Wald soll für sündteure Einfamilienhäuser weichen

Rund zwei Dutzend Interessierte versammeln sich bei strahlendem Sonnenschein in einer eher beschaulichen Ecke Lichterfeldes, vor dem derzeit ungenutzten, 25.000 Quadratmeter großen, Grundstück der ehemaligen Berliner Coca-Cola-Zentrale an der Hildburghauser Straße – nur ein paar Schritte vom S-Bahnhof Osdorfer Straße entfernt.

Es ist ein weiterer Vor-Ort-Termin im Rahmen der Kampagne „Grüne Flächen retten – Hitzeschutz jetzt!“ des BUND Berlin. Denn auf der frühlingsgrünen und bewaldeten Brache einstiger Lagerflächen plant ein Investor die Errichtung von rund 50 Reihenhäusern – und wie es aussieht, steht eine Mehrheit der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf aus CDU, AfD und FDP hinter den Plänen. Und auch mindestens drei der sechs Bezirksamtsmitglieder inklusive des zuständigen Stadtentwicklungsstadtrats Patrick Steinhoff (CDU).

Flächensparend vernünftig bauen!

Der BUND Berlin stellt sich gegen diese Pläne. Allerdings gibt es hier eine besondere Ausnahme, wie Andreas Faensen-Thiebes, Vorstandsmitglied des BUND Berlin und Naturschutzexperte, bei der Begrüßung erläutert: „Wir wollen hier, wenn man schon baut, so nah am S-Bahnhof, so nah an Einkaufszentren, dann doch bitte so, dass man preiswertes Wohnen schafft.“ Sozial verträglichen, preiswerten Geschosswohnungsbau und nicht Einfamilienhäuser.

Mindestens eine Million Euro würde jedes einzelne der Reihenhäuser kosten, ergibt sich aus den Kostenangaben des Investors, die er gegenüber der BVV machte.

„Hier ist eine Fläche, die eben nicht einfach irgendwie brach liegt, sondern die einen spontanen Wald enthält, der, wie man da sieht, schon sehr hochgewachsen ist. Er hat all die Qualitäten, die es für das Stadtklima, für die Artenvielfalt braucht“, so Faensen-Thiebes weiter. Mit Geschosswohnungsbau ließe sich mehr Wohnraum errichten und gleichzeitig mehr Fläche, mehr Wald von Bebauung freihalten.

Der BUND Berlin hat zum Termin Mitglieder aller demokratischen Fraktionen der BVV eingeladen und auch den Berliner Mieterverein. CDU und FDP haben abgesagt oder gar nicht reagiert, alle anderen sind gekommen.

Auch Achim Förster von der Bezirksgruppe Südwest des BUND Berlin ist vor Ort. „Diese Wälder, die hier in der Stadt spontan entstehen, bestehen aus Bäumen, die sich selbst ihr Domizil suchen mussten“, erläutert er. Die seien nicht in der Baumschule gepflegt worden und seien auch nicht gegossen worden.

Foto: Rick Heger

„Die mussten hier sehen, wie sie hier fertig werden. Und sie stammen aus einem Genom von Stadtbäumen, also von Bäumen, die hier schon eine ganze Weile überlebt haben“, so Förster weiter. „Das heißt, diese Bäume, die hier wachsen, das sind die härtesten, die man sich vorstellen kann.“ Es gehe aber nicht nur um die Bäume, es gehe auch um die Inseln der biologischen Vielfalt.

„Bitte vergreift euch nicht an diesen Wäldern“, appelliert Achim Förster. „Baut was anderes aus, baut höhere Häuser.“

Daniel Buchholz ist Vorstandsmitglied des Berliner Mietervereins und des BUND Berlin Bei diesem Termin spricht das ehemalige SPD-Abgeordnetenhausmitglied für den Mieterverein.

Bezahlbare Mietwohnungen statt Luxus

„Wenn hier etwas gebaut wird, dann werden keine bezahlbaren Mietwohnungen entstehen“, kritisiert Buchholz. 82 Prozent der Menschen in Berlin lebten zur Miete – benötigt werde bezahlbarer Wohnraum. „Und wenn hier Einfamilienhäuser oder maximal eine Reihenhausbebauung entstehen soll, ist natürlich genau das, was wir nicht brauchen. Nämlich ganz hoher Flächenverbrauch mit ganz wenig Ertrag im Sinne von Wohnungen.“

„Deswegen engagiert sich der Berliner Mieterverein in dieser Flächenschutzkampagne“, unterstreicht Buchholz. „Wenn wir etwas bebauen wollen und müssen, dann müssen das die Flächen sein, die bisher schon bebaut, versiegelt sind, also sprich alte, brachliegende Flächen, wo  die Flächen schon betoniert sind, wie bei einem ehemaligen Industrieareal.“

Natürlich gehe es auch um die rund zwei Millionen Quadratmeter an Gewerbeflächen, die in Berlin leer stehen, bei denen sich keiner so richtig an die Umnutzung traue. „Das ist ein Potenzial von mehreren 10.000 Wohnungen.“ Und natürlich müsse auch alles, was Zweckentfremdung oder Missbrauch angehe auf dem Wohnungsmarkt wie Kurzzeitvermietungen beendet werden.

