Kurzsichtige egoistische Nimbys*
Da wird in einer Landschaft, die es ohne jahrhundertelange massive eingriffe des Menschen so nicht geben würde, mit dem Argument "Naturschutz" gegen den Bau von Windkraftanlagen demonstriert. Teile dieser Landschaft liegen jetzt schon unterhalb des Meeresspiegels und das wird durch die Klimakatastrophe nicht besser werden. Ob diesen Deppen bewusst ist, das es ihre ach so schöne natürliche Heimat in hundert Jahren nicht mehr geben wird, wenn nicht jetzt ganz schnell ernsthaft etwas gegen die menschengemachte Klimakatastrophe unternommen und der Eintrag von CO2 in die Atmosphäre deutlich verringert wird? Irgendwann in den nächsten hundert Jahren wird es finanziell und technisch nicht mehr machbar sein noch höhere Deiche um diese Landschaft zu bauen, dann wird dort alles unter Wasser sein, aber immerhin stören dann keine Windräder die Aussicht.
Nahezu die gesamte Landschaft an der Westküste Schleswig-Holsteins ist künstlich und wäre regelmäßig überflutet und nahezu unbewohnt, wenn der Mensch nicht seit Jahrhunderten massiv eingreifen würde, darüber sollte vielleicht auch mal nachgedacht werden, wenn mal wieder mit dem Begriff "Kulturlandschaft" argumentiert wird.
*) Nimby: Not in my Backyard: Der Ausdruck wird – meist in abwertender Weise – für Situationen oder Prinzipien verwendet, bei denen Teile der Bevölkerung bestimmte überregional bedeutsame Infrastruktur zwar grundsätzlich befürworten und oft auch selbst nutzen wollen, aber deren Errichtung in der Nähe des eigenen Wohnorts abgelehnt wird, weil die Personen selbst lokal Nachteile empfinden. Dabei wird nicht nach einer für die Bevölkerungsgesamtheit optimalen Lösung gestrebt, sondern lediglich einseitig versucht, die Nachteile für sich selbst zu verhindern und auf andere Bevölkerungsgruppen abzuwälzen, was Verwendern des Begriffs unredlich erscheint.
#Klimakriese #Klimakatastrophe #Windenergie #Nimby #Kurzsichtigkeit #Egoismus #rant
Streit um geplanten Windpark in der Nolde-Landschaft: Warum Bürger dagegen sind