegergrĂ€bern sowie eine Statue mit dem Abbild eines Keltenherrschers.

Ein weiteres Keltenmuseum liegt in Hochdorf westlich von Ludwigsburg, veranlasst durch ein dort entdecktes frĂŒhkeltisches FĂŒrstengrab. – Mehrfach besiedelt war der Staffelberg am Main, von der Jungsteinzeit (um 5.000 v.Chr.) bis zur Völkerwanderungszeit (ca. 300 bis 500 n.Chr.). WĂ€hrend der Latenezeit lag auf dem Staffelberg ein keltisches Oppidum. 

Eine zentrale StĂ€tte der Kelten in Mitteleuropa war die Heuneburg in Herbertingen an der Donau. Sie lag im keltischen Ursprungsland und hatte rund 5000 Einwohner. Aufgrund griechischer Geschichtsschreibung gilt sie als die Ă€lteste Stadt nördlich der Alpen und war im 6. Jahrhundert v.Chr. ein Zentrum, das seine Umgebung kulturell und religiös einbezog und prĂ€gte. In der NĂ€he der Heuneburg gibt es noch andere aufsehenerregende FundstĂ€tten aus keltischer Zeit, z.B. Gutshöfe, HĂŒgelgrĂ€ber und ein FĂŒrstinnengrab. Das dortige Museum bietet originale Funde aus den Forschungsgrabungen auf der Burg und aus ihrem Umfeld, eindrucksvolle Rekonstruktionen von Mauern und WehrgĂ€ngen und aussagekrĂ€ftige Informationstafeln ĂŒber das Alltagsleben, das Kunstschaffen und die weitverzweigten Handelsbeziehungen der Kelten.

Einer der bedeutendsten Keltenorte ist Hallstatt in Österreich. Die damalige Epoche – nach dieser FundstĂ€tte Hallstattkultur genannt – prĂ€gte diese Gegend von 800 bis 450 v.Chr. Dokumentiert wird dies durch ein imposantes GrĂ€berfeld oberhalb der Ortschaft. Hallstatt war 7.000 Jahre lang ein wichtiger Wirtschaftsstandort, da dort Salz gewonnen wurde. Damit wurde Feisch haltbar gemacht, dies sorgte fĂŒr Wohlstand in der Region. GrĂ€berfunde, die vom Salz konserviert wurden, enthalten viele Relikte aus jener Zeit, z.B. Werkzeuge, Schmuck oder Kleidungsreste. Auch anderswo in der Region wurden prĂ€chtig ausgestattete Prunk- oder FĂŒrstengrĂ€ber entdeckt, teilweise als WagengrĂ€ber.

Ein weiterer Fundort, der gleichfalls einer ganzen Epoche seinen Namen gegeben hat, ist La Téne in der Westschweiz. Auch dort wurden reichhaltige Entdeckungen gemacht, die die Chronologierung und Beurteilung der keltischen Entwicklung erleichterten. Diese eigenstÀndige Kunst- und Kulturform lÀsst sich auf die Zeit zwischen 450 und 40 v.Chr. datieren.

Im Nationalpark HunsrĂŒck-Hochwald findet man den Ringwall von Otzenhausen. Obwohl er volkstĂŒmlich Hunnenring genannt wird, stammt er aus der Keltenzeit und wurde von den Treverern errichtet, einem keltischen Stamm. Es handelt sich um eine etwa 2.500 Jahre alte, zum Teil bis zu zehn Meter hohe Befestigungsanlage. Vermutlich waren die Mauern ehemals 25 m hoch und 20 m dick. Um etwa 50 v.Chr. ĂŒbergaben die Kelten die Anlage den Römern. – In Miltenberg (westlich von WĂŒrzburg) gibt es einen weiteren imposanten  Ringwall, sein Alter wird auf 3.000 Jahre geschĂ€tzt. Um 155 n.Chr. ĂŒbernahmen die Römer diese Befestigungsanlage und bauten sie aus. Heute sind noch etwa 3 Kilometer des Walls erhalten.

Weitere Keltenmuseen gibt es in Hallein (eine der umfangreichsten Anlagen, mit begehbaren Stollen), Heidengraben (bei Reutlingen, eine der grĂ¶ĂŸten Oppida), Stoanbichl (in den Hohen Tauern, Höhensiedlung seit 1800 v.Chr.), Manching (bei Ingolstadt, Schwerpunkt keltischer HandwerkstĂ€tigkeit), Mitterkirchen (an der Donau, u.a. 50 HĂŒgelgrĂ€ber), Frög (KĂ€rnten, Schwerpunkt keltische Lebensweise), Biebertal (bei Gießen, Kelten-Keller und Keltentor), Römhild (im sĂŒdlichen ThĂŒringen, Höhensiedlung Steinsburg), Libramont-Chevigny (in SĂŒdbelgien, Schwerpunkt archĂ€ologischer Forschung).

