@energisch_
Da hast Du völlig Recht.
Aber ich möchte halt nicht in eine Zukunft stolpern, in der wieder Kriege geführt werden um „Boden“ bzw. Gegenden in denen die Generierung erneuerbarer Energien leichter ist als in anderen.
Das ist ja nun mal Fakt, dass es auch hierzu Gunsträume gibt.
@nocci @BlumeEvolution
@Chaotica
Das ist ein echter blinder Fleck im Friedensenergie-Framing – und ein wichtiger.
Zwei Gegenargumente, keine Entwarnung:
Die Technologie ist transferierbar. Öl ist wo es ist. Panels und Turbinen kann man bauen und liefern.
Dezentralität verteilt Macht breiter als jedes Öl- oder Gasfeld es je konnte.
Das nimmt deinen Einwand nicht vom Tisch. Er gehört in jede ehrliche Debatte über Energiegeopolitik.
@Sylviaborin
Genau so meinte ich es.
Natürlich ich eine dezentrale Energieversorgung für #BigOil und alle zentralistischen Gedanken eine echte Gefahr.
Aber Begriffe wie „Heimatenergie“ oder „Deutscher Boden“ können halt trotzdem missbraucht werden.
Zusätzlich normalisieren sie eine Gedankenwelt, die ich überwunden hoffte.
@energisch_ @nocci @BlumeEvolution
P.S.: Ich selbst bin schon lange #Solarpunk
@energisch_ @nocci @BlumeEvolution
Richtig, der Missbrauch ist real „Heimatenergie" und „Deutscher Boden" haben eine giftige Konnotation, die ich nicht kleinrede.
Aber „Friedensenergie" ist kein Heimat-Begriff. Er ist ein geopolitischer. Der Gegner ist Abhängigkeit und nicht der Fremde.
Den Unterschied klar zu benennen ist die Antwort auf den Missbrauch, nicht der Verzicht auf das Framing.
🖖
#BigOil #Solarpunk
@Sylviaborin
das ist m.E. n gefährlicher aber nötiger Spagat. ein 'patriotisches' Erzählmuster, das Leute von fossiler Energie wegbringt, ist mir ganz utilitaristisch erst mal recht. Nur hast du Recht, dass das nicht zu Expansionsbestrebungen fuhren darf.
Das Framing als 'Friedensenergie' sehe ich dahingehend als unproblematisch.
@Chaotica @energisch_ @nocci @BlumeEvolution
@jakob_thoboell
Und wenn die „patriotische Energie“ dann nur noch von „echten Deutschen“ benutzt werden darf?
Dieser Gedankenschritt ist doch nun echt nicht sooo riesig, oder?
Ich habe es nun mehrfach freundlich erklärt & empfinde das Insistieren hier auf „echte Deutsche“ auch als Teil einer deutsch-türkischen & christlich-muslimischen Familie als übergriffig. Wollen mir hier manche pseudonyme Accounts sagen, meine Familie wäre nicht „echt deutsch“? Was soll denn das?
Auch umgedrehter (antideutscher) #Rassismus bleibt rassistisch. Taugt für mich nicht. Danke.
#Mastodon #Fediverse #Dualismus #deutsch #antideutsch
@jakob_thoboell @Sylviaborin @energisch_ @nocci
https://chrismon.de/artikel/2019/42709/christlich-muslimische-familie
@BlumeEvolution
Ich möchte nicht, dass irgendein Mensch auf Grund seiner Nationalität ausgegrenzt wird. Weder als „anti-deutsch“ noch als „deutsch“ (was immer das jeweils sein mag), noch als sonst was!
Und ich möchte auch nicht, dass irgendeine Ressource mit einer Nationalität verknüpft wird. Egal welche. Weil das in meinen Ohren den Keim des „wem gehört es und wer darf es nutzen“ schon in sich trägt.
https://digitalcourage.social/@BlumeEvolution/116356299929408024@[email protected] @energisch_ @nocci
@Lykanthrop_
Ich lehne nicht die Nation ab. Schon gar nicht als Verwaltungseinheit.
Aber ich sehe wirklich keinen sinnvollen Grund, natürlichen Ressourcen wie Wind, Boden oder Sonne eine „Nationalität“ anzuhängen.
Dagegen sehe ich in solch einem Vorgehen mehrere Gefahren, die ich ich versucht habe aufzuzeigen.
@BlumeEvolution @energisch_ @nocci
@Chaotica @BlumeEvolution @energisch_ @nocci Nationalität hängt mit demokratischer Legitimation zusammen, irgendwer wird darüber bestimmen, eine demokratische Gemeinschaft ist für mich die beste Alternative.
Ganz nach Winston Churchill
Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – ausgenommen all jene anderen Formen, die man von Zeit zu Zeit ausprobiert hat
@Lykanthrop_
Schon.
Aber warum muss man Boden „deutsch“ nennen?
Erschließt sich mir einfach nicht, was daran der Vorteil sein soll.
Insbesondere nicht in Abwägung der von mir genannten möglichen Entwicklungen, die daraus entstehen können.
Magst Du darauf eingehen?
@Chaotica @BlumeEvolution @nocci
Weil nationale Identitäten nicht willkürlich sind, wenn man versucht sie willkürlich herzustellen, wie nach dem Kolonialismus in Afrika endet das meistens nicht gut.
Ich glaube linke sind in der Schuld extrem national, rechte in ihrem Stolz, ich wünschte es gäbe mehr als diese beiden Pole.
Deutsche sind in ihrem verkrampften Verhältnis zu sich selbst international extrem national.
@Lykanthrop_
Lass mich versuchen zu verstehen.
Du meinst, es gibt so etwas wie eine nationale Identität, die aus sich selbst heraus entstehen?
Das kommt mir komisch vor. In NRW sozialisiert bin ich den meisten Niederländern, Belgiern und Franzosen kulturell gefühlt näher als zum Beispiel Bayern oder Schleswig-Holsteinern.
Mit Schuld hat das mMn gar nichts zu tun. Mehr mit einem weiteren Blickwinkel.
@BlumeEvolution @nocci
@Lykanthrop_
und dann gehst du nach Schleswig Holstein, in die Lausitz oder ins Elsass und stellst fest: in den Grenzgebieten wird dieser Ansatz scheitern.
Und nebenbei bemerkt: als Norddeutscher fühle ich mich Friesen, Dänen und Niederländern mehr verbunden als Bayern.
Welcher Stand der Willkürlichen Grenzziehungen ist dann identitätsstiftend?
@Chaotica @BlumeEvolution @nocci
@Lykanthrop_
was ist 'deutsche Identität'?
Gibt es die überhaupt?
Mein Familienname kommt aus Dänemark. Den dies betreffenden Teil meiner Familie verbindet die Seefahrt über 100 Jahre. Von Esbjerg über die Halligen bis zur Flensburger Förde. Die Insel-Friesen und die dänische Insel Ærø haben diesbezüglich sehr ähnliche Historien in einigen Aspekten.
@Lykanthrop_
Dann spinnen wir das weiter und gehen mit einem.Engländer, einem Dänen und einem Deutschen in einer Hafenstadt am südlichen Mittelmeer in eine Lokalität. Man wird uns alle gemeinsam als 'Europäer' definieren.
Was nutzt jetzt dein Ansatz? er beschreibt kein vernünftiges gemeinsames.
@fasnix @BlumeEvolution @Chaotica @nocci