1/ Die Reinhardtstraße war voll. Laut @wirhabenessatt waren es 9000 Teilnehmer*innen bei der #WHES25.
„Gemeinwohl vor Konzerninteressen/Bauernhöfe statt Agrarindustrie“
1/ Die Reinhardtstraße war voll. Laut @wirhabenessatt waren es 9000 Teilnehmer*innen bei der #WHES25.
„Gemeinwohl vor Konzerninteressen/Bauernhöfe statt Agrarindustrie“
3/ Kurz danach traf ich zwei Bienen. Wir kamen ins Gespräch. Ich habe sie irgendwann mal während Corona fotografiert, als die #WHES ganz klein war. Nur ein paar Treker, Bienen und Fotograf*innen. Zum Glück sind sie noch nicht gestorben.
Die eine Biene ist eine Polit-Biene. Hat jedenfalls was an der Mütze.
5/ Irgendwie muss ich dabei an „Könnten Bienen fliegen“ von #FoyerdesArts denken.
„Könnten Bienen fliegen
Flögen sie zur Himmelsmitten
Der Himmel ginge auf und Gott
Würde um Verzeihung bitten“
7/ Jemand meinte: „Guck mal Stefan, der Blaubeer! Als Fuchs!“ Ich: „Nee, der Blaubeer hat doch einen Bart!“ Aber Tatsache: Der Fuchs hatte einen Bart. Und es war auch gar kein Fuchs, sondern der gestiefelte Kater. Und als er dann seine Fahne ausrollte, war ich ganz sicher, dass es der Blaubeer war, denn die Fahne hat er auch dabei, wenn er im Architektenkostüm auftritt. =:-)
Auf seiner Schärpe steht: „Keine Märchen“. Ich glaube, in dem Sack waren Rebhühner drin, wenn ich das Märchen recht in Erinnerung habe.
Und er hatte sogar einen Degen!
8/ „Alles lässt sich ändern.“ Auch #FDP-Wahlplakate.
11/ Als ich die beiden gesehen habe, dachte ich: Das zeugt von wahrer Größe!
Die Einsicht, dass ohne einen selbst alles besser wäre, muss man erst mal haben. Aber dann habe ich das Kleingedruckte gelesen.
#WHES25 #Agrarpolitik #Agrarwende #Esswende #Ernährungswende #goVegan
12/ Also, ich bin ja aus der Stadt und man kann mir viel erzählen. Aber ich weiß, dass es braune Kühe gibt. Die sind für die Kakao-Milch. Dann gibt es lila Kühe, die sind für Schokolade (Ist da nicht auch Kakao drin?), aber rote Kühe habe ich noch nie gesehen. Umhängetaschen haben Kühe auch nicht.
Ich habe den Mann gefragt, wieso die Kuh rot ist. Er meinte, dass die von den Linken sei und deshalb eben rot.
Es könnte sein, dass es wirklich solche Kühe gibt und ich sie nur deshalb noch nie gesehen habe, weil sie sehr selten sind.
13/ „Mensch essen Erde auf. Wir wollen/werden sie retten!“
14/ Irgendwer hatte behauptet, wegen der #MaulUndKlauenSeuche, könnten die Trecker nicht kommen. Aber das stimmte gar nicht.
Bauer mit Schild: „Pöbel nie mit vollem Mund über Bäuerinnen“.
Machen wa nich! Versprochen. Wir sind sehr froh, wenn wir gutes Essen bekommen.
#WHES25 .
15/ Keine gute Idee: #Fahrrad fahren und Blasinstrumente spielen.
Eine gute Idee: Traktor mit #Lastenrad drin bauen.
@BUNDBerlin und @BUNDjugend bei #WHES25.
16/ Guckt! Hier die Bienen von 2021. Damals mit echten Treckern, aber ohne Menschen wegen Corona. Die haben nur aus dem ganzen Land Fußabdrücke geschickt, die dann aufgehängt wurden.
Das fliegt auch alles noch irgendwo auf Flickr rum.
17/ Apurba Dhakal, Youth Council member bei Brot für die Welt, spricht bei #Wirhabenessatt.
Das ganze Album ist jetzt bei Flickr:
https://www.flickr.com/photos/stefan-mueller-climate/albums/72177720323277717/
Explore this photo album by Stefan Müller (climate stuff, 5 Mio views) on Flickr!
18/ Kennt Ihr Kürche von unten? Das war die Opposition in der #DDR.
Auf dem Bild ist Küche von oben. Das war die Küche bei #WHES25: #FlämingKitchen. Der Chef der Küche, Wam Kat, ist auch auf dem Bild. Der mit den weißen Haaren.
19/ Ich weiß natürlich, dass es #KircheVonUnten ist, nicht Kürche von unten. Ich habe in der Schule den Unterschied zwischen i und ü gelernt. In Berlin gibt es ja normalerweise Mülschreis mit Früchte, aber unser Lehrer hat uns beigebracht, wie das mit dem i geht. Wir haben immer gemeinsam gesprochen:
Als mich die Wirtin schließlich rief,
gab sie mir diesen Mietzinsbrief.
