Zu den Maßnahmen im Verkehrssektor mit der besten Klimaschutz- und progressivsten #Verteilungswirkung gehört die Abschaffung klimaschädlicher Subventionen wie dem #Dienstwagenprivileg, dem #Dieselprivileg und der #Entfernungspauschale. Wie diese Maßnahmen umgesetzt können und wie sich diese ökologisch, sozial und fiskalisch auswirken, steht in #MappingZero, dem Navigator zur Klimaneutralität von #GermanZero 1/x

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#Verkehrswende #MappingZero #GermanZero #Klimaschutz #FossileSubventionen #KlimaschädlicheSubventionen #UmweltschädlicheSubventionen #Klimaschutzmaßnahmen #Wissenswertes #Verteilungswirkung #Klimagerechtigkeit #SozialeGerechtigkeit

Vom #DIenstwagenprivileg profitieren vor allem die obersten Einkommensschichten: Bei diesen sind Dienstwagen überproportional vertreten und hier vor allem schwere und verbrauchsintensive Wagen der Ober- und Mittelklasse.

Durch eine ambitionierte Reform der Dienstwagenbesteuerung sowie der Abschreibungsregeln könnten bis zu etwa 5 Mio. Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden.

Eine Reform des Dienstwagenbesteuerung auf Seite der Arbeitnehmenden könnte die jährlichen Steuermindereinnahmen um ca. 6 Mrd. Euro reduzieren, ein zusätzlicher Abbau von Steuerprivilegien auf Unternehmensseite sogar um ca. 13 Mrd. Euro. 2/x

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Dienstwagenbesteuerung reformieren - MappingZero

Die Maßnahme fordert eine grundlegende Reform der 1%-Regelung zur pauschalen Versteuerung der privaten Nutzung von Dienstwagen. Der geldwerte Vorteil soll sich künftig nicht nur am Listenpreis orientieren, sondern zusützlich an CO2-Ausstoß, Fahrzeuggewicht und privater Fahrleistung.[Quelle 01]

Das #Dieselprivileg

Das reichste Zehntel verbraucht 20 % des Diesels, das ärmste nur 2,7 % – ein Verhältnis von 7,5:1. Im reichsten Zehntel besitzen 42 % einen Diesel-Pkw, im ärmsten nur 19 %. Zusätzlich profitieren Besserverdienende häufig doppelt durch Dienstwagen- und Dieselprivileg, da Dienstwagen häufig Diesel-Pkw sind

Eine Angleichung der Energiesteuer für Dieselkraftstoff könnte ca. 1,3 Mio. (nur Pkw) bzw. 2,5 Mio. (Pkw + Lkw) Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen.

Eine Abschaffung der Steuervergünstigung für Dieselfahrzeuge würde die Steuermindereinnahmen um 6,8 bis 9,6 Mrd. Euro reduzieren. Allein für Diesel-Pkw liegt der Betrag bei 2,5 bis 4,1 Mrd. Euro. Abzüglich der Steuermindereinnahmen durch die parallele Abschaffung der höheren Kfz-Steuer für Diesel-Pkw verbleibt ein Nettosaldo von 1 bis 3,5 Mrd. Euro. 3/x

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Steuervergünstigung für Diesel abschaffen - MappingZero

Die Maßnahme fordert die stufenweise Abschaffung der Steuervergünstigung für Dieselkraftstoff bis 2030. Der Energiesteuersatz für Diesel soll von derzeit 47,04 ct/l auf 75,68 ct/l angehoben werden – das entspricht dem Niveau von Benzin, wenn man den höheren Energiegehalt berücksichtigt.[Quelle 01] Parallel wird die höhere Kfz-Steuer für Diesel-Pkw abgeschafft, da sie mit dem Ende des Dieselprivilegs überflüssig wird.

Von der #Entfernungspauschale profitieren höhere Einkommen mehr als geringere. Bei einem Arbeitsweg von 40 km bekommen z.B. Beschäftigte mit einem Jahreseinkommen von 56.000 Euro 1.257 erstattet, Geringverdienende, deren Einkommen unterhalb des Steuerfreibetrags liegt, nur 234 Euro.

Mit der Abschaffung der Entfernungspauschale könnten jährlich ca. 2 Mio. Tonnen CO₂ eingespart werden.

Die Steuermindereinnahmen durch die Entfernungspauschale könnten dadurch um jährlich 6,5 Mrd. Euro reduziert werden.

Mit diesem Budget könnte(n)

- eine #Mobilitätsgarantie eingeführt
- #ÖPNV-Zugänge barrierefrei gemacht
- der Preis des #Deutschlandticket auf 29 Euro reduziert und
- die #Radinfrastruktur ausgebaut werden (#FahrradlandPlus Maßnahmenpaket des @FraunhoferISI i.A. des @ADFC)

Diese Maßnahmen würden die Emissionen im Verkehrssektor weiter reduzieren. Z.B. hat das Maßnahmenpaket #FahrradlandPlus ein Einsparpotenzial von jährlich 19 Mio. Tonnen CO₂ bzw. 15 % des landgebundenen Personenverkehrs. Zudem hätten sie weitere positive Verteilungswirkungen für Menschen mit geringem Einkommen (vgl. Diagramm oben im ersten Beitrag). 4/x

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Entfernungspauschale abschaffen - MappingZero

Die Entfernungspauschale soll vollständig abgeschafft werden. Ein pauschaler Steuervorteil für lange Arbeitswege setzt Fehlanreize und belastet Umwelt sowie Klima. Stattdessen sollen eine Mobilitätsgarantie für den ÖPNV, ein vergünstigtes Deutschlandticket und der Ausbau der Radinfrastruktur allen Berufspendelnden eine attraktive und kostengünstige Alternative zum Pkw-Pendeln bieten. Eine Härtefallregelung dient der sozialen Abfederung für Haushalte mit weiterhin unzumutbar hohen Pendelkosten.

@GermanZeroHH @ADFC @FraunhoferISI ich habe sehr regelmäßig einen arbeitsweg von 40km plus...mit dem rad...und bekomme das steuerlich 0,0 abgesetzt. danke fdp... #mdrza
@GermanZeroHH Faken und selbst gesunder Menschenverstand haben es so unendlich schwer ...
@GermanZeroHH die #Entfernungspauschale ist ja eigentlich verkehrsmittelunabhängig. Man könnte sie sozialer machen, indem sie statt als Minderung des zu versteuernden Einkommens in geringerer Höhe als Gutschrift auf die Steuer gestaltet würde. Im Grunde wie https://de.wikipedia.org/wiki/Mobilit%C3%A4tspr%C3%A4mie aber unbefristet und für alle. Bei Handwerkerleistungen und haushaltsnahen Dienstleistungen gilt ja der gleiche Mechanismus. So würde die Progression nicht mehr zugunsten der Gutverdiener wirken.
Mobilitätsprämie – Wikipedia