Reihenhäuser auf der Fläche errichten zu wollen, sei „eine baupolitische Sünde“, so Buchholz. „Als Mieterverein sagen wir es ganz eindeutig: Es darf nicht passieren, dass Berlin im Jahr 2026 noch so wertvolle Flächen komplett zu bebauen.“ In der Regel hieße das auch, dass Energieverbrauch und damit Ressourcenverbrauch, je nach Bauweise zwischen 50 und 100 Prozent höher lägen als bei einem normalen Miet-Geschosswohnungsbau.

Betonharter Investor

„Wir sehen das als schwierig an, dass der Investor nicht bereit war, sich da auf eine Diskussion einzulassen“, sagt Carolyn Macmillan, Fraktionsvorsitzende der SPD in der BVV Steglitz-Zehlendorf. Man könne erst darüber sprechen, wenn der Bebauungsplan beschlossen sei, habe der Investor ihr gesagt. Also erst in jenem Moment, in dem die BVV nichts mehr in der Hand hat, um Zugeständnisse zu bekommen.

Stadtentwicklungsstadtrat Patrick Steinhoff habe zudem erklärt, dass auch SPD-Bausenator Christian Gaebler hinter dem Projekt stehe. „Es gibt da einen gewissen Phlegmatismus, sich tatsächlich aus einer Komfortzone, wo man sagt, das war schon geklärt, herauszubewegen. Und wir als SPD, hier im Bezirk, haben eine andere Position als unsere Senatsverwaltungsgesellschaft“, sagt Macmillan.

Foto: BUND Berlin/Aruna Reddig

„Im Jahr 2026 schickt sich also unser Stadtplanungsamt an, genau diese völlig veraltete Planung auf den Boden zu bringen und dafür einen Wald wegzuroden“, konstatiert Dennis Egginger-Gonzalez von der Linken in der BVV. „Es ist völlig aus der Zeit gefallen. Aber das große Problem ist, es gibt eine politische Mehrheit dafür. Das muss man ehrlicherweise sagen.“

Er unterstreicht, dass in dieser Frage Grüne, SPD und Linke bis auf Nuancen einer Meinung seien. „Wer fehlt, das sind die FDP und die CDU, die gemeinsam mit der AfD genau diese Pläne, übrigens gegen die Zählgemeinschaft, in der sich die FDP eigentlich befindet, in der BVV durchbuchstabiert und zur Abstimmung bringt“, so Egginger-Gonzalez.

CDU-Stadtrat will Einfamilienhäuser

„Wir haben es auch mit einem Stadtrat der CDU zu tun, der sich, wir hatten Akteneinsicht, alle drei, wir wissen das, der sich persönlich gegenüber dem Berliner Senat dafür einsetzt, dass dieses Verfahren hier beschleunigt wird und das umgesetzt wird“, so der Linke-Politiker weiter.

Es soll hier gebaut werden, es soll eine Blockrandbebauung geben, es soll eine Geschosswohnungsbebauung geben, es soll so viel Wald wie möglich erhalten bleiben – das ist Konsens bei SPD, Grünen und Linke in der BVV.

„Nur dieser Geschosswohnungsbau führt dazu, dass wir eine Sozialquote haben“, so der Linke-Mann. Und rechnet vor: Rund 200 Wohnungen ließen sich in dieser Bauweise unterbringen. Weil dann die Pflicht zu einem 30-prozentigen Anteil von Sozialwohnungen greift, wären das dann allein schon 60 Stück. „Das ist alleine schon mehr als die geplanten 50 Reihenhäuser“, so Egginger-Gonzalez.

Die große Einigkeit der drei Parteien hat für Klara Ruhl, Sprecherin der Grünen Jugend in Steglitz-Zehlendorf die Folge, dass sie als dritte Rednerin keine weiteren Aspekte einbringen kann, wie sie bedauernd feststellt.

