Polizei in Bochum schießt 12-jährigem, gehörlosen Kind in den Bauch

Angeblich sei das Mädchen in einer Wohnung mit zwei Messern in Händen auf die Polizei zugegangen. Ein Polizist taserte das Kind, der zweite schoss dem Kind direkt in den Bauch.

Nach § 63 Polizeigesetz-NRW ist es eigentlich verboten auf Kinder zu schießen, es sei denn es ist das einzige Mittel zu einer gegenwärtigen Gefahr für Leib und Leben.

Mal schauen, wie lange die Essener Polizei, aus angeblichen 'Neutralitätsgründen' muss die dortige Polizei ermitteln, braucht, um ihren Bochumer Kollegen einen Persilschein auszustellen.

Meldung:
https://www1.wdr.de/nachrichten/polizisten-bochum-schiessen-auf-maedchen-100.html

§ 63 Polizeigesetz NRW:

https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_detail?sg=0&menu=0&bes_id=5173&anw_nr=2&aufgehoben=N&det_id=644322

#nrw #Polizeinrw #PolizeiNordrheinWestfalen #polizeigewalt #PolizeiEntwaffnen #montag #nordrheinwestfalen #ruhrgebiet #polizeitotet #polizeiproblem #kind #taser #elektroschocker #bochum #essen #polizei #gehoerlosigkeit #gehoerlose #gehoerlos

Bochum: Polizei-Schüsse auf 12-Jährige

In Bochum hat die Polizei auf ein 12-jähriges Mädchen geschossen. Sie wurde lebensgefährlich verletzt.

wdr.de
@breakdownthewalls Das Messer ist der Persilschein.
Guck Dir die Diskussionen hier im Fediverse auch zu vergangenen Morden der Polizei an: Messer = Gefahr für LuL = losballern.

@seufz
Im konkreten Fall dann wohl dieser Punkt aus dem Gesetz oben:

"Gegen Personen ist ihr [Schusswaffe] Gebrauch nur zulässig, wenn der Zweck nicht durch Schusswaffengebrauch gegen Sachen erreicht werden kann."

Geistesgegenwart des Schützen: Kind reagiert nicht auf Ansprache, da offenbar taub, also wird ein Warnschuss gegen eine Sache auch wirkungslos bleiben. @breakdownthewalls

@seufz
Natürlich nicht, das ist ja der Status Quo.
https://troet.cafe/@stubenhocker/115578111132594144

Die Fülle der kopierten Texte hat allerdings sehr zugenommen..

Fragen hab ich eher hier gelesen, und hatte selbst auch paar wenige spontane
https://troet.cafe/@stubenhocker/115566092823002585
@breakdownthewalls

Schlüssellochkind 👁️ (@[email protected])

@[email protected] 3m lange Speergabel? 😄 Vielleicht etwas sperrig für Wohnräume, evtl. mit Teleskopstange. Aber hinter sonem Schild das sie auf Demos haben kann man doch auch kaum lebensgefährlich gestochen werden, besonders wenn Angreifer kurze Arme hat.. Allerdings ist meine Erfahrung, dass auch Verteidigungs-/Schutzhaltung ständig als Angriff entwertet wird. @[email protected] @[email protected] @[email protected]

troet.cafe - Mastodon

@seufz

Und heute kam ja auch die Meldung, der Polizeisold (in Berlin) sei bei 95% (ndr Radio) verfassungswidrig zu gering - das dürfte auch mit zur breiten Akzeptanz der Normalisierung von verfassungswidrigem Handeln beitragen..
https://www.presseportal.de/pm/42541/6161971
@breakdownthewalls

GdP-Erfolg: Bundesverfassungsgericht stuft Beamtenbesoldung als verfassungswidrig ein

Berlin, 19. November 2025 GdP zur heutigen BVerfG-Entscheidung Berliner A-Besoldung GdP-Erfolg: Bundesverfassungsgericht stuft Beamtenbesoldung als verfassungswidrig ein Nach...

Presseportal.de

@stubenhocker @seufz

Und das BVerfG hatte nicht den Mut zu entscheiden, dass alle Betroffenen ihre finanziellen Schäden ersetzt bekommen: nur die Beschwerdeführer und jene Beamt:innen, die Widerspruch eingelegt hatten, bekommen Nachzahlungen.

Das ist auch so eine Taktik des BVerfG: in der Ssxhe etwas für verfassungswidrig erklären, die Folgen jedoch erheblich beschränken. Es kann mir niemand erzählen, dass mit genau solch einer Entscheidungstaktik die Behörden, Landtage, der Bundestag nicht rechnen: sie kalkulieren nüchtern, dass selbst wenn das BVerfG mal etwas kippt, fast alles erstmal so bleibt wie es ist.

Das war zB bei der Gefangenenenlohnung nicht anders: schon zwei Mal, 1998 und 2023, wurde er als verfassungswidrig eingestuft, weil zu niedrig. Nachzahlungen? Aber nein!