SelbstverstĂ€ndlich gibt es in vielen LĂ€ndern Europas keltische Überreste, vor allem in den heute noch von keltischen Nachfahren bewohnten Gebieten. Ein bemerkenswertes Denkmal ist der HĂŒgel von Tara, nordwestlich von Dublin. Die Anlage wurde bereits vor rund 5.000 Jahren fĂŒr kultische Zwecke genutzt. Dort wurden die irischen Könige gewĂ€hlt, die der Sage nach ganz Irland regierten. Der dort aufgestellte Steinblock galt daher als ‘Krönungsstein’ oder auch als ‘Schicksalsstein’, da an diesem Ort das Tor zum Jenseits vermutet wurde. 

Kelten unterwegs – Beueler-Extradienst

Gallier und ihre Druiden: Sind die Kelten bei Asterix realistisch dargestellt?

Der Comic enthĂ€lt Infos aus den historischen Überlieferungen. Allerdings gibt es offene Fragen bei der Kleidung, insbesondere die der Druiden.

SWR Kultur

Wieviel Metal steckt in der Vergangenheit? Oder: Über Opfer, Horror und Geschichte

Die Druiden, die gebildete #Philosophen​klasse der alten #Kelten, haben nichts aufgeschrieben. Sie hĂ€tten es tun können – einige Kelten waren gebildet und schrieben in gallischer Sprache entweder mit dem griechischen oder dem römischen Alphabet –, aber sie taten es aus Prinzip und Gewohnheit nicht.

Nun, eigentlich wissen wir nicht genau, warum sie es nicht taten, weil sie es uns nicht gesagt haben, weil kein einziger Druide jemals etwas aufgeschrieben hat. Julius #Caesar, der damit beschĂ€ftigt war, #Gallien (das heutige #Frankreich) zu unterwerfen und zu ĂŒberfallen, meinte, dass die #Druiden nichts aufschrieben, weil sie dachten, dass das Aufschreiben von Dingen das GedĂ€chtnis schwĂ€cht.

Es dauerte 19 oder 20 Jahre #Ausbildung, um Druide zu werden, wodurch sie ĂŒber umfassende Kenntnisse in #Recht, #Zeremonie​n, #Konfliktlösung und der Bewegung der #Himmelskörper verfĂŒgten.

Wahrscheinlich lernten sie auch, wie man Menschen opfert, aber darĂŒber sind sich #Historiker weniger sicher. Wahrscheinlich opferten sie Menschen, indem sie sie unter anderem in riesigen Statuen aus Stroh oder Weidengeflecht lebendig verbrannten, aber das wissen wir nicht mit Sicherheit.

Die meisten zeitgenössischen Schriften ĂŒber Druiden wurden von ihren Feinden verfasst, die nach einer moralischen #Rechtfertigung fĂŒr die Eroberung Galliens suchten. Ich habe allerdings meine eigene Theorie, warum sie nie etwas aufgeschrieben haben. Eine Theorie, mit der ich mich vielleicht irre. Ich glaube, sie haben nichts aufgeschrieben, weil das Festhalten von Gesetzen und bewĂ€hrten Praktiken auf Papier diese unverĂ€nderlich macht.

Ich bin mir sicher, dass sich die Lehren der Druiden in den Jahrhunderten oder Jahrtausenden, in denen sie lebten, verĂ€ndert haben. Obwohl sie wahrscheinlich ĂŒber ein GedĂ€chtnis verfĂŒgten, das uns, die wir uns auf das Schreiben verlassen, in Erstaunen versetzen wĂŒrde, kann ich mir nicht vorstellen, dass es zwischen den Generationen keine subtilen oder radikalen VerĂ€nderungen gab – und ich vermute, dass dies beabsichtigt war. Ich vermute, dass die Druiden keine Angst hatten, hier und da VerĂ€nderungen zuzulassen und sich den UmstĂ€nden anzupassen.

Einige Historiker vermuten zum Beispiel, dass die Kelten schon vor der ErklĂ€rung Roms, sie seien böse #Barbaren, die einer ordentlichen Eroberung bedĂŒrften, von #Menschenopfer​n abrĂŒckten.

Es ist möglich, dass die #Kelten, als ĂŒberwĂ€ltigende Legionen aus dem SĂŒden in Gallien und #Britannien einfielen, aus Verzweiflung begannen, sich wieder ihren alten BrĂ€uchen zuzuwenden. Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Wir wissen nicht viel darĂŒber, was sie dachten, weil sie nichts aufgeschrieben haben.

Wir wissen nicht, ob sie Menschen lebendig in WeidenmĂ€nnern verbrannten. Wir wissen nicht, ob die Iren ihrem #König die Brustwarzen abschnitten und ihm dann an #Samhain die Kehle durchschnitten, wenn er seine Arbeit schlecht machte. Wir wissen nicht, ob heilige #Frauen in einen ekstatischen Zustand verfielen, eine von ihnen zerfleischten und mit dem zerteilten Körper ihrer Freundin in den HĂ€nden herummarschierten. Wir wissen nicht, ob die Kelten dreißig Meter tiefe Löcher gruben, nur um Menschen zu fesseln und hineinzuwerfen. Wir wissen nicht, ob „Woodhenge” (man stelle sich Stonehenge vor, nur aus Holz) durch die Opferung eines dreijĂ€hrigen Jungen geheiligt wurde.