Baubefürworter im Bezirk argumentieren, dass der vor 23 Jahren gestartete Prozess zur Bebauung der Fläche nun auch einmal zu Ende gebracht werden müsse und Umplanungen weitere langjährige Verzögerungen mit sich brächten. Den Großteil der Zeit hat es allerdings auch keine konkrete Bauabsicht gegeben, das Grundstück wechselte mehrfach den Eigentümer.

Bauturbo könnte hilfreich sein

„Wir haben einen unsäglichen Bauturbo, der ist wirklich eine Katastrophe“, sagt Andreas Faensen-Thiebes vom BUND Berlin in der Diskussion. „Aber in dem Fall könnte man ja mal sagen: Ohne wieder ein langwieriges neues Bebauungsplanverfahren aufzurollen, bauen wir nach diesem Paragraf 246e des Baugesetzbuches ohne langen Prozess einfach was Vernünftiges.“

Überraschend stößt auch der Steglitz-Zehlendorfer Umweltstadtrat Urban Aykal (Grüne) zu der Runde. In dieser politischen Runde wolle er sich als Teil des Bezirksamts nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, „außer der Tatsache, dass wir als Straßen- und Grünflächenamt, vor allem auch als Umwelt-Naturschutzamt unsere Stellungnahmen entsprechend eingereicht haben. Und die deckt sich mit der Position, die hier sehr wahrscheinlich mehrfach besprochen wurde“, sagt er.

„Und jeder Mensch, der hier steht, sieht und kommt zu der Erkenntnis, oder müsste zur Erkenntnis kommen, dass hier eine andere Bauweise sehr viel zielführender wäre, nämlich nicht horizontal, sondern eher vertikal“, sagt Aykal.

Zeit für politischen Druck

Laut den Ausführungen Urban Aykals stehe auch nicht in Aussicht, dass das Bezirksamt den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan noch vor Ende der laufenden Legislaturperiode am 20. September der BVV vorlegen würde. Das schafft Zeit, um weiter Druck aufzubauen für die Änderung der Baupläne.

Die ehemalige Grünen Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto plädiert dafür, den Investoren bei seinem Image zu packen. „Und wenn man da mal eine Chance hat, sich wirklich mit einem guten Projekt mal darzustellen, das wäre doch mal was. Und den Versuch, den würde ich auf jeden Fall mal noch machen“, so Markl-Vieto.

CDU-Verordnete gibt sich zu erkennen

Die Skepsis angesichts des Vorschlags überwiegt, Dennis Egginger-Gonzalez von der Linke hält das für komplett unrealistisch. Doch plötzlich meldet sich eine bis dahin stille Beobachterin zu Wort: „Das sehe ich als CDU ganz genau so“, sagt sie. Es ist Christine Mögling von der CDU-Fraktion in der BVV. „Ich würde es genauso machen, dass ich mit diesem Investor nochmal neu spreche, aber ohne ihm die Pistole auf die Brust zu setzen. Sondern versuchen, eine Win-win-Situation zu schaffen und ihm vielleicht auch Möglichkeiten aufzeigen, mit wem er eine Kooperation eingeht, mit wem er Geschossbau gut kann“, sagt sie. Im Hauptberuf ist sie übrigens Maklerin.

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      #AfD #AndreasFaensenThiebes #Bauen #Bäume #Bauturbo #Berlin #BerlinerMieterverein #CDU #ChristaMarklVieto #ChristianGaebler #CocaCola #DanielBuchholz #Grüne #GrüneFlächenRettenHitzeschutzJetzt #Grünflächen #Klimakrise #Linke #PatrickSteinhoff #SPD #Stadtentwicklung #SteglitzZehlendorf #UrbanAykal #Wald

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Einmal Soziale Wohnung =
immer Soziale Wohnung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Gaebler

Was kann Mensch tun damit dieser Senator sein Amt verliert. Er hat genug Schaden angerichtet❗

Sozialer Wohnungsbau wie 1920 per Gesetz eingeführt

Einmal
Sozialer Wohnungsbau =
immer
Sozialer Wohnungsbau.

Alle Wohnungen die mal Sozialer Wohnungsbau waren wieder zu sozialem Wohnungsbau machen und es ist genug für alle da.

Nehmt endlich die sozialstaatfeindlichen Gesetze der 50ger und 60ger Jahre zurück. #NiewiederCDU #CDU.

#ChristianGaebler
#NiewiederSPD #SPD
"Er ist seit April 2023 Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen des Landes Berlin im Senat Wegner. Zuvor war er als Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (2011–2016), in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport (2016–2018), in der #Senatsverwaltung für #Stadtentwicklung, Bauen und #Wohnen (2021–2023) sowie als Chef der #Senatskanzlei (2018–2021) des Landes #Berlin tätig.