#bverfg #bundesverfassungsgericht #mut #mutlos #verfassungswidrig #donnerstag #deutschland

@breakdownthewalls
Das hat weder was mit Mut noch mit einer Taktik zu tun, sondern mit unseren Gesetzen. Und auch das BVerfG muss sich an die Gesetze halten.

@stubenhocker @seufz

@bunt
Richter:innen treffen immer eine Ermessensentscheidung im Rahmen von Gesetzen. Und wenn dabei regelmässig Dinge "hinten runter fallen", gilt auch hierbei: Wo keine Klägerin, da auch keine Richterin gegen den Richter. 😎 @breakdownthewalls @seufz

@stubenhocker
wie du selbst schreibst: "im Rahmen der Gesetze." - Und dem ist nichts hinzuzufügen... 😁

@breakdownthewalls @seufz

@bunt @stubenhocker @seufz

So einfach ist es gerade bei Jurist:innen nicht, denn wenn wir exemplarisch in die NS-Zeit schauen, wird schnell klar, was 'im Rahmen der Gesetze' möglich ist.

Oder auch in der Gegenwart: käme die AfD in Regierungsverantwortung, sie müsste erstmal garkeine Gesetze ändern, sondern wenn sie die bestehenden in ihrem Sinne anwenden würde, wäre das schon verheerend (siehe USA).

Wenn also Augenschein viel Gestaltungsspielraum in negativer Hinsicht besteht, ist es sehrwohl ein Problem wenn das BVerfG seine Spielräume sie nicht in positiver Hinsicht nutzt!

#bverfg #jura #jzrabubble #donnerstag #afd #bundesverfassungsgericht #gesetzlicherahmenbedingungen

@breakdownthewalls
Sorry, Thomas, aber das was du da schreibst ist purer Blödsinn, denn wie auch du weißt, schreiben wir derzeit das Jahr 2025 - die NS-Zeit dauerte aber von 1933 - 1945.

Außerdem leben wir in Deutschland und nicht in der USA und haben deswegen auch ein anderes Rechtssystem als diese.

Und was den Gestaltungsspielraum betrifft, da hätte ich jetzt gerne ein Beispiel von dir, woraus hervorgeht, dass dieser tatsächlich groß und seitens der Gerichte negativ genutzt wurde.

@stubenhocker @seufz

@bunt @stubenhocker @seufz

Das ist einfach. Bspw hat das BVerfG 2011 die Regelungen zur Sicherungsverwahrung für unvereinbar mit dem Grundgesetz. Das hätte zwingend die Freilassung aller Betroffener zur Folge gehabt, also konstruierte die Mehrheit des Senats freihändig ein "rechtlichen Vakuum" und ließ die Kläger im Knast. Contra legem. Von der Literatur und einzelnen Richter:innen harsch kritisiert.

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2011/bvg11-031.html?nn=148438

Das wars jetzt von meiner Seite, ich will Dich da von nichts überzeugen, aber mir scheint, du willst nicht sehen, wie 'flexibel' Jurist:innen. Gerade der Vergleich zur NS-Zeit zeigt das nämlich besonders klar.