Die vielleicht wichtigste Frage, die mir beim Studium der Geschichte fĂŒr meinen #Podcast bleibt, ist: „Wieviel Metal war die Vergangenheit?” Hat Lady #Bathory zur Hautpflege in Jungfrauenblut gebadet? Haben #Astrologen in europĂ€ischen StĂ€dten des SpĂ€tmittelalters #Kinder geopfert, wurden bei schwarzen Messen Unschuldige getötet? Haben irische Könige bei ihrer Krönung wirklich mit Pferden gevögelt? Gab es im mittelalterlichen #Irland #Nudistenkulte, die in Höhlen lebten?

Wenn man ĂŒber #Europa hinausblickt, werden diese Fragen noch fragwĂŒrdiger. Was haben die Menschen getrieben? Wo liegen die Grenzen menschlichen Verhaltens?

Denn wenn wir diese Fragen stellen, wirken zwei konkurrierende gesellschaftliche KrĂ€fte. ZunĂ€chst einmal sollte man sich bewusst machen, dass es meist diejenigen waren, die diese Anschuldigungen erhoben, die sie auch niederschrieben. Es sind Gerichtsakten, pĂ€pstliche Untersuchungen und #Kriegspropaganda, die alle Übel der antiken und mittelalterlichen Welt katalogisieren.

(...)

Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "How Metal Is the Past? or: on sacrifice and horror and history" von @margaret / Margaret Killjoy vom 29. Okktober 2025

#Geschichte #History #Geschichtsschreibung #Anarchismus #Wickerman @anarchism

Halloween
 heute öffnen sich Tore. Die #Druiden wussten, dass an #Samhain die #Resonanz zwischen den Welten durchlĂ€ssig wird 
 wie in der #OntologieDerSchwingung, wenn Frequenzen sich ĂŒberlagern und ein neues Bewusstseinsfenster entsteht. Die #kleineHexe von #Preußler weist den Weg ins Helle.🖖

»Sie waren die intellektuelle Elite der Kelten, waren Baumeister, Sternenkundige, Heiler: die Druiden. Die Priester der Kelten gaben ihr geheimes Wissen ausschließlich mĂŒndlich weiter. Von Menschenopfern bis zu ZaubertrĂ€nken – was ist wahr, was ist nur Fantasie?«

https://leanderwattig.com/dokuliebe/2025/die-druiden-maechtige-priester-der-kelten/ #kelten #druiden #geschichte

»Die Druiden« - ARTE-Doku ĂŒber die mĂ€chtigen Priester der Kelten | Doku-Liebe

»Sie waren die intellektuelle Elite der Kelten, waren Baumeister, Sternenkundige, Heiler: die Druiden. Sie konnten lesen und schreiben und hinterließen uns

LEANDER WATTIG
Wissenschaft und darĂŒber hinaus 
 was wir wissen und was nicht. #Wacholder 
 ist kein gewöhnlicher Strauch. Er ist der HĂŒter der Schwelle, der im Rauch das Dunkle vertreibt und das Helle bewahrt. Die #Druiden wussten 
 wahre StĂ€rke wĂ€chst nicht im Überfluss, sondern im #ResonanzfeldDerStille.🖖
Wissenschaftler 
 Damals 
 Druiden. 🌿 Heilige Rituale der #Druiden 🌕 Am #6.TagNachNeumond schnitten die Druiden die seltene #Mistel von der Eiche. Ein #HeiligerAkt. Die Zeremonie verband Naturbeobachtung mit spirituellem Glauben und zeigt tiefe Verbindung der #Kelten zur #Natur. #WIRundich🖖
Bluesky

Bluesky Social
#FolkloreThursday: Among the talismans #Lugh demanded from Tuireann's three sons as
punishment for the murder of his father #Cian were three apples (according to the tale, from the Hesperides Garden in the East of the World). `Only these apples will satisfy me, as they are the best and most beautiful in the world. This is what they are made of: Their colour is that of polished gold, and the head of a one-month-old child is no larger than any one of these apples. When you dine on them, they taste like honey, and bleeding wounds and the most malignant diseases disappear. The apples do not diminish when eaten, even if one eats from them for a long time and constantly. Whoever succeeds in taking one of these apples has accomplished his greatest feat, since he will never lose it again.` #Celtic
Source: Guyonvarc'h/Le Roux `Die #Druiden`
#MythologyMonday: `After the discovery of a gilded tree in the #Celtic town of Manching, which was used for cult purposes around 2300 years ago and was a divine symbol, it was surmised that the maypole was originally a sacrificial tree of the Celts. In Celtic times, however, the maypole could also have been a phallic symbol that was rammed into the earth and thus symbolised the "Hieros Gamos“. The May wreath attached to the top could be a symbol of the vulva on the one hand, and a symbol of new life and health on the other, due to the young brushwood and medicinal plants flown into it.`
Source: Urbanovsky/Le ScouĂ«zec „Der Garten der #Druiden“