#SozialerWohnungsbau
#rbb24 #Steuergelder
#Gemeingut #Miete
#EsIstgenugFürAlleDa
#DWenteignen #EinmalSozialWohnungImmerSozialWohnung
#SozialWohnung
#ChristianGaeblerkündigen
#Amtsenthebung
#SEZBerlin #Sozialstaat
#Hoffnung #DieLinke @dielinke

Senator #ChristianGaebler weiss, dass "#Wohnen und #mieten etwas ganz Existentielles für viele Menschen ist"

Viele? Für wen denn bitte nicht?!

#Berlin

Das Dreieck Späthsfelde ist zu wertvoll für Bebauung

Das Interesse ist groß. Rund 60 Interessierte versammeln sich am späten Dienstagnachmittag zur Informations- und Diskussionveranstaltung unter dem Titel „Wie wertvoll ist das Dreieck Späthsfelde?“ an den Späth’schen Baumschulen in Treptow-Köpenick.

Seit der Wende ist Späthsfelde immer wieder im Gespräch für unterschiedliche Bebauungen, sogar ein Hafen war hier einst vorgesehen, erinnert Andrea Gerbode, 1. Vorsitzende der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN), bei der Begrüßung der rund 60 Interessierten vor der Späth-Villa.

Doch nun konkretisieren sich die Senatspläne für eine Bebauung der rund eine Million Quadratmeter großen Fläche mit Kleingärten, Wiesen, Feldern, einem Arboretum und der Späth’schen Baumschule. 2000 bis 4000 Wohnungen und Gewerbeflächen sollen laut den Vorstellungen der Stadtentwicklungsverwaltung entstehen. Als „Dreieck Späthsfelde“ ist es inzwischen eines der 24 neuen Stadtquartiere. Mit einer 2021 erlassenen Vorkaufsrechtsverordnung will sich der Senat die Flächen sichern. Werden Grundstücke verkauft, hat das Land somit nun das Erstzugriffsrecht.

Hier ein Steckbrief (PDF) des Dreiecks Späthsfelde

 

„Als Naturschutzverbände haben wir uns auch schon damals positioniert gegen eine Bebauung. Und wenn man gegen etwas ist, ist man natürlich auch für etwas: nämlich für den Erhalt dieser strukturreichen Flächen“, sagt Andrea Gerbode. Sie seien eingebettet in historische Relikte der ursprünglichen Landschaft, wie der Königsheide oder dem Heidekampgraben. Mit dem Bau der Teltowkanalautobahn A113 habe es auch schon eine „erhebliche Inanspruchnahme von Lebensräumen“ gegeben.

140 Hitzetote in Berlin allein 2025

Die Informations- und Diskussionsveranstaltung in Späthsfelde ist Teil der BUND-Kampagne „Grüne Flächen retten – Hitzeschutz jetzt“, sagt Verena Fehlenberg, Stadtnaturschutz-Referentin des BUND Berlin. „Wir hatten zwischen 2022 und 2024 über 600 Hitzetote und selbst in diesem Sommer gingen laut einer Londoner Studie in Berlin 140 Hitzetote auf das Konto erhöhter Temperaturen infolge der Klimakrise“, sagt sie.

„Gleichzeitig verschwinden die grünen Freiflächen in Berlin“, sagt Fehlenberg. Beispielsweise Parks, Gewässerufer, Friedhöfe,  Bahnrandflächen, Wald und auch Kleingärten. „Auch die Senatsumweltverwaltung beschreibt, dass der Verlust von grünen Flächen in Berlin und die Versiegelung ursächlich ist für den Artenschwund in Berlin“, so die Expertin weiter. So steht es zum Beispiel in der aktuellen Fassung der Berliner Strategie für biologische Vielfalt.

„Wir haben außerdem das Problem, dass sich immer mehr Menschen immer weniger Grün teilen müssen. Das führt zu Stress“, unterstreicht Fehlenberg.

Neuer Wohnraum ja – aber nicht so

„Natürlich brauchen wir bezahlbaren Wohnraum in Berlin“, stellt sie klar. Sie kritisiert allerdings die Art und Weise, wie gebaut wird. Selten werde nach Alternativflächen gesucht, die weniger Naturzerstörung verursachen würden. Auch werde nicht unbedingt flächensparend gebaut. „Wir haben circa 1,7 Millionen Quadratmeter Bürofläche, die leer steht“, nennt sie eines der Potenziale, um ohne Neuversiegelung Wohnraum zu schaffen. Also alles Potenziale, die man erstmal nutzen könnte.