Regelungen zur Sicherungsverwahrung verfassungswidrig

Das Bundesverfassungsgericht hat heute sein Urteil über die Verfassungsbeschwerden von vier Sicherungsverwahrten verkündet, die sich gegen die Fortdauer ihrer Unterbringung in der Sicherungsverwahrung nach Ablauf der früher geltenden zehnjährigen Höchstfrist (Sicherungsverwahrung I) bzw. gegen die nachträgliche Anordnung ihrer Unterbringung in der Sicherungsverwahrung (Sicherungsverwahrung II) wenden. Über den Sachverhalt informiert die Pressemitteilung Nr. 117/2010 vom 16. Dezember 2010. Sie kann auf der Homepage des Bundesverfassungsgerichts eingesehen werden. Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts hat entschieden, dass alle Vorschriften des Strafgesetzbuches und des Jugendgerichtsgesetzes über die Anordnung und Dauer der Sicherungsverwahrung mit dem Freiheitsgrundrecht der Untergebrachten aus Art. 2 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit Art. 104 Abs. 1 GG nicht vereinbar sind, weil sie den Anforderungen des verfassungsrechtlichen Abstandsgebots nicht genügen. Überdies verletzen die mit den Verfassungsbeschwerden angegriffenen Vorschriften zur nachträglichen Verlängerung der Sicherungsverwahrung über die frühere Zehnjahreshöchstfrist hinaus und zur nachträglichen Anordnung der Sicherungsverwahrung im Erwachsenen- und Jugendstrafrecht das rechtsstaatliche Vertrauensschutzgebot aus Art. 2 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit Art. 20 Abs. 3 GG. Bis zum Inkrafttreten einer gesetzlichen Neuregelung, längstens bis zum 31. Mai 2013, hat das Bundesverfassungsgericht die weitere Anwendbarkeit der für verfassungswidrig erklärten Vorschriften angeordnet, und im Wesentlichen folgende Übergangsregelungen getroffen: 1. In den sog. Altfällen, in denen die Unterbringung der Sicherungsverwahrten über die frühere Zehnjahresfrist hinaus fortdauert, sowie in den Fällen der nachträglichen Sicherungsverwahrung darf die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung bzw. deren Fortdauer nur noch angeordnet werden, wenn eine hochgradige Gefahr schwerster Gewalt- oder Sexualstraftaten aus konkreten Umständen in der Person oder dem Verhalten des Untergebrachten abzuleiten ist und dieser an einer psychischen Störung im Sinne von § 1 Absatz 1 Nr. 1 des Therapieunterbringungsgesetzes (ThUG) leidet. Die Vollstreckungsgerichte haben unverzüglich das Vorliegen dieser Voraussetzungen der Fortdauer der Sicherungsverwahrung zu prüfen und anderenfalls die Freilassung der betroffenen Sicherungsverwahrten spätestens zum 31. Dezember 2011 anzuordnen. 2. Die übrigen Vorschriften über die Anordnung und Dauer der Sicherungsverwahrung dürfen während der Übergangszeit nur nach Maßgabe einer strikten Prüfung der Verhältnismäßigkeit angewandt werden, die in der Regel nur gewahrt ist, wenn die Gefahr künftiger schwerer Gewalt- oder Sexualstraftaten des Betroffenen besteht. Der Senat hat die mit den Verfassungsbeschwerden angefochtenen Entscheidungen, die auf den verfassungswidrigen Vorschriften beruhen, aufgehoben, weil sie die Beschwerdeführer in ihrem Freiheitsgrundrecht und ihren verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzbelangen verletzen, und die Sachen an die Fachgerichte zur erneuten Entscheidung zurückverwiesen.

@bunt @stubenhocker @seufz

Genau, das BVerfG ist an die Gesetze gebunden, zuvörderst an das Grundgesetz, welches es letztverbindlich auslegt.

Vor diesem Hintergrund könnte das Gericht sehr wohl eine Nachzahlung für alle Betroffenen anordnen, tut soetwas aus verschiedenen Gründen nicht: zu hoher Verwaltungsaufwand für die Exekutive, aber auch eine finanzielle Überforderung für die schon belasteten Staatsfinanzen spielen eine Rolle.

Und das BVerfG ignoriert, wenn es opportun erscheint , auch ganz offen das Grundgesetz: JN einem Urteil zur Sicherungsverwahrung von 2011 stellte es die Verfassungswidrigkeit der Regelungen fest, was zwangsläufig die Freilassung der Betroffenen zur Folge gehabt hätte. Deshalb ordnete es mit dem Urteil zugleich an, im Wege der einstweiligen Anordnung, dass der Gesetzgeber sechs Monate Zeit bekomme, neue Gesetze zu erlassen. Das Gericht im Wortlaut:"
Denn die Nichtigerklärung der einschlägigen Normen hätte zur Folge, dass es für die weitere Sicherungsverwahrung an einer Rechtsgrundlage fehlte und alle in der Sicherungsverwahrung untergebrachten Personen sofort freigelassen werden müssten, was Gerichte, Verwaltung und Polizei vor kaum lösbare Probleme stellen würde."

In der Literatur und auch von Richter:innen-Kolleg:innen gab es harsche Kritik. Aber das BVerfG ist es letztlich, das entscheidet.

Zu dem Urteil:
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2011/05/rs20110504_2bvr236509.html

#bverfg #vertrauensverlust #vertrauensschutz #sv #Sicherungsverwahrung #karlsruhe

Urteil vom 4. Mai 2011

Regelungen zur Sicherungsverwahrung verfassungswidrig

@breakdownthewalls
"Deshalb ordnete es mit dem Urteil zugleich an, im Wege der einstweiligen Anordnung, dass der Gesetzgeber sechs Monate Zeit bekomme, neue Gesetze zu erlassen."

Ah cool, quasi eine Frist zur Umsetzung von #Ferengi Sonderregel 000:

"Wenn keine passende Regel vorhanden ist, dann erfinde eine!"
🙃
https://memory-alpha.fandom.com/de/wiki/Erwerbsregeln_der_Ferengi

@bunt @seufz

Erwerbsregeln der Ferengi

Die Erwerbsregeln der Ferengi, gelegentlich auch Heilige Regeln des Erwerbs, sind ein Leitwerk für die Geschäftsbeziehungen der Ferengi und haben in der Ferengi-Allianz in etwa den Status von Gesetzen. Die Einhaltung der Regeln wird, ebenso wie die Einhaltung der Ferengi-Satzung, von den Liquidatoren der Ferengi-Handelsbehörde überwacht. (DS9: Profit oder Partner!, Quarks Schicksal) Wagt es ein Ferengi die heiligen Erwerbsregeln zu brechen, läuft er Gefahr auf die Schwarze Liste zu kommen. Die…

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