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Wird “Ich war neunzehn” nun tatsächlich angeboten? – Die Spannung steigt!
Vor einer Woche hatte ich es freudig hier angekündigt. Dann kegelte der MDR es kurzfristig aus seinem Nachtprogramm. “Ich war neunzehn”, DDR 1968, in der Regie des mit einigem Recht berühmten Regisseurs Konrad Wolf. Wird es nun wahr?
Der MDR kündigt den Film für morgen nacht 22:55 h erneut an. Möglich, ja vielleicht sogar wahrscheinlich, auf jeden Fall hoffentlich, könnte er dann hier in der ARD-Mediathek verfügbar werden, für all die Menschen, die ihren Schlafrhythmus noch an den Wechsel von Tag und Nacht angepasst haben.
Ob es dann Altersbeschränkungen gibt – bei einem Antikriegsfilm? Sollen die Kinder kriegstüchtig werden? Und könnten in dem Film sichtbare Grausamkeiten der Kriegswirklichkeit dieses wichtige Bildungsziel gefährden? Ich hoffe es.
Die Spannung steigt.
Ist die Gegenwart nur eine Operette? – Früher war nicht alles besser, aber manches
Zuerst, und eh ichs vergesse, möchte ich der vielleicht besten deutschen Schauspielerin der Gegenwart Corinna Harfouch zu ihrem Ausstieg aus dem “Tatort” gratulieren – ein weiser Entschluss. Selbst der Laienzuschauer (und auch die Zuschauerin) erkennt längst die Kürzung der Drehtage, von den Drehbüchern ganz zu schweigen. Wenn die ARD diesen Fehler bemerkt, wird es zu spät sein. Derweil erreicht die Epstein-Affäre den Chef der nächsten Olympischen Spiele (L.A. 2028) und den Tony-Blair-Spezi Peter Mandelson. Überraschungen sind was Anderes. Einfacher wäre eine Liste derer, die damit nichts zu tun haben … Hier meine Tipps, wie Sie von alldem nicht belästigt werden.
Entweder Sie schlafen heute und morgen vor. Oder Sie programmieren Ihre Videosoftware.
23.25 h MDR
“Ich war neunzehn”
Regie: Konrad Wolf
DDR 1968
„Der nach Erinnerungen Konrad Wolfs facettenreich in Episoden gestaltete Antikriegsfilm beschreibt ohne Pathos und Larmoyanz die Schrecken des Krieges und macht die Schuld der Deutschen deutlich. Dabei bemüht er sich um ein Höchstmaß an Authentizität, verzichtet auf Idealisierungen und stellt Menschen mit ihren Eigenheiten und Schwächen dar. Trotz der parteilichen Emotionalität bleibt genügend Raum für eigene Assoziationen.“ – Lexikon des internationalen Films.
KORREKTUR: Der MDR hat den Schwarzweiss-Film wieder rausgekegelt und sein Abendprogramm mit Katharina Witt tapeziert. Antikriegsfilm? Jetzt? Wieder was gespart (vor allem Zeit). Schade eigentlich.
00.00 h SWR
“Kehraus”
BRD 1983
Die richtige Einstimmung zum aufziehenden Karnevals-Terror. Das Kinodebüt des neben seinem Freund Dieter Hildebrandt vielleicht besten deutschen Kabarettisten Gerhard Polt (Hauptrolle und Drehbuchbeteiligung), den ich dank meiner alten Freundin Rita Baus persönlich kennenlernen durfte. Was ich beiden nie vergessen werde.
02.10 h ZDFneo
“Das fliegende Auge” (Original: “Blue Thunder”)
USA 1983
Der Film entstand im Jahr der ersten gescheiterten Volkszählung in der BRD. Das Bundesverfassungsgericht kreierte im Dezember das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Aus heutiger Sicht ist es einerseits putzig, wie mann sich auf beiden Seiten des Atlantiks, und in diesem Fall am Pazifik, “Big Brother” vorstellte. Andererseits putzen sich die Oligarchenbrüder der Gegenwart mit deutschen Grundrechten den Hintern ab. Oder?
Bester DDR-Spielfilm verfügbar
“Der geteilte Himmel” – “der wichtigste Gegenwartsfilm jener Zeit” (1964) bis 17.1.26 verfügbar
Zuerst sah ich den Film, bevor ich seinen Wikipedia-Eintrag las. Ich stimme in allen Passagen zu. Seine literarische Qualität ist auffallend, im positiven Sinn DDR-typisch. Der Wolf-Clan aus Christa, Gerhard und Konrad sowie Willi Brückner und Kurt Barthel zeichneten für das Drehbuch verantwortlich. Bei deren Arbeitstreffen hätte ich gerne mal gelauscht. Nicht als Zeitgenosse (ich war 7) – aber ich würde mir das heute noch als Podcast anhören.
Verfügbar bis 17.1.26 in der Arte-Mediathek: “Der geteilte Himmel – Der verbitterte Chemiker Manfred und die optimistische Studentin Rita lieben sich trotz oder gerade wegen ihrer Gegensätzlichkeit. Die Beziehung zu Manfred eröffnet Rita eine neue Welt. Doch nach einem schweren beruflichen Misserfolg setzt sich Manfred nach West-Berlin ab. Rita entscheidet sich, ihm nicht zu folgen … DEFA-Film von Konrad Wolf (1964).”
Drei Jahre nach dem Mauerbau fassten die Macher*innen dieses heisse Eisen in der Ulbricht-DDR an, nach allen Regeln der dialektischen Kunst. Sie übererfüllten also den Staatsauftrag für die Staatskunst. Das wird dem Politbüro und dem Zentralkomitee der SED schlimme Kopfschmerzen gemacht haben. Gut so. Solche Zivilcourage – wo ist die heute in diesem Land zu finden? Sachdienliche Hinweise werden wir gerne veröffentlichen.
Retrospektive – „100 Jahre Konrad Wolf“ (2025)
Konrad Wolf wäre in diesem Jahr hundert Jahre alt geworden. Ein Regisseur, der aus der deutschen Geschichte kam und den sie nie losgelassen hat. Als Sohn des Schriftstellers Friedrich Wolf und jüdischer Kommunist, Emigrant, Rückkehrer mit der Roten Armee, war schon seine Biografie Stoff für mehr als einen Roman. Doch Konrad Wolf interessierte sich nicht für das Heldentum, sondern für das Zweifeln daran. Er war Regisseur im Auftrag eines Staates, der eine eigene Wahrheit verwalten wollte, und schuf dennoch ein Kino, das die Wirklichkeit freigelegt hat. (ARTE)
Für alle empfehlenswert die meinen Sie wären #Mittelstand und als Mitte der #Gesellschaft #CDU-wähler.
#RBB
#Antifaschismus die Antwort auf Faschismus #Antifa
#NoAFD