„Bisher war es so, dass der Neubau nicht wirklich dazu beigetragen hat, dass die Mieten gesunken sind. Ganz im Gegenteil, die Mieten sind weiter gestiegen“, spricht Fehlenberg auch die soziale Komponente der Wohnraumversorgung an.

Treptow-Köpenicker Stadträtin ist gegen Senatspläne

„Seit 2021 beschäftige ich mich intensiv auch mit dem Dreieck Späthsfelde und das durchaus sehr kritisch“, sagt Claudia Leistner, Stadträtin für Stadtentwicklung, Straßen, Grünflächen und Umwelt in Treptow-Köpenick. Es gebe durchaus viel Wohnungsbau im Bezirk, so die Grünen-Politikerin. „Wir haben in diesem Jahr die 300.000 Einwohnerinnen- und Einwohnermarke geknackt.“

„Das Dreieck Späthsfelde sehe ich aus vielerlei Gründen kritisch. Und das habe ich dem Senat auch immer wieder sehr deutlich gemacht, dass ich das kritisch sehe. Zum einen ist das hier aus meiner Sicht kein klassisches Entwicklungsgebiet. Wir haben hier die gewachsenen Kleingärtenanlagen“, sagt Claudia Leistner.

„Wir verlieren Kleingartenanlagen, die für die Menschen nicht nur eine ökologische Funktion erfüllen, sondern die ja auch eine ganz wesentliche soziale Funktion erfüllen“, so die Stadträtin. „Wir als Bezirk setzen uns dafür ein, dass die Kleingartenanlagen erhalten bleiben. Nicht nur hier, sondern auch an anderer Stelle.“

Freiflächen sind wertvoll

Man setze sich im Bezirk „sehr intensiv mit dem Thema Freiflächen“ auseinander, sagt Leistner. Aktuell werde die „Strategie Grün“ erarbeitet. Wenn immer mehr Wohnungsbau entstehe, brauche es die Freiflächen für die Erholung der Menschen, aber auch als Hitzeschutz. Ebenso angesichts zunehmender Starkregenereignisse und längerer Trockenperioden.

Die Späth’schen Baumschulen seien ein „Wahrzeichen des Bezirks“, zudem sei die Verkehrsanbindung „sehr schwierig“ – die Späth- und Baumschulenstraße sind überlastet. „Und dafür gibt es bisher aus meiner Sicht auch ehrlicherweise keine Lösung. Und auch nicht eine Lösung, die ich bisher in den Plänen gesehen habe, die seitens des Senats gezeigt werden. Und das haben wir auch immer in den Gesprächen deutlich gemacht, dass wir das sehr kritisch sehen“, so Leistner weiter.

„Auch wenn wir eine kritische Haltung zu dem Gebiet haben, halte ich es für richtig, dass wir uns als Bezirk mit einbringen, damit wir auch gehört werden, damit wir unsere Haltung mit einbringen können“, sagt Claudia Leistner.

Die Stadträtin skizziert schließlich die Vision des Bezirks Treptow-Köpenick für Späthsfelde: „Wir sehen die Möglichkeit zum einen darin, dass man diese Flächen nutzt als potenzielle Ausgleichsflächen, nämlich für Wohnungsbau an anderer Stelle. Wir sehen durchaus auch eine gewerbliche Entwicklung, aber entlang der Autobahn. Das ist auch so in unserem Wirtschaftsflächenkonzept hinterlegt.“

Verkehrslösung muss Mobilitätsgesetz entsprechen

Man habe immer gesagt: „Eine verkehrliche Anbindung muss dem Mobilitätsgesetz entsprechen. Das heißt, es muss ausreichend Platz für Rad- und Fußverkehr sein und sie muss vor allem das Gebiet entlasten. Es kann nicht sein, dass das Gebiet immer weiter belastet wird.“

Die Späth’schen Baumschulen seien „wirklich ein kulturelles, ökologisches Highlight hier bei uns im Bezirk. Wir als Bezirk stellen uns dahinter und sagen: Die müssen erhalten bleiben.“

Leistners Fazit: „Ich glaube, dass es sinnvoll ist, Wohnungsbau woanders entstehen zu lassen.“

Gebrochene Senatsversprechen

Gert Schoppa, Präsident des Landesverbands Berlin der Gartenfreunde, drückt zunächst seine Freude aus, dass die Position des Bezirks Treptow-Köpenick und der Kleingärtner ähnlich sein. „Denn ich habe immer erklärt, dass wir uns nirgendwo in der Stadt gegen eine Entwicklung in dieser Stadt stellen.“