Wie listig: Mitzins war ihr Ziel.
Ich flüchte schließlich flink bis Kiel.
Mein Gott: Flucht nach Kiel. Zu DDR-Zeiten! Dass der nicht eingesperrt wurde!
20/ Am Ende von #WHES kommen immer noch mal alle Traktorfahrer*innen und wichtigen Menschen auf die Bühne. Hier Wam Kat, der Koch von #FlämingKitchen.
Die haben am Freitag vor der Demo bei der #Schnippeldisco 2500 (!!!!) kg gerettetes Gemüse geschnippelt. Das wird sonst untergepflügt, weil es nicht den Normen entspricht. Sind wir alle bekloppt? Bitte nicht antworten. Jedenfalls war das Essen äußerst lecker! Und natürlich #vegan.
21/ Vor ein paar Jahren war ein langes Interview mit Wam Kat in der taz.
Er wohnt irgendwo in Brandenburg und versorgt lauter Protestevents mit veganem/vegetarischem Essen. Das Interview ist aus Corona-Zeiten, was natürlich übel für die #FlämingKitchen war, weil nichts stattfand. Sie leben von Spenden und er bekommt MiniJob-Gehalt.
Hier ein paar Passagen aus dem Interview:
„taz: Ist Ihr Alter dann eigentlich ein Thema für die jugendlichen Aktivist*innen?
Ach, die finden uns prima. Wir sind teilweise so alt wie ihre Großeltern.
taz: Bloß dass deren Großeltern wahrscheinlich nicht auf Demos im Suppentopf rühren …
Das ist ja das Motivierende. Es ist doch empowernd, wenn du auf Leute triffst, die noch mit 50 oder 60 Jahren an das glauben, was dir jetzt so wichtig ist. Auch wenn deine Eltern oder Großeltern sagen, das geht vorbei. Es gibt Leute wie uns, die immer noch ihre Überzeugungen haben, die sie schon vor 40 Jahren hatten und die den Kampf niemals abgehakt haben. Das ist ein wichtiger Teil, den wir als Extra mitbringen.
taz: Aber, Moment, das ist jetzt nicht besonders motivierend. Dass sich so vieles so wenig verändert hat, ist doch genau der Grund, warum sich viele vom politischen Aktivismus abwenden, ins Private zurückziehen. Haben Sie daran nie gedacht?
Nein.
taz: Warum nicht?
Weil es für uns nie ein Hype, sondern Überzeugung gewesen ist. Und dazu gibt es keine Alternative. Da hörst du nicht auf, weil du nach zwei Wochen oder Jahren nicht gewonnen hast. Wenn du einmal an Atomkraft dran bist, dann weißt du, dass es genau darum geht, dranzubleiben über Jahre und Jahrzehnte. Anders wird es sich nicht ändern. Mit dem Frieden ist es das Gleiche. Da arbeiten wir seit 40.000 Jahren dran, sollen wir jetzt aufgeben, weil wir es noch nicht geschafft haben? Oder dem Klimaschutz: Aufgeben heißt in dem Fall nicht nur Selbstmord, sondern auch die Ermordung des ganzen Planeten. Ich glaube noch dran, dass wir das stoppen können. Weil ich auch sehe, dass wir Schritte gemacht haben, an die vor 40 Jahren niemand geglaubt hat.“
Das war 2020. Gut, oder?
Hatte ich shcon mal die Niederschrift von der smaragdenen Felswand erwähnt? Das ist genau das: Die Kraft der Wahrheit ohne Falsch. Danke Wam Kat, für das Essen und so.
https://taz.de/Wam-Kat-von-Flaeming-Kitchen-im-Gespraech/!5695219/
22/
K fragt: Darf man als Nicht-Veganer zu Wir haben es satt gehen?
Ich frage: Darf man als Veganer zu Demos gehen, bei denen #EatTheRich gefordert wird?
23/ 500 Jahre Widerstand. Vor 500 Jahren gab es Bauernaufstände. 70.000 Aufständische starben. Thomas Müntzer war Pfarrer und führte die Bauern an. Zu #DDR-Zeiten habe ich ihn oft gesehen, denn er war auf den 5-Mark-Scheinen.
Er wurde vor den Toren #Mühlhausens enthauptet und sein Kopf aufgespießt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_M%C3%BCntzer#M%C3%BChlhausen_(1524),_Tod
Put the rich on diet!
Du meinst, die Demoteilnehmer*innen als Roboter dürfen ihre Herren nicht verletzen, also auch nicht essen?
Hm.
Wenigstens einen kleine Zeh? Oder ein Ohr? Oder die Zunge? Wir essen ja auch die Zungen von Rindern. Also ich nicht (mehr), aber es gibt so Menschen.