„Es muss sozial und ökologisch gerecht zugehen“, sagt Schoppa. Der zweite Entwurf der Voruntersuchungen der Senatsstadtentwicklungsverwaltung entspreche jedoch „in keiner Art und Weise dem, was uns noch letztes Jahr zum Tag des Gartens an gleicher Stelle vom zuständigen Stadtentwicklungssenator zugesichert und versprochen wurde“. Senator Christian Gaebler (SPD) hatte zugesichert, dass die Kleingärten nicht angetastet werden.

Unsichere Kleingärtensicherung

Schoppa kommt auf das Kleingärtensicherungsgesetz zu sprechen, dessen Entwurf vom Senat bereits beschlossen und bereits dem Rat der Bürgermeister vorgelegt worden ist. Die Bezirksbürgermeisterinnen und -bürgermeister teilten die Forderung der Gartenfreude, „eine unglückliche Formulierung im Gesetzentwurf nochmal zu präzisieren“.

Das Gesetz soll Kleingartenflächen in Eigentum des Landes weitgehend vor Bebauung schützen, mit der Ausnahme von Flächen mit „fortgeschrittenen Planungen“, was einen weiten Auslegungsraum ermöglicht. Der Kleingartenverband fordert eine Präzisierung, dass es dabei nur um Flächen mit so konkreten Bauplänen gehen darf, dass eine Öffentlichkeitsbeteiligung laut Baugesetzbuch vorgeschrieben ist. „Das ist hier noch nicht der Fall im Späth’schen Dreieck“, sagt Schoppa. „Aber die Verwaltung ist nun auf die Idee gekommen, das vielleicht noch zu ergänzen mit der Bemerkung, es trifft auch nicht zu auf alle die Flächen, wo es Vorkaufsrechtsverordnungen gibt“, so Schoppa weiter. Die gibt es für Späthsfelde bekanntlich seit 2021.

„Es geht hier natürlich um Ökologie, es geht um Naturschutz, es geht um viel Biodiversität in diesem Gebiet. Aber es geht vor allen Dingen eben auch um die sozialen Strukturen, die nicht zerstört werden dürfen. Denn der Mensch gehört zur Natur und zur Umwelt dazu“, sagt Gert Schoppa.

Teil zwei des Berichts finden Sie hier!

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Der Gewinnmaximierung durch Bebauung steht ein Volksentscheid im Wege
Der muss wech - Volk entscheiden, kann niemand in der Politik brauchen wollen

Zitat:
- Zustimmung der Berliner für #Bausenator #ChristianGaebler (SPD) nicht nötig. „Alle Veränderungen bedingen die Änderung des Feldgesetzes. - man kann Gesetze auch ändern. Dazu braucht es keinen neuen Volksentscheid, sondern das Parlament kann das Gesetz jederzeit ändern, in zwei Lesungen“

https://www.berliner-kurier.de/berlin/senator-wohnungsbau-am-tempelhofer-feld-geht-auch-ohne-volksentscheid-li.2352418

#Berlin #TempelhoferFeld

Senator: Wohnungsbau am Tempelhofer Feld geht auch ohne Volksentscheid!

Die Entscheidung über eine Randbebauung der Freifläche ist auch ohne Beteiligung der Bürger möglich, meint Bausenator Christian Gaebler (SPD)!

Berliner Kurier

Liebe Freunde des SEZ,für den #Abriss des Berliner Sport- & Erholungszentrums #SEZ an der #LandsbergerAllee ist keine Genehmigung nötig. Wenn Bausenator #ChristianGaebler den Daumen senkt, rollen sofort die Bagger. Das kann jederzeit passieren, auch wenn die Wohnungsbaugesellschaft #BerlinMitte #WBM, der das Grundstück übertragen wurde, noch gar keine baureifen Pläne hat. Genauso ist es immer wieder in #Berlin passiert

https://www.gemeingut.org/civi-public/petition/sign/?sid=36&reset=1

Das SEZ unter Denkmalschutz stellen – Gemeingut in BürgerInnenhand

KUNDGEBUNG 7. MAI, 18 UHR

Kommt zahlreich zu unserer Kundgebung am 07.05, 18 Uhr, vor unserem Haus (Richardstr 59/ Braunschweiger Straße 54). Bringt Eure Freund*innen, Nachbar*innen und Genoss*innen mit und teilt den Aufruf in Euren Kreisen.
Für unser Zuhause!.

Aufgrund des Verkaufs unseres Hauses erkämpfen wir das bezirkliche Vorkaufsrecht. Der Bezirk hat grünes Licht gegeben, Forderungen an die Käufer sind raus. Nun liegt es am Senat, die nötigen finanziellen Mittel zum Kauf unseres Hauses durch eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft oder Genossenschaft freizugeben. #cjgaebler #stefanevers.cdu
Unterstützt uns, damit unser Zuhause auch unser Zuhause bleibt. Ihr habt es in der Hand: Stoppt die Verdrängung aus unserem Kiez, Vorkaufsrecht möglich machen!

#vorkaufsrecht #wohnenfüralle #christiangaebler #immobilienhaiezufischstäbchen #rixdorf #kundgebung #mietenwahnsinn

RichiBrauni bleibt!

Unser Neuköllner Mietshaus ist verkauft und wir stehen vor akuter Verdrängung. Wohnen ist kein Luxusgut, daher fordern wir: Vorkaufsrecht Jetzt! Nun liegt es am Senat uns zu unterstützen, deshalb kommt mit uns auf die Straße gegen Verdrängung und Immobilienhaie!

#vorkaufsrecht #wohnenfüralle #christiangaebler #immobilienhaiezufischstäbchen #rixdorf #kundgebung #mietenwahnsinn #b0706

Gegen die Bebauung des Tempelhofer Felds

In einem Ideenwettbewerb Tempelhofer Feld sammelt die Senatsbauverwaltung Entwürfe für die Bebauung des Feldes. Die Initiative Architects4THF wendet sich in einem folgend dokumentierten Offenen Brief an Bausenator Christian Gaebler (SPD). Unter diesem Link kann der Brief ebenfalls unterzeichnet und die Liste der herausragenden Unterstützenden. eingesehen werden.

Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat am 13. November einen internationalen Ideenwettbewerb für die Zukunft des Tempelhofer Feldes ausgelobt. Der Wettbewerb beinhaltet ausdrücklich die Möglichkeit einer dauerhaften Bebauung des Tempelhofer Feldes. Sie wenden sich an uns Architekt:innen, Landschaftsarchitekt:innen und Stadtplaner:innen, um als Expert:innen Lösungen zu finden, doch Ihr Drängen auf eine Bebauung des Feldes erfüllt uns mit Unverständnis und großer Sorge. Ohne Begründung wird riskiert, einen einzigartigen Freiraum mit seiner ökologischen, gesellschaftlichen und erinnerungskulturellen Bedeutung zu zerstören. Die Bebauung des Tempelhofer Feldes stellt keine kosteneffiziente und nachhaltige Lösung für mangelnden Wohnraum dar, sondern gefährdet eine klimagerechte und zukunftsfähige Stadtentwicklung.

Eine Gefährdung demokratischer Kultur

Im September 2024 hat eine Bürgerwerkstatt den Volksentscheid von 2014 bestätigt und die Bebauung des Tempelhofer Feldes einstimmig abgelehnt. Dennoch wird der Wettbewerb seitens des Berliner Senats dazu genutzt, die eigene Agenda zur Bebauung des Tempelhofer Feldes voranzutreiben. Diese Missachtung bürgerschaftlichen Engagements ist in höchstem Maße inakzeptabel. Die Einzigartigkeit des Feldes wird von den politischen Entscheidungsträger:innen mit erschreckender Ignoranz als reines Bauland betrachtet. Wir weisen Ihren Versuch zurück, Architekt:innen zu instrumentalisieren, um eine unpopuläre und undemokratische Entscheidung zu legitimieren, die anstatt den Bedürfnissen der Berlinerinnen und Berliner politischen Interessen dient.

Ein einzigartiger Ort, den die Berlinerinnen und Berliner bewahren wollen

Das Tempelhofer Feld ist eine wichtige kommunale Infrastruktur. Sein großer gesellschaftlicher Wert, die Bedeutung für die Artenvielfalt und die kühlende Wirkung auf das Stadtklima wurden durch das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung wissenschaftlich bestätigt. Darüber hinaus sollte sich der Senat dafür einsetzen, dass seine Einzigartigkeit und internationale Bedeutung als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt wird. Von einer „behutsamen Randbebauung“, wie Sie behaupten, kann keine Rede sein, da jede Bebauung den Wert des Feldes zerstören würde.

Wohnraum schaffen

Die Einschätzung des Stadtentwicklungsplans 2040 besagt, dass die Anzahl potentieller Baugrundstücke zur Errichtung aller in den kommenden Jahrzehnten in Berlin benötigter Wohnungen ausreichen würde – wobei das Tempelhofer Feld unberücksichtigt bleibt. Der Mangel an Grund und Boden ist nicht das primäre Problem in Berlin. Vielmehr fehlt es an der Umsetzung von Maßnahmen, die nicht nur den Neubau Zehntausender bereits genehmigter Wohnungen, sondern auch alternative Strategien einer ökologischen und sozial gerechten Schaffung von Wohnraum umfassen würden.

  • Durchsetzung des Verbots der Zweckentfremdung: In Berlin stehen 40.000 Wohnungen leer, wobei davon auszugehen ist, dass ein großer Teil dieser Wohnungen zu Spekulationszwecken “leer” gehalten werden.

  • Wiederverwendung leerstehender Gewerbeflächen: Eine effektivere Nutzung des Gebäudebestandes könnte zudem durch eine Umwidmung von Gewerbeflächen zu Wohnraum erfolgen, da in Berlin derzeit 1,5 Millionen Quadratmeter Büroflächen ungenutzt sind. In Mischgebieten und urbanen Gebieten kann auf diese Weise neuer Wohnraum geschaffen werden.

  • Eine Kultur des Weiterbauens: In Berlin werden nach wie vor Hunderte Wohnungen pro Jahr abgerissen, was eine verheerende Energiebilanz zur Folge hat. Diese sollten stattdessen einer Sanierung unterzogen werden, ohne dass die Kosten hierfür auf die Mieterinnen und Mieter umgelegt werden.

  • Aufstockung: Die bewährte Überbauung von beispielsweise eingeschossigen Discountern muss fortgesetzt werden, da sich hier ein Potenzial für Zehntausende von Wohnungen bietet.

Die Bezahlbarkeitskrise direkt angehen

Der Senat scheint mit dem vorliegenden Versuch, die größte Freifläche der Stadt zu bebauen, eine klare Intention zu verfolgen: die Schaffung neuen Wohnraums. Allerdings erweckt die Vernachlässigung alternativer Möglichkeiten des Bauens sowie weiterer Instrumente zur Sicherung bezahlbarer Mieten den Eindruck, dass vor allem eine renditeorientierte Stadtentwicklung begünstigt wird. Heute werden Zwangsräumungen und Eigenbedarfskündigungen als Werkzeuge genutzt, um maximale Gewinne für Investor:innen zu erzielen. Diese Art von Spekulation sollte umgehend verboten werden. Die Krise der Bezahlbarkeit sollte durch die Umsetzung des Volksentscheids von 2021 zur Vergesellschaftung privater Großvermieter angegangen werden. Die Fokussierung des Senats auf die Förderung des Bauens ohne Berücksichtigung des Mieterschutzes ist zu kritisieren.

Wir fordern, dass das Feld von dauerhafter Bebauung freigehalten wird und das ThF-Gesetz, welches das Feld schützt, erhalten bleibt.

Die Ergebnisse des Volksentscheids von 2014 sowie das Resultat der Bürgerwerkstatt sind zu respektieren. Der Senat ist dazu verpflichtet, die Zerstörung einen der größten Schätze Berlins zu verhindern und das Tempelhofer Feld den Berlinerinnen und Berlinern zur Verfügung zu stellen. Als Architekt:innen, Landschaftsarchitekt:innen und Stadtplaner:innen setzen wir uns für eine Stadt- und Wohnungspolitik ein, die lokale Netzwerke und städtische Initiativen aktiv einbezieht und eine demokratische Teilhabe ermöglicht. Nur so kann eine ökologische und soziale Wende beim Bauen erreicht werden.

#Bauen #CDU #ChristianGaebler #SPD #Stadtentwicklung #Stadtnatur #TempelhoferFeld #THF #Volksentscheid

Ideenwettbewerb Tempelhofer Feld, Berlin - Berlin.de

Das ist ja wohl ein Witz!

Der #StadtentwicklungsSenator von #Berlin, #ChristianGaebler, geht zu einer Veranstaltung des #VBKI um da denen ihre EIGENEN PLÄNE vorzustellen.

Immer wieder auf's neue geflasht wie der korrupte Drecksverein #SPDBerlin es wieder & wieder schafft noch tiefer zu sinken. 🤢

@BUNDBerlin

#SchnellerBauenGesetz

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https://berlinboxx.de/der-herkules-von-berlin-%E2%80%93-bausenator-gaebler-beim-vbki.html

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BERLINboxx - Der Herkules von Berlin – Bausenator Christian Gaebler beim VBKI